DE3521103C2 - Ventil zum Dosieren der Zufuhr von vorgewärmter und nicht-vorgewärmter Luft zu einer Verbrennungsmaschine - Google Patents
Ventil zum Dosieren der Zufuhr von vorgewärmter und nicht-vorgewärmter Luft zu einer VerbrennungsmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Ventil zum Dosieren der
vorgewärmten und nicht-vorgewärmten Luft zu einer
Verbrennungskraftmaschine gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
Ein derartiges Dosierventil ist aus der US-Patentschrift
3 744 715 bekannt, in welcher ein Ventil beschrieben wird,
welches thermostatgesteuert die Lufteinlaßstutzen für kalte
und angewärmte Luft vor dem Eintritt in eine
Verbrennungsmaschine alternativ schließt bzw. beide
Lufteinlaßstutzen teilweise geöffnet hält. Die Ventilklappe
ist um eine Drehachse schwenkbar und besitzt
Oberflächenabschnitte, die an beiden Seiten der Schwenkachse
angeordnet sind. Zum Schließen der Lufteinlaßstutzen für
kalte und vorgewärmte Luft dienen jeweils unterschiedliche
Oberflächenabschnitte der Ventilklappe.
Auch die deutsche Patentschrift DE 30 41 079 C2 zeigt ein
thermostatgesteuertes Ventilteil, das jeweils in der
Endstellung den Kaltluftteil oder den Eintritt für
vorgewärmte Luft in ein Dosierventil verschließt. Das
Ventilteil besitzt zwei Verschlußelemente, die jeweils den
Querschnitt den Kaltlufteinlasses bzw. den Querschnitt des
Warmlufteinlasses verschließen können. Das Ventil ist durch
eine Feder vorgespannt, um bei tiefen Temperaturen den
Kaltlufteinlaß fest zu verschließen. Bei höheren Temperaturen
kann das Ventil unter Einwirkung des Unterdrucks im
Ansaugkanal auf ein gewisses Maß geöffnet werden. Somit wird
die Position der Ventilklappe nicht nur in Abhängigkeit von
der Temperatur im Ansaugkanal, sondern auch in Abhängigkeit
vom Unterdruck im Ansaugkanal bestimmt.
Bei anderen bekannten Ventilen dieser Art wird die
Ventilklappe üblicherweise entlang seiner einen Seitenkante
gelagert, was bedeutet, daß, wenn die Klappe den einen oder
anderen Einlaß schließt, diese einem Drehmoment unterworfen
ist, welches bestrebt ist, die Klappe in die Öffnungsrichtung
zu schwenken. Dies liegt daran, daß eine Seite der Klappe dem
atmosphärischen Druck und die andere Seite einem Unterdruck
unterworfen ist, welcher aufgrund des
Luftstromes vom offenen Einlaß zum Auslaß entsteht. Aufgrund
der Tatsache, daß der Luftstrom der Brennkraftmaschine
pulsiert, pulsiert ebenso die sich ergebende und auf die
Klappe wirkende Kraft. Die durch den Thermostat auf die
Klappe ausgeübte Kraft in einer Schließrichtung ist abhän
gig von der Temperatur in der Ansaugleitung. Als Ergebnis
schwenkt die Klappe bei bestimmten Temperaturen und niedri
gen Drücken (Motorbelastung) alternativ auf den zugehöri
gen Ventilsitz am Einlaß zu oder von diesem weg, und zwar
infolge der Tatsache, daß das in Öffnungsrichtung wirken
de pulsierende Drehmoment abwechselnd das Drehmoment über- oder
unterschreitet, welches in die Schließrichtung wirkt.
Das Ergebnis ist ein unangenehmes Geräusch des Ventils.
Bei Vollast überwindet das durch den Niedrigdruck verursach
te Drehmoment das Drehmoment in entgegengesetzter Rich
tung, so daß der Motor ein falsches Gemisch an vorgewärm
ter und nicht-vorgewärmter Luft aufnimmt.
Es wurden bereits Versuche unternommen, dieses Luftproblem
mit Hilfe einer schaumgummibeschichteten Klappe in den
Griff zu bekommen oder dadurch, daß die Klappe mit einem
hydraulischen Dämpfer versehen wird. Beide Lösungen haben
erhebliche Nachteile. Im ersten Fall wird keine 100%ige
Geräuscheliminierung erzielt. Im zweiten Fall ist der
konstruktive Aufbau kostspielig und kompliziert. Keine der
beiden Lösungen kann verhindern, daß die Klappe von ihrem
Sitz weggesaugt wird, wenn der Motor mit Vollast betrieben
wird.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Ventil der eingangs
genannten Art zu schaffen, welches die vorgenannten Nach
teile vermeidet, d. h. bei dem die beschriebene Geräuschentwicklung
nicht auftritt und außerdem bei Vollast die
Ventilklappe nicht unerwünscht vom Ventilsitz weggezogen
wird.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des
Anspruchs 1 und insbesondere dadurch, daß die Ventilklappe
aus zwei Oberflächenabschnitten besteht, die an beiden Seiten
an der Schwenkachse angeordnet sind. Ein Oberflächenabschnitt
wirkt als Verschlußelement, welches alternativ die Einlässe
für kalte und vorgewärmte Luft verschließt, der andere
Oberflächenabschnitt wirkt als Balanceelement und ragt in
eine Kammer, in welcher dieselben Drücke und damit dieselben
Kräfte auf das Balanceelement wie auch das Verschlußelement
wirken. Aufgrund der diametralen Anordnung beider Elemente in
bezug auf die Schwenkachse wirken im wesentlichen dieselben,
einander entgegengesetzt gerichteten Drehmomente auf die
Schwenkachse, so daß die Lage der Ventilklappe unabhängig von
der Luftströmung durch den Ventilkörper ist.
Anstatt zu versuchen, das durch den pulsierenden Unterdruck
erzeugte Drehmoment durch Verwendung der Trägheit eines
hydraulischen Dämpfungsmittels zu dämpfen, basiert die
Erfindung auf der Idee der Erzeugung der korrespondierenden
Pulsation gleicher Stärke in Form eines Gegendrehmoments auf
die Klappe.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind durch die Unteransprüche
gekennzeichnet.
So kann nach einer vorteilhaften Ausführungsform die Kammer,
in welche das Balanceelement ragt, im wesentlichen die Form
eines Kreissektors aufweisen und eine Verlängerung des
eigentlichen Ventilkörpers darstellen.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß er einen großen
Anpassungsfreiheitsgrad an die bestehenden
Ansaugeinrichtungen des Motors vorsieht. Dadurch ist es
möglich, ein bestehendes Ventil alter Konstruktion durch ein
neues Ventil gemäß der Erfindung zu ersetzen, ohne daß
irgendwelche zusätzliche Abänderungen notwendig sind, und
zwar aufgrund der Tatsache, daß das Ventil gemäß der
Erfindung im wesentlichen den gleichen räumlichen Aufbau hat
wie das erstgenannte bekannte Ventil, soweit es die Einlässe
und den Auslaß betrifft sowie die Form der Schließelemente
und
die Anordnung der Schwenkachse. Der einzige äußere Unter
schied besteht darin, daß das Ventil der Erfindung eine
Verlängerung der Kammer aufweist, die vom Ventilkörper
gebildet wird.
Weitere Merkmale der Erfindung
sind in der nachfolgenden Beschreibung der in den
Zeichnungen rein schematisch dargestellten Ausführungsbei
spiele dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine Längsschnittansicht durch ein schematisch dar
gestelltes Ventil entsprechend der Erfindung,
Fig. 2 eine Längsschnittansicht durch ein Ventil gemäß
der Erfindung im Zusammenhang mit einer bevor
zugten praktischen Ausführungsform und
Fig. 3 eine Ansicht entlang der Linie III-III in Fig. 2.
Fig. 1 zeigt ein Ventil, welches allgemein mit dem Bezugs
zeichen 1 versehen ist. Dieses Ventil umfaßt einen Ventil
körper 2 mit einem Einlaß 3, an dem ein Einlaßrohr 4 für
Kaltluft angeschlossen ist, sowie mit einem Einlaß 5,
an dem ein Einlaßrohr 6 für vorgewärmte Luft angeschlos
sen ist, und ein Auslaß 7, welcher zu einem Luftfilter
behälter 8 führt. Eine Ventilklappe 9 ist schwenkbar am
Ventilkörper befestigt. Die Klappe 9 ist an einer Achse
10 befestigt, die die Klappe in zwei Abschnitte gleicher
Größe aufteilt und die drehbar im Gehäuse 2 angebracht
ist. Die Achse ist außerhalb des Körpers mit einer nicht
dargestellten Thermostatvorrichtung verbunden, welche die
Temperatur des Ventilkörperauslasses abfühlt und den
Klappenwinkel in Abhängigkeit davon einstellt.
Fig. 1 zeigt die Stellung der Klappe, wenn der Motor kalt
ist und wenn nur vorgewärmte Luft in den Luftfilter 8
geleitet wird. Der aufgrund des Luftstromes entstehende
niedrige Druck gibt Anlaß zu Kräften auf der Klappe, die
gleichmäßig auf jeder Seite der Achse 10 verteilt sind,
was bedeutet, daß die Klappe entgegengesetzt ausgerichte
ten Kräften gleicher Größe ausgesetzt ist, die konse
quenterweise unabhängig von der Strömungsrate, d. h. der
Strömungsmenge pro Zeiteinheit einander auslöschen.
Fig. 2 zeigt ein Ventil 20 gemäß der Erfindung, welches
eine Unterentwicklung einer bekannten, praktischen Ven
tilausführung ist. Das Ventil umfaßt einen Ventilkörper
21 mit Einlaßanschlüssen 22 und 23, die mit Einlaßrohren
24 und 25 für die vorgewärmte bzw. nicht-vorgewärmte
Luft verbunden sind. Außerdem ist ein Auslaßrohr 26
mit dem Ventilkörper 21 verbunden, welches mit einem
Luftfilter 27 in Verbindung steht. Ein Verschlußelement 28
ist so im Ventilkörper befestigt, daß dieses um eine
Schwenkachse 29 schwenkbar ist. Das Verschlußelement 28 ist starr
mit einem Paar von kurzen Hebeln 30 versehen, an denen
drehbar eine U-förmige Gabel 31 an einer verbindenden
Betätigungsstange 32 angeschlossen ist. Ein Thermostat
33 ist im Auslaß 26 angeordnet. Das Betätigungsteil des
Thermostats ist über gegenwirkende Federn mit der Ver
bindungsstange 32 verbunden. Insoweit stimmt die kon
struktive Lösung mit dem bekannten Aufbau überein.
Das neue und charakteristische Merkmal des Ventils 20
besteht darin, daß der Körper 21 mit einem vorstehenden
Körperabschnitt 34 versehen ist, der eine Kammer 35 in
Form eines Kreissektors bildet, wenn eine Betrachtung im
Längsschnitt vorgenommen wird. Diese Kammer 35 enthält
ein Balanceelement 36, das starr mit der Klappe 28 ver
bunden ist. Die Kammer 35 wird durch das Balanceelement 36
in zwei Bereiche aufgeteilt, von denen einer frei mit
einem Einlaßrohr 24 und der andere mit dem anderen Ein
laßrohr 25 in Verbindung steht. Der niedrige Druck im
Ventilkörper gibt so Anlaß zu Kräften auf das Balance
element 36, wodurch ein Gegendrehmoment zu dem Drehmoment er
zeugt wird, welches durch die auf das Verschlußelement 28 ein
wirkenden Kräfte erzeugt wird. Die Oberfläche des Balance
elements 36 ist an die Oberfläche des Verschlußelements 28 so ange
paßt, daß diese entgegengesetzten Drehmomente einander
auslöschen.
Der Körper 21 mit dem Körperabschnitt 34 ist als Einheit
aus spritzgegossenem Kunststoff hergestellt. An den Körper
können die bestehenden Rohre direkt angeschlossen wer
den, wenn ein altes Ventil durch ein neues gemäß der
Erfindung ersetzt werden soll.
Die beschriebene Ausführungsform hat eine rein mechanische
Thermostatsteuerung. Es kann ebenfalls auch eine elektroni
sche Thermostatsteuerung verwendet werden, die, wenn
erforderlich, ebenso zusätzliche Parameter, wie die
Feuchtigkeit und der atmosphärische Druck zusammen mit
der Temperatur in Betracht ziehen kann.
Claims (4)
1. Ventil zum Dosieren der vorgewärmten und nicht
vorgewärmten Luft zu einer Verbrennungskraftmaschine,
umfassend einen Ventilkörper mit einem Einlaß für
vorgewärmte Luft, einem Einlaß für nichtvorgewärmte Luft
und einem zu einer Ansaugleitung führenden Auslaß, und
eine thermostatisch gesteuerte, schwenkbar angebrachte
Ventilklappe, die in verschiedenen Stellungen
einstellbar ist, um das Mischungsverhältnis zwischen
vorgewärmter und nichtvorgewärmter Luft zum Auslaß zu
ändern, dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbar
angebrachte Ventilklappe aus Oberflächenabschnitten
besteht, die an beiden Seiten einer Schwenkachse
(29) angeordnet sind, wobei die Oberflächenabschnitte
solche Dimensionen aufweisen und so angeordnet sind, daß
die Ventilklappe einerseits ein Verschlußelement (28)
bildet, durch welches die Einlässe (22, 23) alternativ
schließbar sind und an dessen einem Seitenrand die
Schwenkachse (29) angeordnet ist, und die andererseits
ein Balanceelement (36) bildet, welches in Fortsetzung
des Verschlußelements (28) an der entgegengesetzten
Seite der Schwenkachse angeordnet ist, und in eine
Kammer (35) ragt, die an einer Seite des Balanceelements
mit einem der Einlässe und auf der anderen Seite
mit dem anderen der Einlässe in Verbindung steht.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kammer (35) eine Verlängerung (34) des eigentlichen
Ventilkörpers (21) ist und im Längsschnitt im
wesentlichen die Form eines Kreissektors hat.
3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilkörper (21, 34) ein aus Kunststoff
spritzgegossener Körper mit Anschlüssen für
die Ansaugleitung und die Einlaßleitungen (24, 25) für
die vorgewärmte und nicht-vorgewärmte Luft ist.
4. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Thermostateinheit (33) im
Ventilkörperauslaß (26) angeordnet ist und mit einer
Betätigungsstange versehen ist, die eine U-förmige Gabel
(31) aufweist und die Klappe spannt, wobei die Zinken
der Gabel jeweils an einem individuellen kurzen Hebel
(30) drehbar angebracht sind, welche mit der Klappe in
Verbindung stehen.
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