DE339002C - Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd durch Erhitzen eines Gemenges von Bariumkarbonat und Kohle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd durch Erhitzen eines Gemenges von Bariumkarbonat und Kohle

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DE339002C
DE339002C DE1913339002D DE339002DD DE339002C DE 339002 C DE339002 C DE 339002C DE 1913339002 D DE1913339002 D DE 1913339002D DE 339002D D DE339002D D DE 339002DD DE 339002 C DE339002 C DE 339002C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/02Oxides or hydroxides
    • C01F11/04Oxides or hydroxides by thermal decomposition
    • C01F11/06Oxides or hydroxides by thermal decomposition of carbonates

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd durch Erhitzen eines Gemenges von Bariumkarbonat und Kohle. Bei der Darstellung von Bariumoxyd durch Erhitzen von Bariumkarbonat mit Kohle in der Weise, d:aß man die ausgetriebene Kohlensäure .aus dem Bereich ider erhitzten Masse durch Überleiten, von geeigneten, zu der Masse indifferenten Gasen (Kohlenoxyd us(w.) bringt, zeigt sich, @daß, worin unter sonst gleichen Umständen die Menge (des angewendeten Bariwmkarbonats vergrößert wird, die Ausbeute an oxydationsfähigem Bariumoxyd sinkt.
  • Dieser Übelstand wird jedoch auch bei großen Reaktionsmengen dann vermieden., wenn man unter Durchleiten von indifferenten Gasen das zu behandelnde Gemisch möglichst stark rührt. Es wird hierdurch das Gas in eine möglichst intensive Berührung mit der Bariuminasse gebracht. Diese Durchmischung geschieht durch Rührwerke, Revolveröfen und ähnliche an sich bekannte Apparate.
  • In der Praxis konnte eine solche Bearbeitung des Reaktionsgemisches wegen der bei den bisherigen Verfahren erforderlichen hohen Temperaturen nichtdurchgeführt werden. Durch die vorliegende Kombination des Durchleitens von Gasen durch die erhitzte Masse unter gleichzeitigem Umrühren der letzteren wird die Reaktionstemperatur 'so erniedrigt, daß die Masse nicht sintert oder gar stellenweise schmilzt. Endlich werden hierdurch auch die Apparate geschont.
  • Zur Veranschaulichung der'günstigen Wirkung der vorliegenden Kombination wird noch bemerkt: Wenn man in einem Rohr eine Menge von etwa i kg BaC03, mit 6 Prozent C gemischt, glüht, so ist eine Temperatur von etwa x too° nötig, um Ba0 @daraus, zu erzeugen. Beien, Überleiten von Stickstoff, der vorgewärmt wurde, ging diese Temperatur auf etwa gio° herunter. Das Rühren der Masse brachte keinen merklichen Unterschied.
  • Wurde nun i kg BaC03, mit 6 Prozent C gemischt, in einem Quarzrohrofen geglüht, so war ohne Überleiten von Gas wieder eine Temperatur von iioo° zur Umwandlung in Ba0 erforderlich. Beim Überleiten von vorgeW ärmtem Stickstoff wurde die Umwandlungstemperatur nicht so erniedrigt wie .bei dem Überleiten von Stickstoff über kleine Mengen.. Die Umwand'lungsteanperatur mußte auf etwa iozo° gehalten werden, um ein hochprozentiges- BiaO zu erzielen. Es wurde nun durch einen Motor das Quarzrohr des Ofens um seine Achse ständig gedreht. Durch einen besonders ,geformten Kohlestab wurde die Rührung im Rohr noch verstärkt. Wenn kein, Gas übergeleitet wurde, sinterte die ganze Masse .bald so weit zusammen, d'aß infolge des Zusammenhanges fast keine Bewegung der Masse erfolgte und der Kohlestab, in der Masse festsaß. Es mußte zur völligen Umwandlung die gleiche Temperatur erreicht werden wie ohne Rührung. Anders war es beim Überleiten von- Stickstoff. Die Masse behielt, wenn sie gleichzeitig dem vorgewärmten Stickstoffstrom und. der Rotation des Rohres ausgesetzt wurde, ihre pulverförmige Konsistenz bei. Sie wurde von dem rotierenden Rohr ständig bis, zu einer gewissen Höhe gehoben, um alsdann wieder -herabzufallen. Die Umwandlungstemperatur war'micht ilber93o°.
  • Dieses Ergebnis ist natürlich für die Ba0-Fabrikation von, großer Bedeutung, da die Schmelztemperatur des Ba0 und BaC03 auch etwa in diesen hier erreichten Temperaturgebieten liegt. Geht die Temperatur auch nur stellenweise zu hoch, so ist das B.a0 nicht lokker, sondern glasig -und also technisch ziemlich geringwertig. Es ist daher eine solche Erniedrigung der Reaktionsteimperatur, wie sie durch mein Verfahren erreicht wurde, eine wesentliche Erleichterung und Verbilligung der Fabrikation. Dieser Effekt war aber auch nicht vorauszusehen. Das geht auch daraus hervor, daß in keiner der .bisherigen Patentschriften und Veröffentlichungen hierauf hingedeutetwurde, und daß auch. in oder Technik nicht mit diesem Hilfsmittel gearbeitet wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜ CH Verfahren .zur Herstellung von Bariumoxyd durch Erhitzen eines Gemenges von BärIumkarbonat und Kohle, dadurch gekennzeichnet, @daß man während des Durohleitens eines indifferenten Gases die erhitzte Masse gleichzeitig umlagert.
DE1913339002D 1913-03-09 1913-03-09 Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd durch Erhitzen eines Gemenges von Bariumkarbonat und Kohle Expired DE339002C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018403B (de) * 1952-04-01 1957-10-31 Columbia Southern Chem Corp Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd
DE1034161B (de) * 1956-07-02 1958-07-17 Columbia Southern Chem Corp Verfahren zur Herstellung von reinem Bariumoxyd

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018403B (de) * 1952-04-01 1957-10-31 Columbia Southern Chem Corp Verfahren zur Herstellung von Bariumoxyd
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