DE3426537A1 - Elektrische isolatorsaeule aus hohlisolatoren - Google Patents
Elektrische isolatorsaeule aus hohlisolatorenInfo
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Description
Siemens Aktiengesellschaft Unser Zeichen Berlin und München VPA 8HP 3 2 6 4 DE
Elektrische Isolatorsäule aus Hohlisolatoren
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Isolatorsäule, bestehend aus mindestens einem mit Isoliermittel
gefüllten Hohlisolator als Träger einer gegenüber einem elektrischen Bezugspotential hochspannungsführenden Baugruppe.
Derartige Isolatorsäulen sind als Tragelemente für Hochspannungsgeräte
handelsüblich. Wenn dabei die hochspannungsführenden Baugruppen vor Umgebungseinflüssen, beispielsweise
unreiner Atmosphäre, geschützt werden sollen, werden die jeweils gefährdeten Baugruppen gekapselt. Eine
hermetisch dichte Kapselung ist jedoch relativ teuer und auch nicht in allen Fällen konstruktiv möglich. Ein guter
Schutz der Bauelemente bei hermetisch nicht völlig dichten Gehäusen ließe sich jedoch dadurch erreichen, daß in
diesen Gehäusen stets ein gewisser überdruck gegenüber der Atmosphäre aufrechterhalten würde. Wegen des hohen
elektrischen Potentials im Gehäusebereich ist es jedoch schwierig, eine Luftzuführung vom Ort des Bezugspotentials
her durchzuführen.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Isolatorsäule der eingangs genannten Art Maßnahmen zu treffen, die es ermögliehen,
mit äußerst geringem technischen Aufwand ein Medium vom Ort des Bezugspotentials zum Ort der Baugruppe
transportieren zu können.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß durch die Isolatorsäule mindestens eine gegenüber
dem Isoliermittel hermetisch dichte, elektrisch nicht
Woe 2 Bih / 10.07.1984
- ? - VPA 84 P 3 2 6 h DE
leitende Rohrleitung gewendelt vom Ort des Bezugspotentials zum Ort der Baugruppe geführt ist. Durch die Wendelung
wird erreicht, daß die Kriechwegstrecke entlang der Rohrleitung so groß gehalten wird, daß die erforderliche
Spannungsfestigkeit im Inneren der Isolatorsäule gewährleistet ist.
Dadurch, daß die Rohrleitung in ihrer Lage durch mindestens ein in der Isolatorsäule fest angeordnetes Trägerelement
fixiert ist, können auch relativ elastische Rohrleitungen verwendet werden. Ein derartiges Trägerelement
kann eine elektrisch begrenzt leitfähige Oberfläche aufweisen und am Ort des Bezugspotentials mit Bezugspotential
speisbar und am Ort der Baugruppe mit Hochspannung beaufschlagbar sein. Dadurch wird eine relativ gleichförmige
Spannungsaufteilung längs des Trägerelementes gewährleistet, die noch dadurch verbessert werden kann,
daß das Material der Oberfläche des Trägerelementes einen mit steigender elektrischer Feldstärke sinkenden spezifischen
Widerstand aufweist. Je gleichförmiger die Spannungsaufteilung ist, desto größer ist die Spannungsfestigkeit
der Anordnung.
Für die Übertragung von Steuer- und Rückmeldesignalen
zwischen dem Ort des Bezugspotentials und dem Ort der Baugruppe kann hermetisch dicht durch die Isolatorsäule
mindestens ein elektrischer Lichtwellenleiter geführt sein, wobei dessen Fixieren am Trägerelement auch eine
gleichförmige Spannungsbelastung längs des Lichtwellenleiters sicherstellt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Außenansicht der Isolatorsäule und Fig. 2 die Elemente im Inneren der Isolatorsäule.
In der Darstellung gemäß Fig.l ist eine Isolatorsäule
gezeigt, die aus der Übersichtlichkeit halber nur abschnittsweise gezeigten mit Isoliergas,z.B.komprimiertem
Stickstoff, gefüllten Hohlraumisolatoren Hl und H2 besteht, die jeweils über Verbindungsstücke Vl und V2
gasdicht miteinander verbunden sind. Das dem Hohlraumisolator Hl abgewandte Ende des Hohlraumisolators H2
trägt im Anschluß an ein Verbindungsstück V3 einen Flansch F, an dem gasdichte Lichtleiterkupplungen, z.B.
die Lichtleiterkupplungen Ll und L2, sowie eine ebenfalls gasdichte Kupplung K für eine im folgenden noch
zu erläuternde Gasversorgung mit geringem atmosphärischen Überdruck angeordnet sind. Das dem Hohlraumisolator
H2 abgewandte Ende des Hohlraumisolators Hl trägt ein Verbindungsstück V4, an dem wiederum ein Anschlußstück
AS befestigt ist, das mit einem hermetisch nicht dichten Gehäuse G als Träger von elektrischen Baugruppen,
die beispielsweise Thyristoren T beinhalten können, dichtend verbunden ist. Das Anschlußstück AS dichtet die
Isolatorsäule völlig ab und dient auch zur dichtenden Durchführung der Gasversorgung und der Lichtwellenleiter.
Die Durchführungen sind der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
In der Darstellung gemäß Fig.2 sind skizziert diejenigen
Elemente angedeutet, die dazu dienen, die über die Lichtleiterkupplungen Ll und L2 zugeführte Lichtsignale zu
den im Gehäuse G angeordneten Baugruppen zu übertragen und die dazu vorgesehen sind, Luft mit einem gegenüber
der freien Atmosphäre geringen Überdruck in das Gehäuse G zu übertragen.
-4-- VPA WP 3 2 6 4 DE
Bei diesen Elementen handelt es sich u.a. um ein Trägerelement TE, das linealförmige Gestalt aufweist und im
Inneren der Isolatorsäule beispielsweise über Distanzscheiben geführt ist. Um das Trägerelement TE ist ein
Gasversorgungsrohr GV aus Isoliermaterial gewendelt. Ferner sind längs des Trägerelementes TE eine Vielzahl
von Lichtwellenleitern, von denen nur der Lichtwellenleiter LW gestrichelt angedeutet ist, verlegt. Die Fixierung
der Lichtwellenleiter, so auch des Lichtwellenleiters LW, erfolgt mit Hilfe von kontaktierenden Befestigungselementen
BE, von denen der Übersichtlichkeit halber nur eines dargestellt ist. Das Trägerelement TE
besteht aus Isoliermaterial, das mit einem elektrich begrenzt leitfähigen Lack überzogen ist, wobei der spezifische
Widerstand des Lackes mit steigender Feldstärke sinkt. Dadurch ist gewährleistet, daß eine gleichmäßige
Spannungsbelastung sowohl längs der Lichtwellenleiter, z.B. des Lichtwellenleiters LW, als auch längs des Gasversorgungsrohrs
GV vorliegt. Dazu ist das verkürzt därgestellte Trägerelement TE an der elektrisches Bezugspotential führenden Seite über einen Anschluß A2 mit
diesem Bezugspotential verbunden und an der hochspannungsführenden Seite über einen Anschluß A2 mit der
Hochspannung beaufschlagt.
6 Patentansprüche
2 Figuren
2 Figuren
Claims (6)
1. Elektrische Isolatorsäule, bestehend aus mindestens einem mit Isoliermittel gefüllten Hohlisolator als Träger
einer gegenüber einem elektrischen Bezugspotential hochspannungsführenden Baugruppe, dadurch
gekennzeichnet , daß durch die Isolatorsäule (Hl, H2) mindestens eine gegenüber dem Isoliermittel
hermetisch dichte,elektrisch nicht leitende Rohrleitung
(GV) gewendelt vom Ort des Bezugspotentials zum Ort der Baugruppe (T, G) geführt ist.
2. Isolatorsäule nach Anspruch 1, dadurch gekennzei chnet, daß die Rohrleitung
(GV) in ihrer Lage durch mindestens ein in der Isolatorsäule fest angeordnetes Trägerelement (TE) fixiert ist.
3. Isolatorsäule nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Trägerelement
(TE) eine elektrisch begrenzt leitfähige Oberfläche aufweist und daß das Trägerelement (TE) am Ort des Bezugspotentials mit Bezugspotential speisbar ist und am Ort
der Baugruppe (T, G) mit Hochspannung beaufschlagbar ist.
4. Isolatorsäule nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß das Material der
Oberfläche des Trägerelementes (TE) einen mit steigender elektrischer Feldstärke sinkenden spezifischen
Widerstand aufweist.
5. Isolatorsäule nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
hermetisch dicht durch die Isolatorsäule (Hl, H2) mindestens ein elektrischer Lichtwellenleiter (LW) geführt
ist.
-Mi- VPA WP 3 2 6 4 DE
6. Isolatorsäule nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß
hermetisch dicht durch die Isolatorsäule (Hl, H2) mindestens ein elektrischer Lichtwellenleiter (LW) geführt
ist und daß jeder Lichtwellenleiter (LW) am Trägerelement (TE) fixiert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843426537 DE3426537A1 (de) | 1984-07-18 | 1984-07-18 | Elektrische isolatorsaeule aus hohlisolatoren |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19843426537 DE3426537A1 (de) | 1984-07-18 | 1984-07-18 | Elektrische isolatorsaeule aus hohlisolatoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3426537A1 true DE3426537A1 (de) | 1986-01-23 |
Family
ID=6240988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843426537 Withdrawn DE3426537A1 (de) | 1984-07-18 | 1984-07-18 | Elektrische isolatorsaeule aus hohlisolatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3426537A1 (de) |
Cited By (2)
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| WO2010001145A1 (en) | 2008-07-01 | 2010-01-07 | Tyco Electronics Uk Ltd | Pneumatic insulating device |
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1984
- 1984-07-18 DE DE19843426537 patent/DE3426537A1/de not_active Withdrawn
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