DE3510491C2 - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B7/00—Hydraulic cements
- C04B7/36—Manufacture of hydraulic cements in general
- C04B7/361—Condition or time responsive control in hydraulic cement manufacturing processes
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
- Y02P40/00—Technologies relating to the processing of minerals
- Y02P40/10—Production of cement, e.g. improving or optimising the production methods; Cement grinding
- Y02P40/121—Energy efficiency measures, e.g. improving or optimising the production methods
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren entsprechend
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine wirksame Regelung kann den Betrieb eines
Drehrohrofens für die Zementherstellung ver
gleichmäßigen und dadurch die Produktqualität
verbessern, die Beanspruchung der Ofenausmaue
rung verringern und durch eine fast stöchiometri
sche Verbrennung den Energieverbrauch und die
Schadstoffemission senken. Trotz dieser offen
sichtlichen Vorteile wird noch immer die über
wiegende Zahl von Drehrohröfen ohne eine automa
tisierte Regelung betrieben. Die Hauptursache
hierfür liegt im Fehlen einer zuverlässigen, ein
wandfrei auswertbaren Führungsgröße.
Die Sinterzonentemperatur ist häufig wegen einer
staubigen Ofenatmosphäre nicht meßbar. Andere
Größen, wie die Klinkeranalyse oder die Zement
festigkeit, sind erst mit einer Verzögerung von
Stunden bzw. Tagen verfügbar und scheiden daher
für eine Ofenregelung praktisch aus.
Besondere Bedeutung wird seit einiger Zeit den in
den Abgasen von Drehrohrofenanlagen der Zement
industrie enthaltenen Stickstoffoxiden (NO x -Gehalt)
beigemessen (vgl. DE-Z- "Zement-Kalk-Gips" 1984,
S. 499-507 und 508-512).
Bei Untersuchungen des Zusammenhanges zwischen dem
NO x -Gehalt der Ofenabgase und dem Betrieb des Dreh
rohrofens beim Zementbrennen (DE-Z- "Zement-Kalk-
Gips" 1980, S. 310-313) wurde in bestimmten Fäl
len eine Korrelation zwischen dem NO x -Gehalt der
Ofenabgase und dem freien Kalk des Klinkers fest
gestellt. Weiterhin bestehen Zusammenhänge zwischen
dem NO x -Gehalt und dem Ofenmoment. Es zeigte sich
bei diesen Untersuchungen auch, daß sich die NO x -
Konzentration der Abgase sehr schnell mit der
Temperatur der Brennzone ändert, sofern ein nor
maler Luftüberschuß vorhanden ist.
Durch ein kontinuierliches Erfassen des NO x -Gehal
tes in den Abgasen kann daher die Ofentemperatur
stabilisiert werden. Aus dem Verlauf der NO x -Kon
zentration können jedoch nur Temperaturänderungen
abgeleitet werden, nicht jedoch die absolute Höhe
der Ofentemperatur.
Es ist weiterhin in diesem Zusammenhang bekannt
(I.C.S. Proceedings 1983, S. 80-83), außer dem
NO x -Gehalt der Ofenabgase und dem Gehalt des Klin
kers an freiem Kalk auch den Sauerstoffgehalt der
Ofenabgase zu bestimmen. Hierbei wurde festge
stellt, daß der NO x -Gehalt sowohl mit der Sin
tertemperatur, als auch mit dem Sauerstoffgehalt
korreliert. Die NO x -Konzentration hängt jedoch
nicht allein von der Sintertemperatur und dem Sauer
stoffgehalt ab, sondern auch von der Art der Bren
ner, der Brennereinstellung sowie von anderen Be
triebsparametern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren der im Oberbegriff des Anspruches 1 genann
ten Art so auszubilden, daß eine gut meßbare Füh
rungsgröße für die Ofenregelung bereitgestellt
wird, die die Vorteile einer auf NO x -Gehalt-Mes
sung basierenden Regelung (schnelle Ansprechzeit)
und einer auf einer Messung des Freikalkgehaltes
im Klinker basierenden Regelung (gute Korrelation
mit der Produktqualität) verbindet, ohne ihre Nach
teile (nur relativer Meßwert bzw. große Zeitverzö
gerung) in Kauf nehmen zu müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden zu
nächst in einer ersten Betriebsphase (gewisser
maßen einer Lernphase) zusammengehörige Werte des
Sauerstoffgehaltes der Ofenabgase, des NO x -Gehal
tes der Ofenabgase und des Freikalkgehaltes im
Klinker gemessen. Mit der Methode der zweidimen
sionalen Klassierung baut dann ein digitales Aus
wertesystem aus einer genügenden Anzahl von NO x -,
O2- und CaO-Frei-Meßwerten ein dreidimensionales
Kennlinienfeld auf, wie es in Fig. 1 schematisch
veranschaulicht ist. Dabei ist in der einen Koor
dinate der NO x -Gehalt (in ppm) aufgetragen, in der
anderen Koordinate der in den Ofenabgasen gemesse
ne Luftüberschußfaktor n und in der dritten Koordi
nate der Freikalkgehalt des Klinkers (in %).
In einer zweiten Betriebsphase wird dann durch
laufende Messung des Sauerstoffgehaltes und des
NO x -Gehaltes der Ofenabgase sowie durch lineare
Interpolation in dem Kennlinienfeld der zu erwar
tende Freikalkgehalt des Klinkers ermittelt.
Weicht dieser zu erwartende Freikalkgehalt des
Klinkers von dem gewünschten Freikalkgehalt ab,
so sucht man sich in dem zuvor ermittelten Kenn
linienfeld diejenigen Werte des O2-Gehaltes und
des NO x -Gehaltes, die zu dem gewünschten Freikalk
gehalt des Klinkers gehören. Weiß man auf diese
Weise, um wieviel der O2-Gehalt und der NO x -Gehalt
der Ofenabgase geändert werden muß, um von dem der
zeitigen Freikalkgehalt des Klinkers auf den ge
wünschten Freikalkgehalt zu kommen, so ist damit
eine Führungsgröße für die erforderliche Regelung
des Ofenbetriebes gewonnen. "Führungsgröße" im Sin
ne der Erfindung ist somit die neue Vorgabe für
den O2- und NO x -Gehalt (bzw. die erforderliche Än
derung des O2- und NO x -Gehaltes).
Anhand dieser neuen Vorgabe (Führungsgröße) werden
dann die Parameter des Ofenbetriebes entsprechend
eingestellt, was beispielsweise durch Änderung der
Brennstoffmenge, der Verbrennungsluftmenge und/oder
der Ofendrehzahl erfolgen kann.
Bereits 30 bis 60 Min., ehe das Fertigprodukt den
dem Drehrohrofen nachgeschalteten Kühler verläßt,
stehen damit zuverlässige Informationen über den
Betriebszustand der Anlage zur Verfügung. Ein Re
gelsystem, vorzugsweise ein Prozeßrechner, hat ge
nügend Zeit, korrigierend in den Ofenbetrieb ein
zugreifen.
Zweckmäßig wird auch in der zweiten Betriebsphase
der Freikalkgehalt des Klinkers laufend oder von
Zeit zu Zeit ermittelt und zusammen mit den zuge
hörigen Werten des Sauerstoffgehaltes und des NO x -
Gehaltes der Ofenabgase zur Überprüfung und Berich
tigung des Kennlinienfeldes verwendet. Auf diese
Weise werden notwendige Änderungen des Kennlinien
feldes durchgeführt, die sich beispielsweise durch
eine Änderung der Brennstoffzusammensetzung ergeben.
Fig. 2 zeigt beispielhaft den tatsächlich gemesse
nen Verlauf (dicke Linie) des Freikalkgehaltes so
wie - zum Vergleich hiermit - den nach der erfin
dungsgemäßen Methode ermittelten Verlauf des Frei
kalkgehaltes (berechnet aus den gemessenen Werten
des O2- und NO x -Gehaltes und dem empirischen Kenn
linienfeld). Man erkennt, daß ein Freikalkgehalt
bis 2,5% korrekt wiedergegeben wird und daß ein
Anstieg bereits 60 Min. vor dem gemessenen Anstieg
erkennbar wird.
Claims (2)
1. Verfahren zur Regelung des Betriebes eines Dreh
rohrofens für die Zementherstellung, wobei der
O2-Gehalt und der NO x -Gehalt der Ofenabgase so
wie der Freikalkgehalt des Klinkers gemessen
und für die Regelung verwendet werden, dadurch
gekennzeichnet, daß
- a) zunächst in einer ersten Betriebsphase zu sammengehörige Werte des O2-Gehaltes der Ofenabgase, des NO x -Gehaltes der Ofenabgase und des Freikalkgehaltes des Klinkers gemes sen und in ein dreidimensionales Kennlinien feld eingespeichert werden,
- b) und daß dann in einer zweiten Betriebsphase durch laufende Messung des O2-Gehaltes und des NO x -Gehaltes der Ofenabgase sowie durch Interpolation im Kennlinienfeld der zu er wartende Freikalkgehalt des Klinkers ermit telt und hieraus eine Führungsgröße für die Regelung des Ofenbetriebes gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß auch in der zweiten Betriebsphase der
Freikalkgehalt des Klinkers ermittelt und zu
sammen mit den zugehörigen Werten des O2-Gehal
tes und des NO x -Gehaltes der Ofenabgase zur
Überprüfung und Berichtigung des Kennlinienfel
des verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853510491 DE3510491A1 (de) | 1985-03-22 | 1985-03-22 | Verfahren zur regelung des betriebes eines drehrohrofens fuer die zementherstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853510491 DE3510491A1 (de) | 1985-03-22 | 1985-03-22 | Verfahren zur regelung des betriebes eines drehrohrofens fuer die zementherstellung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3510491A1 DE3510491A1 (de) | 1986-09-25 |
| DE3510491C2 true DE3510491C2 (de) | 1989-01-12 |
Family
ID=6266083
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853510491 Granted DE3510491A1 (de) | 1985-03-22 | 1985-03-22 | Verfahren zur regelung des betriebes eines drehrohrofens fuer die zementherstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3510491A1 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5882190A (en) * | 1997-12-02 | 1999-03-16 | Doumet; Joseph Elias | Control of cement clinker production by analysis of sulfur in the end product |
| US6383283B1 (en) | 1997-12-02 | 2002-05-07 | Cement Petcoptimizer Company | Control of cement clinker production by analysis of sulfur in the end product |
| US6050813A (en) * | 1997-12-02 | 2000-04-18 | Cement Petcoptimizer Company | Control of cement clinker production by analysis of sulfur in the end product |
-
1985
- 1985-03-22 DE DE19853510491 patent/DE3510491A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3510491A1 (de) | 1986-09-25 |
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