DE3490109C2 - - Google Patents
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- DE3490109C2 DE3490109C2 DE19843490109 DE3490109A DE3490109C2 DE 3490109 C2 DE3490109 C2 DE 3490109C2 DE 19843490109 DE19843490109 DE 19843490109 DE 3490109 A DE3490109 A DE 3490109A DE 3490109 C2 DE3490109 C2 DE 3490109C2
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- B65B1/04—Methods of, or means for, filling the material into the containers or receptacles
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C33/00—Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor
- B29C33/56—Coatings, e.g. enameled or galvanised; Releasing, lubricating or separating agents
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- Basic Packing Technique (AREA)
- Casings For Electric Apparatus (AREA)
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ver
packen eines dauerhaften Klebstoffes und insbesondere ein
Verfahren zum Verpacken von wärmeschmelzbaren Massen, die
sich körperlich bzw. physikalisch in unterschiedlichen For
men darstellen und sich im flüssigen, plastischen, elasti
schen, pasteusen, halbfesten oder festen Zustand entspre
chend ihrer Natur und ihren Bestandteilen befinden.
Die vorliegende Erfindung ist auch auf eine Anlage zur
Durchführung des Verfahrens gerichtet.
Bei der Durchführung zahlreicher chemischer und industriel
ler Aktivitäten ist es bekannt, geläufig und notwendig, dauerhafte
Klebstoffe zu verwenden, d. h. Stoffe, die in der
Kälte und insbesondere bei normaler Handhabungstemperatur,
die in der Nähe von 20°C ist, eines oder mehrere der nach
folgenden Kriterien aufweisen:
dem Stoff innewohnendes Adhäsionsvermögen,
oberflächlich klebend oder "Klebrigkeit" unter normalen Tem peratur- und Druckbedingungen,
Druckempfindlichkeit,
Beginn einer Oberflächenzustandsänderung (Adhäsionsvermögen) aufgrund einer natürlichen Temperaturerhöhung (z. B. Preß periode).
dem Stoff innewohnendes Adhäsionsvermögen,
oberflächlich klebend oder "Klebrigkeit" unter normalen Tem peratur- und Druckbedingungen,
Druckempfindlichkeit,
Beginn einer Oberflächenzustandsänderung (Adhäsionsvermögen) aufgrund einer natürlichen Temperaturerhöhung (z. B. Preß periode).
Unter der allgemeinen Bezeichnung "dauerhafte Klebstoffe"
wird folgendes verstanden:
- a) klebende Harze (Kolophoniumharze, Cumaron-Inden-Harze, aliphatische Harze),
- b) bestimmte Polymersorten (Polypropylen, Polyisobuten) und Copolymersorten,
- c) bestimmte verformbare Peche und Bitumen,
- d) durch Harze, Plastifizierungsmittel und Elastomere modifizierte Peche und Bitumen,
- e) bestimmte Elastomere,
- f) bestimmte Rezepte von Schmelzklebstoffen, auch "hot- melt-Klebstoffe" genannt, die mindestens ein Polymer, mindestens ein natürliches oder synthetisches Harz, ein Plastifizierungsmittel und gegebenenfalls einen Füll stoff enthalten, und
- g) allgemein alle Produkte in ihrem natürlichen Zustand und die verarbeiteten, gegebenenfalls mit Füllstoffen ver sehenen Produkte, die bei Kälte ein Adhäsionsvermögen bzw. eine Klebrigkeit entwickeln entsprechend den oben definierten Kriterien.
Aufgrund des Auftretens der Klebeeigenschaften bei Kälte
ist klar, daß die verschiedenen oben aufgezählten Klebstoffe
sowohl während ihrer Handhabung als auch während ihres Trans
portes und ihrer Lagerung geschützt werden müssen, um zu ver
hindern, daß sie untereinander oder mit Verunreinigungen zu
sammenbacken.
Es sind zahlreiche Techniken vorgeschlagen und eingeführt
worden, um in diesem Sinne die dauerhaften Klebstoffe zu
lagern und zu verpacken und um sie hierdurch gegen ihr Zu
sammenbacken und das Zusammenbacken mit Verunreinigungen zu
schützen.
So ist es bekannt, diese Art von Stoffen in Behältern unter
schiedlichen Volumens und unterschiedlicher Form zu lagern
bzw. zu verpacken, d. h. in Platten bzw. Trägern, in welchen
Vertiefungen vorgesehen sind, welche in der Größenordnung
von 100 bis 1000 Gramm Klebstoff aufnehmen können. Solche
Träger bestehen aus einem besonderen Kunststoffmaterial,
so daß die Wände der Vertiefungen Antihaftungseigenschaften
aufweisen. Unter diesen Umständen dienen die Träger als Ver
packung für den in jeder Vertiefung gelagerten Klebstoff,
sowohl während der Lagerung als auch während des Trans
portes, wobei die Klebstoffe zum Benutzungszeitpunkt ein
fach aus der Form entfernt werden.
Diese Schutzmethode weist zumindestens zwei größere Unzu
länglichkeiten auf:
- a) erhöhter Preis der Behälter, im wesentlichen aufgrund des Antihaftungsüberzuges,
- b) der Zwang für den Benutzer, selbst eine oft nicht leichte Entformung vorzunehmen, insbesondere da die in den Vertiefungen enthaltenen dauerhaften Klebstoffe während ihrer Zustandsänderung wenig oder keine Schrump fung aufweisen.
Es ist auch ein Verfahren zum Einstauben von Kautschuk vor der
Vulkanisation bekannt, wie es in der DE-OS 20 37 878 beschrieben
ist. Dabei wird vor der Vulkanisation auf die Oberfläche der
Kautschuk-Rohlinge ein pulverförmiges Trennmittel oder Trennmit
tel-Gemisch allein oder in einem organischen Lösungsmittel
suspendiert aufgebracht. Diese Methode weist verschiedene
Unzulänglichkeiten auf: Unregelmäßigkeit und Übermaß an pulver
förmigem Trennmittel, was eine hohe spezifische Oberfläche
verursacht und spätere Behandlung des Kautschuks schwierig
macht. Außerdem wird die Klebrigkeit von Kautschuk nur verringert
und es gibt keine echte Abschirmung, um das Zusammenbacken von
Verunreinigungen mit dem Klebstoff während seiner Lagerung
und/oder Handhabung zu vermeiden.
Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, diese Un
zulänglichkeiten zu beseitigen und ein Verpackungsverfahren bzw.
eine Verpackungsanlage zu schaffen, welche den Schutz von
dauerhaften Klebstoffen innerhalb der Träger mit Vertie
fungen mit reduziertem Preis ermöglichen, wobei darüber
hinaus eine einfache Entformung ohne Verlust von gelager
tem Klebstoff gewährleistet ist und die gesamte in einer
Vertiefung enthaltene Masse vollständig von den Wänden der
Vertiefung isoliert ist.
Die vorliegende Erfindung ist daher auf ein Verpackungs-
bzw. Lagerungsverfahren eines dauerhaften Klebstoffes in
einem Träger mit einer oder mehreren Vertiefungen gerichtet,
bei dem der Klebstoff in jede Vertiefung des Trägers fließt,
die geflossene Masse abgekühlt und gegebenenfalls diese
flüssige, pasteuse oder feste Masse, welche in der Vertie
fung enthalten ist, abgedeckt bzw. geschützt wird, um das
Zusammenbacken von Verunreinigungen mit dieser Masse wäh
rend ihrer Lagerung und/oder ihrer Handhabung zu verhindern.
Dieses Verfahren ist erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gekennzeichnet.
Nachdem die Klebstoffmasse in ihre Vertiefung eingegossen
und dort abgekühlt worden ist, wird die Anziehungskraft der
Körner des Pulvermaterials zu den Wänden der Vertiefung ver
ringert, ja sogar eliminiert, während das Adhäsionsvermögen
des eingegossenen Klebstoffs wächst. Der Schirm aus Pulver
material löst sich daher fortschreitend von der Innenseite
der Vertiefung, um sich oberflächenmäßig mit der einge
gossenen Klebstoffmasse zu verbinden und diese zu schützen.
Mit Hilfe eines solchen Verfahrens wird die gelagerte, in
einer Vertiefung enthaltene Masse vollständig geschützt und
gegenüber den Vertiefungswänden isoliert durch den Schirm
aus Pulvermaterial, dessen Stärke regelmäßig und dünn und
in jedem Verursachungszustand sehr genau dosiert ist. Unter
diesen Umständen ist die Menge an Pulvermaterial, die zur
Isolierung der eingegossenen Masse relativ zu den Vertie
fungswänden erforderlich ist, gering und von einem Prozent
satz im Verhältnis zur umhüllten Klebstoffmasse, der dem
Benutzer bekannt ist.
Wenn das Pulvermaterial chemisch inert ist, verursacht es
keine Probleme bei der Anwendung des dauerhaften Klebstoffes,
den das Pulvermaterial teilweise in infinitesimaler Menge
umhüllt.
Wenn das Umhüllungspulvermaterial andererseits so gewählt
wird, daß es Teil der Formulierung bzw. Zusammensetzung ist,
durch welche der permanente Klebstoff bestimmt wird, wird
das Pulvermaterial vorzugsweise vorher in der Eigenschaft
als Schutzschirm in einer solchen Menge aufgebracht, daß
es nicht mehr erforderlich ist, dieses Material hinzuzu
fügen, um die Zusammensetzung vollständig zu verwirklichen.
Das Pulvermaterial kann auch in einer unzureichenden, aber
genau bestimmten Menge aufgebracht werden, so daß es während
des späteren Hinzufügens auf den idealen Prozentsatz aller
anderen, zur Formulierung gehörenden Bestandteile geführt
wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform erhält man die Reali
sierung des Schirms vor dem Eingießen und die Aufrechterhal
tung der Kohärenz dieses Schirms während der gesamten Ein
gießdauer durch Elektrostatik. Diese Technik ermöglicht die
Bildung eines pulverförmigen, regelmäßigen, homogenen und
kontinuierlichen Schirms, unabhängig von den Formen, hohl
förmig oder reliefförmig, der Innenseite der Form, und dem
zufolge die Gewißheit der Ausbildung eines Schutzschirmes,
dessen Stärke genau ist im Verhältnis zu der zu lagernden
bzw. verpackenden dauerhaften Klebstoffmasse. Darüber hinaus
garantiert diese Technik die Möglichkeit, den dauerhaften
wärmeschmelzbaren Klebstoff ohne Verschiebung oder Ver
formung des Schirmes aus Pulvermaterial einzugießen, da
dieser "elektrisch befestigt" ist.
Bei einer anderen Ausführungsform erhält man den Schirm durch
Überlagerung verschiedener Kornschichten aus Pulvermaterial.
Hierbei ist es am Benutzungsort nach Entformung möglich, die
äußersten Kornschichten wiederzugewinnen, wenn ein Interesse
hieran besteht, sei es, weil das Pulvermaterial, welches
die konditionierte Masse schützt, im Überschuß verwendet wor
den ist, sei es, weil ein wirtschaftliches Interesse besteht,
das Isolationspulvermaterial teilweise zurückzugewinnen we
gen des erhöhten Volumenpreises.
Bei einer anderen Ausführungsform, bei welcher die Masse
aus dauerhaftem Klebstoff nach Abkühlung und gegebenenfalls
nach Aushärtung und Formung der in die Vertiefung einge
gossenen Masse geschützt wird, um das Anhäufen von Verun
reinigungen zu vermeiden, wird auf die horizontale freie
Oberseite der gelagerten Masse ein Film bzw. eine Folie aus
biegsamem Material, aus Papier oder aus thermoplastischem
Material, z. B. Silikonkunststoff, oder ein dünner Überzug
aus flüssigem zähem Material oder eine Pulverbestreuung
aufgebracht, die so einheitlich wie möglich aus Pulver
materialkörnern besteht, wobei das Pulvermaterial identisch
oder verschieden mit demjenigen ist, das als Schirm auf der
Innenseite jeder Vertiefung vorgesehen ist.
Der Schutz der eingegossenen dauerhaften Klebstoffmasse
kann auch in konventioneller Art und Weise erfolgen, indem
jede Vertiefung der Platte bzw. des Trägers gesondert oder
der Träger in seiner Gesamtheit mit einem Deckel in Form
einer Glocke abgedeckt wird.
Die vorliegende Erfindung ist außerdem auf eine Anlage zur
Durchführung des obenerwähnten Verfahrens gerichtet mit
mindestens einem Träger mit einer oder mehreren Vertie
fungen, die jeweils einen Einguß des dauerhaften Klebstoffs
aufnehmen. Diese Anlage ist durch die Merkmale des Anspruchs 4 gekennzeichnet.
Weitere Einzelheiten der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
der Zeichnung. Darin zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt eines Teils eines scheibenförmigen
Trägers mit Vertiefungen zu dem Zeitpunkt, in wel
chem in der dargestellten Vertiefung ein Schutzschirm
für die gesamte Innenseite ausgebildet wird,
Fig. 2 einen Querschnitt der Vertiefung der Fig. 1 zu dem
Zeitpunkt des Eingießens des Klebstoffs,
Fig. 3 einen Querschnitt der Vertiefung der Fig. 1, gefüllt
mit der eingelagerten Klebstoffmasse, deren Ober
seite durch eine Pulverbeschichtung geschützt wird,
Fig. 4 einen der Fig. 3 entsprechenden Querschnitt, bei dem
die Oberseite der eingelagerten Masse durch einen
Film aus biegsamem Material geschützt wird, und
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines scheibenförmigen
Trägers mit sechs Vertiefungen, die jeweils mit
eingelagerter Masse gefüllt sind, wobei die Ver
tiefungen mit Hilfe eines die gesamte Oberseite des
Trägers abdeckenden einzigen Films geschützt sind.
In den Figuren ist eine Platte bzw. ein scheibenförmiger
Träger 1 mit Zellen bzw. Vertiefungen 2 dargestellt. Die
Innenseite jeder Vertiefung ist metallisch oder mit einer
Schicht abgedeckt, welche eine elektrostatische Ladung auf
nehmen kann. Darüber hinaus sind die Wände jeder Vertie
fung mit Erde oder Masse mittels einer Verbindungseinrich
tung 3 verbunden, vorzugsweise mit Hilfe einer einzigen
elektrischen Verbindung zwischen dem Träger 1 und der Erde
oder Masse.
Wenn die Innenseite jeder Vertiefung 2 vollständig sauber
ist, wird eine elektrostatische Pulverbeschichtung 4 aller
Wände durch irgendein bekanntes Verfahren einer verwandten
Technik aufgebracht, z. B. einer verwandten Technik für die
Umhüllungsoperationen von elektrischen Kabeln oder für
das Streichen von Radiatoren, Fahrrädern oder allgemein von
allen Gegenständen komplizierter Form.
Die elektrostatische Pulverbeschichtung des Inneren einer
jeden Vertiefung wird z. B. durch Spritzen bewirkt, wobei
die Körner des Pulvers mit Hilfe von Luft bis zum Pulveri
sierungskopf transportiert werden, der seinerseits mit einer
Spritzpistole ausgerüstet ist, in deren Innerem die positive
Ladung eines jeden Korns bewirkt wird unter einem erhöhten
Potential in der Größenordnung von z. B. 20 000 bis 30 000
Volt mit sehr kleiner Intensität bzw. Stromstärke in der
Größenordnung von 2,5 µA.
Entsprechend einer abgewandelten Ausführungsform kann die
elektrostatische Pulverbeschichtung dadurch erzielt werden,
daß der Träger 1 durch ein Fluidisierungsbett hindurchge
führt wird.
Es ist klar, daß die eine oder andere dieser Techniken die
Ausbildung eines pulverförmigen, homogenen und kontinuier
lichen Schirms relativ geringer und in jedem Verursachungs
zustand regelmäßiger Stärke unabhängig von der Form, hohl
förmig, reliefförmig und nischenförmig, jeder zu füllen
den Vertiefung 2 ermöglicht. Darüber hinaus ermöglicht diese
Technik der Ausbildung eines pulverförmigen Schirms mit
Hilfe der Elektrostatik die Bestimmung einer Schirmstärke
in der Größenordnung von 10 bis 80 µ, genau im Verhältnis zu
den zu lagernden bzw. zu verpackenden Massen.
Nach der elektrostatischen Pulverbeschichtung erfolgt das
Eingießen des dauerhaften Klebstoffes in jede Vertiefung
des Trägers, deren Innenseite vorab so beschichtet bzw. ge
schützt worden ist. Das Eingießen des Klebstoffes, darge
stellt durch den Pfeil 5, wird volumetrisch derart dosiert,
daß der Klebstoff in jeder Vertiefung 2 im wesentlichen mit
dem höchsten Punkt der Vertiefung fluchtet und eine Ober
flächenebene 7 horizontal zu diesem höchsten Punkt bildet.
Während der gesamten Dauer des Eingießens bleibt der pulver
förmige Schirm 4 vollständig kohärent ohne Trennungs- bzw. Zer
fallsrisiko, da er elektrisch festgelegt worden ist, so
gut, daß der permanente Klebstoff niemals in Berührung mit
der Innenseite der Vertiefung kommt und daß keine Gefahr
besteht, daß der Klebstoff an dieser Innenseite anhaftet.
Die Körner des Pulvermaterials bilden eine Art Abschirmung
aus einer Schicht oder mehreren übereinandergelagerten
Schichten, welche für den eingegossenen Klebstoff vollstän
dig undurchlässig sind. Diese Abschirmung wird in den Fig. 3
und 4 durch die ausgezogene dünne Linie 8 symbolisiert.
Die eingegossenen Massen 6 werden gegebenenfalls abgekühlt,
z. B. durch Blasen mit Frischluft oder durch Hindurchführen
des Trägers 1 durch einen Kühldurchgang, um die Aushärtung
und gegebenenfalls die definitive Formgebung jeder gelager
ten Masse zu beschleunigen.
Anschließend können verschiedene Verfahren zur Vollendung
des Schutzes der realisierten Einlagerungen eingesetzt wer
den.
Bei einer ersten Ausführungsform wird die horizontale nackte
Oberseite 7 der Masse 6 durch eine möglichst einheitliche
Pulverbestreuung mit Körnern aus einem Pulvermaterial 9
abgedeckt. Diese Körner sind aus einem Material, das unter
schiedlich oder vorzugsweise identisch in bezug zu dem
jenigen Material ist, das als Abschirmung 8 jeder Vertiefung
vorgesehen ist, derart, daß die Formulierung bzw. Zusammen
setzung eines jeden Klebstoffes leichter herzustellen ist.
Bei einer zweiten Ausführungsform wird die Oberfläche 7
mit einem flüssigen zähen Material bestrichen, wie es z. B.
unter dem Warenzeichen "TEEPOL" vertrieben wird, oder durch ei
nen Film 10 aus biegsamem bzw. geschmeidigem Material, Papier oder einem
thermoplastischen Material, z. B. einem silikonisierten Ma
terial abdeckt. Der ergänzende Schutzfilm 10 kann wahlweise
individuell jede Vertiefung (Fig. 4) oder in einem Stück
den Träger 1 abdecken und somit alle im Inneren der Ver
tiefungen des Trägers gelagerten Massen (Fig. 5) schützen.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die Anwendungsarten
oder Ausführungsformen beschränkt, die erwähnt worden sind.
Es können verschiedene abgewandelte Varianten vorgesehen
sein. Dies gilt insbesondere bezüglich des Schutzes der ho
rizontalen freien Oberseite einer jeden eingelagerten Masse,
der mechanisch mit Hilfe eines Deckels in Form einer Glocke
bewerkstelligt werden kann.
Dies gilt auch für verschiedene Pulvermaterialien, die bei
der Herstellung des Schutzschirmes 4 und gegebenenfalls bei
der Herstellung des oberen Schirmes 9 verwendet werden, wo
bei diese Materialien vorteilhafterweise die nachfolgenden
Eigenschaften aufweisen:
- - natürlich oder nach Behandlung geeignet für elektrische Ladung, notwendig zum elektrostatischen Spritzen,
- - schmelzbar,
- - kompatibel mit dem eingelagerten Klebstoff,
- - keine Beeinträchtigung der Eigenschaften dieses Kleb stoffs in dessen typischen Charakteristiken wie Vis kosität und Erstarrungspunkt.
Diesbezüglich sind zahlreiche mineralische, organische,
organo-metallische oder pflanzliche Pulvermaterialien
geeignet, z. B.:
- - Calciumcarbonat und Bentonit, welche, in eine Formulie rung integriert, den Preis des Klebstoffs verringern,
- - Bariumsulfat, das die Klebstoffmasse radio-nachweisbar macht,
- - Titanoxid und Zinkoxid, welche primäre Füllstoffe des Klebstoffes bilden,
- - Antiomonoxid für die feuersichere Imprägnierung des Klebstoffs,
- - Talkum, welches die Steuerung der Klebrigkeit in der Formulierung erlaubt, und Kreide,
- - Kolloidale und andere Siliciumdioxide,
- - Hartwachse, Polyethylenwachse, modifizierte Polyethylen wachse,
- - ein pulverförmiges Polymer (Polyethylen, Polypropylen, Ethylvinylacetat),
- - ein pulverförmiger Schmelzklebstoff oder ein pulver förmiges Harz,
- - ein Antioxidationsmittel oder Anti-UV-Mittel, z. B. abgeleitet von Phenol,
- - ein natürliches Gummi (Gummi-Arabicum),
- - Stärke, Knochenmehl, gemahlene Guar-Gumme.
Claims (4)
1. Verfahren zum Verpacken eines dauerhaften Klebstoffs in
einem scheibenförmigen Träger mit einer oder mehreren
Vertiefungen, bei welchem der Klebstoff in jeder Ver
tiefung des Trägers eingegossen, die eingegossene
Masse abgekühlt und gegebenenfalls diese flüssige,
pastenförmige oder feste, in der Vertiefung enthaltene
Masse geschützt wird, um das Zusammenbacken von Verun
reinigungen mit dieser Masse während ihrer Lagerung
und/oder Handhabung zu vermeiden,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Eingießen durch Elektrostatik auf die gesamte Innenseite
jeder Vertiefung eine Abschirmung aus pulverförmigem
Material aufgebracht wird und daß diese Abschirmung
während des gesamten Eingießvorgangs durch diese
Elektrostatik kohärent gehalten wird, derart, daß sich
eine dauerhafte Verbindung der Körner des pulverförmigen
Materials untereinander ergibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschirmung durch Überlagerung mehrerer Schichten
aus Körnern eines pulverförmigen Materials erzielt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem nach der
Abkühlung und gegebenenfalls Aushärtung und Formung der
in die Vertiefung gegossenen dauerhaften Klebstoffmasse
die Masse geschützt wird, um das Zusammenbacken mit
Verunreinigungen zu vermeiden, dadurch gekennzeichnet,
daß auf die horizontale freie Oberseite der eingelager
ten Masse mit Film aus biegsamem Material, aus Papier
oder thermoplastischem Material, z. B. silikonisiertem
Material, ein dünner Überzug aus flüssigem zähem
Material oder eine möglichst einheitliche Pulverbe
streuung aus Körnern eines pulverförmigen Materials
aufgebracht wird, welches identisch oder verschieden
in bezug zu dem Material ist, das als Abschirmung auf
der Innenseite jeder Vertiefung angeordnet ist.
4. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 3 mit mindestens einem schei
benförmigen Träger mit einer oder mehreren Vertiefungen,
welche jeweils einen Einguß des dauerhaften Klebstoffs
aufnehmen, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur
Ausbildung einer Abschirmung (8) aus pulverförmigem
Material auf der gesamten Innenseite jeder Vertiefung
(2) durch eine Einrichtung zur Aufrechterhaltung einer
kohärenten Abschirmung während des gesamten Eingießvor
ganges, wobei die Innenseite jeder Vertiefung (2)
metallisch ist oder mit einer zur Aufnahme einer
elektrostatischen Ladung geeigneten Schicht bedeckt
ist, und durch eine Einrichtung (3) zur Verbindung der
Form mit Erde oder Masse und durch eine Einrichtung zum
Aufbringen einer elektrisch positiven Ladung auf jedes
Korn des pulverförmigen Materials.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3490109C2 true DE3490109C2 (de) | 1989-08-03 |
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ID=9286410
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843490109 Expired DE3490109C2 (de) | 1983-03-01 | 1984-02-29 | |
| DE19843490109 Pending DE3490109T (de) | 1983-03-01 | 1984-02-29 | Verfahren zum Verpacken eines dauerhaften Klebstoffes in einem scheibenförmigen Träger mit Vertiefungen, Anlage zur Durchführung des Verfahrens und die durch das Verfahren und die Anlage erhaltene Verpackung |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843490109 Pending DE3490109T (de) | 1983-03-01 | 1984-02-29 | Verfahren zum Verpacken eines dauerhaften Klebstoffes in einem scheibenförmigen Träger mit Vertiefungen, Anlage zur Durchführung des Verfahrens und die durch das Verfahren und die Anlage erhaltene Verpackung |
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| ES (1) | ES530521A0 (de) |
| FR (1) | FR2541966B1 (de) |
| GB (1) | GB2147560B (de) |
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