DE3428603C2 - Verfahren zur Prüfung der Kennzeichenumsetzer-Multiplexer in einer PCM-Uebertragungsstrecke und Prüfanordnung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Prüfung der Kennzeichenumsetzer-Multiplexer in einer PCM-Uebertragungsstrecke und Prüfanordnung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Das Verfahren gestattet es, von einer digitalen Vermittlungsstelle aus Kennzeichenumsetzer-Multiplexer (KM1, ...) zu prüfen, die einerseits an eine PCM-Strecke (PL1, ...) und andererseits an eine Analogvermittlungsstelle (L11, ...) angeschlossen sind. Zu diesem Zweck werden von einer Testeinrichtung (ATE) aus Steuersignale an einen PCM-Übertragungskanal (PLJ; PLN) abgegeben, der durch ein Koppelnetz (SN) vermittelt wird und als Steuerkanal arbeitet. Mit Hilfe der Steuersignale wird zwischen einer Prüfeinrichtung (PE) und der Testeinrichtung (ATE) eine Verbindung hergestellt, die jeweils über einen beliebigen zu prüfenden Anschluß eines Kennzeichenumsetzer-Multiplexers geführt wird.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prüfung der Kennzeichenumsetzer-Multiplexer in einer PCM-Übertragungsstrecke nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie eine Prüfungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens.
- Moderne volldigitale Vermittlungssysteme sind durch eine einfache modulare Gliederung in periphere Leitungsanschlußgruppen (Line Trunk Group), Koppelnetz (Switching Network) und Koordinationsprozessor (Coordination Processor) gekennzeichnet. Ein solches elektronisches Wählsystem ist beispielsweise aus der Zeitschrift "telcom report 4 (1981) - Beiheft Digitalvermittlungssystem EWSD", S. 28 (28-32) bekannt. Ein derartiges System ermöglicht in übersichtlicher Weise, die einzelnen Systemkomponenten einfach untereinander zu verkabeln, indem zwischen jeder Leitungsanschlußgruppe und dem Koppelnetz jeweils nur eine einzige Punkt-zu-Punkt-Verbindung besteht. Solche volldigitalen Vermittlungssysteme müssen indessen oft mit Analogzentralen zusammenarbeiten. Zu diesem Zweck werden spezielle Kennzeichenumsetzer-Multiplexer eingesetzt, die den Anschluß der Analogvermittlungsstellen oder der analogen Leitungen an die PCM-Anschlüsse der digitalen Vermittlungsstellen erlauben. Derartige Kennzeichenumsetzer-Multiplexer sind beispielsweise aus dem Buch "Neue PCM-Meßgeräte" von Prof. J. Sommer, Fachverlag Schiele & -Schön GmbH, Berlin, Seite 43, bekannt. Die bekannten Systeme werden dem Bedürfnis, die richtige Arbeitsweise der dazu benötigten Kennzeichenumsetzer und Multiplexer zwecks präventiven und korrektiven Unterhalts zu überprüfen noch nicht gerecht, sofern sie über keine automatischen Prüfeinrichtungen (Director/Responder) verfügen (Vgl. ATME2 nach CCITT, Fasc. IV.4.O.22, 1981, S. 7 bis 22).
- Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit dem die Prüfung der richtigen Arbeitsweise der Kennzeichenumsetzer und Multiplexer zwecks präventiven und korrektiven Unterhalts möglich ist sowie eine Prüfanordnung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das im Anspruch -1 angegebene Verfahren sowie durch die im Anspruch 3 angegebene Prüfanordnung gelöst. Ein solches Verfahren gestattet es in vorteilhafter Weise, an eine PCM-Strecke angeschlossene Kennzeichenumsetzer-Multiplexer von einer digitalen Vermittlungsstelle aus zu prüfen.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
- Die Erfindung wird nachfolgend durch Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1, 2, 3 die schematische Darstellung verschiedener möglicher Verbindungen zwischen digitalen und analogen Vermittlungsstellen und
- Fig. 4 die schematische Darstellung einer Anordnung mit einer Kennzeichenumsetzer-Multiplexer-Einheit zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
- In Fig. 1 ist eine Analogvermittlungsstelle AV dargestellt, die anschlußseitig über je eine Anzahl n analoger Verbindungsleitungen jeweils mit den entsprechenden Anschlüssen mehrerer Kennzeichenumsetzer-Multiplexer KM 1, . . . KMN verbunden ist, deren PCM-Ausgänge jeweils über einzelne PCM-Leitungen P 1, . . . pN an die PCM-Schnittstellen einer Digitalvermittlungsstelle VST angeschlossen sind.
- Die N Kennzeichenumsetzer-Multiplexer KM 1, . . . KMN bilden die Kennzeichenumsetzer-Multiplexer-Einheit KME.
- In Fig. 2 ist eine PCM-Strecke dargestellt, die aus einer oder mehreren Reihenschaltungen einer n-fachen kurzen Analogleitung, einer Kennzeichenumsetzer-Multiplexer-Einheit KMA und einer langen gegebenenfalls mit Regeneratoren und/oder Entzerrern versehenen PCM-Leitung bestehen kann und die eine Analogvermittlungsstelle AVL mit der PCM-Schnittstelle einer Digitalvermittlungsstelle DV verbindet.
- In Fig. 3 ist eine Digitalvermittlungsstelle DV 1 dargestellt, die über die Reihenschaltung einer Kennzeichenumsetzer-Multiplexer-Einheit KMC, einer n-fachen analogen Verbindungsleitung und einer Kennzeichenumsetzer-Multiplexer-Einheit KMD mit der PCM-Schnittstelle einer digitalen Gegenstelle DV 2 verbunden ist.
- Die Arbeitsweise der Kennzeichenumsetzer-Multiplexer in derartigen Verbindungen zwischen Analog- und Digitalvermittlungsstellen ist an sich bekannt und wird daher nicht näher beschrieben.
- Die Kennzeichenumsetzer-Multiplexer-Einheit KME nach Fig. 4 umfaßt N einzelne Kennzeichen-Multiplexer KM 1, KM 2, . . . KMN mit je n Prüfteilschaltungen PT 11, . . . PT 1 n, PT 21, . . . PT 2n, . . . PTN 1, . . . PTNn, von denen in Fig. 4 nur ein Teil PT 111 für eine Ader der Prüfteilschaltung PT 11 dargestellt ist. Die Prüfteilschaltungen PT 11, . . . PT 1 n bilden eine Prüfanschaltung PA 1, die Prüfteilschaltungen PT 2, . . . PT 2 n eine Prüfanschaltung PA 2 usw. Die Einheit KME weist zudem eine Prüfeinrichtung PE und eine Steuerschaltung ST auf, die untereinander verbunden sind. Die Prüfteilschaltung PT 11 weist pro Ader, z. B. A 111, einem Umschalter U und einen Schalter S auf. Durch die Umschalter U ist eine Verbindung eines Anschlusses der Schaltung KM 1 entweder mit der Ader A 111 der analogen Leitung L 11 (Umschalter U in Position 1) oder mit einem Anschluß der Prüfeinrichtung PE (Umschalter in Position 2) herstellbar.
- Die Ader A 111 ist zudem über den Schalter S mit einem weiteren Anschluß der Prüfeinrichtung PE verbindbar. Da eine Leitung eine Anzahl m Adern aufweist, sind der Schalter S und der Umschalter U jeweils mit m gleichzeitig schaltenden Einzelkontakten ausgerüstet. Dabei ist die Position 2 des Umschalters U an sogenannte Verdrahtungsvielfache P 1, P 2 angeschlossen, mit denen auch die anderen in Fig. 2 nicht dargestellten Prüfanschaltungen PA 2, . . . entsprechend verbunden sind. Die Leitung zwischen dem Schaltrer S und Prüfeinrichtung PE ist mit weiteren Verdrahtungsvielfachen Q 1, Q 2 verbunden, mit denen auch die anderen in Fig. 2 nicht dargestellten Prüfanschaltungen PA 2, . . . entsprechend verbunden sind. Die n analogseitigen Anschlüsse eines Kennzeichenumsetzer-Multiplexers, z. B. KM 1, sind mit den entsprechenden Anschlüssen einer Prüfanschaltung, z. B. PA 1, verbunden. Jede Prüfanschaltung weist je n m-fache Umschalter U und Schalter S auf, wobei die Steuerschaltung ST die Umschalter U und die Schalter S einer Prüfanschaltung unabhängig voneinander steuern kann.
- Von den N Kennzeichenumsetzer-Multiplexern KM 1, KM 2, . . . KMN der Einheit KME sind aus Sicherheitsgründen mindestens zwei beliebige, z. B. KMJ, KMN ausgewählt, die über Verbindungen BJ bzw. BN mit der Steuerschaltung ST verbunden sind. Über jeweils eine dieser Verbindungen BJ bzw. BN sind Steuerdaten zwischen den Elementen KMJ bzw. KMN und ST austauschbar.
- In der Vermittlungsstelle VST sind Leitungsanschlußgruppen LG 1, . . . LGJ, . . . LGN, vorhanden, die einerseits jeweils über eine PCM-Leitung PL 1, . . . PLJ, . . . PLN mit je einem digitalseitigen Anschluß eines Kennzeichenumsetzer-Multiplexers KM 1, . . . KMJ, . . . KMN, und andererseits mit einem Koppelnetz SN verbunden sind. Die Vernittlungsstelle VST umfaßt zudem eine Leitungsanschlußgruppe LG mit integrierter automatischer Testeinrichtung ATE. Diese Leitungsanschlußgruppe LG kann entweder über das Koppelnetz SN, die Leitungsanschlußgruppe LGJ und den Kennzeichenumsetzer-Multiplexer KMJ oder über das Koppelnetz SN, die Leitungsanschlußgruppe LGN und den Kennzeichenumsetzer-Multiplexer KMN mit der Steuerschaltung ST Steuerdaten austauschen. Die Testeinrichtung ATE wird über eine Bedienungsstelle BS bedient.
- Die Prüfanordnung nach Fig. 4 funktioniert folgendermaßen:
- Die Steuersignale gelangen von der Testeinrichtung ATE über einen über die Elemente LG, LGN, die PCM-Leitung PLN und den Kennzeichenumsetzer-Multiplexer KMN geführten Steuerkanal oder über einen über die Elemente ATE, LG, LGJ, die PCM-Leitung PLJ und den Kennzeichenumsetzer-Multiplexer KMJ geführten Steuerkanal zur Steuerschaltung ST.
- Gemäß den CCITT-Normen (Fasc. III.3 - Rec. G 732) sind im Überrahmenmeldewort des 16. und im Rahmenmeldewort des 0. Zeitschlitzes einige Bits unbenutzt. Bei der Prüfung der Kennzeichenumsetzer-Multiplexer können vorzugsweise eines oder mehrere von diesen Bits gebraucht werden, um diese Steuerkanaäle in der PCM-Leitung PLJ bzw. PLN zu bilden. Die beiden Kennzeichenumsetzer-Multiplexer KMJ, KMN arbeiten sonst völlig normal mit den angeschlossenen Vermittungsstellen zusammen.
- Durch einen der oben definierten Steuerkanäle werden zeitlich gestaffelt Steuersignale von der Testeinrichtung ATE zur Steuerschaltung ST/Prüfeinrichtung PE und umgekehrt übermittelt. Diese Steuerinformationen sind beispielsweise Adressen, Prüfprogrammanweisungen, Prüfparameter (z. B. Dämpfungswerte) und Prüfergebnisse. Insbesondere wird durch den Steuerkanal veranlaßt, daß die Steuerschaltung ST die Umschalter U und die Schalter S einer bestimmten Prüfteilschaltung betätigt. So können beispielsweise die Umschalter U, von der Position 1 auf Position 2 umgeschaltet werden, wobei der Schalter SP geschlossen bleibt. Über das Koppelnetz SN wird eine Verbindung zwischen dem Element ATE/LG und dem entsprechenden PCM-Kanal hergestellt, der analogseitig durch den Umschalter U (Pos. 2) mit der Prüfeinrichtung PE verbunden wurde. Somit wird ein bidirektionaler Prüfweg zwischen der Prüfeinrichtung PE und der automatischen Testeinrichtung ATE über das Element KM 1, die PCM-Leitung PL 1 die Leitungsanschlußgruppe LG 1 und das Koppelnetz SN hergestellt, wobei die Prüfeinrichtung PE sowohl als steuernde Einrichtung (Director) als auch als gesteuerte Einrichtung (Responder) arbeiten kann. Durch eine zweite unabhängig davon herstellbare Verbindung zwischen der analogen Leitung L 11 und der Prüfeinrichtung PE über die geschlossenen Schalter SQ und S kann beispielsweise ein Sperrsignal auf die analoge Leitung L 11 gesendet werden oder zusammen mit der vorgeschalteten analogen Vermittlungsstelle ein weiterer Prüfweg aufgebaut werden. Die Schalter SP und SQ von weiteren parallelgeschalteten Gruppen von Prüfanschaltungen sind während dieser Prüfung ausgeschaltet, um die Verdrahtungsvielfache von kapazitiven Einflüssen zu entkoppeln. Über den Steuerkanal können analogseitig die verschiedenen Prüfwege nacheinander eingeschaltet werden, die geprüft werden sollen. Nach Anschaltung eines Prüfweges können die gewünschten Prüfsignale bidirektional über ihn übermittelt und ausgewertet werden.
- Anstelle des oben erwähnten Steuerkanals kann ebenfalls ein normaler Sprachkanal verwendet werden. Damit würden die Verbindungen BJ und BN entfallen und an ihrer Stelle je eine analoge Leitung wie Sk in Fig. 4 treten. Als weitere Variante ist ein Steuerkanal aus einer Standleitung zwischen den Elementen ATE und ST denkbar.
Claims (5)
1. Verfahren zur Prüfung der Kennzeichenumsetzer-Multiplexer in einer PCM-Übertragungsstrecke, die über mindestens eine Leitungsanschlußgruppe (LGN) an ein Koppelnetz (SN) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß von einer Testeinrichtung (ATE) aus über eine mit ihr verbundene Leitungsanschlußgruppe (LG) Steuersignale an einen durch das Koppelnetz (CN) vermittelten PCM-Übertragungskanal abgegeben werden, der als Steuerkanal arbeitet, und daß durch diese Steuersignale jeweils über einen beliebigen zu prüfenden Anschluß eines Kennzeichenumsetzer-Multiplexers und die PCM-Leitung eine einen Prüfweg bildende Verbindung zwischen einer Prüfeinrichtung (PE) und der Testeinrichtung (ATE) hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkanal in den PCM-Leitungen (PLJ; PLN) durch die gemäß den CCITT-Normen freien Bits des Rahmenmeldewortes des nullten und/oder des Überrahmenmeldewortes des sechzehnten Zeitschlitzes gebildet ist.
3. Prüfanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfanordnung eine mit der Prüfeinrichtung (PE) verbundene Steuerschaltung (ST) umfaßt und mindestens eine Prüfanschaltung mit durch die Steuerschaltung (ST) steuerbaren Umschaltern (U) sowie einen Kennzeichenumsetzer-Multiplexer (KM 1) aufweist, dessen Analoganschlüsse mit je einem der Umschalter (U) verbunden sind, die derart von der Steuerschaltung (ST) gesteuert werden, daß jeweils ein Prüfweg durch Verbinden einer beliebig auswählbaren einzelnen analogen Leitung mit dem ihm zugeordneten Analoganschluß des Kennzeichenumsetzer-Multiplexers (KM 1 ) anschaltbar ist.
4. Prüfanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (ST) über einen von zwei beliebigen im voraus bestimmten Kennzeichenumsetzer-Multiplexern (KMJ, KMN) steuerbar ist.
5. Prüfanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfeinrichtung (PE) über den Steuerkanal und den Prüfweg bidirektional mit der Testeinrichtung (ATE) Daten austauscht.
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Also Published As
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