DE34781C - Verfahren und Apparate zur Herstellung von Emulsionen für verschiedene Zwecke - Google Patents
Verfahren und Apparate zur Herstellung von Emulsionen für verschiedene ZweckeInfo
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- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23D—EDIBLE OILS OR FATS, e.g. MARGARINES, SHORTENINGS OR COOKING OILS
- A23D7/00—Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines
- A23D7/02—Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines characterised by the production or working-up
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
. Der Zweck dieser Erfindung ist, eine feine Zertheilung von Fettstoffen herbeizuführen, sei
es zur Herstellung von Emulsionen oder sei es, um unreine oder ranzig gewordene Fettstoffe
durch Emulsirung zu waschen oder zu reinigen.
Das Verfahren besteht darin, Emulsionen auf die Weise herzustellen, dafs man flüssiges
oder in flüssige Form gebrachtes Fett und eine Mischungsflüssigkeit durch eine feine Spalte
hindurchprefst. Die Spalte wird am zweckmäfsigsten mittelst eines belasteten Ventils hergestellt.
Je kleiner oder feiner diese Auslaufoder Mischungsspalte und je gröfser dabei der
für das Hindurchpressen verwendete Druck ist, um so feiner und gleichmäfsiger gestaltet sich
die Emulsion.
Ein Apparat, welcher sich zur Ausführung . dieses Verfahrens eignet, ist auf beiliegender
Zeichnung in Fig. 1 theilweise im Verticalschnitt und in der Seitenansicht und in Fig. 2
in Endansicht veranschaulicht. Fig. 3 zeigt eine .zum Theil im Schnitt dargestellte Seitenansicht
eines ähnlichen Apparates, aber mit einer veränderten Anordnung der Strahlöffnung
und der Flüssigkeitsbehälter, und Fig. 4 eine zugehörige Endansicht.
α ist eine Druckpumpe,- deren Kolben b
durch die Kurbelstange c mit dem Kurbelzapfen d der Welle e verbunden ist. Letztere
ist in Lagern auf dem Gestell / montirt und wird mittelst einer am Schwungrad g angebrachten
Kurbel durch Handkraft oder mittelst Riemens und Riemscheibe von einem Motor in Rotation gesetzt, h ist das Einlaufrohr
zu der Pumpe, i ein in demselben angeordnetes gewöhnliches Einlafsventil, und kl
sind die Zuflufsröhren für die zu emulsirende Substanz, sowie die Flüssigkeit, mit welcher
dieselbe vermischt werden soll. ni ist ein Regulirungshahn, η und ο sind zwei für die
Flüssigkeiten bestimmte Behälter, welche auf dem Gestell f befestigt sind, ρ ist ein unter
dem Druck starker Federn q stehendes Ventil im Ablaufrohr der Pumpe. Dasselbe hat nur
einen geringen Spielraum, welcher durch die Stärke der Federn und durch die Stellschraube r
bestimmt wird. Von dem Ventilgehäuse führt ein Rohr 5 nach einem Behälter t für die
fertige Emulsion, welcher auch auf dem Gestell f befestigt ist und ein mit einem Hahn
versehenes Ablaufrohr u besitzt. ν ist ein Rohr, welches von dem oberen Theile des
Behälters ί nach dem Behälter η führt.
Bei der Herstellung von Emulsionen mittelst dieses Apparates wird das zu emulsirende Fett,
z. B. OeI, in den Behälter η gebracht. Will man ein Fett emulsiren, welches bei gewöhnlicher
Temperatur nicht flüssig oder nicht hinreichend flüssig ist, so mufs dasselbe durch
Erwärmung in hinreichend flüssige Form gebracht werden, und für diesen Fall empfiehlt
es sich, den Behälter η mit Dampfmantel oder anderer Einrichtung zur Erwärmung zu versehen.
Der Behälter ο nimmt die Flüssigkeit auf, mit welcher das OeI vermischt werden
soll. Der Hahn m wird geöffnet und nach Mafsgabe des gewünschten Mengenverhältnisses
der Flüssigkeiten, welche vermischt werden sollen, eingestellt. Mittelst der Stellschraube r
wird der Spielraum des Ausströmungsventils oder die Gröfse der Strahlöffnung nach Be-
lieben regulirt. Darauf wird die Pumpe in Gang gesetzt, wobei die beiden Substanzen,
welche in den bestimmten Proportionen von den Behältern η und ο kommen, durch das
sich hierbei nur wenig öffnende Ausströmungsventil kräftig hindurchgeprefst werden, und die
Emulsion wird in den Behälter t hinaufgetrieben, von wo sie durch das Rohr u abläuft.
Sollte aus irgend welcher Ursache der OeI-gehalt der Emulsion zu grofs werden oder die
Flüssigkeit in dem Behälter ο ein Ende nehmen, so steigt die alsdann gebildete leichtere Emulsion,
event, das OeI nach oben und lagert sich über der vorher befindlichen normalen Emulsion in
dem Behälter t, und durch Verschliefsen des Hahnes im Rohr u wird das Niveau in dem
Behälter t gehoben, bis es das Rohr ν erreicht, wodurch die oben liegende ölhaltigere Emulsion,
event, das OeI in den Behälter η zurückfliefst
und abermals das Mischventil ρ passiren mufs, nachdem die Mischungsflüssigkeit in dem Behälter
ο wieder ergänzt oder das Mengenverhältnifs der beiden Flüssigkeiten wieder hergestellt
worden ist. Wenn die Emulsirung wieder in normalen Gang gebracht worden ist, wird der Hahn in dem Rohr u wieder geöffnet.
Zum Waschen von Fettstoff wird der letztere in flüssiger Form in den Behälter η eingeführt.
In den Behälter ο wird die Waschflüssigkeit gebracht, z. B. Sodalösung oder
eine andere Flüssigkeit, welche sich für den gerade vorliegenden Fall eignet. Beim Pumpen
werden die Mengenverhältnisse der Flüssigkeiten mittelst des Hahnes m regulirt, und
beim Passiren des Mischventils ρ wird das Fett in so kleine Theile zerlegt und so innig mit
der Waschflüssigkeit vermischt, dafs die letztere die verunreinigenden Bestandteile in sich aufnimmt.
Von dem Behälter t wird die Waschflüssigkeit mit dem darin emulsirten Fettstoffe
in eine Scheideschleuder gebracht, in welcher das Fett von der Waschflüssigkeit befreit wird.
Der in den Fig. 3 und 4 dargestellte Emulsionsapparat
unterscheidet sich im wesentlichen nicht von dem vorbeschriebenen, indessen eignet er sich besonders zum Waschen von
Fettstoffen. Das Mischventil ρ ist hier stillstehend und stets offen, und dadurch wird
eine ringförmige Spalte gebildet. Die Höhe dieser Spalte wird durch Auf- oder Niederschrauben
der Ventilspindel bestimmt, deren Muttergewinde sich in dem Bügel χ befindet
und welche zu ihrer Führung noch durch das Ventil um ein Stück y hindurchreicht..
Von dem Behälter η führt hier ein zweites Rohr Jc1 nach dem Boden des Gefäfses t, so
dafs man beim Waschen (wo sich die Waschflüssigkeit in dem gröfseren Behälter η und
das Fett in dem kleineren Behälter 0 befinden mufs) die Waschflüssigkeit durch dieses an die
Mischöffnung ρ bringen kann, um das ausgepreiste Fett in sich aufzunehmen, welches sodann
emulsirt und gereinigt wird.
Das Emulsiren kann auch auf die Weise geschehen, dafs man OeI allein für sich durch
die Mischöffnung ρ in die Mischungsflüssigkeit, welche in den Behälter t gebracht wird, hineinprefst.
Wenn der in Fig. 3 und 4 abgebildete Apparat zu diesem Zwecke benutzt werden soll, so wird die Mischungsflüssigkeit in den
Behälter η und das Fett in den Behälter ο gebracht, der Hahn m1 geschlossen und der
Hahn m2 so viel wie nöthig geöffnet, so dafs die Mischungsflüssigkeit nach t fliefst, wo sie
mit dem durch ρ hindurchgeprefsten OeI gemischt wird.
Claims (3)
1. Das Verfahren, Emulsionen dadurch herzustellen, dafs man mittelst starken Druckes
Fett in flüssiger Form entweder mit der Mischungsflüssigkeit zusammen durch eine
ä'ufserst feine minimale Spalte hindurchprefst oder auch für sich durch eine äufserst
feine minimale Spalte in die Mischungsflüssigkeit hineinprefst.
2. In Apparaten zur Herstellung von Emulsionen, wie in Patent-Anspruch 1. ..gekennzeichnet,
die Verwendung eines stark belasteten Ventils, um dadurch die nothwendige feine Auslaufspalte zu bilden.
3. An Apparaten zur Herstellung von Emulsionen, wie in Patent-Anspruch 1. gekennzeichnet,
die Verwendung eines durch eine feingewiiidige Schraube verstellbaren Regulirungsventils,
um dadurch die nothwendige feine Auslaufspalte zu bilden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34781C true DE34781C (de) |
Family
ID=310674
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34781D Expired - Lifetime DE34781C (de) | Verfahren und Apparate zur Herstellung von Emulsionen für verschiedene Zwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34781C (de) |
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0
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