DE3501757C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G7/00—Overhead installations of electric lines or cables
- H02G7/14—Arrangements or devices for damping mechanical oscillations of lines, e.g. for reducing production of sound
Landscapes
- Suspension Of Electric Lines Or Cables (AREA)
Description
Das Phänomen "Seiltanzen", im angelsächsischen Sprach
raum auch "Galloping" genannt, führt seit einigen Jah
ren, insbesondere bei Mittel- und Hochspannungsfreilei
tungen mit wichtigen Energieübertragungsaufgaben zu
größeren Störungen, bis zur Zerstörung der Freileitungs
seile infolge meist zweipoliger Kurzschlüsse, dies
ist der Fall, wenn die Freileitungsseile zweier
Phasen sich nähern oder aneinander schlagen.
Tanzerscheinungen werden und sind im besonderen an
Bündelleitern beobachtet worden. Bündelleiter kommen ab
Spannungen von 220 kV im allgemeinen zur Anwendung. Die
Aufteilung der Freileitungsseile in mehrere Teil
leiter (2er-, 3er und 4er Bündel), welche durch Ab
standshalter auf bekannte Weise stabilisiert werden, hat
den Vorteil, daß genormte und verhältnismäßig leichte
Freileitungsseile verwendet werden können. Bei
Spannungen von 380 kV und darüber sind Bündelleiter
notwendig, um mit Rücksicht auf die Durchschlagsfestig
keit und den Hochfrequenzstörpegel der Freileitung
die Oberflächenrandfeldstärke von rund 17,5 kV/cm (Ef
fektivwert bei der maximalen Betriebsspannung) einzu
halten.
Unter Tanzen werden transversale und torsionale Schwin
gungen im Bereich niedriger Frequenzen unter 1 Hz ver
standen, hierbei entspricht die Wellenlänge der doppel
ten Spannweite. Zweite und dritte Harmonische wurden
verschiedentlich beobachtet. Diese niederfrequenten
mechanischen Schwingungen treten nur im Bereich der
Eigenfrequenzen der Freileitungsseile auf. Trans
versale und torsionale Schwingungen überlagern sich. Die
Amplituden der vertikalen Schwingungen können mehrere
Meter betragen, die torsionalen mehrere Grad. Auslöser
der Schwingungen - des Tanzens - ist bei Temperaturen um
den Nullpunkt, Eisregen, Naßschnee oder Raufrost,
die auf den Freileitungsseilen einen mehr oder minder
einseitigen Eisansatz bilden,
der das Freileitungsseil ganz oder teilweise um
schließt. Wird dieses nun unsymmetrische Profil durch
den Wind angeblasen, entstehen Auftriebs- und Wider
standskräfte sowie Drehmomente, die mit der Masse und
Elastizität bzw. Steifigkeit des Freileitungsseiles
zu langwelligen Schwingungen führen.
Tanzen tritt nur auf, wenn bei Temperaturen um den Null
punkt Eisregen, Naßschnee oder Raufrost einen mehr
oder minder einseitigen Eisansatz um das Leiterseil
bilden, bei Windgeschwindigkeiten zwischen 5 und 15 m/s.
Es bilden sich Auftriebs- und Widerstandskräfte aus, die
mit der Masse und der Federkraft des Seiles zu
Schwingungen führen. Die Auslösung von Tanzschwingungen
hat zuerst Den Hartog 1932 (Transactions A.I.E.E. Vol 52
(1932) S. 1074-1076) beschrieben.
Verschiedene Lösungen zur Verhinderung der Tanzerschei
nungen sind bereits angegeben. Den derzeitigen Stand der
Technik stellt das US-Patent 37 49 813
dar. Hier wird ausgegangen von selbstdämpfenden Leiter
seilen, die sich durch Reibung, sowohl zwischen den
Einzeldrähten, als auch zwischen den Lagen der Teil
leiter ergibt. Diese Dämpfung wird verstärkt durch ein
über den Hauptleiter geschobenes flexibles Rohr, das
eine zusätzliche Reibung zwischen Rohr und Seil bringt.
Weiterhin wird durch Einbringen von Federn zwischen dem
Seil und dem übergeschobenen Rohr ein Masse-Feder-System
aufgebaut, das die Schwingung des Gesamtsystems verän
dert, stört und dämpft.
Das angeführte US-Patent, wie auch alle seine Vorläufer
dämpfen bereits eingetretene Tanzschwingungen.
Ausgehend von
diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden
Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Einsatz der
Schwingungen, das Ingangsetzen des Schwingungsmechanis
mus zu verhindern. Die Amplituden (sowohl transversal
als auch torsional) sollen schon in ihrer Ausbildung
gehindert werden. Feldversuche sowie Messungen an Labor
modellen (s. F. Theda "Untersuchung langwelliger Schwin
gungen an einem Labormodell im Windkanal" Elektrizitäts
wirtschaft, Jg. 84 (1985) H. 21, S. 857-862) haben den
großen Einfluß des asymmetrischen Eisansatzes bestätigt,
der bei Windgeschwindigkeit zwischen 5 und 25 m/s zum
Tanzen führt.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß sie sich
die Tatsache zu Nutze macht, daß die die Torsion auslö
senden Kräfte auf frei drehbare gerade zylindrische
Hohlkörper in Form von Rohren übertragen werden.
Hierdurch wird erreicht, daß auch dicke, d. h. torsions
steife Freileitungsseile geschützt werden können.
Der Erfindungsgedanke geht ferner davon aus, ein auf
triebsfähiges Profil, das durch Eisansatz entsteht,
zu vermeiden, so daß Tanzen bereits im Ansatz verhindert
wird und nicht mehr auftreten kann.
Die Aufgabe wird gelöst durch die im Anspruch 1
enthaltenen Merkmale.
Es wird zur näheren Erläuterung auf die Zeichnungen
verwiesen. Es zeigt
Bild 1 einen Querschnitt eines Freileitungsseiles (1)
mit Eisansatz (2),
Bild 2 eine Ansicht eines Freileitungsseiles (1)
zwischen zwei Masten (5) und
Bild 3 eine Teil-Seitenansicht eines Freileitungs
seiles (1) mit Rohren (4) und Stellringen (3).
Bei Temperaturen um den Nullpunkt bildet sich bei z. B.
Eisregen (6) unter Einfluß des Windes (7) ein einsei
tiger Eisansatz (2). Die Wassertropfen treffen schräg
von oben, wie in Bild 1 dargestellt, auf das
Freileitungsseil (1). Dieser einseitige Eisansatz (2)
wird verhindert durch wasser- und/oder eisabweisende
Rohre (4), die über das Freileitungsseil (1) geschoben
werden und frei drehbar sind. Die Rohre (4) können
jeweils in Längsrichtung hintereinander, wie Bild 2
zeigt, angebracht werden. Die Rohre (4) können sich
unter dem einseitigen Gewicht eines eventuellen Eisan
satzes (2) und durch den Wind (7) bei Anblasung in
Richtung der Pfeile durch das einseitige Drehmoment in
den Windschatten drehen bzw. die Stellung einnehmen, die
geringsten aerodynamischen Einwirkungen entspricht.
Das Freileitungsseil (1) hängt in Form einer Kettenlinie
zwischen den Aufhängepunkten am Mast (5). Die Rohre (4)
sind so kurz, daß die Kettenlinie nicht behindert wird.
Sie werden auf dem Freileitungsseil (1) durch Stellringe
(3), siehe Bild 3, fixiert. An Stelle eines
Stellringes (3) kann auch ein vorhandener Abstandhalter
treten.
Vereisung zwischen Freileitungsseil (1) und Rohr (4)
sowie an den Stoßstellen der Rohre (4) und Stellringe
(3) miteinander oder an den Stoßstellen Abstandhalter -
Rohr (4), werden durch dynamische Kräfte aufgebrochen.
Es tritt damit keine Tanzerregung auf.
Das Material der Rohre (4) ist ein wasser- und/oder eis
abweisender Werkstoff, damit ist der Eisansatz (2) auf
ein Mindestmaß reduziert.
Claims (2)
1. Schwingungsdämpfer für Freileitungsseile (1) in Form
von frei auf dem Freileitungsseil (1) drehbaren
Rohren (4), deren Innendurchmesser größer ist als
der Außendurchmesser des Freileitungsseiles (1),
wobei die Rohre auch mit Bohrungen versehen sein
können,
dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere gerade
Rohre (4), deren Länge so ausgebildet ist, daß die
Kettenlinie des Freileitungsseiles (1) nicht gestört
wird, und deren Oberfläche wasser- und/oder eisabwei
send ist, auf dem Freileitungsseil (1) durch Stell
ringe (3) fixierbar sind, wobei anstelle der Stell
ringe (3) auch vorhandene Abstandhalter treten können,
wobei außerdem die Drehbarkeit der Rohre (4) durch
Stellringe (3) bzw. Abstandhalter nicht behinderbar
ist.
2. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß bei gewählter Länge der
Rohre (4) der Innendurchmesser so groß ist, daß das
Rohr (4) das Freileitungsseil (1) in allen Zuständen
frei drehbar umschließt, so daß der Krümmungsradius
des Freileitungsseiles (1) sich frei ausbilden kann.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19853501757 DE3501757A1 (de) | 1985-01-21 | 1985-01-21 | Schwingungsdaempfer fuer elektrische mittel- und hochspannungsfreileitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19853501757 DE3501757A1 (de) | 1985-01-21 | 1985-01-21 | Schwingungsdaempfer fuer elektrische mittel- und hochspannungsfreileitungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3501757A1 DE3501757A1 (de) | 1986-07-24 |
| DE3501757C2 true DE3501757C2 (de) | 1991-01-17 |
Family
ID=6260280
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853501757 Granted DE3501757A1 (de) | 1985-01-21 | 1985-01-21 | Schwingungsdaempfer fuer elektrische mittel- und hochspannungsfreileitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| CN103515908A (zh) * | 2013-09-30 | 2014-01-15 | 合肥南南电力保护设备有限公司 | 防舞稳线管 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3749813A (en) * | 1972-05-31 | 1973-07-31 | A Shealy | Expanded self-damping electrical conductor |
-
1985
- 1985-01-21 DE DE19853501757 patent/DE3501757A1/de active Granted
Also Published As
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