DE3517832C2 - - Google Patents

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DE3517832C2
DE3517832C2 DE19853517832 DE3517832A DE3517832C2 DE 3517832 C2 DE3517832 C2 DE 3517832C2 DE 19853517832 DE19853517832 DE 19853517832 DE 3517832 A DE3517832 A DE 3517832A DE 3517832 C2 DE3517832 C2 DE 3517832C2
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DE19853517832
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DE3517832A1 (de
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Reinhard 5447 Ulmen De Weisbender-Stieren
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B5/00Machines or apparatus for embossing decorations or marks, e.g. embossing coins
    • B44B5/0004Machines or apparatus for embossing decorations or marks, e.g. embossing coins characterised by the movement of the embossing tool(s), or the movement of the work, during the embossing operation

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  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von ko­ nischen, an der äußeren Mantelfläche einseitig geprägten Trink­ bechern und Spitzdeckeln für Militärkrüge aus NE-Metall, bei dem zunächst eine Ronde in mehreren Stufen durch Ziehen zu ei­ nem Becher- oder Spitzdeckel-Rohling geformt wird.
Es ist bekannt, Trinkbecher und Spitzdeckel, die an ihrer ko­ nischen Mantelfläche nach außen gerichtete Prägungen aufweisen, durch ein Gießverfahren herzustellen. Unabhängig davon, daß ein Gießverfahren zeitlich aufwendig ist, müssen die Rohlinge eine Wandstärke von etwa 4-5 mm aufweisen. Da sich auf der Oberfläche des Rohlings beim Gießvorgang eine Gießhaut bildet, müssen die Rohlinge innen durch einen spanabhebenden Arbeits­ vorgang bearbeitet werden, bei dem die Gießhaut entfernt wird und somit eine saubere Oberfläche entsteht. Auch dieser Ar­ beitsvorgang ist mit einem erheblichen Aufwand an Zeit und Ko­ sten verbunden. Zusätzlich tritt die nach außen gerichtete Prägung nicht deutlich genug in Erscheinung, da dieselbe eben­ falls mit einer Gießhaut überzogen ist, die durch einen span­ abhebenden Bearbeitungsvorgang nicht beseitigt werden kann.
Ferner ist es bekannt, derartige Trinkbecher und Spitzdeckel durch ein Druckgußverfahren herzustellen. Auch hier weist der Rohling eine größere Wandstärke auf, die ein Ausdrehen erfor­ derlich macht, um ein handliches Gewicht zu erreichen. Bei der Verwendung von Zinnlegierungen ist die Oberfläche ebenfalls mit einer Gießhaut überzogen, die durch ein zeit- und kosten­ aufwendiges Nacharbeiten beseitigt werden muß. Zusätzlich müssen die durch ein Druckgußverfahren hergestellten Rohlinge entgratet werden. Die nach außen gerichtete Prägung ist eben­ falls mit einer Gießhaut überzogen, wodurch das äußere Er­ scheinungsbild des Trinkbechers bzw. Spitzdeckels nachteilig beeinträchtigt wird. Ferner kommt es beim Druckgußverfahren vor, daß sich der hier erforderliche Schmierstoff im Bereich der Prägung festsetzt und somit eine exakte, ausgeprägte Aus­ formung verhindert.
Schließlich ist es noch bekannt, Trinkbecher, Spitzdeckel oder dgl. aus einem Blech durch Drücken oder Ziehen herzustellen. Diese Becher oder Deckel besitzen eine glatte äußere Mantel­ fläche; die Herstellung einer nach außen gerichteten Prägung ist bisher nicht möglich.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfah­ ren und eine Vorrichtung anzugeben, mit denen Trinkbecher und Spitzdeckel mit einer äußeren einseitigen Prägung aus dünnen Blechen bzw. Rohlingen kostengünstig hergestellt werden kön­ nen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei dem eingangs beschriebenen Verfahren vorgeschlagen, daß der vorgefertigte Rohling durch Eintauchen in ein Zinnbad bei gleichzeitigem Rekristallisieren des Blechwerkstoffs feuerverzinnt, anschließend in eine Präge­ form eingebracht und durch an seiner inneren Mantelfläche in Umfangsrichtung gleitend bewegte, mit Freiflächen abwechselnde Eingriffsflächen in die Prägeform gedrückt wird, wobei das Drücken mit einer zunächst langsam ansteigenden und nach Er­ reichen eines Werts von etwa 200 N/mm2 ebenso langsam wieder abfallenden Flächenpressung erfolgt.
Mit dem erfindungsgemäßigen Verfahren und der Vorrichtung ist es möglich, auch aus dünnen Blechen bzw. Rohlingen Trinkbecher und Spitzdeckel herzustellen, die einerseits eine saubere In­ nenfläche und andererseits an ihrer äußeren konischen Mantel­ fläche mit einer einseitigen Prägung versehen sind. In Abhän­ gigkeit von der Höhe der Prägung ist es möglich, noch Bleche mit einer Dicke von 0,7 mm zu verarbeiten. Zeit- und kosten­ aufwendige Nachbearbeitungen, wie das Ausdrehen und Entgraten des Werkstückes, entfallen. Unansehnliche Gießhäute sind nicht mehr vorhanden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zei­ gen
Fig. 1 einen axialen Schnitt durch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung und
Fig. 2 eine Ansicht eines Stempels der Vorrichtung von unten mit einem Querschnitt des Rohlings.
In der Fig. 1 der Zeichnung ist ein axialer Schnitt einer Vor­ richtung zur Herstellung eines mit nach außen gerichteten Prä­ gungen versehenen, konischen Trinkbechers mit einer Form 1 mit einem Stempel 2 gezeigt. Ein Rohling 3, beispielsweise aus verzinntem Aluminium- oder Kupferblech, ist in die Form 1 ein­ gesetzt. Die Form 1 ist an ihrer inneren Mantelfläche mit Ver­ tiefungen 4 versehen, die der Negativform der zu erzielenden Prägung entsprechen.
Der kegelförmige Stempel 2 ist an seiner Oberfläche abwechselnd in ebene Flächen 5 und gerundete Flächen 6 aufgeteilt, so daß nur etwa 50% der Oberfläche des Stempels mit der Innenfläche des Rohlings 3 in Kontakt treten. Zwischen der Innenfläche des Rohlings 3 und den ebenen Flächen 5 des Stempels 2 sind Taschen 7 gebildet, die ein Schmiermittel 8 aufnehmen können. Die Ta­ schen 7 stellen dabei sicher, daß sich das Schmiermittel 8 nicht auf dem Rohling 3 festsetzt.
Der Stempel 2, welcher nicht nur den Preßdruck aufbringt, son­ dern auch die Struktur der Innenfläche definiert, kann, um dem herzustellenden Trinkbecher die gewünschte Oberflächenstruktur zu verleihen, im Bereich seiner gerundeten Teilflächen 6 außen mit Umfangsriefen bzw. Umfangsrillen 9 versehen sein.
Bei der Herstellung von Prägungen am Rohling 3 wird der Stem­ pel 2 einerseits in Richtung des Pfeiles 10 in Drehbewegung ge­ setzt und allmählich abgesenkt. Dabei wirkt auf den Stempel 2 eine Kraft in Richtung des Pfeiles P. Dabei wird diese Kraft allmählich gesteigert. Die Rotation und die Kraft haben zur Folge, daß bei einem allmählich ansteigenden Druck die Ver­ tiefungen 4 an der Oberfläche des Rohlings 3 eine Prägung er­ zeugen. Diese Prägung wird in diesem Ausführungsbeispiel noch zusätzlich durch die Umfangsriefen bzw. Umfangsrillen 9 unter­ stützt. Zusätzlich enthält der Rohling 3 an seiner Innenfläche eine glänzende Oberfläche.
Die allmählich ansteigende Kraft und der rotierende Stempel 2 führen dazu, daß bei einem Druck von etwa 200 N/mm2 die Prägung des Rohlings 3 vollendet ist. Danach fällt der Preß­ druck wieder allmählich ab. Durch die Ausgestaltung des Stem­ pels 2 ist es möglich, für den Prägungsvorgang Schmiermittel zu verwenden, ohne daß die Innenfläche des Rohlings 3 nachtei­ lig beeinträchtigt wird. Das Prägen wird besonders schonend und reibungsarm durchgeführt. Dies erlaubt es, auch verhält­ nismäßig dünne Bleche bzw. Rohlinge als Ausgang zu verwenden, ohne daß Risse oder Löcher entstehen.
In Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles ist es mög­ lich, den Stempel 2 drehfest anzuordnen und die Form 1 über einen Antrieb zu drehen. Bedarfsweise können auch die Form 1 und der Stempel 2 gegenläufig drehend angetrieben werden.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von konischen, an der äußeren Man­ telfläche einseitig geprägten Trinkbechern und Spitzdeckeln für Militärkrüge aus NE-Metall, bei dem zunächst eine Ronde in mehreren Stufen durch Ziehen zu einem Becher- oder Spitz­ deckel-Rohling geformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der vorgefertigte Rohling durch Eintauchen in ein Zinn­ bad bei gleichzeitigem Rekristallisieren des Blechwerkstoffs feuerverzinnt, anschließend in eine Prägeform eingebracht und durch an seiner inneren Mantelfläche in Umfangsrichtung gleitend bewegte, mit Freiflächen abwechselnde Eingriffs­ flächen in die Prägeform gedrückt wird, wobei das Drücken mit einer zunächst langsam ansteigenden und nach Erreichen eines Werts von etwa 200 N/mm2 ebenso langsam wieder abfal­ lenden Flächenpressung erfolgt.
2. Vorrichtung zum einseitigen Prägen von konischen Trink­ bechern und Spitzdeckeln für Militärkrüge aus NE-Metall zur Durchführung des die einseitige Prägung betreffenden Verfahrensschritts nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stempel (2) außen abwechselnd in ebene und gerun­ dete Flächen (5 bzw. 6) aufgeteilt ist, daß der Stempel (2) und eine mit einer Negativprägung versehene Form (1) rela­ tiv zueinander rotierend antreibbar sind und daß der Stem­ pel (2) mit einer langsam steigenden und anschließend eben­ so langsam wieder abfallenden Kraft beaufschlagbar ist, die in ihrem Höchstwert eine Flächenpressung von etwa 200 N/mm2 an den Berührungsflächen zwischen dem Stempel (2) und dem Rohling (3) erzeugt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf den gerundeten Teilflächen (6) des Stempels (2) Um­ fangsriefen oder -rillen (9) angeordnet sind.
DE19853517832 1985-05-17 1985-05-17 Verfahren und vorrichtung zum herstellen von aussen gravierten trinkbechern und/oder spitzdeckeln Granted DE3517832A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4137539A1 (de) * 1991-11-14 1993-05-19 Digital Equipment Int Verfahren zum herstellen von spiralfoermigen rillen an einer konischen flaeche sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE4137539A1 (de) * 1991-11-14 1993-05-19 Digital Equipment Int Verfahren zum herstellen von spiralfoermigen rillen an einer konischen flaeche sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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