DE3446900C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen der Wendel eines Schneckenbohrers - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen der Wendel eines Schneckenbohrers

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Abstract

Vorrichtung zum Reinigen eines Schneckenbohrers, welcher an einem Bohrturm geführt ist, mit einem höhenverschiebbaren Schneckenputzkörper, der in den Schneckenbohrergang in eine Arbeitsstellung bewegbar ist.

Description

wird. Beginnend von der obersten Bohrwendel wird der Bohrer beim Hochziehen anschließend unter Eingriff der Abslreifwendeln bis zur untersten Bohrerwendel gedreht, wobei das Bohrgut abgestreift wird. Das Führungsrohr wird über einen Rahmen an einem Führungsmast geführt, an welchem auch der Bohrtisch angeordnet ist Da dieses Rohr die gesamte Länge des Bohrers einnehmen muß, damit der Putzkörper in Funktion treten kann, ist ein relativ großer Bereich unterhalb des Bohrtisches nicht zugänglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, welches bei besonders wirkungsvoller Austragung von Bphrgut aus der Schneckenbohrerwendel den Bohryorgang nicht behindert und insbesondere ein Verrohren mit Drehgetrieben ermöglicht Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens anzugeben.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren dadurch gelöst, daß der Schneckenputzkörper in Ruhestellung am Tiefpunkt seiner vertikalen Verschiebestrecke gehalten, dann im Stillstand aus seiner Ruhestellung in die Eingriffstellung mit der Wendel des Schneckenbohrers in deren rückwärtigen Bereich eingeschwenkt, anschließend durch Hochfahren des Schneckenbohrers unter Auflegen auf die Wendel in seine Anfangs-Arbeitsstellung angehoben, danach durch Linksdrehung der Bohrerwendel unter Abtragen des anhaftenden Erdreichs von dieser in seine untere Ausgangsstellung zurückverschoben und abschließend wieder in seine im Bereich seitlich des Schneckenbohrers liegende Ruhestellung zurückgeschwenkt wird.
Für eine Vorrichtung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß für die Ruhestellung des Schneckenputzkörpers der Tiefpunkt seiner vertikalen Verschiebestrecke entlang der Gleitführung am Bohrturm vorgesehen sowie der Bereich zwischen Bohrturm und Schneckenbohrer entlang der Verschiebestrecke des Schneckenputzkörpers von Einbauten freigehalten ist, wobei der Schneckenputzkörper mittels einer ansteuerbaren hydraulischen Einrichtung zwischen seiner Arbeits- und seiner Ruhestellung verschwenkbar ist.
Dadurch, daß erfindungsgemäß ein Schneckenputzkörper in den Schneckenbohrergang, also zwischen die Förderschneiden, bewegbar ist, läßt sich der Schneckenbohrer höchst einfach dadurch reinigen, daß er mit in die Arbeitsstellung bewegtem Schneckenputzkörper gedreht wird. Da der Schneckenputzkörper höhenverschiebbar ist, wird er sich bei der Drehung der Schnecke z. B. nach unten bewegen und dabei das Bohrgut aus den Schneckenbohrergängen entfernen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Schneckenputzkörper eine Ausnehmung auf, welche die Schneckenbohrerwelle teilweise umfaßt. Auf diese Weise ist der Schneckenputzkörper so ausgestaltet, daß er den Schneckenbohrergang weitestgehend durchstreift, so daß keine Bohrgut-Reste hängen bleiben.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist der Schnekkenputzkörper auf einem Schneckenputzerschlitten bewegbar montiert, welcher seinerseits an dem Bohrturm verschiebbar gelagert ist. Die erforderliche Höhenverschiebbarkeit des Schneckenputzkörpers wird in dieser Ausgestaltung der Erfindung durch den am Bohrturm vertikal beweglichen Schneckenputzerschlitten gewährleistet. Da der Schneckenputzerschlitten ständig am Bohrturm verbleiben kann, bleibt die Reinigungsvorrichtung immer am Bohrgerät und braucht nicht gesondert montiert zu werden.
Ferner besteht eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung darin, daß der Schneckenputzerschlitten vertikal mittels eines Teleskoprohres abgestützt bzw. gehalter ist
Alternativ dazu kann es vorteilhaft sein, daß der Schneckenputzerschlitten vertikal durch ein Seil gehalten ist oder daß der Schneckenputzerschlitten vertikal durch eine Kette gehalten ist
ίο Die Ausnehmung des Schneckenputzkörpers wird bevorzugt dadurch weitergebildet, daß die Ausnehmung des Schneckenputzkörpers die Schneckenbohrerwelle bis zur Höhe der Bohrachse umfaßt In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die gesamte Vorrichtung zum Reinigen eines Schneckenbohrers in Richtung zur Bohrschnecke vorzugsweise bei gegebenenfalls eingeklapptem Schneckenputzkörper höchstens bis in den Bereich des äußeren Umfangsrandes der Bohrschnecke reicht, welcher der Reinigungsvorrichtung gegenüberliegt, wobei ein Abstand zur Bohrschnecke eingehalten ist, welcher wenigstens der Wandstärke eines zur Verrohrung dienenden Bohrrohres entspricht. Damit wird eine sehr kompakte Reinigungsvorrichtung vorgeschlagen, die es ermöglicht, daß bei einem in den Boden niedergebrachten, jedoch nach oben noch um eine erhebliche Länge herausstehenden Bohrrohr die Bohrschnecke nach ihrem Herausziehen aus dem Bohrrohr zusammen mit der Reinigungsvorrichtung und dem Bohrturm durch den Oberwagen des Grundgerätes geschwenkt werden kann. Diese Schwenkbewegung ist dann notwendig, wenn das auf der Bohrschnecke befindliche Bohrgut beispielsweise in einen Behälter zum Abtransport abgeworfen werden soll. Mit der Vorrichtung nach der Erfindung ist diese Schwenkbewegung möglich, ohne daß bei einem der Arbeitsvorgänge Bohren, Schwenken oder Auswerfen die Reinigungsvorrichtung in der Höhe am Bohrturm verfahren werden müßte. Es kann jeder Arbeitsvorgang problemlos ausgeführt werden, ohne daß die Reinigungsvorrichtung zu irgendeinem Zeitpunkt hinderlich im Wege steht.
Nachfolgend ist die Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben. Dabei zeigt
F i g. 1 die Vorrichtung zum Reinigen eines Schnekkenbohrers in Arbeitsstellung;
F i g. 2 eine Detailansicht der in F i g. 1 gezeigten Vorrichtung, welche aus der Arbeitsstellung herausgeschwenkt ist und
F i g. 3 eine Draufsicht auf den Schneckenputzkörper.
Gemäß F i g. 1 ist an dem im Ausschnitt gezeigten Bohrturm 10 ein Schneckenputzerschlitten 12 mittels einer Gleitführung 14 vertikal verschiebbar gelagert Der Schneckenputzerschlitten 12 führt also entlang dem Bohrturm 10 eine vertikale Translationsbewegung aus.
Ebenfalls am Bohrturm 10 ist mittels einer Gleitführung 22 der Drehgetriebeschlitten 28 für den Schnekkenbohrer 20 verschiebbar. Am Drehgetriebeschlitten 28 ist der Drehteller 26 für den Schneckenbohrer 20 montiert und trägt die Kellystange 24.
Der Schneckenbohrer 20 weist eine Schneckenbohrerwelle 34 auf, an derem unteren Ende im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Bohrkopf 32 montiert ist. Zwischen den Förderschnecken 42 des Schneckenbohrers 20 bleiben die Schneckenbohrergänge 38 frei, in welchen das Bohrgut durch die entsprechende Drehung der Schneckenbohrerwelle 34 gefördert wird.
Bei der in F i g. 1 gezeigten Arbeitsstellung der Vorrichtung greift der Schneckenputzkörper 16 in den
Schneckenbohrergang 38 ein. Gemäß Fig.3 ist der Schneckenputzkörper 16 etwa plattenförmig ausgebildet und weist an seinem der Schneckenbohrerwelle 34 zugekehrten Ende eine Ausnehmung 36 auf, welche der Schneckenbohrerwelle angepaßt ist, so daß der Schnekkenputzkörper die Schneckenbohrerwelle 34 etwa bis zur Hälfte paßgenau umfängt.
Der plattenförmige Schneckenputzkörper 16 läßt sich gemäß F i g. 2 aus der Arbeitsstellung um die Schwenkachse 44 herausschwenken. Dabei sind zwei Kolben-Zylinder-Anordnungen 18 (nur eine gezeigt) am Schnekkenputzerschlitten 12 montiert, welche hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagbar sind.
Wird die Schneckenputzvorrichtung nicht benötigt, so läßt sie sich also problemlos am Bohrturm 10 unterbringen und kann im Bedarfsfall ohne jegliche zusätzliche Montagearbeiten alleine durch Betätigung der Kolben-Zylinder-Anordnungen in die Arbeitsstellung schwenken. Die Bedienungsperson braucht das Führerhaus des Bohrgerätes nicht zu verlassen.
Im einzelnen erfolgt die Reinigung des Schneckenbohrers wie folgt: Mit der Kellystange 24 wird der Schneckenbohrer 20 aus dem Bohrloch gezogen. Gleichzeitig wird der Schneckenputzkörper 16 mittels der beiden Kolben-Zylinder-Anordnungen 18 hydraulisch ausgefahren. Der sich aufwärts bewegende Schneckenbohrer 20 stößt nunmehr gegen den Schnekkenputzkörper 16 und nimmt diesen mit nach oben. Hierbei werden die beiden Teleskoprohre 30 zusammengeschoben. Sodann wird der Schneckenbohrer 20 in eine Linksdrehung versetzt, wobei sich der Schneckenputzkörper 16 entlang den Schneckenwendeln 42 nach unten bewegt und dabei den Schneckenbohrergang 38 von klebrigem Bohrgut reinigt Nachdem die Schnecke durchgedreht ist, fällt der Schneckenputzkörper 16 ein kurzes Stück frei nach unten und wird dann von den beiden Teleskoprohren 30 abgefangen. Sedann wird der Schneckenputzkörper 16 wieder eingefahren, und ein neuer Bohr-Zyklus kann beginnen.
40
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
45
50
65

Claims (7)

1 2 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis /, Patentansprüche: dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (36) des Schneckenputzkörpers (16) die Schneckenboh-
1. Verfahren zum Reinigen der Wendel eines rerwelle (34) bis zur Höhe der Bohrachse (40) um-Schneckenbohrers von anhaftendem Erdreich, bei 5 faßt
dem ein Schneckenputzkörper parallel zur Drehach- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
se des Schneckenbohrers aufgehängt und vertikal dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Vorrich-
entlang des Bohrturms verschoben wird, wobei der tung zum Reinigen eines Schneckenbohrers (20) in
Schneckenputzkörper von seiner Ruhestellung in Richtung zur Bohrschnecke in seiner Ruhestellung,
die Arbeitsstellung und zurück um eine horizontale io vorzugsweise bei gegebenenfalls eingeklapptem Achse zwischen dem Bereich seitlich des Schnecken- Schneckenputzkörper (16), höchstens bis in den Be-
bohrers und der Eingriffsstellung in die Wendel des reich des äußeren Umfangsrandes der Bohrschnecke
Schneckenbohrers verschwenkt sowie durch links- reicht, welcher der Reinigungsvorrichtung gegen-
drehung des Schneckenbohrers das Erdreich von der überliegend angeordnet ist, wobei ein Abstand zur
Bohrerwendel abgetragen wird, dadurch ge- 15 Bohrschnecke eingehalten ist, welcher wenigstens kennzeichnet, daß der Schneckenputzkörper der Wandstärke eines zur Vorrichtung dienenden
(16) in Ruhestellung am Tiefpunkt seiner vertikalen Bobrrohres entspricht
Verschiebestrecke gehalten, dann im Stillstand aus
seiner Ruhestellung in die Eingriffsstellung mit der
Wendel des Schneckenbohrers (20) in deren rück- 20
wärtigen Bereich eingeschwenkt, anschließend
durch Hochfahren des Schneckenbohrers (20) unter Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen
Auflegen auf die Wendel in seine Anfangs-Arbeits- der Wendel eines Schneckenbohrers von anhaftendem stellung angehoben, danach durch Linksdrehung der Erdreich, bei dem ein Schneckenputzkörper parallel zur Bohrerwendel unter Abtragen des anhaftenden Erd- 25 Drehachse des Schneckenbohrers aufgehängt und vertireichs von dieser in seine untere Ausgangsstellung kai entlang des Bohrturms verschoben wird, wobei der zurückverschoben und abschließend wieder in seine Schneckenputzkörper von seiner Ruhestellung in die im Bereich seitlich des Schneckenbohrers (20) lie- Arbeitsstellung und zurück um eine horizontale Achse gende Ruhestellung zurückgeschwenkt wird. zwischen dem Bereich seitlich des Schneckenbohrers
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens 30 und der Eingriffsstellung in die Wendel des Schneckennach Anspruch 1, mit einem parallel zur Drehachse bohrers verschwenkt sowie durch Linksdrehung des des Schneckenbohrers entlang einer Gleitführung Schneckenbohrers das Erdreich von der Bohrwendel des Bohrturms verschiebbar aufgehängten platten- abgetragen wird.
förmigen Schneckenputzkörper, der zwischen einer Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Ruhestellung seitlich neben dem Schneckenbohrer 35 Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens, mit und einer in die Wendel des Schneckenbohrers ein- einem parallel zur Drehachse des Schneckenbohrers greifenden Arbeitsstellung um eine horizontale Ach- entlang einer Gleitführung des Bohrturms verschiebbar se verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß aufgehängten plattenförmigen Schneckenputzkörper, für die Ruhestellung des Schneckenputzkörpers (16) der zwischen einer Ruhestellung seitlich neben dem der Tiefpunkt seiner vertikalen Verschiebestrecke 40 Schneckenbohrer und einer in die Wendel des Schnekentlang der Gleitführung (14) am Bohrturm (10) vor- kenbohrers eingreifenden Arbeitsstellung um eine horigesehen sowie der Bereich zwischen Bohrturm (10) zontale Achse verschwenkbar ist.
und Schneckenbohrer (20) entlang der Verschiebe- Bekanntlich finden Schneckenbohrer bei der Herstelstrecke des Schneckenputzkörpers (16) von Einbau- lung von Trägerbohrungen, Pfahlbohrungen, Brunnen, ten freigehalten ist, wobei der Schneckenputzkörper 45 Schächten, usw. Verwendung.
(16) mittels einer ansteuerbaren hydraulischen Ein- In einem Schneckenbohrer wird das gelockerte Bohrrichtung (18) zwischen seiner Arbeits- und seiner gut durch die Rotation der Schnecke aufwärts gefördert Ruhestellung verschwenkbar ist und somit aus dem Bohrloch entfernt Allerdings kön-
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn- nen bei der Förderung des Bohrgutes durch die Schnekzeichnet, daß der Schneckenputzkörper (16) eine 50 ke Schwierigkeiten auftreten, weshalb es häufig erfor-Ausnehmung (36) aufweist, welche in der Arbeits- derlich ist, bei Schneckenbohrungen den Bohrvorgang Stellung die Schneckenbohrerwelle (34) teilweise zu unterbrechen und die Schnecke aus dem Bohrloch umfaßt. herauszuziehen. Insbesondere bei lehmigen, klebrigen
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch Böden verstopft das Bohrgut die Schnecke und muß gekennzeichnet, daß der Schneckenputzkörper (16) 55 deshalb entfernt werden.
auf einem Schneckenputzerschlitten (12) bewegbar Aus der US-PS 35 81 833 ist eine Vorrichtung zum
montiert ist, welcher am Bohrturm (10) verschiebbar Reinigen der Wendel eines Schneckenbohrers bekannt,
gelagert ist. Dort ist unterhalb des Bohrtisches ein Rohr angebracht,
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn- welches den Schneckenbohrer nach dem vollständigen zeichnet, daß der Schneckenputzerschlitten (12) ver- 60 Herausziehen aus dem Bohrloch aufnimmt. Auf diesem tikal mittels eines Teleskoprohres (30) abgestützt Rohr sitzt koaxial ein Führungsrohr der Abstreifvor- bzw. gehalten ist. richtung, welches beispielsweise mit einer Kette am
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn- Bohrtisch aufgehängt ist. Am Führungsrohr sind zwei zeichnet, daß der Schneckenputzerschlitten (12) ver- sich gegenüberliegende Abstreifwendeln in der Weise tikal durch ein Seil gehalten ist. 65 gelagert und durch eine Zugfeder miteinander verbun-
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn- den, daß sie durch die Kraft der Zugfeder nach innen in zeichnet, daß der Schneckenputzerschlitten (12) ver- den Weg der Bohrwendel schwenken, sobald das Fühtikal durch eine Kette gehalten ist. rungsrohr nach unten an das Ende des Rohres gefahren
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