DE3522258C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren des kontinuierlichen
Betriebes einer Gegenstromwaschkolonne und befaßt
sich insbesondere mit einem Verfahren des kontinuierlichen
Betriebes eines Verarbeitungssystems aus einer kontinuierlich
arbeitenden Polymerisationszone, einer Gegenstromwaschsäule
und einem Heizrohr zum Abtrennen von festen
Polymerteilchen.
Bei der Herstellung von Polymeren in industriellem
Maßstab wird die Polymerisationsreaktion, d. h. die
Polymerisation der Monomeren, in herkömmlicher Weise in
einem Verdünnungsmittel durchgeführt, welches nicht das
Polymere auflöst, so daß das erhaltene Polymere in Form
einer Aufschlämmung aus festen Polymerteilchen und einem
Verdünnungsmittel erzeugt wird. Die Reaktion wird gewöhnlich
in einem derartigen Verdünnungsmittel durchgeführt,
weil die Polymerisationswärme leicht entfernt werden kann
und das Polymere relativ leicht von den nichtumgesetzten
Monomeren von dem Reaktionsmedium abgetrennt werden kann.
Dieses Verfahren wird besonders zur Polymerisation von
Olefinen durchgeführt, wobei bei dieser Reaktion eine
große Menge an Polymerisationswärme auftritt.
Es ist ferner bekannt, bei der Durchführung derartiger
Polymerisationssysteme, insbesondere bei der Polymerisation
von Olefinen, die Aufschlämmung in einer Gegenstromwaschsäule
zu waschen, um den Rest des Katalysators
zu entfernen, der für die Polymerisation von Olefinen
verwendet wird, wobei dieser Katalysator Übergangsmetalle
und organische Metallverbindungen enthält. Bei
derartigen Olefinpolymerisationssystemen werden als Verdünnungsmittel
und Waschflüssigkeiten Flüssigkeiten mit
einem relativ niedrigem Siedepunkt verwendet, und die gewaschene
Aufschlämmung wird in einem Heizrohr erhitzt,
um von der Aufschlämmung die festen Polymerteilchen abzutrennen
und das Verdünnungsmittel in einen Dampf umzuwandeln.
Derartige Verfahren werden beispsielsweise in
den US-Patentschriften 32 62 922, 36 44 583, 32 85 899
und 34 28 619 beschrieben.
Das Waschen der Aufschlämmungen in einer Gegenstromwaschkolonne
nach den angegebenen Verfahren wird in jedem
Falle in der Weise durchgeführt, daß man sich nur
die Dichteunterschiede zwischen den festen Polymerteilchen
und dem Verdünnungsmittel zunutze macht, was bedeutet,
daß die Aufschlämmung bei jedem der bekannten Verfahren
nur dann in wirksamer Weise gewaschen werden kann,
wenn die Mengen an in die Gegenstromwaschkolonne durch
verschiedene Öffnungen eingeführter Flüssigkeit und Aufschlämmung
und die Mengen an Flüssigkeit und Aufschlämmung,
die daraus abgezogen werden, immer konstant sind.
Das Waschen läßt sich jedoch nicht in wirksamer Weise
durchführen, wenn die abgezogene Flüssigkeit und Aufschlämmung
nicht immer konstant sind.
Bei einem in der Praxis durchgeführten Polymerisationsverfahren
schwankt der Wirkungsgrad in Abhängigkeit von
Veränderungen der katalytischen Wirkung, des Molekulargewichtes
des Polymeren und von dem Verhältnis der Monomeren
in beispielsweise einer Copolymerisationsreaktion.
Dies bedeutet, daß die Menge einer Aufschlämmung, welche
in die Gegenstromwaschkolonne eingeführt wird, und das
Verhältnis der festen Polymerteilchen zu dem Verdünnungsmittel
mit einer Veränderung der vorstehend erwähnten
Parameter schwankt. Diese Schwankung bei der Durchführung
der bekannten Methoden zerstört das Gleichgewicht zwischen
der Waschflüssigkeit und den festen Polymerteilchen in
der Gegenstromwaschkolonne und bewirkt eine abnehmende
Effizienz des Waschens in der Gegenstromwaschkolonne, wodurch
in nachteiliger Weise die Qualität der festen
Polymerteilchen beeinflußt werden kann. Ferner können
feste Polymerteilchen von der Waschflüssigkeit mitgeschleppt
werden, die von dem oberen Teil der Gegenstromwaschkolonne
abgezogen wird, und können die Stufe der
Wiedergewinnung der Waschflüssigkeit beeinflussen. Ferner
kann sich die Konzentration der gewaschenen Aufschlämmung,
die von dem unteren Teil der Gegenstromwaschkolonne abgezogen
wird, verändern, wobei eine derartige Veränderung
das Abziehen nach dieser Methode erschweren kann. Demgemäß
haften den bekannten Methoden viele Schwierigkeiten
an.
Die US-Patentschrift 41 26 743 beschreibt ein Verfahren
zum gesteuerten kontinuierlichen Abführen von Aufschlämmungen
von festen Polymerteilchen in einem Verdünnungsmittel
aus mindestens einem Kohlenwasserstoff
und/oder Halogenkohlenwasserstoff, welcher bei Normaltemperatur
und unter Normaldruck gasförmig ist, aus einer
Zone, die unter zum Halten des Verdünnungsmittels in
der flüssigen Phase ausreichendem Druck gehalten wird,
in ein Heizrohrsystem, welches aus einem von zwei oder
mehr hintereinander angeordneten Heizmänteln ummantelten
Heizrohr besteht, wobei die abzuführende Menge der Aufschlämmung
durch die Zahl der Heizmäntel, in welche man
Wasserdampf einleitet, gesteuert wird. Durch dieses Verfahren
ist eine innerhalb eines relativ breiten Bereiches
schwankende Steuerung möglich, nicht jedoch eine Steuerung
innerhalb eines engen Bereiches.
Die US-Patentschrift 31 95 613 beschreibt ein ähnliches
Verfahren unter Einsatz eines Heizrohres, das nicht von
getrennt heizbaren Heizmänteln umgeben ist, wobei gegebenenfalls
ein flüssiger Kohlenwasserstoff getrennt in das
Heizrohr eingeführt werden kann.
Auch dieses Verfahren ermöglicht keine Steuerung der
abgeführten Aufschlämmungsmenge innerhalb eines engen
Bereiches.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein
Verfahren zum kontinuierlichen Betrieb einer Gegenstromwaschkolonne
durch
- a) Einführen einer Aufschlämmung, die aus festen Polymerteilchen und einem Verdünnungsmittel besteht und kontinuierlich von einer kontinuierlich arbeitenden Polymerisationszone abgezogen wird, in den oberen Teil der Gegenstromwaschkolonne, wobei die Polymerisationszone eine letzte Reaktionszelle vor der kontinuierlich arbeitenden Gegenstromwaschkolonne aufweist,
- b) Einführen von Waschflüssigkeit in den unteren Teil der Gegenstromwaschkolonne und Abziehen derselben von dem oberen Teil dieser Kolonne und
- c) Abziehen von gewaschener Aufschlämmung aus dem unteren Teil der Kolonne und Einführen derselben in ein Heizrohr zur Trennung des Dampfes der Waschflüssigkeit und der festen Polymerteilchen,
zu schaffen, das innerhalb eines sehr engen Bereiches
bezüglich der abgeführten Polymerteilchenaufschlämmung
steuerbar ist.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren des Patentanspruchs 1
gelöst.
Die Erfindung beruht demgemäß auf der überraschenden Feststellung,
daß durch eine Kombination der aus der
US-Patentschrift 41 26 743 bekannten Steuerung durch
der den getrennt angeordneten Heizmänteln des Heizrohres
zugeführten Wärmemenge in Kombination mit der in der US-
Patentschrift 31 95 613 als Gegebenenfalls-Maßnahme offenbarten
Maßnahme der getrennten Zufuhr eines flüssigen
Kohlenwasserstoffes eine Steuerung der abgeführten Aufschlämmungsmenge
innerhalb eines Bereiches möglich ist,
der wesentlich enger ist als bei der Durchführung der
bekannten Verfahren.
Nachdem in der US-Patentschrift 31 95 613 ausgeführt wird,
daß der Mechanismus des dort beschriebenen Verfahrens nicht
aufgeklärt ist, war es nicht naheliegend, das Verfahren
der US-Patentschrift 41 26 743 mit einer Gegebenenfalls-
Maßnahme des Verfahrens der US-Patentschrift 31 95 613
zur Lösung der erfindungsgemäß gestellten Aufgabe zu
kombinieren.
Die Erfindung wird durch die Figuren näher
erläutert, die ein Fließbild für ein Beispiel einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt.
In dieser Figur bedeutet:
Adie letzte Reaktionszelle,Beine Gegenstromwaschkolonne,C₁, C₂-C₆Heizmäntel,
DZyklon,
Eeinen Aufgabetrichter,
1eine Pumpe,
2eine Wasserdampffalle,
3eine Dampfabzugsleitung,
4eine Polymerteilchenabzugsleitung,
5eine Waschflüssigkeitseinführungsleitung,
6eine Waschflüssigkeitsabzugsleitung,
7eine Aufschlämmungseinführungsleitung,
8eine Aufschlämmungsabzugsleitung,
9eine Flüssigkeitseinführungsleitung,
10ein Heizrohr,
W, ZSteuereinrichtungen,
V 1-1, V 2-2-V 5-7Ventile,
P 1einen Druckdetektor,
F 1, F 2, F 3, F 4Fließmengendetektoren,
L 1einen Flüssigkeitsoberflächendetektor,
gestrichelte Linien
(- - -)Leitungen des Steuersystems,
gestrichelte Linien,
die mit den Steuer-
einrichtungen W und
Z verbunden sind
(- - -)Zuführungs- und Abführungsleitungen und a, b, c - - -die Verbindungen der gestrichelten Linien mit denjenigen mit den gleichen Symbolen.
Z verbunden sind
(- - -)Zuführungs- und Abführungsleitungen und a, b, c - - -die Verbindungen der gestrichelten Linien mit denjenigen mit den gleichen Symbolen.
Bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung gibt es
keine Beschränkung hinsichtlich des jeweiligen Polymerisationsverfahrens
als solchem, das in der Polymerisationszone
angewendet wird, es gibt auch keinerlei
Einschränkungen bezüglich des Katalysatorsystems, der
Reaktionstemperatur, des Reaktionsdruckes etc., wie
aus der vorstehenden Zusammenfassung der Erfindung hervorgeht.
Alle Polymerisationsverfahren, die einer Einführung
von festen Polymerteilchen in eine Waschkolonne
in Form einer Aufschlämmung mit einem Verdünnungsmittel
ermöglichen, können angewendet werden. Vorzugsweise werden
jedoch diejenigen Verfahren angewendet, bei denen
als Verdünnungsmittel eine Flüssigkeit mit einem relativ
niedrigen Siedepunkt und insbesondere eine solche,
die bei normaler Temperatur und unter normalem Druck gasförmig
ist, verwendet wird.
Erfindungsgemäß kann die Aufschlämmung, die aus Polymerteilchen
und einem Verdünnungsmittel (nachfolgend
einfach als "Aufschlämmung" bezeichnet) besteht, aus
irgendeiner derjenigen Aufschlämmungen bestehen, die
irgendetwas in der Gegenstromwaschkolonne Auszuwaschendes
enthalten (einschließlich irgendwelcher Bestandteile,
die in dem Verdünnungsmittel aufgelöst sind, jedoch noch
nicht entfernt worden sind), so daß diesbezüglich keine
besonderen Einschränkungen gegeben sind. Im Hinblick auf
die Notwendigkeit und die Effizienz des Waschens der Aufschlämmung
mittels einer derartigen Gegenstromwäsche ist
die Aufschlämmung, auf welche die Erfindung am besten anwendbar
ist, die Kombination aus Propylenpolymeren (einschließlich
Copolymeren von Propylen und anderen Olefinen)
und Flüssigkeiten, die hauptsächlich aus flüssigem
Propylen als Verdünnungsmittel bestehen. Dies ist deshalb
der Fall, da (a) die Ausbeute an Polypropylen pro Einheitsmenge
Katalysator im allgemeinen niedrig ist und es daher
erforderlich ist, eine Stufe zur Entfernung des Rückstandes
des verwendeten Katalysators vorzusehen, (b) Polymere
mit niedriger Stereospezifität und relativ niedrigem
Molekulargewicht als Nebenprodukte bei der Polymerisation
von Polypropylen anfallen und in nachteiliger Weise
die physikalischen Eigenschaften des auf diese Weise
erhaltenen Polymeren beeinflussen und (c) der Dichteunterschied
zwischen Polypropylen und flüssigem Propylen
relativ groß ist und eine wirksame Wäsche nach einer
derartigen Gegenstromwaschmethode begünstigt, obwohl die
Gründe dafür noch nicht restlos aufgeklärt sind.
Die Polymerisationszone umfaßt vorzugsweise eine Reaktionszelle,
in der eine vollständige Vermischung der Komponenten
erfolgt, wobei eine letzte Reaktionszelle, in der ein
Teil des Zelleninhalts als Gasphase vorliegt, aus welcher
die Aufschlämmung in die Gegenstromwaschkolonne fließt,
vorgesehen ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufschlämmung kontinuierlich
in die Gegenstromwaschkolonne aus der vorstehend erwähnten
letzten Reaktionszelle in der kontinuierlich arbeitenden
Polymerisationszone eingeführt. Die Gegenstromwaschkolonne
ist in der Weise konstruiert oder ausgelegt,
daß sie die Einführung einer Aufschlämmung aus festen
Materialien in ihren oberen Teil und einer Waschflüssigkeit
in ihren unteren Teil sowie
das Abziehen von Waschflüssigkeit von ihrem oberen
Teil und der gewaschenen Aufschlämmung aus festen Materialien
von ihrem unteren Teil ermöglicht. Vorzugsweise
ist die Kolonne eine solche, die lang in der vertikalen
Richtung ist und die Form eines vertikalen Zylinders besitzt.
Die Kolonne kann ferner in der Weise konstruiert
sein, daß sie (a) im oberen Teil einen größeren Durchmesser
aufweist, so daß ein Mitschleppen von festen Materialien
mit der Waschflüssigkeit, die von dem oberen Teil
abgezogen wird, vermieden wird, (b) die ein gleichmäßiges
Rühren zur Verbesserung des Kontaktes zwischen der Waschflüssigkeit
und den festen Materialien ermöglicht und
(c) Düsen zur Verbesserung der Verteilung der festen Materialien
und der Verteilung der Waschflüssigkeit etc.
besitzt.
Was die Temperatur- und Druckbedingungen der Gegenstromwaschkolonne
betrifft, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren betrieben wird, so ist es vorzuziehen, einen
Druck einzuhalten, der ungefähr gleich oder etwas niedriger
ist als der Druck der letzten Reaktionszelle der kontinuierlich
arbeitenden Polymerisationszone, und eine Temperatur
zu wählen, die etwas niedriger ist als die Temperatur
der letzten Reaktionszelle. Zu diesem Zweck ist
es erforderlich, die Gegenstromwaschkolonne in der Weise
zu betreiben, daß sie keinen Gasraum aufweist, d. h.,
daß sie voll mit Flüssigkeit ausgefüllt ist, weil ein
derartiger Gasraum Druckschwankungen infolge von
Temperaturschwankungen verursachen würde, die es schwierig
machen, die Chargenmengen der Aufschlämmung und der Waschflüssigkeit
in der Gegenstromwaschkolonne auf einem konstanten
Gehalt zu halten. Bei dieser Betriebsweise, bei
der die Gegenstromwaschkolonne voll mit Flüssigkeit gefüllt
ist, wird automatisch der Druck auf einen Wert
eingestellt, der ungefähr dem Druck der letzten Reaktionszelle
der kontinuierlich arbeitenden Polymerisationszone
entspricht.
Ist die Temperatur der Gegenstromwaschkolonne höher
als die Temperatur der letzten Reaktionszelle, dann wird
der Strom der Waschflüssigkeit aufgrund des Dichteunterschiedes
gestört, so daß die Wascheffizienz nachteilig
beeinflußt wird. Aus einem ähnlichen Grund ist es erforderlich,
die Temperatur der Waschflüssigkeit, die in die
Gegenstromwaschkolonne eingeführt wird, auf einem Wert
zu halten, der niedriger ist als die Temperatur in der
Gegenstromwaschkolonne, um das Verfahren mit einem stabilen
Waschwirkungsgrad durchführen zu können.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden dann,
wenn die Erzeugung der Aufschlämmung in der kontinuierlich
arbeitenden Polymerisationszone relativ gleichmäßig abläuft,
die Einführung der Waschflüssigkeit in die Gegenstromwaschkolonne
und das Abziehen der Aufschlämmung aus
dieser Kolonne durch Vorrichtungen zur Steuerung derFließmenge
konstant gehalten. Die relativ geringen Schwankungen
der Menge der in der kontinuierlich arbeitenden Polymerisationszone
erzeugten Aufschlämmung, und zwar
Schwankungen in einem Bereich von ±5%, die im Falle
eines stabilen Zustandes erzeugt werden, lassen sich in
der nachfolgend beschriebenen Weise ausgleichen.
Die Menge der gewaschenen Aufschlämmung, die aus dem
unteren Teil abgezogen wird, wird entsprechend der
Menge der Aufschlämmung in der letzten Polymerisationszelle,
die in der Praxis durch den Spiegel der Aufschlämmung
in der Zelle ermittelt wird, verändert. Dies
bedeutet, daß mit einem Ansteigen des Aufschlämmungsspiegels
(oder mit einem Absinken) die Menge der gewaschenen
Aufschlämmung, die aus dem unteren Teil abgeführt
werden soll, erhöht (oder verringert) wird, wodurch
die Menge der in die Gegenstromwaschkolonne eingeführten
Aufschlämmungsmenge verändert wird. Gegebenenfalls kann
der Aufschlämmungsspiegel in der letzten Polymerisationsreaktionszelle
konstant gehalten werden, wobei es in
diesem Zusammenhang wesentlich ist, die abgezogene Menge
der gewaschenen Aufschlämmung in der Weise zu verändern,
daß
- a) die auf das Heizrohr einwirkende Wärmemenge und
- b) die Flüssigkeitsmenge, die nach Bedarf getrennt eingeführt wird,
verändert werden. Es ist nicht zweckmäßig, ein Ventil
zwischen der Gegenstromwaschkolonne und dem Heizrohr
vorzusehen, um die abgezogene Menge der gewaschenen
Aufschlämmung durch Öffnen und Schließen desselben oder
durch das Ausmaß der Öffnung des Ventils einzustellen,
da eine durch ein Ventil gesteuerte Verfahrensweise
den Strom der Waschflüssigkeit in der Gegenstromwaschkolonne
stören und in nachteiliger Weise den Waschwirkungsgrad
beeinflussen würde.
Die Wärmemenge, die dem Heizrohr zugeführt wird, kann
in der folgenden Weise verändert werden. Das Heizrohr ist
mit vielfach unterteilten Mänteln versehen, durch welche
ein Heizmittel, vorzugsweise Wasserdampf, geschickt werden
kann. Die Anzahl der Mäntel, durch welche das Heizmedium,
vorzugseise Wasserdampf, tatsächlich strömt,
wird in der Weise gewählt, daß in wirksamer Weise die Wärmemenge,
die auf das Heizrohr einwirken gelassen wird,
verändert wird. Die Einstellung der Anzahl der Mäntel,
durch welche das Heizmedium, vorzugsweise Wasserdampf,
tatsächlich strömt, bedingt eine Veränderung der abgezogenen
Menge der durch Gegenstrom gewaschenen Aufschlämmung
infolge von Veränderungen der Drücke längs der Länge des
Heizrohres als Ergebnis der Temperaturveränderungen infolge
der Heizmäntel, wobei jedoch die Veränderung nicht
kontinuierlich ist. Es ist daher vorzuziehen, kontinuierlich
die Menge der Flüssigkeit zu verändern, die getrennt
in das Rohr durch die Leitung 9 der Zeichnung eingeführt
wird, wobei diese Flüssigkeit vorzugsweise eine Zusammensetzung
besitzt, die derjenigen der Waschflüssigkeit ähnlich
ist, wodurch kontinuierlich die abgezogene Menge
der durch den Gegenstrom gewaschenen Aufschlämmung verändert
wird. Im Hinblick auf die Steuerbarkeit und die Vereinfachung
der Vorrichtung ist es vorzuziehen, die Menge der
Flüssigkeit, die getrennt in das Heizrohr in der vorstehend
beschriebenen Weise eingeführt wird, zu verändern,
um zusätzlich das Abführen der Aufschlämmung in Verbindung
mit der Änderung der Wärmemenge aus den nachfolgend diskutierten
Gründen zu verändern.
Das erfindungsgemäße Verfahren macht sich das Verfahrensprinzip
der DE-OS 35 13 523 zunutze,
und zwar die exakte Steuerung der Menge der abgezogenen
Polymerteilchen-Aufschlämmung innerhalb eines sehr engen
Bereiches durch gesteuerte Wärmezufuhr zu dem Heizrohr
aufgrund der das Heizrohr ummantelnden hintereinander
angeordneten Heizmäntel sowie der getrennten Zufuhr
eines flüssigen Kohlenwasserstoffes und/oder Halogenkohlenwasserstoffes
in dosierter Menge. Dies bedeutet, daß
erfindungsgemäß die Heizmäntel C 1, C 2 bis C 6
die Temperatur des Heizrohres 10
in der Weise steuern, daß die Aufschlämmung, die aus der
Gegenstromwaschkolonne B durch die Leitung 8 abgezogen
wird, in der Weise gesteuert wird, daß bei einer Erhöhung
der Temperatur längs des Heizrohres 10 durch die Heizmäntel
der Druck in dem Heizrohr gesteigert wird und der
Druckunterschied zwischen der Gegenstromwaschkolonne und
dem Heizrohr vermindert wird, wodurch der Strom der Aufschlämmung
in das Heizrohr vermindert wird. Andererseits
wird bei einem Abnehmen der Temperatur durch Verminderung
der Anzahl der Wasserdampfmäntel die Fließgeschwindigkeit
der Aufschlämmung gesteigert, d. h., daß dann, wenn die
Heizmäntel abgeschaltet werden oder ihre Anzahl vermindert
wird, die Aufschlämmung in den Heizzonen abgekühlt wird,
wodurch der Druck in den Heizzonen innerhalb des Rohres
vermindert wird (weil weniger Waschflüssigkeit oder Verdünnungsmittel
sich in der gasförmigen Phase befindet)
und der Druckunterschied zwischen der Gegenstromwaschkolonne
und dem Heizrohr gesteigert wird (d. h., daß der Druck
der Aufschlämmung in der Gegenstromwaschkolonne B wesentlich
größer ist als derjenige des Heizrohres), wodurch wiederum
der Aufschlämmungsstrom, der von der Gegenstromwaschkolonne
B abgezogen und dem Heizrohr 10 durch die
Leitung 8 zugeführt wird, erhöht wird.
Um konkreter den in Frage kommenden Mechanismus zu verstehen,
wird das Heizrohr in eine Vielzahl von Heizunterzonen
durch Verwendung einer Reihe von Heizmänteln unterteilt,
in welche der Wasserdampf einem Heizrohr zugeführt
wird, wobei der Druckverlust über den Längsabschnitt des
Rohres hinweg erheblich entsprechend dem Verhältnis von
Dampf zu Flüssigkeit schwankt. Daher kann die Fließgeschwindigkeit
der Polymeraufschlämmung, die durch einen
Abschnitt strömt, in dem ein gegebener Druckunterschied
vorliegt, in der Weise gesteuert werden, daß die Heizbedingungen
modifiziert werden und damit die Verdampfungsgeschwindigkeit
des Verdünnungsmittels längs des Fließweges.
Dies ermöglicht selbst die Steuerung des Abziehens
der Aufschlämmung ohne Verwendung eines mechanischen Strömungsventils.
Um weiter das Abführen der Aufschlämmung aus der Gegenstromwaschzone
B in das Heizrohr 10 zu steuern, wird
jedoch eine Flüssigkeit, wie ein flüssiger Kohlenwasserstoff
oder ein halogenierter Kohlenwasserstoff, in die
Leitung 9 eingeführt, um weiter den Druck zu steuern, wobei
diese Kohlenwasserstoffe etc. gewöhnlich bei normaler
Temperatur sowie unter normalem Druck gasförmig sind.
Durch getrennte Einführung der Kohlenwasserstoffe oder
der halogenierten Kohlenwasserstoffe etc. in die Heizzone
oder das Heizrohr wird weiter der Druck in der Heizzone
gesteuert, so daß der Druck in dem Heizrohr fein
abgestimmt werden kann, um den Druckunterschied zwischen
der Gegenstromwaschkolonne B und dem Heizrohr 10 und
längs des Heizrohres selbst zu steuern, so daß das Fließen
der abgezogenen Aufschlämmung auf einen konstanten
Wert eingestellt werden kann. Je mehr Flüssigkeit getrennt
durch die Leitung 9 eingeführt wird, desto größer ist
natürlich die Druckzunahme, je weniger Flüssigkeit eingeführt
wird, desto geringer ist der Druck in dem Heizrohr,
und durch Synchronisation dieser zwei Faktoren, d. h.
die Steuerung der Heizmäntel und die Einführung der flüssigen
Kohlenwasserstoffe getrennt durch die Leitung 9,
kann das Strömen der abgeführten Aufschlämmung in der Tat
sehr gut gesteuert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist daher eine Variante des in
der DE-OS 35 13 523 beschriebenen Verfahrens
insofern, als die Menge der aus einer Waschkolonne abgezogenen
Aufschlämmung durch die Einstellung der Wärmemenge,
die dem Heizrohr zugeführt wird, gesteuert wird,
wie vorstehend ausgeführt worden ist, wobei, falls erforderlich,
die Menge an Flüssigkeit, die getrennt in
das Heizrohr eingeführt wird und zusätzlich die Menge
an Aufschlämmung in der letzten Polymerisationsreaktionszelle
als Kontrollfaktor verwendet wird, wie weiter oben
diskutiert worden ist. Dies bedeutet, daß bei einem Anheben
oder Absenken des Spiegels der Aufschlämmung in
der letzten Polymerisationszelle die Menge an gewaschener
Aufschlämmung, die aus dem unteren Teil der Gegenstromkolonne
abgezogen wird, entsprechend gesteigert oder
vermindert wird, so daß der Spiegel der Aufschlämmung
in der letzten Reaktionszelle überwacht werden muß, um
letztlich die Menge an gewaschener Aufschlämmung zu steuern,
die durch die Steuerung der Temperatur des Heizrohres und
der Flüssigkeit, die getrennt eingeführt wird, wie vorstehend
diskutiert wurde, zu steuern.
Nach der vorstehend beschriebenen Methode ist es möglich,
feste Polymerteilchen mit relativ stabiler Qualität
zu erhalten, wobei relativ geringfügige Schwankungen bezüglich
der Produktionsmenge der Aufschlämmung in der
kontinuierlich arbeitenden Polymerisationszone beseitigt
werden. Bei der Erzeugung von Polymeren auf industrieller
Basis schwankt jedoch oft die Produktionsmenge
der Aufschlämmung sehr stark. In einem derartigen
Falle reicht die vorstehend erwähnte Steuerungsmethode
nicht aus, eine Verminderung der Qualität der festen
Polymerteilchen und ein Mitschleppen der festen Polymerteilchen
in der Waschflüssigkeit, die von dem oberen Teil
der Gegenstromwaschkolonne abgezogen wird, zu verhindern,
was eine Blockierung der Einrichtung zum Steuern der
Fließmenge bewirken kann, oder wodurch in nachteiliger
Weise die Wiedergewinnung der Waschflüssigkeit beeinflußt
werden kann.
Um ein Gegenstromwaschsystem zum Waschen von polymeren
Aufschlämmungen in industriellem Maßstabe durchzuführen,
wurden die technischen Gründe der vorstehend erwähnten starken
Schwankungen untersucht, wobei festgestellt wurde, daß sie durch drastische
Schwankungen in der Aufsteiggeschwindigkeit der
Waschflüssigkeit in der Gegenstromwaschkolonne (nachfolgend
einfach als "Aufsteiggeschwindigkeit" bezeichnet) verursacht
werden. Aufgrund dieser Feststellung wurden Untersuchungen
angestellt, um Methoden zu ermitteln, nach welchen
die Aufsteiggeschwindigkeit der Waschflüssigkeit in
der Gegenstromwaschkolonne konstant gehalten werden kann.
Es wurde gefunden, daß die Aufsteiggeschwindigkeit
durch (a) die Menge "A1" der getrennt in das Heizrohr
eingeführten Flüssigkeit, (b) die Menge "A2" des Dampfes,
der durch das Heizrohr abgetrennt wird, und (c) die Menge
"A4" der Waschflüssigkeit, welche in die Gegenstromwaschkolonne
eingeführt wird, bestimmt wird. Daher ist es möglich,
diese starken Schwankungen der Produktionsmenge
in der kontinuierlich arbeitenden Polymerisationszone
nach der folgenden Methode zu beseitigen, die eine zweite
Ausführungsform der Erfindung darstellt:
Zuerst wird eine Veränderung der Produktionsmenge
der Aufschlämmung in der kontinuierlich arbeitenden Polymerisationszone
anhand einer Veränderung des Aufschlämmungsspiegels
in der letzten Reaktionszelle A ermittelt
und dann entsprechend dieser Veränderung die abgezogene
Menge der Aufschlämmung aus der Gegenstromwaschkolonne
nach der Methode verändert, die der im Zusammenhang mit
der ersten Aufschlämmungsform der Erfindung beschriebenen
Methode ähnlich ist, gemäß welcher große Schwankungen der
Aufschlämmungen normalerweise nicht auftreten. Entsprechend
der Veränderung der Aufsteiggeschwindigkeit, die
durch diese Veränderung der abgezogenen Menge der Aufschlämmung
verursacht wird, wird die Menge "A4" der
Waschflüssigkeit entsprechend der Kombination der Menge
"A1" der Flüssigkeit, die getrennt eingeführt werden soll,
und der Menge "A2" des Dampfes verändert, d h., die
Menge "A3"="A2"-"A1".
Erforderlichenfalls wird die Menge der Waschflüssigkeit,
die von dem oberen Teil der Gegenstromwaschkolonne
abgezogen wird, verändert. Ein bevorzugtes Ergebnis kann
erhalten werden durch Veränderung dieser Menge der Waschflüssigkeit,
die von dem oberen Teil der Gegenstromwaschkolonne
ungefähr proportional zu der Menge "A2"-"A1"="A3"
abgezogen wird.
Die folgenden konkreten Beispiele erläutern die Erfindung
näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
In der Zeichnung wird die kontinuierlich arbeitende
Polymerisationszone anhand ihrer letzten Reaktionszelle
(A ) veranschaulicht. Jeder Typ von Reaktionszellen kann
für die Zellen vor der letzten Zelle verwendet werden.
Die Aufschlämmung in der letzten Polymerisationszelle
(A ) wird durch eine Pumpe (1) umlaufen gelassen und
durch Ventile (V 1-1), (V 1-2) in zwei Teile aufgeteilt,
wobei einer erneut der letzten Polymerisationszelle (A )
zugeführt wird und der andere in die Gegenstromwaschkolonne
(B ) eingeführt wird. Solange die Schwankung der
Polymerisationsmenge der Aufschlämmung in der Polymerisationszone
gering ist, kann die Steuerung durch Ermitteln
des Druckes erfolgen und die Gegensteuerung kann
erfolgen durch Ermitteln des Druckes in der Gegenstromwaschkolonne
(B ) und Steuern des Öffnungsgrades des Ventiles
(V 1-2), so daß der Druck konstant gemacht wird.
Die Menge der Waschflüssigkeit, welche in die Gegenstromwaschkolonne
(B ) eingeführt wird, wird konstant gemacht
durch Betätigen des Ventils (V 3) unter der Steuerung
der Vorrichtung (F 1) zur Steuerung der Fließmenge. In
ähnlicher Weise wird die Menge der Waschflüssigkeit, die
von der Gegenstromwaschkolonne (B ) abgezogen wird, durch
Betätigen des Ventiles (V 2) auf der Grundlage der durch
den Fließmengendetektor (F 2) ermittelten Daten konstant
gemacht.
Die Menge der Aufschlämmung in der letzten Polymerisationszelle
(A ) wird durch den Mengendetektor (L₁) ermittelt.
Gewöhnlich wird durch Betätigen des Ventils (V 4)
entsprechend der ermittelten Menge die Menge der Flüssigkeit,
welche in das Heizrohr eingeführt werden soll, verändert,
um die Menge der Aufschlämmung zu steuern, die
aus der Gegenstromwaschkolonne abgezogen wird. In diesem
Zusammenhang ist es auch möglich, die Wärmemenge, die auf
das Heizrohr einwirken gelassen wird, durch Öffnen oder
Schließen der Ventile (V 5-1), (V 5-2), (V 5-3), (V 5-4),
(V 5-6) und (V 5-7) zusätzlich zu der Änderung der Menge
der Flüssigkeit (durch die Leitung 9), die in das Heizrohr
eingeführt werden soll, zu verändern. Dies erfolgt
durch Veränderung der Anzahl der Heizmäntel, in welche
tatsächlich Wasserdampf eingeleitet wird. Die diskontinuierliche
Schwankung der abgezogenen Menge der Aufschlämmung
infolge der Veränderung der Anzahl der Heizmäntel
wird ausgeglichen durch Einstellen der Menge an
Flüssigkeit, welche in das Heizrohr eingeführt wird,
und zwar hauptsächlich durch Einstellen des Öffnungsgrades
des Ventils (V 4), so daß die Geschwindigkeit der
abgezogenen Aufschlämmung in der Weise gesteuert wird,
daß sie mit einer konstanten Geschwindigkeit abgezogen
wird. In diesem Fall ist es erforderlich, zuvor die
Menge an Flüssigkeit, die in das Heizrohr eingeführt
wird, zu ermitteln, um die erhöhte Menge an abgezogener
Aufschlämmung auszugleichen, wenn die Anzahl der Heizmäntel,
in welche Wasserdampf eingeführt wird, herabgesetzt
wird, um diese Daten in der Steuerungseinrichtung
(Z) zu speichern. Der Mechanismus, nach welchem die Heizmäntel
und die Menge an Flüssigkeit, die in das Heizrohr
eingeführt wird, die Menge an abgezogener Aufschlämmung
steuert, wurde weiter oben beschrieben.
Bei einem anderen erfindungsgemäßen Beispiel werden
weitere Werte gesammelt durch Ermitteln der Menge "A2"
des Dampfes, der durch das Heizrohr abgetrennt wird, und
der Menge "A1" der Flüssigkeit, die in das Heizrohr durch
die Strömungsmeßgeräte (F 3) bzw. (F 4) eingeführt wird,
wobei die Werte in der Steuerungseinrichtung (W ) zur Veränderung
der Menge "A4" der Waschflüssigkeit, die in die
Gegenstromwaschkolonne (B ) durch Betätigen des Ventils
(V 3) und die abgezogene Menge "A5" der Waschflüssigkeit
durch Betätigen des Ventils (V 2) bearbeitet werden. In
diesem Falle ist die bevorzugte Prozeßsteuerformel wie
folgt:
k₁ [k₂ + (k₂ · A2 - A1) ] ≦ A4 ≦ k₁ [k₄ + (k₃ · A2 - A1) ],
worin k₁, k₂, k₃ und k₄ Konstanten sind, die durch die
Form der Gegenstromwaschkolonne und die Art der zu behandelnden
Aufschlämmung bestimmt werden. Für den Fall,
daß die Aufschlämmung aus Polypropylen und Propylen besteht,
sind k₁ und k₃ ungefähr gleich 1 und k₂ und k₄
sind ungefähr 1×S-15×S cm³, wobei S der Querschnitt
der engeren Teile der Gegenstromwaschkolonne ist und die
Einheit von "A1", "A2" und "A4" durch das Volumen bei der
Temperatur der Gegenstromwaschkolonne ausgedrückt wird.
Die bevorzugte Prozeßsteuerungsformel bezüglich "A5" ist wie folgt:
k₁ [k₂ + (k₃ · A2 - A1) ] + k₅ (k₃ · A2 - A1) ≦ A5 ≦ k₁ [k₄ + (k₃ · A2 - A1) ] + k₅ (k₃ · A2 - A1),
worin k₅ der Wert ist, der durch die Konzentration der
festen Polymerteilchen in der Aufschlämmung, die in der
Polymerisationszone erzeugt wird, bestimmt wird. Für den
Fall, daß die Aufschlämmung aus Polyproyplen und Propylen
besteht, ist k₅ gewöhnlich ungefähr 1-3.
Die vorstehend erwähnte Methode wird auf eine Anlage
angewendet, mit der Polypropylen mit einer Produktionsmenge
von 1 Tonne/Stunde
erzeugt wird, wobei die Schwankung der Aufschlämmungsproduktion
bei einer Aufschlämmungskonzentration von
50 Gew.-% ±4% beträgt. Die verwendete Gegenstromwaschkolonne
besitzt eine Länge von 5 m, innere Durchmesser
von 0,7 m und 1,4 m und die Menge der eingeführten Waschflüssigkeit
und der abgezogenen Flüssigkeit werden jeweils
konstant gehalten, und zwar 1,28 Tonnen/Stunde und
1,45 Tonnen/Stunde. Wird die Flüssigkeitsoberfläche in
der letzten Reaktionszelle konstant gehalten, dann ist
der Wirkungsgrad der Gegenstromwaschkolonne, berechnet
anhand der Menge des entfernten Katalysators, 95±0,5%,
so daß eine stabile Betriebsweise gegeben ist.
Schwankt andererseits während des Betriebes die Produktionsmenge
der Aufschlämmung innerhalb des Bereiches
von ±10%, wobei diese Veränderung durch Veränderung
der Produktionsmenge zwischen 1,2 Tonnen/Stunde und 1,0
Tonne/Stunde zur Erzeugung von Produkten verschiedener
Marken erfolgt und auch die Veränderung der Mengen an
zugeführter und abgezogener Waschflüssigkeit berücksichtigt
werden, dann beträgt der Wirkungsgrad der Gegenstromwaschkolonne
95±0,2%, so daß eine äußerst stabile
Betriebsweise gegeben ist.
Vorstehend wurden wesentliche Merkmale der vorliegenden
Erfindung beschrieben. Nachdem die polymere Aufschlämmung
das Heizrohr verlassen hat, wird die Polymeraufschlämmung
einer Tiefdruckzone in dem Zyklon D zugeleitet,
wo die Polymerteilchen und der Dampf in einer
solchen Weise abgetrennt werden, daß der Dampf durch die
Leitung 3 abgezogen wird und die Polymerteilchen dem
Aufgabetrichter E zugeführt werden, von wo aus die Teilchen
durch die Leitung 4 abgezogen werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist eine sehr wirksame
Methode zum kontinuierlichen Betreiben einer Gegenstromwaschkolonne
und stellt einen deutlichen Fortschritt
gegenüber den bekannten Methoden dar.
Claims (6)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Betrieb einer Gegenstromwaschkolonne
durch
- a) Einführen einer Aufschlämmung, die aus festen Polymerteilchen und einem Verdünnungsmittel besteht und kontinuierlich von einer kontinuierlich arbeitenden Polymerisationszone abgezogen wird, in den oberen Teil der Gegenstromwaschkolonne, wobei die Polymerisationszone eine letzte Reaktionszelle vor der kontinuierlich arbeitenden Gegenstromwaschkolonne aufweist,
- b) Einführen von Waschflüssigkeit in den unteren Teil der Gegenstromwaschkolonne und Abziehen derselben von dem oberen Teil dieser Kolonne und
- c) Abziehen von gewaschener Aufschlämmung aus dem unteren Teil der Kolonne und Einführen derselben in ein Heizrohr zur Trennung des Dampfes der Waschflüssigkeit und der festen Polymerteilchen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die abgezogene Menge der gewaschenen Aufschlämmung von dem
unteren Teil der Kolonne gesteuert wird durch
- i) Steuerung und Wärmemenge, die dem Heizrohr zugeführt wird und
- ii) Steuerung der Menge A1 an Flüssigkeit, die getrennt dem Heizrohr zugeleitet wird,
wobei die Steuerung der abgezogenen Menge der gewaschenen
Aufschlämmung durch die Maßnahmen (i) und (ii) in der Weise
durchgeführt wird, daß in Abhängigkeit von der Menge
der Aufschlämmung in der letzten Reaktionszelle die Menge
der abgezogenen Aufschlämmung durch die Kontrollmaßnahmen (i)
und (ii) gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
festen Polymerteilchen aus Polypropylen und/oder Copolymeren
von Propylen und anderen Olefinen bestehen und das Verdünnungsmittel,
die Waschflüssigkeit und die Flüssigkeit, die
getrennt zugeführt werden soll, hauptsächlich aus Propylen
bestehende Flüssigkeiten sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge der Waschflüssigkeit, welche in den
unteren Teil der Gegenstromwaschkolonne eingeführt
wird, und die Menge der gleichen Flüssigkeit, die
von dem oberen Teil dieser Säule abgezogen wird,
jeweils durch Einrichtungen zum Steuern der Fließmenge
konstant gehalten werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge der Waschflüssigkeit, die in den unteren
Teil der Gegenstromwaschkolonne eingeführt
wird, gesteuert wird durch die Menge A3, die dem
Unterschied zwischen der Menge A2 des von dem Heizrohr
abgetrennten Dampfes und der Menge A1 der getrennt
in das Heizrohr einzuführenden Flüssigkeit
entspricht.
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ID=14936642
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