DE346985C - Getreideschrotvorrichtung fuer Schrotmuehlen zum Vermahlen von weichem fettigen, aber auch trockenem Gut - Google Patents

Getreideschrotvorrichtung fuer Schrotmuehlen zum Vermahlen von weichem fettigen, aber auch trockenem Gut

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DE346985C
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 12. JANUAR 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 346985 — KLASSE 50 c GRUPPE
Julius fflohs in Dessau.
aber auch trockenem Gut.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Oktober 1919 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Getreide- ] Schrotvorrichtung für Knochenmühlen mit ne- ' beneinander und schräg zur Achse angeordneten ; oder gewellten Sägeblättern, in deren Zwischenräume Reinigungs- und Sperrfinger hineinragen, j die schwenkbar gelagert sind, um der Spur der rillenförmigen Zwischenräume folgen zu können. Diese fingerförmig gestalteten Sperrorgane wurden bisher vor der geschlossenen Mahlgegenlage in einer nach außen sich öffnenden Kammer bzw. Schlitz schwenkbar gelagert zum Zwecke, größere Teile, insbesondere Knochensplitter, so lange zurückzubehalten, bis dieselben auf der Mahlgegenlage zerschrotet wurden. Mit solchen Sperrfingern konnte aber in der Knochenschrotmühle kein Getreide fein verschrotet werden, da die Finger innerhalb der Führungsnuten der Schrotwalze mit großem seitlichen Spiel eine Winkelbewegung vollführen, durch welche zwischen den Fingern und den Sägeblättern so weite Öffnungen entstehen, daß grobes Mahlgut und auch ganze Körner durchtreten können. Um
dies zu verhindern und die Knochenschrotmühlen gleichzeitig zum Feinschroten von Getreide nutzbar zu machen, ist nach vorliegender Erfindung unterhalb der Schrotwalze gegen die geschlossene Mahlgegenlage ein Fingerkamm angeordnet, dessen Finger ebenso wie die Reinigungsfinger im wesentlichen U-förmig gebogen und so gelagert sind, daß ihr zum eigentlichen Sperrfinger paralleler Teil die Drehachse bildet, ίο Dadurch wird zunächst erreicht, daß die Sperrfinger sich parallel zu sich selbst bewegen und daher ohne seitliches Anstoßen den Rillen der Sägewalze folgen. Als weiterer Vorteil ergibt sich hieraus, daß die Reinigungsfinger fast ebenso stark gemacht werden können, wie die Nuten zwischen den Sägeblättern breit sind, so daß also seitlich von den Sperrfingern nicht mehr winklige öffnungen entstehen, die grobes Mahlgut durchtreten lassen. Bei Knochen-Schrotmühlen wurde zwar eine ähnliche Lagerung bei den sogenannten Reinigungsfingern bereits angewendet; diese Reinigungsfinger liegen jedoch oberhalb der eigentlichen Zerschrotungsstelle und werden übrigens auch beim Fein- »5 schroten von Getreide beibehalten, damit beim Feinschroten von Getreide die Nuten oberhalb der Zerschrotungsstelle abgeschlossen bleiben und das Getreide durch die Nuten der Schrotwalze oberhalb der Verschrotungsstelle nicht durchfallen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in Abb. 1 in einem quer zur ■ Schrotwalze gerichteten Schnitt und Abb. 2 in ! Draufsicht auf die Schrotwalze dargestellt. Die , Sägeblätter α sind mit Abstandsringen auf einer Walze gelagert, die an einem Ende eine nicht ! dargestellte Antriebskurbel trägt. Außer den < Abstandsringen sind noch zu beiden Seiten der \ Sägeblätter α Scheiben b angeordnet, die Füh- i rungsrillen oder Nuten für die Sperrfinger h bilden. Die Schrotwalze ist innerhalb des Mühlenkastens k angeordnet, der mit einer schwenkbar gelagerten Andrückklappe d ausgestattet ist. Die Andrückklappe ist an der einen Seite mit Rippen dz versehen und kann in der innersten Andrückstellung mittels einer Anschlagschraube d1 festgestellt werden.
Im Mühlenkasten k sind außer den Sperrfingern h noch schwenkbare, U-förmig gestaltete J Reinigungsfinger i angeordnet, die gleichzeitig das Herausfallen der zu vermählenden Stoffe an der Vorderseite der Schrotwalze verhindern und die Nuten der letzteren bei Verarbeitung von schmierendem Mahlgut reinhalten. Gemäß der Erfindung sind nun die Sperrfinger h ähnlich wie die Reinigungsfinger ebenfalls U-förmig gebogen und mit dem dem Fingerarm h parallelen Arm A2 in einer Schiene g1 schwenkbar so gelagert, daß die Fingerarme eine Bewegung parallel zu sich selbst vollführen und daher beim Hin- und Hergang in den Führungsrillen der Zahnwalzen nie anstoßen, trotzdem sie in ihrem Durchmesser so gut wie ebenso stark wie die Breite der Führungsrillen gehalten sind. Ein Abschleifen der Fingerenden einerseits und ein Durchfallen von nicht genügend zerkleinertem Gut ist mithin durch diese Bauart vermieden.
Ferner ist aber noch der Durchtrittsschlitz η für die wirksamen Fingerschenkel h nach außerhalb der Maschine offen, so daß das zwischen die Finger gelangende Mahlgut schnell einen freien Ausweg findet. Die Verbindungsschenkel zwischen den Fingern h und den parallel zu diesen verlaufenden, als Lagerachsen dienenden Armen h2 gehen durch eine zweite nach unten offene Kammer n2, die verhütet, daß das Mahlgut infolge Adhäsionswirkung an den Verbindungsschenkeln entlang kriecht, sich innerhalb des Bewegungsraumes der Verbindungsschenkel festsetzt und die Schwenkbewegung der Sperr finger beeinträchtigt.
Die Mahlgegenlage c ist schwenkbar gestaltet, und zwar nicht nur gegenüber der Schrotwalze, sondern auch gegenüber den Sperrfingern. Beim Feinschroten wird die verstellbare Mahlgegenlage c dicht an die Schrotwalze und die Sperrfinger herangestellt, während beim Grobschroten ein entsprechender Mahlraum dazwischen gelassen wird.

Claims (2)

  1. P ATENT-Ansprüche :
    i. Getreideschrotvorrichtung für Schrotmühlen zum Vermählen von weichem fettigen, aber auch trockenem Gut, wie Knochen, Vegetabilien, Getreide mit unterhalb von Reinigungsfingern einer Mahlgegenlage gegenüberliegenden beweglichen Sperrfingern, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrfinger in der gleichen U-förmigen Ausführung wie die Reinigungsfinger in einer Schiene (gl) schwenkbar so gelagert sind, daß der zum Sperrfingerarm (h) parallele Arm (A2) dieDrehachse bildet, wodurch eine zu sich selbst parallele Verschiebung der die Nuten der Schrotwalze dicht abschließenden Sperrfinger (h) erreicht ist.
  2. 2. Ausführungsform der Getreideschrotvorrichtung nach Anspruch ί,' dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Teil (hs) der n0 U-förmigen Sperrfinger innerhalb einer nach ■ außen offenen Kammer (n2) liegen, so daß etwa an den Sperrfingern hängenbleibendes Gut sich nicht an ihnen festsetzt, sondern durch die Kammer aus d,er Maschine treten kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1919346985D 1919-10-19 1919-10-19 Getreideschrotvorrichtung fuer Schrotmuehlen zum Vermahlen von weichem fettigen, aber auch trockenem Gut Expired DE346985C (de)

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