DE339909C - Vorrichtung, um einen auf schwankender Unterlage kardanisch gelagerten Koerper mit Hilfe eines Kreiselsystems von den Schwankungen der Unterlage unabhaengig zu machen - Google Patents

Vorrichtung, um einen auf schwankender Unterlage kardanisch gelagerten Koerper mit Hilfe eines Kreiselsystems von den Schwankungen der Unterlage unabhaengig zu machen

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DE339909C
DE339909C DE1917339909D DE339909DD DE339909C DE 339909 C DE339909 C DE 339909C DE 1917339909 D DE1917339909 D DE 1917339909D DE 339909D D DE339909D D DE 339909DD DE 339909 C DE339909 C DE 339909C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G5/00Elevating or traversing control systems for guns
    • F41G5/14Elevating or traversing control systems for guns for vehicle-borne guns
    • F41G5/16Elevating or traversing control systems for guns for vehicle-borne guns gyroscopically influenced

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Vorrichtung, um einen auf schwankender Unterlage kardanisch gelagerten Körper mit Hilfe eines Kreiselsystems von den Schwankungen der Unterlage unabhängig zu machen. Die vorliegende Erfindung betrifft eine-Vorrichtung, um einen auf schwankender Unterlage (z. B. auf einem Schiff oder auf einem Luftfahrzeug) kardanisch gelagerten, Körper (z. B. ein Geschütz oder ein Fernrohr) mit Hilfe eines Kreiselsystems von den Schwankungen der Unterlage unabhängig zu machen.
  • Nach der Erfindung werden zwei von dem Kreiselsystem gesteuerte hydraulische Hilfsmotoren vorgesehen, von denen der eine einen auf der Unterlage drehbaren gabelförmigen Träger und der andere, den in diesem Träger drehbar gelagerten Körper in bezug auf seine Drehachse stabilisiert.
  • Die Zeichnung veranschaulicht in einem Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung zum Stabilisieren eines Schiffsgeschützes.
  • Fig. i stellt einen Querschnitt der Vorrichtung nach A-B der Fig. 5 dar.
  • Fig. i a zeigt eine Einzelheit im Schnitt und in größerem Maßstäbe.
  • Fig. 2 veranschaulicht schematisch eine die Wirkungsweise der die Höhenschwingungen des Geschützrohres regelnden Vorrichtung.
  • Fig. 3 zeigt eine Rückansicht der in Fig. i dargestellten Vorrichtung.
  • In Fig. q. ist die Wirkungsweise der die Seitenschwingungen des Geschützrohres regelnden Vorrichtung nach Fig. 3 schematisch dargestellt.
  • Fig. 5 ist ein Grundriß der Fig. i.
  • Fig. 6 stellt den zur Einstellung der Höhenrichtung des Geschützes dienenden Bestandteil, dar. ' Auf einem um eine lotrechte Achse C-D drehbaren Hauptzapfen i ist in zwei Lagerböcken 2 ein gabelförmiger Träger 3 um eine Achse E-F drehbar gelagert. Auf diesem Träger ist ein Geschützrohr q. mittels zweier Zapfen 5 drehbar so angeordnet, daß seine Drehachse G-H auf der Drehachse E-F des Trägers senkrecht steht. Au dem einen dieser Zapfen 5 ist ein Hebelarm 5, 6 aufgekeilt, mit dessen Hilfe der die Höhenrichtung des Geschützrohres regelnde Hilfsmotor 7 das Geschützrohr einrichten kann.
  • Die beiden Zylinder des die Höhenrichtung regelnden hydraulischen Hilfsmotors 7 und des die Seitenrichtung regelnden Hilfsmotors 8 sind in symmetrischer Anordnung an dem Träger 3 befestigt. Der Hilfsmotor 8 dient dazu, unter Vermittlung des an den Hauptzapfen i angeschlossenen Gelenkes g_ sowie des an den Zylinder des'Hilfsmotors angeschlossenen Gelenkes iö und des zwischen diesen beiden Gelenken sitzenden doppelarmigen Hebels ir, 12 den Träger 3 in der Bildebene der Fig. 3 in der vertikalen Richtung festzustellen, d. h. die Schwingungen des Geschützrohres um die Achse E-F zu verhindern.
  • Das Geschützrohr kann man nur dann in einer beliebigen Höhenrichtung festhalten, wenn es gelingt, die Stellung des Geschützrohres von den Schwingungen des Schiffskörpers um die Richtungen E-F und G-H unabhängig zu machen. Die zu lösende Aufgäbe besteht also darin, eine Einrichtung zu schaffen, die bei Schwingungen des Schiffskörpers das Geschützrohr um zwei zueinander senkrechteRichtungenin demdenSchwingungen entgegengesetzten Sinne derart zurückdreht, daß die resultierende Verdrehung des Geschützrohres gleich Null ist, daß also seine Richtung unverändert bleibt. Diese Aufgabe wird im Sinne der Erfindung durch die beiden Hilfsmotoren 7 und 8 mittels der an dem Träger 3 gelagerten beiden Kreisel 13 und 14 gelöst.
  • Aus -Fig. 2 ist das Zusammenwirken des Hilfsmotors 7 und des Kreisels i¢ zur Verhinderung der Schwingungen um die Achse .G-H ersichtlich.
  • Fig. ia zeigt .eine vorteilhafte Steuerung des durch den .Kreisel 14 gesteuerten Hilfsmotors 7. Der Kreisel ist im Kardanring 14a aufgehängt. Ein mit diesem Kardanring fest verbundener Hebelatrn 48 zeigt den praktisch konstanten Horizont an.
  • Mit dem Arm 48 ist mittels eines Lenkers q9 ein Doppelhebel 15, 16, 17 verbunden, dessen Arm 15, 16 gleich dem Arm .48 und dessen Arm 16, 17 gleich dem an dem Zapfen 5 des Geschützrohres angreifendem Arm 5, 6 ist.
  • Der an dem Punkt i6 angeschlossene Hilfsschieber 2i a schließt in der dargestellten Mittellage die Zylinderräume i8a und iga des Hauptschiebers 21. Wird jedoch der Hilfsschieber in der Pfeilrichtung bewegt, so wird Raum 18 a mit der Druckleitung 2o, Raum ig a mit der Atmosphäre verbunden. Demzufolge wird der Hauptschieber mittels einer Druckflüssigkeit stets gezwungen den Bewegungen des Hilfsschiebers 21 a genau zu folgen, ohne inzwischen durch seinen Reibungswiderstand den-Arm 48 merklich zu belasten. Demzufolge kann man die Wirkungsweise der Vorrichtung nachstehend derart beschreiben, als wäre der Hauptschieber 21 mit dem Punkt 16 unmittelbar in Verbindung.
  • Der an den Punkt 16 angeschlossene Schieber 21 schließt in der dargestellten Ruhelage die Zylinderräume 18 und ig des Hilfsmotors 7 ohne Überdeckung. Durch die Flüssigkeit in den Zylinderräumen ist nun die Lage des Punktes 17 in bezug auf den Hilfsmotor festgestellt.
  • Es sei angenommen, daß eine Welle die in Fig. i dargestellte Vorrichtung in der Bildebene, also um die Achse G-H im Sinne des Uhrzeigers verdreht. Da der Kreisel seine räumliche Lage unverändert beizubehalten bestrebt ist, wird in diesem Falle, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, der Arm 48 zurückbleiben und auf diese Weise den Punkt 15 abwärts drücken. Zu Beginn des Zeitraumes ist der Punkt i7 jedoch festgestellt, infolgedessen wird der Doppelhebel 15, 16, Z7 als einarmiger Hebel wirken und, gestützt auf den festen Punkt 17, den Schieber zz mittels des Gelenkei 16 abwärts - bewegen. Diese Abwärtsbewegung des Schiebers 21 ist jedoch sehr gering, da der Schieber, sowie er aus seiner Mittelstellung verschoben ist, sofort eine Verbindung zwischen der Druckleitung zo und dem Zylinderraum ig und eine Verbindung zwischen dem Zylinderraum 18 und der Atmosphäre herstellt, was zur Folge hat, daß der Kolben 22 des Hilfsmotors 7 sich nach aufwärts bewegt und durch Vermittlung des Hebels 5, 6 in einer zur Bewegungsrichtung des Uhrzeigers entgegengesetzten Richtung das Geschützrohr zurückdreht und den Schieber 21 in seine Mittelstellung zu bewegen trachtet.
  • ` Daß das Zurückdrehen des Geschützrohres mit den Schwingungen des Schiffskörpers praktisch gleichzeitig und in gleichem Ausmaße vor sich geht, geht aus der nachstehenden Überlegung klar hervor.
  • Die Wirkungsweise des in Fig. 2 dargestellten Hilfsmotors ist grundsätzlich eine solche, daß die Bewegung des Hilfsmotorkolbens entgegengesetzt ist zu derjenigen des Punktes 15, Sobald also der Schieber 21 aus seiner Mittelstellung verschoben wird, führt der Häfsmötorkolben sofort eine derartige Bewegung aus, daß der Schieber wieder in seine Mittelstellung zurückgebracht wird. Wenn nun die Bewegung des Punktes 15. bei einem beliebigen, in Fig. 2 dargestellten, Neigungswinkel ß aufgehoben wird, so gelangt auch Schieber 2i sofort in seine Mittelstellung zurück, wodurch gleichzeitig auch die Bewegung des Hilfsmotorkolbens aufhört. Die jeweilige Ruhestellung des Kolbens kann leicht dadurch .ermittelt werden, daß man die durch die neue Stellung des Punktes 15 und die ursprüngliche, d. h. der Mittelstellung entsprechende Lage des Punktes 16 gelegte Gerade bis zur Kolbenstange des Hilfsmotors verlängert. In diesem Falle ist es aber klar ersichtlich; daß der Hebel 15, 17 parallel zum Arm 48 verläuft, da sowohl die Entfernung zwischen dem Drehpunkt des Hebels 48 und dem Punkte 16 als auch die Entfernung zwischen dem Gelenk des Hebels 48 und dem Punkte 15 konstant ist und die Längen 48 und 15, 16 gleich groß sind. Da aber auch die Entfernung des Punktes 16 von dem Punkt 5 sich nicht verändert hat und auch die Längen 16, 17 und 5, 6 gleich groß sind, so ist auch die Richtung des Armes 5, 6 zu derjenigen von 15, 17 parallel. Da der Hebel 48 horizontal geblieben ist, ist demnach auch die Richtung von 15, 17 und mit ihr das mit dem Hebel 5, 6 festverbundene Geschützrohr horizontal geblieben.
  • Es ist also gelungen, das Geschützrohr in bezug auf das um den Winkel ß geneigte System in gleichem Maße, d. h. ebenfalls um den Winkel ß zurückzudrehen. Das genaue Zurückdrehen ist vorläufig nur, - für einen Augenblick des Ruhezustandes ewiesen; es ist jedoch noch fraglich, ob im Verlaufe der Wirkung, also in der Schwingungsperiode, zwischen Wellenberg und Wellental, das Geschützrohr nicht zurückbleibt, also eine gewisse Neigung aufweist.
  • Wie in, der Beschreibung der Wirkungsweise schon erwähnt, ist es zur Bewegung-des Hüfsmotorkolbens erforderlich, den Schieber 21 aus' seiner Mittelstellung herauszubewegen; es ist also sicher, daß das Geschützrohr während des Schwingungsverlaufes um einen gewissen Betrag nacheilt. Die Lage des Geschützrohres im Verlaufe der Schwingung mit absoluter Genauigkeit festzustellen, ist demnach eine theoretische Unmöglichkeit.
  • Es ist aber sofort ersichtlich, daß es leicht möglich ist, diesen Nacheilungswinkel unter die Grenzen der Einstellungsgenauigkeit herunterzudrücken. Zur Bewegung des Hilfsmotorkolbens ist. es nämlich erforderlich, daß das aus dem Produkt des Kolbenweges und der Kolbenfläche sich ergebende Flüssigkeitsvolumen durch den Schieber strömen kann. Der Schieber muß also einen gewissen Durchgangsquerschnitt öffnen, welcher jedoch um so kleiner sein kann, je größer der zur Verfügung stehende Flüssigkeitsdruck ist. Andererseits kann man aber den sich als Funktion des gegebenen Flüssigkeitsdruckes ergebenden Öffnungsquerschnitt mit einer um so kleineren Schieberbewegung erreichen, je größer das Verhältnis des Durchmessers des Ringschiebers zu dem des Hilfsmotors ist. Der Konstrukteur hat es in der Hand, daß die Schieberbewegung auch bei raschester Bewegung des Hilfsmotors unter einem vorausbestimmten, geringen Wert bleibt.
  • In diesem Falle ist aber zur Erzielung einer gewissen vorausbestimmten Einstellungsgenauigkeit nichts weiter zu tun, als die Entfernung 15, 1ö genügend groß zu bemessen.
  • Der Arm 48 schließt sich nicht unmittelbar an den Punkt 15 des Hebels 15, 17 an, sondern, gemäß Fig. 6, an den Punkt 15', während der Punkt 15 des Hebels 15, 17 sich an den Punkt 23 gelenkig anschließt.
  • Die zur Drehachse G-H parallele Achse in, n der zur Einstellung der Höhenrichtung dienenden Vorrichtung nach Fig. 6 liegt in der Mittelstellung des Schiebers hinter dem Punkt 16 (Fig. i). Die Vorrichtung besteht in der Hauptsache aus einer Büchse 26, die auf zwei Wellen achsial einstellbar gelagert ist, mit deren einer, 24, sie mittels _ Schraubennut und Paßstifts, und mit deren anderer, 25, sie mittels Nut und Feder im Eingriff steht. Wenn man durch Verdrehen des auf die Achse 28 aufgekeilten Zahnrades 27 mittels des Handrades 9,9 (Fig. i) die Büchse 26 achsial verschiebt, so verdreht sich die Achse 24 gegenüber der Achse 25, wodurch gleichzeitig die Neigung des Hebels 23 und die Höhenrichtung des Geschützrohres geändert wird. Für einen Beobachter, der sich auf einem Sitz 31 am Geschützrohr befindet, ist es möglich, mittels des Handrades 29 durch Anlassen des die Höhenrichtung regelnden Hilfsmotors die Höhenrichtung so lange zu verändern, bis die Zielmarke des Fernrohrs 30 sich mit dem Zielpunkt deckt. Eine in der Zeichnung nicht dargestellte schwingbare Gabelführung und die Einschaltung eines Kugelgelenkes in die Stange 28, für deren teleskopartige Verlängerung gesorgt sein muß, gewährleisten, daß das Zahnrad 27 ständig mit der Verzahnung der Hülse 26 im Eingriff bleibt.
  • Zur Erläuterung des die Schwingungen des Trägers 3 um die Achse E-F verhindernden Vorganges sei wieder vorausgesetzt, daß sich der Schiffskörper unter der Einwirkung der in Fig. 4 schematisch dargestellten Vorrichtung im Sinne des Uhrzeigers verdreht. In diesem Falle bleibt der Arm 48, dessen räumliche Lage der Kreisel 13 feststellt, entgegen dem Uhrzeigersinne zurück und bewegt durch Vermittlung eines Zwischenhilfsmotors S, der auch, gemäß Fig. ia, in dem Schieber 35 eingebaut sein könnte, den Schieber 35 mittels des Hebels 33, 34 um den festen Punkt 33 nach abwärts. Demzufolge kommt der Zylinderraum 36 mit der Druckleitung und der Raum 37 mit der Atmosphäre in Verbindung. Der sich nach aufwärts bewegende Hilfsmotorkolben 38 dreht also mit Hilfe der Lenkeranordnung io, 11, 12, g den Träger 3 so weit zurück, bis der Arm 48 horizontal liegt und der Schieber 35 seine Mittelstellung erreicht, wobei der Tr,ger 3 wieder in seine lotrechte Stellung zurückkehrt.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRücHE: i. Vorrichtung, um einen auf schwankender Unterlage kardanisch gelagerten Körper mit Hilfe eines Kreiselsystems von den Schwankungen der Unterlage unabhängig zu machen, gekennzeichnet durch zwei, von dem Kreiselsystem gesteuerte hydraulische Hilfsmotören, von denen der eine einen auf der Unterlage drehbaren gabelförmigen Träger (3) und der andere den in diesem Träger (3) drehbar gelagerten Körper in bezug auf seine Drehachse stabilisiert, wobei die Zylinder der beiden Hilfsmotoren an jenem Träger (3) befestigt sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der Steuerung jedes der beiden Hilfsmotoren, daß der Steuerschieber in seiner Mittelstellung die Kanäle des Hilfsmotorenzylinders ohne Überdeckung abschließt und die Schieberstange am Drehpunkt (16) eines Doppelhebels (15, r6, r7) angreift, dessen einer Arm (15, 16) an seinem freien Ende (r5) mittels Lenkers (q.9) von einem Arm (q.8) gesteuert wird, den das Kreiselsystem ständig in wagerechter Richtung zu halten bestrebt ist, und der diesem Arm (r5, 16) des Doppelhebels parallel und gleich ist, während der andere Arm (r6, 17) des Doppelhebels an seinem freien Ende (r7) durch die Kolbenstange des Hilfsmotors mit einem Arm (5, 6) des zu stabilisierenden Körpers verbunden ist, der diesem anderen Arm des Doppelhebels parallel und gleich ist.
DE1917339909D 1917-09-02 1917-09-02 Vorrichtung, um einen auf schwankender Unterlage kardanisch gelagerten Koerper mit Hilfe eines Kreiselsystems von den Schwankungen der Unterlage unabhaengig zu machen Expired DE339909C (de)

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