DE348593C - Verfahren und Vorrichtungen zur Ausnutzung der Gasabwaerme auf Kokereien - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zur Ausnutzung der Gasabwaerme auf Kokereien

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DE348593C
DE348593C DENDAT348593D DE348593DD DE348593C DE 348593 C DE348593 C DE 348593C DE NDAT348593 D DENDAT348593 D DE NDAT348593D DE 348593D D DE348593D D DE 348593DD DE 348593 C DE348593 C DE 348593C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases
    • C10B27/06Conduit details, e.g. valves

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  • Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtungen zur Ausnutzung der Gasabwärme auf Kokereien. Zur Ausnutzung der Vorlagenwärme auf Kokereien hat man vorgeschlagen, das Heizgas für die Öfen nach Durchgang durch die Nebenprodulctenanlage durch die Vorlagenwärme oder die Verbrennungsluft durch die urgekühlten Destillationsgase vorzuwärmen oder das Ammoniak aus dein Gaswasser durch die Vorlagenwärrne auszutreiben. Die 3rfindung bezweckt demgegenüber, die. Wärme des Gases in der Vorlage bzw. einen Teil der Vorlageruwärm,e mit anderer Wärme zu vereinigen, beispielsweise mit der Wärme des unmittelbar von den Gaskühlern kommenden Kühlwassers oder mit der Wärme des Wassers, welches einen zwischen der Vorlage und den Gaskühlern noch eingeschalteten Wärmeaustauscher durchströmt hat, um so Heißwasser von höchster, für eine Fernleitung geeigneter Temperatur bzw. Dampf zu erhalten. Die Übertragung der Vorlagenwärme auf Heißwasser aus den Gaskühlern bietet insofern Vorteile, als die Gaskühler sich in der nächsten Nähe der Vorlage befinden, die Kühler aber allein nicht in der Lage sind, Wasser in beträchtlichen Menagen auf eine für eine wirtschaftliche Fernleitung genügend hohe Temperatur zu bringen bzw. in entsprechenden Dampf umzuwandeln, was jedoch unter Zuhilfenahme der Vorlagenwärme, also durch die einheitliche Ausnutzung der gesamten, aus dem Destillationsgas praktisch gewinnbaren Wärme für diesen einzigen Zweckmöglich ist. Man kann auch irgendein als Empfänger der Vorlagenwärme geeignetes Mittel als Wärmezwischenträger in ständigem Umlauf durch die Vorlage belassen und durch diesen mittelbar die Vorlagen--wärme auf das zu erzeugende Heißwasser oder den Dampf übertragen. Infolge der Verwendung der Vorlagenwärme als zusätzliche Wärmequelle zu Heißwasser oder Dampf ist es möglich, beträchtliche Heißwassermetigen mit verhältnismäßig geringen Wärmeaustauschflächen an der Vorlage, also unter Aufwendung verhältnismäßig geringer Anlagekosten, auf die gewünschten hohen Temperaturen zu bringen oder in Dampf zu verwandeln.
  • Die Zeichnung veranschaulicht in den Abb. i und 2 einerseits und in Abb. 3. und 4. anderseits je ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens sowie eine zur Durchführung desselben geeignete Anlage.
  • Bei der Ausführungs@forrn gemäß Abb, i und 2 wird das von dem letzten Gaskühler in. kommende heiße Kühlwasser durch einen Behälter k geleitet; durch diesen Behälter wird im getrennten Gegenstrom das noch sehr heiß von der Vorlage a kommende Destillationsgas hindurchgeführt. Damit auf dem Weg von der Vorlage zum Behälter k dem Gase möglichst wenig Wärme verloren geht, soll der Behälter in nächster Nähe der Vorlage angeordnet sein; dem Behälter k, welcher zwecks guten Teerablaufs schräg gelagert sein kann, kann, falls in ihm Dampf erzeugt und dieser überhitzt werden soll, ein von dem Destillationsgas vorab durchströmter Überhitzer i. vorgeschaltet sein, Zwecks Gewinnung eines Teils der Vorlagenwärrne ist die Vorlage a beispielsweise von einem Doppelmantel b umgeben; damit dieser frei zugänglich ist, kann die Vorlage, wie Abb. 2 veranschaulicht, schwebend aufgegangen sein. Zwischen den beiden Mänteln a und b der Vorlage befindet sich im vorliegenden Beispiel anstatt des zu erhitzenden Mantels selbst ein flüssiger oder gas- oder dampfförmiger Wärmezwischenträger in ständiggm Kreislauf. Der Wärmezwischenträger gibt die in der Vorlage aufgenommene Wärme in einem mit Heißwasser gespeisten Kessel g wieder ab, und zwar derart, daß der Wärmezwischenträger selbst mit hoher. Temperatur im Umlauf verbleibt, indem er beispielsweise die Vorlage mit 35o° verläßt und seine Wärme in dem Kessel g bis beispielsweise auf 2oo° abgibt, so daß das Wärmemittel der Vorlage mit dieser Temperatur wieder zuströmt, während in dem Kessel,- beispielsweise Dampf von 16o bis i8o° erzeugt wird.
  • Anstatt in getrennten Wärmeaustatuschvorrichtungen kann man die Vorlagenwärme .und die erste Wärmestufe des aus der Vorlage abziehenden Gases aber auch in einer einzigen Wärmeaustauschvorrichtung übertragen, welche zu diesem Zweck von dem die Vorlage durchströmenden. oder umströmendenWärmezwischenträger und von dem von der Vorlage kommenden Destillationsgas gemeinsam durchströmt wird, da sich in diesem Fall für eine Batterie von 50 bis 6o Öfen noch ein Kessel normaler Größe ergibt.
  • Man kann die Empfänger der Vorlagenwärme und der Gastwärme aber auch hintereinander schalten, indem man beispielsweise das von dem ersten Gaskühler kommende hocherhitzte Kühlwasser auf die von dem Wärmezwischenträger der Vorlage durchströmte Wärmeaustauschvorrichtung g leitet, in welcher das Kühlwasser noch höher erhitzt oder verdampft wird. Abb. 3 und 4. veranschaulichen eine derartige Ausführtuig.
  • Das von, den, Gaskühlern in kommende heiße Kühlwasser wird durch einen Wärmeaustauscher g geleitet, welcher von dem mit der Vorlagenwärme beladenen Wärmezwischenträger durchströmt wird, und in welchem das heiße Kühl`vasser noch höher erhitzt oder in Dampf geeigneter Temperatur verwandelt wird.
  • Zur weiteren Erwärmung des von den Kühlern in, kommenden heißen Kühlwassers kann aber auch noch sonstige Abwärme mit herangezogen werden, beispielsweise ein Teil der Rauchgasabwärme, indem, wie Abb.3 beispielsweise veranschaulicht, ein Teil des aus dem ersten Kühler in austretenden Kühlwassers durch einen an den Rauchgaskanal .angeschlossenen Kessel n geleitet wird. Bei der hohen Vorwärmung des Wassers im vorliegenden Fall kann nämlich der Wärmeaustausch in dem Rauchgaskessel n. so niedrig gehalten werden, daß eine ausreichend hohe Abhitzetemperatur erhalten bleibt, um auch ohne künstlichen Zug den erforderlichen Schornsteinzug zu behalten. Der Rauchgaswärmeaustauscher iz kann unmittelbar als Dampfkessel ausgebildet sein oder als Heißwassererzeuger betrieben werden und in diesem Fall dem Kessel g oder h als Ekonomiser vorgeschaltet sein, was -u. a. den Vorteil bietet, dtaß der Rauchgaswärmeaustauscher in diesem Fall aus Gußeisen bestehen kann.
  • Gber die wärmewirtschaftliche Bedeutung des Verfahrens in der einen wie anderen Durchführungsart gibt die Berechnung Aufsohluß. Eine Batterie von 5o Öfen mit einem Durchsatz von 4.oo t feuchter Kohle liefert etwa ioo ooo cbm Gas von o° oder etwa 28o ooo cbm Gas von. 5oö°. Legt man das Wärmegefälle zugrunde, welches ein:schließlich der heute zumeist verlorengehenden Gaskühlerwärme zur Verfügung steht, so ergibt sich ein ausnutzbares Wärmegefälle von etwa 4oo°. Aus dem trbclcnen Glas könnten alsdann 4o ooo ooo W. E. gewonnen werden und aus dem i5prozentigen Wassergehalt der Kohle einschließlich des Zersetzungswassers 6o t ;Vasserdampf = 8 ooo ooo W. E., wenn die latente Dampfwärme nicht ausgenutzt, und -4.4 o00 00o W. E., wenn die latente Dampfwärme des Gaswassers mit ausgenutzt wird, im ersteren Fall also insgesamt 48000000 und im letzteren Fall 84000000W-F-- in . Stunden, welche insgesamt und einheitlich zur Erzeugung von Heifvasser oder Dampf in entsprechenden beträchtlichen Mengen zur -Verfügung stehen.

Claims (1)

  1. PATE IXT-AxL SPRÜCHE: i. Verfahren zur- Ausnutzung der Vorlagenwärme auf Kokereien, dadurchgekennzeichnet, daß die Vorlagenwärme unmittelbar oder mittelbar als eine zusätzliche (welle für Heißwasser oder Wasserdampf Verwendung findet. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die l#Torlagemvärme zur weiteren Erwärmung des Kühlwassers der Gaskühler ummittelbar oder nach Durchgang des- Kühlwassers durch eine weitere Wärmeaustauschvorr ichtung verwendet wird. 3. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein in ständigem Umlauf die Vorlagenwärme aufnehmender Wärmezwischenträger als zusätzliche Wärmequelle' dient. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch; i oder 2, dadurch gekennzeichnet. @daß vor oder hinter oder parallel mit der Vorlage oder den Gaskühlern Rauchgasabwärme als zusätzliche Wärmequelle dient. 5. Vorlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie an ihrem Traggestell, aufgehängt ist, so daß ihr Außendoppelmantel freischwebend zugänglich ist.
DENDAT348593D Verfahren und Vorrichtungen zur Ausnutzung der Gasabwaerme auf Kokereien Expired DE348593C (de)

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