DE3441269C2 - Verfahren zur Lokalisierung von Störern durch Veränderung der Sekundärkeulen des Strahlungsdiagrammes - Google Patents
Verfahren zur Lokalisierung von Störern durch Veränderung der Sekundärkeulen des StrahlungsdiagrammesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In EP 0 014 650 B1
ist ein solches Verfahren beschrieben, welches
es ermöglicht, die Störwirkungen von Störsendern zu
eliminieren, welche gegen eine Radarantenne senden,
deren Hauptausrichtung versetzt gegenüber die Anten
ne und Störer verbindende Gerade ist. Dieses Verfahren
beruhte auf der Tatsache, daß durch Verwendung eines
zweckmäßig aufgebauten und zweckmäßig gesteuerten
vor der Antenne angeordneten Filters es möglich war,
die Amplitude der Sekundärkeulen des Strahlungsdia
gramms der Antenne zu modulieren, indem man insbe
sondere "Einbuchtungen" erzeugte, die im Winkel be
züglich der Ausrichtung der Antenne verschoben wer
den konnten. Indem man die Richtung der Einbuchtun
gen mit der Senderichtung des Störers (bezogen auf die
Antenne) zusammenfallen läßt, war es so möglich, den
Störeffekt aufzuheben.
Die gleiche Patentschrift beschreibt ein Verfahren,
das es ermöglicht, auf konsequentem Wege
die Lage eines Störers zu ermitteln, indem
man den Augenblick bestimmte, wo die Störung zu kei
ner merklichen Verwirrung mehr führte. Eine solche
Suche mittels "Negativeffekt" ist relativ delikat und we
nig genau, insbesondere aufgrund des Niveaus des Rest
geräusches der Antenne.
In EP 0 076 760 A1
ist ein Filter beschrieben, welches es ermög
licht, die Hemm- oder Inhibitionswirkung der Störer auf
jede UHF-Antenne mit beliebiger Polarisationsrichtung
zu verallgemeinern, während nach der genannten
EP 0 014 650 B1 die Abschwächung
nur in dem Ausmaß möglich war, in dem die UHF-An
tenne eine linear polarisierte Welle aussandte. In der
jüngeren Patentanmeldung ist jedoch dieses besondere
Verfahren für Suche und Bestimmung der Lage eines
Störers nicht beschrieben; man muß für diese Suche auf
das Verfahren mittels "Negativeffekt" vor der genann
ten Anmeldung zurückgreifen.
Alle die oben beschriebenen adaptiven UHF-Filter
arbeiten auf Transmission, d. h. sind "transparent" bei
Emission und "modulierend" für die Sekundärkeulen des
Bündels der Antenne bei Empfang. Da sie auf Transmis
sion arbeiten, müssen die Filter vor dem Sender ange
ordnet werden, d. h. zwischen Sender und dem betrach
teten Volumen des Raums, was manchmal zu schwer zu
lösenden Beschränkungen beim Einbau der Einrichtung
führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
Suche und
Bestimmung der Lage eines Störers zu verbessern und zu er
leichtern.
Diese Aufgabe wird durch die im
Patentanspruch 1
angegebenen
Merkmale gelöst.
Auf diese Weise ist es möglich, ohne eine merkliche
Verformung des Bündels bei Emission einzuführen, in
der gewünschten Weise bei Empfang gewisse Strah
lungssekundärkeulen zu verformen und es so beispiels
weise möglich zu machen, Störungen zu suchen und/oder
aufzuheben, wie genauer aus der folgenden Be
schreibung hervorgeht.
Das Verfahren nach der Erfindung läßt sich
zum Suchen von Störern verwenden. In diesem
Falle läßt man das Verteilungsgesetz der
Stromstärken in den Drähten oder das räumliche Filter
bildenden Netzen derart variieren, daß längs des gesamten
Empfangsdiagramms der Antenne ein "Buckel" (Steigerung)
einer Sekundärkeule verschoben
wird, bis man Geräuschmaxima am Strahlungsdia
gramm der Antenne erhält. Man bestimmt dann in je
dem Augenblick die Lage der "Buckel", die diesen Ma
xima entsprechen und nimmt sie auf und leitet sofort die
Richtung der Störer hiervon ab.
Um den Effekt eines Störers zu eliminieren, genügt es
also, die Sekundärkeule des Strahlungsdiagramms der
Antenne zu annulieren, welche sich in Richtung des Stö
rers befindet, und zwar durch eine Wahl des geeigneten
Verteilungsgesetzes der Ströme in den Drähten des
oder der das Raumfilter bildenden Netze.
Vorzugsweise umfaßt das aktive Filter zwei konju
gierte Netze leitender gebrochener Leitungen,
die aus leitenden Drahtabschnitten gebildet sind, die in
Reihe angeordnet sind und mit variablen Widerständen
wie Dioden besetzt sind, wobei diese Leitungen mit
Strömen variabler und modulierbarer Stärke von der
einen Leitung zur folgenden über einen elektronischen
Schalter gespeist sind und diese Leitungen von einem
Netz zum anderen derart angeordnet sind, daß die zu
jedem Netz gehörenden Abschnitte sich kreuzen und
verblockt sind, ohne daß ein elektri
scher Kontakt von einer Leitung des Netzes zur be
nachbarten Leitung des anderen Neues vorhanden wä
re und die Leitungen aus im wesentlichen gleichen auf
einanderfolgenden Drahtabschnitten bestehen, die ent
sprechend einer im wesentlichen kontinuierlichen
Krümmungsfläche, die im wesentlichen orthogonal von
einem Abschnitt zum nächsten ist, angeordnet sind und
jedes Netz durch eine Familie solcher im wesentlichen
paralleler Leitungen gebildet ist, die unter im wesentli
chen konstantem Abstand von einer Leitung zur näch
sten angeordnet sind. Geht man so vor, so ist das Filter
unabhängig von der Polarisationsrichtung der ausge
sandten und/oder von der Antenne empfangenen Hyp
erfrequenzwelle aktiv, was offensichtlich ein großer
Vorteil ist, wenn es sich insbesondere darum handelt, die
Störeffekte von Störsendern zu eliminieren, welche mit
beliebiger Polarisation senden.
Bevorzugt
wird das Filter durch ein Netz gebildet, welches
zwei Teilnetze mit im wesentlichen parallelen Reihen
von Drähten oder leitenden Drahtabschnitten aufweist,
welche jeweils längs einer allgemeinen örtlichen Rich
tung X und einer allgemeinen im wesentlichen orthogo
nalen Richtung Y derart gerichtet sind, daß ein Netz aus
Gittermaschen gebildet wird. Diese Drähte sind stellen
weise durch Elemente regelbaren variablen Widerstan
des unterbrochen, wie insbesondere durch Dioden. Auf
diese Weise wird der Aufbau der beiden Netze, die sich
kreuzen und ein Netz aus Quadratmaschen bilden, ver
einfacht; ein solches Netz kann leicht jeder gewünsch
ten Krümmung angepaßt werden.
Die Erfindung
soll nun mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert werden. Diese zeigen in
Fig. 1 schematisch das Arbeitsprinzip eines auf Refle
xion arbeitenden adaptiven räumlichen Filters;
Fig. 2 perspektivisch und schematisch den Aufbau ei
nes räumlichen reflektierenden Filters zur Verwendung bei der Erfin
dung;
Fig. 3 schematisch in der Draufsicht ein modifiziertes
Filter, welches vorteilhaft verwendet werden kann;
Fig. 4 wie Fig. 3 ein anderes modifiziertes Filter;
Fig. 5 wie die Fig. 3 und 4 eine bevorzugte Ausfüh
rungsform eines Netzes, bestehend aus zwei Filter bil
denden Teilneuen, die erfindungsgemäß Verwendung
finden können; und die
Fig. 6 und 7 Diagramme, welche die Anwendung
des Verfahrens auf die Erfassung und Aufhebung der
Störeffekte erläutern.
In Fig. 1 ist bei 1 die Oberfläche des Reflektors be
zeichnet, an dem die Ultrahochfrequenzwelle 2 reflek
tiert wird, die, nach Reflexion, auf die (in den Zeichnun
gen nicht dargestellte) Quelle zurückgeschickt wird. Im
allgemeinen ist die Oberfläche des Reflektors konkav,
beispielsweise von parabolförmiger Gestalt, um die
Welle zurückzuschicken, die im Brennpunkt des Para
boloids, wo die Sender-Empfängerquelle der Antenne
angeordnet ist, empfangen wurde.
Die vom Reflektor 1 reflektierte Welle wird, wie bei 3
angegeben, zurückgesandt. Erfindungsgemäß
ordnet man vor dem Reflektorfeld 1 (dieses kann durch eine
metallische oder metallisierte Fläche gebildet sein) ein
räumliches adaptives Hyperfrequenzfilter 4 an, von dem
weiter unten mehrere Ausbildungsbeispiele beschrie
ben werden. Dieses Filter 4 ist derart gesteuert, daß bei
der Sendeperiode der Antenne es praktisch bezogen auf
das Emissionsbündel des Senders der Antenne "transpa
rent" wird, während im Augenblick des Empfangs durch
den Empfänger eine gewisse Modulation der Amplitude
der Sekundärkeulen des Strahlungsdiagramms der An
tenne eingeführt wird. Fig. 1 ist so gezeigt, daß die vom
Reflektor 1 empfangene Welle 2 nach Reflexion am
Reflektor 1 verformt wurde und zweimal das Filter 4
durchsetzt hat. Die Verformung der Welle stellt sich dar
als eine Modulation der in der Zeichnung aufgezeichne
ten Amplitude.
Das Filter 4 ist unter einer im wesentli
chen gleichen Entfernung von λ/4 zur Oberfläche des
Reflektors 1 angeordnet, zudem es parallel ist; λ ist die
mittlere Wellenlänge des von der Antenne behandelten
UHF-Bündels.
Nach der vereinfachten Darstellung der Fig. 2 ist das
Filter 4 1, wie in EP 0 014 650 B1 beschrieben,
aufgebaut aus einem Netz paralleler leitender Drähte,
die mit Dioden besetzt sind, welche parallel zum elektri
schen Feldvektor der dieses Bündel durchsetzenden
UHF-Welle gerichtet sind.
Unter diesen Bedingungen und unter Einhalten der
verschiedenen in der oben genannten Patentschrift er
wähnten Konstruktionsdaten, insbesondere entspre
chend dem Abstand der Drähte untereinander, dem Ab
stand der Dioden auf den Drähten etc. wird es möglich,
eine Modulation, bei Empfang, der Sekundärkeulen des
Strahlungsdiagramms der Antenne zu erhalten, indem
man in entsprechender Weise die elektrischen die Dräh
te des Netzes 4 1 durchsetzenden Ströme moduliert.
Genauer, wenn man will, daß das Netz 4 1 "transpa
rent" wird (beim Senden der Antenne), sorgt man für die
Steuerung der Stromspeisung mit starken Strömen, bei
spielweise in der Größenordnung von 10 Milliamperes,
der verschiedenen Drähte des Netzes, wobei die UHF-
Welle in diesem Fall das Netz 4 1, sowohl vor wie nach
der Reflexion am Reflektor 1, durchsetzt, ohne daß eine
beachtliche Modifikation des Bündels aufträte. Im Au
genblick der Empfangsperioden der Signale dagegen
moduliert man die die verschiedenen Drähte des Netzes
durchfließenden Ströme nach einem bestimmten Vertei
lungsgesetz, wobei man in den verschiedenen Drähten
unterschiedliche Ströme fließen läßt, die von etlichen
Mikroamperes zu etlichen Milliamperes reichen, derart,
daß die nachgesuchte Modulation der Sekundärkeulen
des von der Antenne empfangenen Bündels hervorgeru
fen wird.
Genauer hat man in Fig. 6 gestrichelt das Strahlungs
diagramm beim Senden der Antenne dargestellt, das
praktisch keine Störung durch Einführung des Netzes 4 1,
erfährt, wenn sämtliche Drähte-Dioden dieses Netzes
von starken sämtlich gleichen Strömen durchflossen
werden, beispielsweise von etlichen 10 Milliamperes.
Auf den Abszissen sind die Winkel und auf den Ordina
ten die Amplituden in Dezibel der verschiedenen Keu
len aufgetragen, wobei die Mittelkeule als auf den Win
kel Θ = null gerichtet angenommen wird. Bei der Emp
fangsperiode wird das Filter 4 1 von modulierten Strö
men gesteuert; jeder Draht des Netzes wird von einem
Strom gegebener Stärke durchflossen, der zwischen et
lichen Mikroamperes und etlichen Milliamperes liegt,
die Kurve stört, und zwar im wesentlichen auf dem Ni
veau der Sekundärkeulen der Antenne, welche verformt
werden, wie durch die in ausgezogenen Linien in der
gleichen Fig. 6 gezeigte Kurve angegeben ist (die
Hauptkeule ist nicht merklich beim Zeichnungsmaßstab
beeinflußt).
Man stellt auf der Kurve in ausgezogenen Linien der
Fig. 6 fest, daß man so zwei "Buckel"
der Sekundärkeulen für Winkel Θ
erhalten hat, die jeweils gleich -50° und +50° betra
gen.
Für eine geeignete Modulation dieser Amplituden
modulation der Ströme kann man die "Buckel" genauso
verschieben wie man die "Einbuchtungen" auf
jeder Seite des Winkels Θ = 0° verschieben kann, derart,
daß man die gewünschten Sekundärkeulen der Antenne
verstärken oder abschwächen kann.
Will man die Verstärkung der "Keulen" begünstigen,
so sorgt man für eine sehr starke Modulation der Ampli
tude, derart, daß man eine Zunahme von wenigstens 10
bis 15 Dezibel verschiedener Sekundärkeulen erreichen
kann. Geht man so vor, so ist dies sehr nützlich, wenn
man einen Störsender suchen will.
So ist beispielsweise - Fig. 7 - der "Buckel", der sich
bei -50° befindet, gegen den Winkel von -45° ver
schoben. Wenn ein Störer B in dieser Richtung sich
befindet, so gibt das relativ erhöhte Niveau des Buckels
ein sehr starkes Störsignal, welches es ermöglicht, sofort
den Wert des betrachteten Winkels Θ zu bestimmen.
Dieser ist bekannt, da er direkt vom bekannten ans Fil
ter gelegten Modulationsgesetz abhängt. Von diesem
Moment an genügt es, wenn man den Effekt des Störers
aufheben will, die Modulationssteuerung des Filters der
art zu schalten, daß man im Empfangsdiagramm der
Antenne für diesen Winkel Θ die entsprechende Ein
buchtung erzeugt. Diese wird vorzugsweise, ausgehend
von einer geringen Modulation der Amplitude, erzeugt,
derart, daß die von der Antenne empfangenen "Boden
geräusche" auf ein Minimum reduziert werden.
Das in Fig. 2 beschriebene Filter 4 1 ermöglicht je
doch, wie oben erwähnt, nur die linear polarisierten
UHF-Wellen zu behandeln.
Will man jede beliebige Welle in einer beliebigen Po
larisationsrichtung behandeln, so kann man ein Filter 4 2
von dem in Fig. 3 dargestellten Typ verwenden, dessen
Aufbau in der genannten EP 0 076 760 A1 beschrieben
ist. Hierzu sei in Erinnerung gerufen, daß das Filter 4 2
durch eine Trägerfolie aus einem dielektrischen Materi
al 11 gebildet wird, welches auf der einen Seite (in aus
gezogenen Linien dargestellt) gebrochene leitende Lei
tungen L1, L2 etc. trägt, die jeweils aus leitenden
Drahtabschnitten gebildet sind, wie sie mit 12 1, 13 1, 14 1
. . . 12 2, 13 2, 14 2 . . . bezeichnet sind, die jeweils die Diode
D tragen. Die aufeinanderfolgenden Abschnitte sind im
wesentlichen orthogonal derart angeordnet, daß die all
gemeinen Richtungen der Leitungen wie L1, L2 etc.
gerade parallele Leitungen x1, x2, ... sind.
Auf der anderen Seite der Folie aus dielektrischem
Material 11 ist symmetrisch ein konjugiertes Netz von
leitenden Leitungen (diskontinuierlich gezeigt) 1 1, 1 2 etc.
angeordnet, die im wesentlichen symmetrisch derart
ausgerichtet sind, daß jeder Abschnitt wie 22 1, 23 1, 24 1
. . . 22 2, 23 2, 24 2 . . . der Leitungen 1 1, 1 2... sich (ohne
elektrischen Kontakt) im wesentlichen orthogonal be
zogen auf homologe benachbarte Abschnitte der konju
gierten Leitung L1, L2... verblockt.
Offensichtlich haben die Leitungen 1 1, 1 2... die
gleiche allgemeine Richtung x1, x2... wie die konjugier
ten Leitungen L1, L2...; die Mitten der orthogonalen
Abschnitte der Drähte schneiden sich genau auf den
Linien x1, x2...
Soll das Feld transparent sein, insbesondere bei Sen
debetrieb der Antenne, so läßt man in jeder Leitung L1,
L2 . . . 1 1, 1 2 . . . erhebliche Ströme in der Größenordnung
von mehreren Milliamperes, die sämtlich gleich sind,
fließen und die benachbart den Sättigungsströmen der
Dioden sind. Unter diesen Bedingungen führt das unter
einem Abstand λ/4 zum Reflektor 1 angeordnete Filter
nur zu einer geringen gleichförmigen Phasenverschie
bung in der Größenordnung von etlichen Grad.
Bei Empfang werden die verschiedenen Ströme, wel
che die konjugierten Leitungen der beiden Netze durch
fließen, mittels eines elektronischen nicht dargestellten
Schalters als Funktion des Abschwächungs- oder Ver
stärkungseinflusses, den man von der einen oder ande
ren Sekundärkeule erhalten will, moduliert. Die Tatsa
che der Verwendung zweier gekreuzter konjugierter
Netze aus leitenden (gebrochenen) Leitungen, die von
den gleichen Strömen durchflossen sind, ermöglicht eine
Abschwächung oder Verstärkung der Sekundärkeule in
der bestimmten Richtung unabhängig von der Polarisa
tionsrichtung der empfangenen Welle.
Nach der in Fig. 4 gezeigten Variante des Filters 4 3
besteht dieser Filter aus zwei Filtern, die gleich denen
der Fig. 3 sind und die gegeneinander in im wesentli
chen orthogonalen Orientierungen angeordnet sind. In
einer solchen Anordnung kann die Suche nach dem Ort
eines Störers unmittelbar hinsichtlich Lage und Höhe
nach dem gleichen Verfahren, wie vorher mit Bezug auf
die Fig. 6 und 7 beschrieben, erfolgen.
Nach der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsvariante
besteht das Filter 4 aus Unterfiltern aus mit Dioden
besetzten Drähten oder Drähten-Dioden, die einander
zugeordnet sind und jeweils entsprechend einer allge
meinen Richtung X und einer allgemeinen orthogonalen
Richtung Y ausgerichtet sind.
Praktisch kann man auf ein und der gleichen Fläche
einer Trägerplatte aus einem plastischen Material ge
eigneter Qualität (nicht dargestellt), beispielsweise in
der Technik der gedruckten Schaltungen ein Gitter aus
Quadratmaschen mit der Seitenlänge λ/2 herstellen, wo
bei λ die mittlere Länge der durch die Antenne behan
delten elektromagnetischen Welle ist. Jeder Knoten des
Gitters ist von einem leitenden metallischen Plättchen in
der allgemeinen Form einer Ringpastille besetzt. Jede
Pastille selbst ist in zwei Halbpastillen unterteilt, die
jeweils mit Ps (oberes horizontal schraffiertes Plätt
chen) und Pi (unteres vertikal schraffiertes Plättchen)
unterteilt, die elektrisch voneinander über ein Intervall
oder eine Unterbrechung geteilt sind.
Ausgehend von diesen Plättchen wird es möglich, die
Stromspeisung sämtlicher Abschnitte der Drähte zu
realisieren, welche zu je zwei jedes benachbarten Plätt
chen auf der einen Seite ein und der gleichen Träger
platte derart verbinden, daß, wenn man das Netz des
Filters 4 4 über einen seiner Zweige - links in der Figur
- (+) speist und den Strom am anderen Zweig -
rechts in der Figur - (-), sammelt, es möglich wird,
jeden mit einer Diode besetzten Gittermaschenab
schnitt zu speisen. In der Figur ist, um den Verlauf bes
ser verfolgen zu können, ein kontinuierlicher Stromweg
entlang der Linie X3, X'3 eingezeichnet.
Werden sämtliche Drähte des Netzes von starken und
gleichen Strömen durchflossen, so wird das Filter 4 4
transparent. Wenn die die verschiedenen Leitungen X1,
X2, X3 durchfließenden Steuerströme in zweckmäßiger
Weise moduliert werden, so erhält man die entspre
chend gewünschte Modulation hinsichtlich Verstärkung
und/oder Abschwächung der Sekundärkeulen des Emis
sionsbündels der Antenne. Aufgrund von Gitterma
schen des Netzes mit einer Breite von λ/2 arbeitet das
Filter unabhängig von der Polarisationsrichtung des von
der Antenne empfangenen UHF-Signals. Im übrigen
kann ein solches Gitter mit solchen Ringpastillen an
jedem Knoten des Gitters unmittelbar geformt werden,
um jeder dem Reflektor 1 gegebenen Krümmung folgen
zu können.
Claims (2)
1. Verfahren zur Lokalisierung von Stö
rern durch Veränderung der Sekundärkeulen
des Strahlungsdiagramms einer mit einem Reflektor verse
henen Ultrahochfrequenzantenne,
wobei der Sende- bzw. Empfangsstrahl ein Filter durch
läuft, das aus wenigstens einem Netz aus leitenden Drähten
besteht, die mit durch Dioden gebildeten Widerständen besetzt
sind, deren Werte kontinuierlich als Funktion der Stärke
der sie durchfließenden Ströme variieren, wobei man während
der Sendeperiode der Antenne derart gleich große Ströme in sämtli
chen Drähten fließen läßt, daß das Antennenstrahlungsdia
gramm durch das Vorhandensein des Filters nicht wesentlich
gestört wird, und wobei man während der Empfangsperiode der
Antenne in den Drähten jeweils derart ungleich große Ströme fließen
läßt, daß über das Netz hinweg räumliche Stromverteilungen
hervorgerufen werden, welche unter Abschwächung, Aufhebung oder
Steigerung die Sekundärkeulen des Antennendiagramms in ge
wünschter Weise verändern, dadurch gekennzeichnet, daß man
das Verteilungsgesetz der Stromstärken in den Drähten des
oder der das räumliche, in einem Abstand von einem Viertel
der mittleren Wellenlänge λ der elektromagnetischen Antennen
strahlung vor der Oberfläche des Reflektors ange
ordnete Filter (4) bildenden Netze derart variieren läßt, daß
entlang des gesamten Empfangsdiagramms der Antenne ein
Buckel (Steigerung) der Sekundärkeulen verscho
ben wird, bis man Rauschmaxima auf dem Strahlungsdiagramm der
Antenne erhält, und daß dann die Lage der
Buckel entsprechend diesen Maxima bestimmt und aufgenommen
wird und hieraus unmittelbar die Richtung der Störer abgelei
tet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß zur Eliminierung des Ef
fekts eines in Richtung zur Antenne sendenden Störers
die Sekundärkeule des Strahlungsdia
gramms der Antenne annulliert wird, die sich in Richtung des
Störers befindet, und zwar durch die Wahl des Verteilungsge
setzes der geeigneten Ströme in den Drähten des oder der das
räumliche Filter (4) bildenden Netze.
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