HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1. Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine
Gasentladungsanzeigetafel, die eine große Anzahl Gaszellen benutzt, in denen ein
inaktives Gas dicht eingeschlossen ist und die Lichtemission
von den Zellen durch Wechselwirkung zwischen dem Gas und
darin enthaltene Elektroden bewirkt wird, und betrifft
insbesondere ein Verfahren zum Ansteuern einer
Gasentladungsanzeigetafel unter Verwendung einer Zeitvielfachansteuerung.
2. Beschreibung der zugehörigen Technik
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In der Vergangenheit wurden häufig Anzeigetafeln in Terminals
wie Meßinstrumenten, Rechnern und Computern als Vorrichtung
zur Anzeige von Bildern, Buchstaben und Symbolen eingesetzt.
Unter den bei solchen Anzeigetafeln verwendeten Elementen
befinden sich Leuchtdioden (LEDs), Flüssigkristalle und
Entladungszellen. Es hat sich jedoch bei diesen Anwendungen
herausgestellt, daß die Qualität einer monolithischen
LED-Anordnung und die Farbe oder die Lichtausgangsleistung derselben
ungleichförmig sind und daß Flüssigkristalle durch die
Umgebungshelligkeit beeinflußt werden, wodurch die Wirksamkeit
dieser Elemente verringert wird.
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Angesichts des oben gesagten wurde man kürzlich auf die
Gasentladungsröhre aufmerksam, die eine große Lichtmenge durch
molekulare Wechselwirkung mit den Elektroden in der Röhre
emittieren kann, was durch Anlegen eines elektrischen Feldes
an ein in der Röhre eingeschlossenes Gas bewirkt wird.
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Allgemein besteht eine Gasentladungstafel, die viele Gas
enthaltende Entladungszellen verwendet, aus zwei Glasplatten,
die jeweils mit parallelen, senkrecht zueinander verlaufenden
Elektroden innerhalb der Glasplatten versehen sind, und ein
inaktives Gas, wie Neon oder Argon, ist unter Druck zwischen
den Elektroden enthalten, so daß eine Gasentladungsröhre an
den Kreuzungspunkten der jeweiligen parallelen Elektroden
ausgebildet ist. Das heißt, daß die Entladungszellen in einem
Punktraster liegen.
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Sobald eine Spannung an beide Elektroden der
Gasentladungszelle angelegt wird, verursacht dies eine Entladung durch
eine Reaktion des zwischen den Elektroden eingeschlossenen
inaktiven Gases, und das durch die Entladung erzeugte Licht
wird nach außen abgegeben. Insbesondere beginnt die Entladung
bei Wechselspannungs-Gasentladungszellen, bei denen an den
Elektroden eine Wechselspannung anliegt, sobald an den
Elektroden eine Spannung anliegt, die eine minimale
Entladungsanfangsspannung für die Entladungszelle
überschreitet. Die Entladung bleibt bestehen, und die Lichtemission
wird durch eine in der Entladungszelle bei der ersten
Entladung gebildete Wandladung gestützt, wenn eine
Wechselspannung anliegt, deren maximaler Spannungspegel unter der
Entladungsspannung liegt.
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Um die Anzahl der bei einer solchen Gasentladungsanzeigetafel
notwendigen Ansteuerelektroden zu verringern, wird die Tafel
im Zeitvielfach oder -multiplex angesteuert, wie nachstehend
näher beschrieben wird. Jedoch werden, wenn die
Gasentladungsanzeigetafel durch das obige Verfahren angesteuert wird,
die Elektroden der Anzeigetafel durch das Zeitvielfach
während des Schreibvorgangs im Multiplex betrieben, und die
Spannung wird den Elektroden über beide Enden eines
Kondensators angelegt. Deshalb tritt manchmal in den
Elektroden, wenn die an beide Eingangsanschlüsse angelegte
Spannung z.B. 0 V oder 90 V ist, eine Zwischenspannung von
etwa 45 V auf, weil die Elektroden durch die Kondensatoren im
Multiplex angesteuert werden. Diesen Zustand nennt man
Halbwahlspannung und er ist einem Zustand ähnlich, bei dem
die angelegte Spannung gelöscht ist, d.h. daß die
Wandladungen Null sind, so daß der Anzeigepunkt, d.h. der
lichtemittierende Punkt, verschwindet. In anderen Worten kann
die Information eingeschrieben werden, wenn zum Beispiel die
an den X-Elektroden anliegende Spannung 140 V und zum
Beispiel die an den Y-Elektroden anliegende Spannung 0 V
beträgt. Allerdings wird die Spannungsdifferenz zwischen den
Y-Elektroden und nicht gewählten X-Elektroden, wenn die
Spannung, z.B. 45 V, an die Y-Elektroden durch die Halbwahl
angelegt wird, zur Löschspannung. Deshalb wird der
lichtemittierende Punkt, der eigentlich beibehalten werden
sollte, gelöscht.
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Wie oben gesagt, wurde bei der Ansteuerschaltung der
Wechselspannungs-Gasentladungstafel ein Verfahren zur Verringerung
der Zahl der Ansteuerschaltungen unter Verwendung einer
Multiplexansteuerung, wie z.B. ein
Entladungsverschiebungssystem, vorgeschlagen. Allerdings ist bei diesem Verfahren
eine hohe Ansteuerspannung und somit eine
Hochspannungsansteuerschaltung nötig. Außerdem verringert sich bei
erhöhtem Multiplex die Arbeitsgeschwindigkeit.
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Schließlich ist in der europäischen Patentanmeldung EP-A-
0 160 455 eine Plasmaanzeigevorrichtung beschrieben, die für
den Gegenstand des Anspruchs 1 Stand der Technik gemäß Art.
54(3) EPÜ bildet.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung ist dafür eingerichtet, die
obengenannten Nachteile zu beseitigen, indem die Aufgabe der
vorliegenden
Erfindung darin besteht, ein Verfahren zur
Ansteuerung der Gasentladungsanzeigetafel zu ermöglichen, das
die Ansteuerschaltung für die durch Kondensatorkopplung im
Multiplex betriebene Gasentladungsanzeigetafel vereinfachen,
den Bereich der Entladungsspannung ausdehnen, die Anzahl der
in der Gasentladungsanzeigetafel eingesetzten
Gasentladungszellen erhöhen und schließlich eine richtige Anzeige
erzielen kann, wenn beide Elektroden X und Y im Zeitmultiplex
angesteuert werden.
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Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
eine Wechselspannungs (AC)-Gasentladungsanzeigevorrichtung
anzugeben, bei der die Ansteuerschaltung miniaturisiert ist.
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Die oben erwähnten Aufgaben werden durch ein in den
unabhängigen Ansprüchen 1 und 2 definiertes Verfahren gelöst.
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Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen deutlich, die jedoch den Umfang der
Erfindung in keiner Weise beschränken.
KURZE ERLÄUTERUNG DER ZEICHNUNGEN
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Fig. 1 zeigt den Aufbau der Schaltung und erläutert ein
bekanntes Verfahren zur Ansteuerung einer
Gasentladungsanzeigetafel;
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Fig. 2 ist ein Blockdiagramm, das für die Erläuterung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Ansteuerung einer
Gasentladungsanzeigetafel dient;
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Fig. 3 zeigt den Aufbau der Elektroden einer im Multiplex
betriebenen Gasentladungsanzeigetafel;
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die Fig. 4A, 4B und 4C sind Zeitdiagramme, die das
erfindungsgemäße Verfahren zur Ansteuerung einer
Gasentladungsanzeigetafel
erläutern;
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Fig. 5 zeigt die Konstruktion der Schaltung in der
Gasentladungsanzeigetafel, bei der die X- und die Y-Elektroden im
Multiplex angesteuert werden;
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Fig. 6 zeigt ein Blockdiagramm, welches ein weiteres
erfindungsgemäßes Verfahren erläutert;
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die Fig. 7A bis 7D zeigen Zeitdiagramme, welche das in Fig. 6
gezeigte Verfahren erläutern;
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Fig. 8 ist ein Diagramm, welches eine Betriebsgrenze bei dem
Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
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Fig. 9 zeigt ein Blockdiagramm, welches noch ein anderes
erfindungsgemäßes Verfahren erklärt; und
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die Fig. 10A bis 10C zeigen Zeitdiagramme, die das in Fig. 9
gezeigte Verfahren erläutern.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSARTEN
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Fig. 1 ist ein Diagramm, das das Verfahren zur Ansteuerung
einer eine große Anzahl von Gasentladungszellen verwendenden
Gasentladungsanzeigetafel erläutert. Ausgangsanschlüsse X&sub1; ~
Xn eines Ansteuer(Treiber)-ICs 1 sind mit X-Elektroden in der
Anzeigetafel verbunden, und Ausgangsanschlüsse Y&sub1; ~ Ym, Y'&sub1;
~ Ym' von Ansteuer-ICs 2 und 3 sind in gleicher Weise mit Y-
Elektroden in der Anzeigetafel verbunden. Eingangsanschlüsse
Y - IN&sub1; ~ Y - INm und Y' - IN&sub1; ~ Y' - IN'm der Treiber-ICs 2
und 3 empfangen Signale im Zeitmultiplex, um die Anzahl der
Ansteuerschaltungen zu verringern. Durch diese
Eingangssignale geben die Treiber-ICs 2 und 3 die benötigte Spannung
zur Ansteuerung der Gasentladungszellen der Anzeigetafel an
den Ausgangssignalanschlüssen Y&sub1; ~ Ym, Y'&sub1; ~ Y'm an
Eingangsanschlüsse jeder Zelle der Anzeigetafel aus.
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Die der Anzeigetafel eingegebene Spannung wird den
Y-Elektroden der Anzeigetafel angelegt. Zu dieser Zeit sind die
Ausgangsanschlüsse Y&sub1; ~ Ym, Y'&sub1; ~ Y'm der Treiber-ICs 2 und 3
und die Y-Elektroden der Anzeigetafel durch jeweilige
Kondensatoren matrixförmig verbunden.
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Andererseits gibt die Treiber-IC 1 die zum Ansteuern der
Gasentladungszellen der Anzeigetafel benötigte Spannung in
Übereinstimmung mit Datensignalen aus, die Information wie
Figuren, Buchstaben, usw. einschließen. Diese Datensignale
werden von den Eingangsanschlüssen X - IN&sub1; ~ X - INn des
Treiber-ICs 1 eingegeben, um diese Information an der
Anzeigetafel anzuzeigen und von den Eingangsanschlüssen X
- INA eingegebene Befehlsimpulse einzuschreiben. Diese
Ausgangsspannung wird von den Ausgangsanschlüssen X&sub1; ~ Xn des
Treiber-ICs 1 an die X-Elektroden der Anzeigetafel geführt.
Deshalb liegt die den Daten oder der betreffenden Information
entsprechende Spannung an den X- und Y-Elektroden jedes
Punktes der Anzeigetafel an, und somit wird die Entladung
durch ein inaktives Gas, wie z.B. Argon, das zwischen beiden
Elektroden versiegelt ist, verursacht, und der anzuzeigende
Punkt leuchtet. Sobald der Punkt zum Leuchten angeregt wurde,
bleibt die Lichtemission durch einen von den
Eingangsanschlüssen X - INA, Y - INA der Treiber-ICs 1, 2, 3
eingegebenen Stützimpuls erhalten. Zusätzlich wird durch das
Scannen des Lichtemissionsvorgangs gemäß einer sequentiellen
Zeitvielfachansteuerung der Y-Elektroden die Information, wie
Buchstaben und Figuren, die in Übereinstimmung mit den
eingegebenen Daten erhalten wird, an der gesamten
Anzeigetafel angezeigt.
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Allerdings werden, wenn die Gasentladungsanzeigetafel durch
das oben erwähnte Verfahren angesteuert wird, die
Y-Elektroden
der Anzeigetafel im Zeitmultiplex während der
Einschreiboperation betrieben, und die Spannung wird den
Elektroden durch einen Kondensator von den Y&sub1; ~ Ym und Y'&sub1; ~
Y'm Elektroden angelegt. Aus diesem Grunde tritt manchmal,
wenn die an beide Eingangsanschlüssen angelegte Spannung zum
Beispiel 0 V oder 90 V ist, eine Zwischenspannung von etwa
45 V in den Y-Elektroden auf, wodurch die Halbwahl bewirkt
wird.
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Fig. 2 ist ein Blockdiagramm der Schaltung zur
erfindungsgemäßen Ansteuerung einer Gasentladungsanzeigetafel. In Fig.
2 sind die Entladungspunkte einer Gasentladungsanzeigetafel 4
jeweils parallel zu X- und Y-Achsen in einer
Punktrastermatrix angeordnet. Die Seite der X-Achse hat
Ausgangsanschlüsse X'&sub1; , X'&sub2; ... X'n. Auf der Seite der Y-Achse sind,
wie Fig. 3 zeigt, beide Seiten der Anzeigeelektroden 5a ~
5mxm' mit Kondensatoren 6a ~ 6mxm' und 6'a ~ 6'mxm verbunden.
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Die anderen Enden dieser Kondensatoren sind jeweils mit
Anschlüssen 7a - 7mxm', 7'a - 7'mxm' verbunden, die als
Ansteuerelektroden für die Y-Anzeigeelektroden betrachtet
werden können. Diese Ansteuerelektroden weisen erste
Ansteuerelektroden 7a - 7mxm' und zweite Ansteuerelektroden 7'a
- 7'mxm' auf, die mit den Anschlüssen Y'&sub1; - Y'm, Y"&sub1; - Y"m'
gruppenweise verbunden sind. Die Anschlüsse Y'&sub1; - Y'm sind
jeweils mit ersten Gruppen 7a, 7b, ..., 7m'; 7m'+1, 7m'+2,
..., 7&sub2;m'; usw. verbunden, wohingegen Anschlüsse Y"&sub1; - Y"m'
jeweils mit zweiten Gruppen 7'a, ..., 7'm'+1; 7'b, ... ,
7m'+2 ; usw. verbunden sind.
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Die Anschlüsse X'&sub1; ~ X'n der Gasentladungsanzeigetafel sind
mit einen X-Leitungstreiber 7 verbunden, wie Fig. 2 zeigt.
Der X-Leitungstreiber 7 ist mit einer den X-Leitungstreiber 7
steuernden Logikschaltung 11 und auch mit einem Stütztreiber
9 verbunden, der dem X-Leitungstreiber 7 hohe Spannungen von
90 V und 140 V zuführt. Die Anschlüsse Y'&sub1; ~ Y'm, Y"&sub1; ~ Y"m
der Gasentladungsanzeigetafel 4 sind mit Y-Leitungstreibern
10a, 10b verbunden. Die Y-Leitungstreiber 10a und 10b sind
mit einer die Y-Leitungstreiber 10a und 10b steuernden
Logikschaltung 8 und außerdem mit dem Stütztreiber 9
verbunden, der die Hochspannung von 90 V den Y-Leitungstreibern
10a und 10b zuführt. Eine Datenspeicherschaltung 12 speichert
Daten für die Anzeige von Information auf der
Gasentladungsanzeigetafel 4, wie die gewünschten Buchstaben oder Figuren.
Eine Hauptsteuereinheit 13 ist mit den Logikschaltungen 8 und
11 und der Stützschaltung 9 verbunden, um jede Schaltung mit
einer vorgegebenen Zeitsteuerung zu betreiben.
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Als nächstes wird das erfindungsgemäße Ansteuerverfahren in
den Ansteuer- bzw. Treiberschaltungen zur Ansteuerung der den
obigen Aufbau aufweisenden Gasentladungsanzeigetafel
erläutert.
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Zuerst wird die Logikschaltung 11 übereinstimmend mit der
Steuerung der Hauptsteuereinheit 13 betrieben, und die
Signale, die alle X-Elektroden der Gasentladungsanzeigetafel 4
auf eine hohe Spannung bringen (z.B. 140 V), werden von der
Logikschaltung 11 an den Leitungstreiber 7 ausgegeben. Die
Hochspannung wird vom Stütztreiber 9 an den Leitungstreiber 7
an jedem Ausgang entsprechend X'&sub1; ~ X'm geführt. Deshalb wird
die von dem Stütztreiber 9 gelieferte Spannung durch den
Leitungstreiber 7 den X-Eingangsanschlüssen X'&sub1; ~ X'n der
Gasentladungsanzeigetafel 4 an allen Ausgängen des
Leitungstreibers 7 eingespeist. Auf diese Weise wird die Hochspannung
allen X-Elektroden der Gasentladungsanzeigetafel 4 zugeführt.
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Fig. 3 ist ein Diagramm, das ein Beispiel der Y-Elektroden 5a
~ 5mxm' zeigt, die unter Verwendung von Kondensatoren im
Multiplex betrieben werden. Wenn die Elektrode 5a gewählt
ist, um die Kreuzungspunkte zwischen den Elektroden 5a und
X&sub1;, X&sub3; aufleuchten zu lassen, liegen an Y'&sub1; und Y"&sub1; 0 V, an
den anderen Y-Elektroden mit der Ausnahme von Y'&sub1; und Y"&sub1; die
Stützspannung 90 V an, eine Schreibspannung von 140 V wird
den Elektroden X&sub1;, X&sub3; und 0 V den Elektroden X&sub2;, Xn angelegt.
Dann werden 140 V an die Elektrode 5a und die Elektroden X&sub1;,
X&sub3; angelegt. Die Spannungsdifferenz zwischen der Elektrode 5a
und den Elektroden X&sub2;, Xn ist 0 V, weshalb keine Entladung
verursacht wird. Jedoch wird in diesem Fall den Elektroden
5b, 5m', ..., 5m'+1 die Halbwahlspannung von 45 V angelegt,
eine entgegengesetzte Polarität von 45 V tritt an den
halbgewählten Y-Elektroden 5b, 5m', ..., 5m'+1 und den nicht
gewählten Elektroden X&sub2;, Xn auf, und deshalb könnte die
Entladung, die beibehalten werden soll, gelöscht werden.
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Die Spannungsschwingungsform VW (140 V), wie sie in den Fig.
4A und 4C gezeigt ist, gibt die Hochspannung an, die den X-
Elektroden zuzuführen ist.
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Andererseits wird für die den Y-Elektroden der
Gasentladungsanzeigetafel 4 angelegte Spannung das Steuersignal von der
Hauptsteuereinheit 13 an die Logikschaltung 8 ausgegeben. Die
Logikschaltung 8 gibt das ZeitvielfachAusgangssignal an die
Leitungstreiber 10a und 10b, um aus den vielen Y-Elektroden
diejenige zu wählen, der die Spannung zugeführt ist. Das
heißt, daß die Y-Eingangsanschlüsse Y'&sub1; ~ Y'm und Y"&sub1; ~ Y"m
der Gasentladungsanzeigetafel 4 im Multiplex angesteuert
werden, weil die Y-Elektroden der Gasentladungsanzeigetafel 4 im
Zeitvielfach und aufeinanderfolgend gewählt werden. Die
Leitungstreiber 10a und 10b geben in Übereinstimmung mit dem von
der Logikschaltung 8 eingegebenen Signal die vom Stütztreiber
9 gelieferte Spannung an die gewählten Y-Eingangsanschlüsse
Y'&sub1; ~ Y'm und Y'&sub1; ~ Y"m' aus. Zum Beispiel sind die
Y-Elektroden 5a - 5mxn' der Gasentladungsanzeigetafel 4, die in
Fig. 3 gezeigt ist, über Kondensatoren 6'a - 6'mxm' mit den
Y-Eingangsanschlüssen
Y'&sub1; ~ Y'm und Y"&sub1; ~ Y"m' verbunden.
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Deshalb kann eine Elektrode der Y-Elektroden 5a ~ 5mxm', die
in Zeitvielfachzustand ist, auf 0 V gesteuert werden. Diese
Spannung ist in Fig. 4B durch eine ausgezogene Linie zur Zeit
t&sub1; gezeigt. Zu dieser Zeit wird den Y-Elektroden, die nicht
gewählt sind, das Halbwahlpotential (45 V) oder das gewählte
Potential (90 V) angelegt. Deshalb liegen 140 V an allen X-
Elektroden der Gasentladungsanzeigetafel 4 und eine gewählte
Zeile der Y-Elektroden geht auf 0 V. Auf diese Weise hat die
Entladungszelle in der gewählten Zeile eine
Potentialdifferenz (140 V), die durch die ausgezogene Linie in Fig. 4C
gezeigt ist, und eine Entladung tritt in dem zwischen den
zwei Elektroden versiegelten inaktiven Gas, wie z.B. Argon,
auf und emittiert Licht. Zur Zeit t&sub2; liegen die Spannungen
-VS, VS, -VS, wie sie in Fig. 4C gezeigt sind, an den
X-Elektroden und den Y-Elektroden durch den vom Stütztreiber 9 an
den X-Leitungstreiber 7 und die Y-Leitungstreiber 10a und 10b
geführten Stützspannungsimpuls, so daß die Stützentladung
dreimal erfolgt und jedesmal eine Lichtemission bewirkt wird.
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Andererseits liegen zur Zeit t&sub1; entweder die Spannung
VW-VS/2, die die obere gestrichelte Linie in Fig. 4C zeigt,
oder die Spannung VW-VS, die die untere gestrichelte Linie
darstellt, an allen Entladungszellen der Entladungstafel 4
unter den nicht gewählten Y-Elektroden. Diese Spannungen
VW-VS/2 und VW-VS sind beide positive Spannungen, und die an
den X-Elektroden und den Y-Elektroden vor der Zeit t&sub1;
angelegte Spannung ist ebenfalls positiv, wie Fig. 4C zeigt.
Deshalb werden die durch die vorangehende Entladungsspannung
erzeugten Wandladungen aufrechterhalten.
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Nun werden übereinstimmend mit der Steuerung durch die
Steuereinheit 13 Daten, wie z.B. an der
Gasentladungsanzeigetafel anzuzeigende Figuren oder Buchstaben, von der
Datenspeicherschaltung 12 der Logikschaltung 11 eingegeben.
Der Leitungstreiber 7 führt in Übereinstimmung mit dem
Eingangssignal die vom Stütztreiber 9 gelieferte Spannung an
die unter den X-Eingangsanschlüssen X&sub1;' ~ Xn' der
Gasentladungsanzeigetafel zu löschenden X-Elektroden. Das
heißt, daß während der Zeit t&sub4; die Spannung VS zugeführt
wird, wie Fig. 4C zeigt. Diese Zeit t&sub4; beträgt etwa 1 us und
entspricht der Zeit, die zur Erzeugung der die Entladung bei
0 haltenden Wandladungen benötigt wird. Da die Wandladungen
in der Entladungszelle, die durch den Löschimpuls zugeführt
werden, null werden, wird durch eine nachfolgende
Stützspannung keine Entladung verursacht. Deshalb können die
Punkte, die von der Anzeige in einer Zeile der Y-Elektroden
der Gasentladungsanzeigetafel 4 nicht benötigt werden,
gelöscht werden. Auf diese Weise können durch Halten der für
die Anzeige benötigten Punkte in einer Zeile der Y-Elektroden
der Gasentladungsanzeigetafel 4 die Daten in die Anzeigetafel
eingeschrieben werden. Die einmal eingeschriebenen Daten
bleiben durch den vom Stütztreiber 9 über den Leitungstreiber
7 eingegebenen Stützimpuls erhalten.
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Für die in einer Zeile der Y-Elektroden nicht gewählten
Punkte beträgt die Spannung der Y-Elektroden entweder VS/2 oder
VS, und die Entladungszelle empfängt keine positive Spannung,
so daß der letzte Entladungszustand zur Zeit t&sub2; eine negative
Spannung ist, und deshalb bleiben die Wandladungen erhalten.
Außerdem wird zur Zeit t&sub4; die Spannung VS/2 angelegt. Jedoch
bleiben die negativen Wandladungen erhalten, da die Zeit t&sub4;
kurz ist. Zur Zeit t&sub5; wird die Stützentladung durchgeführt,
die Wandladungen bleiben erhalten und ein Zustand wird
hergestellt, bei dem die Punkte Licht emittieren, wenn die
Elektrode im nächsten Moment gewählt wird. Danach wird die
Logikschaltung 8 von der Hauptsteuereinheit 13 so gesteuert, daß
die nächste Zeile der Y-Elektroden der
Gasentladungsanzeigetafel 4 über den Leitungstreiber 10 auf 0 V gesetzt wird, in
derselben Weise wie oben. Gleichzeitig wird die Spannung VW
an alle X-Elektroden der Gasentladungsanzeigetafel von dem
Stütztreiber 9 über den Leitungstreiber 7 angelegt. Deshalb
wird das zwischen beiden Elektrodensätzen in allen
Entladungszellen eingeschlossene inaktive Gas in der einen
nächsten Zeile der Y-Elektroden entladen und emittiert einmal
Licht. Nach dieser Lichtemission gibt die Hauptsteuereinheit
13, ähnlich wie oben erwähnt, Daten, wie z.B.an der
Gasentladungsanzeigetafel anzuzeigende Figuren oder
Buchstaben, von der Datenspeicherschaltung 12 über die
Logikschaltung 11 an die Gasentladungsanzeigetafel 4 aus.
Deshalb wird die die Signalinformation von der
Datenspeicherschaltung 12 enthaltende Spannung den
X-Elektroden so zugeführt, daß die für die Anzeige nicht benötigten
Punkte gelöscht und die Daten geschrieben werden.
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Deshalb werden die von der Datenspeicherschaltung
ausgegebenen Daten auch in der nächsten Zeile der Y-Elektroden der
Gasentladungsanzeigetafel 4 geschrieben. Diese Daten bleiben
erhalten, bis die nächste Information durch den vom
Stütztreiber eingegebenen Lichtstützspannungsimpuls
geschrieben wird.
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Außerdem wird das zuerst in den Zeilen der Y-Elektroden
emittierte Licht, das für die Anzeige nicht benötigt wird, durch
die Schreibspannung in einer Zeit von etwa 20 us entladen und
kann vernachlässigt werden, da das menschliche Auge kein
Nachglühen sieht.
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Wie oben erwähnt, werden Daten durch sequentielles Beleuchten
der Punkte durch die Y-Punktzeilen der
Gasentladungsanzeigetafel eingeschrieben, und die eingeschriebene Anzeige bleibt
durch den Stützimpuls erhalten, so daß die Daten, wie z.B.
Buchstaben und Figuren, auf der Gasentladungsanzeigetafel 4
angezeigt werden können.
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Außerdem kann die vorliegende Erfindung durch
Multiplexansteuerung
der X-Anschlüsse erzielt werden.
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Fig. 5 ist ein Diagramm, das zeigt, wenn die
Multiplexansteuerung auch in den X-Elektroden stattfindet. In Fig. 5
sind Ausgangsanschlüsse X'&sub1; ~ X'n und X"&sub1; ~ X"n' von Treibern
14 und 15 in dem Zustand vor der Eingabe in die in Fig. 2
gezeigte Gasentladungsanzeigetafel 4 dargestellt. Die
Konstruktion der Eingangsanschlüsse Y'1 ~ Y'm und Y"&sub1; ~ Y"m' der
Gasentladungsanzeigetafel 4 ist dieselbe, wie sie in den Fig.
2 und 3 gezeigt wurde. In diesem Falle werden Signale im
Multiplex auch den Treibern 14 und 15 eingegeben und
Datensignale im Multiplex sind Eingangsanschlüssen X' - IN&sub1; ~ X'
- INn und X" - IN&sub1; ~ X" - INn' eingegeben.
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Durch die Steuerung der Multiplex-Spannungen, die der X-Seite
der Gasentladungsanzeigetafel eingegeben werden und der
ebenfalls im Multiplex vorliegenden Spannungen, die der Y-
Seite von der Hauptsteuereinheit 13 eingegeben werden,
entlädt sich die Spannungsdifferenz, die zwischen den beiden
Elektroden der Gasentladungsanzeigetafel auftritt, durch das
inaktive Gas und verursacht eine Anzeige an der
Gasentladungsanzeigetafel 4.
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Wie oben geschildert, werden in den Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung, wenn Daten, wie z.B. Figuren und
Buchstaben, an der Gasentladungsanzeigetafel 4 zu schreiben
sind, in einer Zeile der X-Zeilen enthaltene Punkte
beleuchtet und im nächsten Schritt alle unnötigen Punkte
gelöscht. Deshalb kann eine Fehlbeleuchtung aufgrund der
Zwischenspannung, wie sie in dem herkömmlichen
Ansteuerverfahren auftritt, nicht passieren.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die oben erwähnten
Ausführungsbeispiele eingeschränkt, dahingehend, daß die den
Elektroden der Gasentladungsanzeigetafel angelegte Spannung
nicht Null sein muß, sondern die Spannung sein kann, durch
die die Entladung begonnen werden kann, wenn keine
Wandladungen vorliegen.
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Man erhält den gleichen Effekt, wenn nur Anzeigeelektroden
auf der Gasentladungsanzeigetafel gebildet sind und diese
Elektroden kapazitiv mit der Ansteuerschaltung an äußeren
Punkten gekoppelt sind.
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Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsart des
erfindungsgemäßen Verfahrens. In Fig. 6 werden die in den Fig. 7A bis
7D gezeigten Spannungsimpulse angelegt. In Fig. 6 bezeichnen
31 eine Gasentladungsanzeigetafel (jeder Anzeigepunkt ist in
Matrixform parallel zur X- und Y-Achse angeordnet), 32 einen
Y'-Treiber, 33 einen Y"-Treiber, 34 einen
LSILogik-Schaltkreis, 35 einen X-Treiber, 36 ein Schieberegister, 37 einen
Stütztreiber, der eine Hochspannung von 90 V und 140 V dem X-
Treiber 35, dem Y'-Treiber 32 und dem Y"-Treiber 33 zuführt,
38 eine Hauptsteuereinheit, und ein Teil 39, der von einer
gestrichelten Linie umrahmt ist, zeigt eine Pufferschaltung.
Die Hauptsteuereinheit ist mit einer Datenspeicherschaltung
verbunden (die in der Zeichnung nicht gezeigt ist), die die
Daten zur Anzeige der gewünschten Buchstaben oder Figuren,
usw. an der Gasentladungstafel 31 speichert.
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Der Y'-Treiber 32 ist mit den Y-Elektroden, der in Fig. 3
links gezeigten Seite verbunden, und der Y"-Treiber 33 ist
mit den Y-Elektroden an der rechten Seite verbunden. Der
Schreibimpuls und der Löschimpuls werden mit demselben
Spannungspotential wie die Eingangsspannung zugeführt, jedoch nur
den Anzeigeelektroden, denen Impulse sowohl der linken als
auch der rechten Seite zugeführt werden. Die halbe Spannung
der Eingangsspannung wird den Anzeigeelektroden angelegt,
denen der Impuls nur von einer Seite her angelegt wird. Die
Matrixansteuerung wird durch Y' und Y" bewirkt, und der
Schreibimpuls VW und der Löschimpuls VE werden sequentiell
jeder einzelnen Zeile der Anzeigeelektroden angelegt. Der X-
Treiber 35 und das Schieberegister 36 sind als
Pufferschaltung ausgebildet, die zu einer puffernden Erdspannung
VFG gepuffert ist. Die Löschaufhebungsspannung VC wird der zu
beleuchtenden X-Zeile angelegt und entsprechend dem
Datensignal mit der Zeitsteuerung des Löschimpulses VE
angezeigt.
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Zu dieser Zeit kann die Löschaufhebungsspannung VC kleiner
sein als die Hälfte der Stützspannung (etwa 90 V), nämlich
zum Beispiel etwa 35 V betragen, wie in Fig. 8 gezeigt ist,
und ein LSI-Treiber-Schaltkreis läßt sich leicht
verwirklichen. Fig. 8 ist ein Diagramm, das eine Betriebsgrenze bei
der Ausführungsart der vorliegenden Erfindung zeigt, wobei
die Löschaufhebungsspannung in X-Achsenrichtung und die
Betriebsgrenze in Richtung der Y-Achse dargestellt sind.
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Gemäß der in Fig. 6 gezeigten Schaltung kann die Anzahl der
einen Hochspannungstreiber benötigenden Treiberschaltungen
beträchtlich verringert werden, indem die Ansteuerung im
Multiplexbetrieb durch kapazitive Kopplung erfolgt, und
dementsprechend kann eine integrierte Schaltung mit geringer
Spannung als X-Treiber verwendet werden, so daß eine kleine
und billige Anzeigeapparatur erzielbar ist. Außerdem kann
eine sehr schnelle Anzeige erreicht werden, da die Apparatur
durch zeilenweise Abtastung betrieben werden kann.
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Fig. 9 und die Fig. 10A bis 10C zeigen eine andere
Ausführungsart der vorliegenden Erfindung. Diese Zeichnungen sind
ähnlich Fig. 6 und den Fig. 7A bis 7D. Eine positive oder
negative Stützspannung ±VS, der Schreibspannungsimpuls VW und
der Löschimpuls VE werden jeweils von einem Y'-Treiber 41,
einem Y"-Treiber 42 eingespeist, und die
Zeilenwähl-Schreib- und Löschspannungsimpulse werden der Anzeigeelektrode
zugeführt.
Zur Zeit des Löschimpulses werden die X-Elektroden
konstant auf 0 V gehalten, und der Löschaufhebungsimpuls VC,
der dem Datensignal entspricht, wird den X-Elektroden
angelegt. Die Betriebscharakteristiken, wie die Betriebsgrenze
und die Anzeigegeschwindigkeit, sind dieselben wie im
vorangehenden Ausführungsbeispiel. Jedoch ist es bei der
vorliegenden Ausführungsart nicht notwendig, den
Niederspannungs-X-Treiber 44 und das Schieberegister 45 zu puffern,
weshalb die Pufferschaltung verringert und ein kleines und
billiges Gerät erreicht werden kann.
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Wie oben im einzelnen erläutert wurde, benötigt man keine
komplizierte Schaltung zum Abführen der Zwischenspannung, die
an der herkömmlichen Gasentladungsanzeigetafel, die eine
Multiplexansteuerung verwendete, auftrat, so daß eine
Fehlbeleuchtung durch Anwendung einer einfachen Schaltung
vermieden und sowohl die X-Elektroden als auch die Y-
Elektroden im Multiplex angesteuert werden können, so daß
viele lichtemittierende Punkte angesteuert werden können.
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Außerdem wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein
Löschimpuls einer Zeile nach dem Zünden aller in der Matrix
zusammengeschalteter Zeilen angelegt und eine Löschoperation durch
Anlegen der Spannung, die kleiner als die Hälfte der
Stützspannung ist, an entgegengesetzte Elektroden zur selben Zeit
wie der Löschimpuls aufgehoben, so daß ein kleines und
billiges Gasentladungsanzeigegerät ohne Verringerung der
Arbeitsgeschwindigkeit erzielt werden kann.