DE34781C - Verfahren und Apparate zur Herstellung von Emulsionen für verschiedene Zwecke - Google Patents

Verfahren und Apparate zur Herstellung von Emulsionen für verschiedene Zwecke

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DE34781C
DE34781C DENDAT34781D DE34781DA DE34781C DE 34781 C DE34781 C DE 34781C DE NDAT34781 D DENDAT34781 D DE NDAT34781D DE 34781D A DE34781D A DE 34781DA DE 34781 C DE34781 C DE 34781C
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DENDAT34781D
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Dr. C. G. P. DE LAVAL in Stöckholm; Vertreter : C. PIEPER in Berlin SW., Gneisenaustr. 109
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23DEDIBLE OILS OR FATS, e.g. MARGARINES, SHORTENINGS OR COOKING OILS
    • A23D7/00Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines
    • A23D7/02Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines characterised by the production or working-up

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
. Der Zweck dieser Erfindung ist, eine feine Zertheilung von Fettstoffen herbeizuführen, sei es zur Herstellung von Emulsionen oder sei es, um unreine oder ranzig gewordene Fettstoffe durch Emulsirung zu waschen oder zu reinigen.
Das Verfahren besteht darin, Emulsionen auf die Weise herzustellen, dafs man flüssiges oder in flüssige Form gebrachtes Fett und eine Mischungsflüssigkeit durch eine feine Spalte hindurchprefst. Die Spalte wird am zweckmäfsigsten mittelst eines belasteten Ventils hergestellt. Je kleiner oder feiner diese Auslaufoder Mischungsspalte und je gröfser dabei der für das Hindurchpressen verwendete Druck ist, um so feiner und gleichmäfsiger gestaltet sich die Emulsion.
Ein Apparat, welcher sich zur Ausführung . dieses Verfahrens eignet, ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 theilweise im Verticalschnitt und in der Seitenansicht und in Fig. 2 in Endansicht veranschaulicht. Fig. 3 zeigt eine .zum Theil im Schnitt dargestellte Seitenansicht eines ähnlichen Apparates, aber mit einer veränderten Anordnung der Strahlöffnung und der Flüssigkeitsbehälter, und Fig. 4 eine zugehörige Endansicht.
α ist eine Druckpumpe,- deren Kolben b durch die Kurbelstange c mit dem Kurbelzapfen d der Welle e verbunden ist. Letztere ist in Lagern auf dem Gestell / montirt und wird mittelst einer am Schwungrad g angebrachten Kurbel durch Handkraft oder mittelst Riemens und Riemscheibe von einem Motor in Rotation gesetzt, h ist das Einlaufrohr zu der Pumpe, i ein in demselben angeordnetes gewöhnliches Einlafsventil, und kl sind die Zuflufsröhren für die zu emulsirende Substanz, sowie die Flüssigkeit, mit welcher dieselbe vermischt werden soll. ni ist ein Regulirungshahn, η und ο sind zwei für die Flüssigkeiten bestimmte Behälter, welche auf dem Gestell f befestigt sind, ρ ist ein unter dem Druck starker Federn q stehendes Ventil im Ablaufrohr der Pumpe. Dasselbe hat nur einen geringen Spielraum, welcher durch die Stärke der Federn und durch die Stellschraube r bestimmt wird. Von dem Ventilgehäuse führt ein Rohr 5 nach einem Behälter t für die fertige Emulsion, welcher auch auf dem Gestell f befestigt ist und ein mit einem Hahn versehenes Ablaufrohr u besitzt. ν ist ein Rohr, welches von dem oberen Theile des Behälters ί nach dem Behälter η führt.
Bei der Herstellung von Emulsionen mittelst dieses Apparates wird das zu emulsirende Fett, z. B. OeI, in den Behälter η gebracht. Will man ein Fett emulsiren, welches bei gewöhnlicher Temperatur nicht flüssig oder nicht hinreichend flüssig ist, so mufs dasselbe durch Erwärmung in hinreichend flüssige Form gebracht werden, und für diesen Fall empfiehlt es sich, den Behälter η mit Dampfmantel oder anderer Einrichtung zur Erwärmung zu versehen. Der Behälter ο nimmt die Flüssigkeit auf, mit welcher das OeI vermischt werden soll. Der Hahn m wird geöffnet und nach Mafsgabe des gewünschten Mengenverhältnisses der Flüssigkeiten, welche vermischt werden sollen, eingestellt. Mittelst der Stellschraube r wird der Spielraum des Ausströmungsventils oder die Gröfse der Strahlöffnung nach Be-
lieben regulirt. Darauf wird die Pumpe in Gang gesetzt, wobei die beiden Substanzen, welche in den bestimmten Proportionen von den Behältern η und ο kommen, durch das sich hierbei nur wenig öffnende Ausströmungsventil kräftig hindurchgeprefst werden, und die Emulsion wird in den Behälter t hinaufgetrieben, von wo sie durch das Rohr u abläuft.
Sollte aus irgend welcher Ursache der OeI-gehalt der Emulsion zu grofs werden oder die Flüssigkeit in dem Behälter ο ein Ende nehmen, so steigt die alsdann gebildete leichtere Emulsion, event, das OeI nach oben und lagert sich über der vorher befindlichen normalen Emulsion in dem Behälter t, und durch Verschliefsen des Hahnes im Rohr u wird das Niveau in dem Behälter t gehoben, bis es das Rohr ν erreicht, wodurch die oben liegende ölhaltigere Emulsion, event, das OeI in den Behälter η zurückfliefst und abermals das Mischventil ρ passiren mufs, nachdem die Mischungsflüssigkeit in dem Behälter ο wieder ergänzt oder das Mengenverhältnifs der beiden Flüssigkeiten wieder hergestellt worden ist. Wenn die Emulsirung wieder in normalen Gang gebracht worden ist, wird der Hahn in dem Rohr u wieder geöffnet.
Zum Waschen von Fettstoff wird der letztere in flüssiger Form in den Behälter η eingeführt. In den Behälter ο wird die Waschflüssigkeit gebracht, z. B. Sodalösung oder eine andere Flüssigkeit, welche sich für den gerade vorliegenden Fall eignet. Beim Pumpen werden die Mengenverhältnisse der Flüssigkeiten mittelst des Hahnes m regulirt, und beim Passiren des Mischventils ρ wird das Fett in so kleine Theile zerlegt und so innig mit der Waschflüssigkeit vermischt, dafs die letztere die verunreinigenden Bestandteile in sich aufnimmt. Von dem Behälter t wird die Waschflüssigkeit mit dem darin emulsirten Fettstoffe in eine Scheideschleuder gebracht, in welcher das Fett von der Waschflüssigkeit befreit wird.
Der in den Fig. 3 und 4 dargestellte Emulsionsapparat unterscheidet sich im wesentlichen nicht von dem vorbeschriebenen, indessen eignet er sich besonders zum Waschen von Fettstoffen. Das Mischventil ρ ist hier stillstehend und stets offen, und dadurch wird eine ringförmige Spalte gebildet. Die Höhe dieser Spalte wird durch Auf- oder Niederschrauben der Ventilspindel bestimmt, deren Muttergewinde sich in dem Bügel χ befindet und welche zu ihrer Führung noch durch das Ventil um ein Stück y hindurchreicht.. Von dem Behälter η führt hier ein zweites Rohr Jc1 nach dem Boden des Gefäfses t, so dafs man beim Waschen (wo sich die Waschflüssigkeit in dem gröfseren Behälter η und das Fett in dem kleineren Behälter 0 befinden mufs) die Waschflüssigkeit durch dieses an die Mischöffnung ρ bringen kann, um das ausgepreiste Fett in sich aufzunehmen, welches sodann emulsirt und gereinigt wird.
Das Emulsiren kann auch auf die Weise geschehen, dafs man OeI allein für sich durch die Mischöffnung ρ in die Mischungsflüssigkeit, welche in den Behälter t gebracht wird, hineinprefst. Wenn der in Fig. 3 und 4 abgebildete Apparat zu diesem Zwecke benutzt werden soll, so wird die Mischungsflüssigkeit in den Behälter η und das Fett in den Behälter ο gebracht, der Hahn m1 geschlossen und der Hahn m2 so viel wie nöthig geöffnet, so dafs die Mischungsflüssigkeit nach t fliefst, wo sie mit dem durch ρ hindurchgeprefsten OeI gemischt wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Das Verfahren, Emulsionen dadurch herzustellen, dafs man mittelst starken Druckes Fett in flüssiger Form entweder mit der Mischungsflüssigkeit zusammen durch eine ä'ufserst feine minimale Spalte hindurchprefst oder auch für sich durch eine äufserst feine minimale Spalte in die Mischungsflüssigkeit hineinprefst.
2. In Apparaten zur Herstellung von Emulsionen, wie in Patent-Anspruch 1. ..gekennzeichnet, die Verwendung eines stark belasteten Ventils, um dadurch die nothwendige feine Auslaufspalte zu bilden.
3. An Apparaten zur Herstellung von Emulsionen, wie in Patent-Anspruch 1. gekennzeichnet, die Verwendung eines durch eine feingewiiidige Schraube verstellbaren Regulirungsventils, um dadurch die nothwendige feine Auslaufspalte zu bilden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT34781D Verfahren und Apparate zur Herstellung von Emulsionen für verschiedene Zwecke Expired - Lifetime DE34781C (de)

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