DE337606C - Verfahren zum Gefrieren von Fischen und anderen Nahrungsmitteln - Google Patents

Verfahren zum Gefrieren von Fischen und anderen Nahrungsmitteln

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DE337606C
DE337606C DE1920337606D DE337606DD DE337606C DE 337606 C DE337606 C DE 337606C DE 1920337606 D DE1920337606 D DE 1920337606D DE 337606D D DE337606D D DE 337606DD DE 337606 C DE337606 C DE 337606C
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freezing
liquid
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fish
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/06Freezing; Subsequent thawing; Cooling
    • A23B4/066Freezing; Subsequent thawing; Cooling the materials not being transported through or in the apparatus with or without shaping, e.g. in the form of powder, granules or flakes
    • A23B4/068Freezing; Subsequent thawing; Cooling the materials not being transported through or in the apparatus with or without shaping, e.g. in the form of powder, granules or flakes with packages or with shaping in the form of blocks or portions

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  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
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  • Packages (AREA)

Description

  • Verfahren zum Gefrieren von Fischen und anderen Nahrungsmitteln. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gefrieren vonFischen und anderenNahrungsmitteln, die in Kisten oder andere Packstücke verpackt sind, mittels einer Gefrierflüssigkeit, und .zwar soll hierbei der Gefrierprozeß so durchgeführt werden, daß große Mengen von Gütern im vollen Umfang in kurzer Zeit und unter Anwendung einfacher Mittel gefroren werden können.
  • Wenn Fische oider andere in Kisten verpackte Nahrungsmittel durch eine am oberen Ende der Kisten zugeführte und durch ihr Eigengewicht durch den Inhalt der Kisten hindurchfließende Flüssigkeit gefroren werden, entsteht der Mißstan@d, daß die Flüssigkeit längs der Seitenwände der Kisten entlang und nicht zwischen den einzelnen Fischen hindurchfließt, was aber nötig wäre, um ein sehr schnelles Gefrieren des gesamten Packstücks zu erreichen. Dies rührt von der Tatsache her, daß die Fische infolge ihrer Geschmeidigkeit, besonderen Form und ihrer Neigung, aneinanderzukleben, eine mehr oder weniger zusammenhängende Masse bilden.
  • Dieser Nachteil wurde durch ein Gefriererfahren beseitigt,, das von dem Erfinder früher vorgeschlagen wurde, und bei dem die Gefrierflüssigkeit unter einem gewissen Druck unmittelbar in das Innere des Packstücks eingeführt und von da durch den umgebenden Inhalt des Packstücks gedrückt wurde. Die Flüssigkeit kann hierbei solchen Teilen des Inhalts des. Packstücks zugeführt werden, an denen die einzelnen Teile des Packguts die größte Neigung zum Zusammenbachen zeigen, da die Flüssigkeit die einzelnen Teile des Gefrierguts auseinanderdrückt und zwischen ihnen hindurch in verschiedenen Richtungen fließt. Durch dieses Gefrierverfahren können selbst große Packstücke vollkommen in kurzer Zeit durchgefroren werden. Diese Gefriermethode wird im folgenden kurz als zentrales Gefrierverfahren bezeichnet.
  • Unter gewöhnlichen Umständen und, bei Benutzung gewöhnlicher Packkisten können bei dem zentralen Gefrierverfahren,die Kisten nicht aufeinandergestapelt werden, vielmehr müssen ,die Kisten nebeneinander angeordnet werden. Wenn eine große Zahl solcher Kisten gleichmäßig behandelt werden soll, bringt diese Notwendigkeit es mit sich, .daß ein großer Flächenraum beansprucht wird, auch ist ein weitverzweigtes Röhrensystem für die Gefrierflüssigkeit nötig.
  • Gemäß vorliegenderErfindung werden diese Fehler durch eine- geeignete Kombination des zentralen Gefrierverfahrens ,mit dem bekannten Verfahren vermieden, bei welrliem man die Gefrierflüssigkeit von oben nach unten die Güter ,durchfließen läßt.
  • Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß selbst eine sehr kurze Behandlung der verpackten Fische o. dgl. nach dem zentralen Gefrierverfahren den Inhalt des Packstücks in einen gewissermaßen aufgelösten Zustand bringt, :da hierdurch Zwischenräume zwischen den einzelnen Warenstücken gebildet werden, welche die Gefrierflüssigkeit leicht durch die Gesamtmasse der Ware hindurchgehen lassen. Durch eine kurze Behandlung nach dem zentralen Gefrierverfahren wird die Oberfläche jedes einzelnen Fisches oder Warenstücks steif gemacht, so daß, wenn die Behandlung abgebrochen wird, diese Stücke ihre besondere Form und relative Lage unter Bildung von Zwischenräumen einnehmen und nicht zusammenbacken, wenn nunmehr ein gleichmäßiger Strom der Gefrierflüssigkeit von oben zugeführt wird.
  • Das zentrale Gefrierverfahren wird daher gemäß vorliegender Erfindung als vorbereitende Gefrierstufe verwendet, während zur Vollendung des Gefriereis dann die übliche Behandlung durch eine infolge ihres Eigengewichts die Fischmasse von oben nach unten durchfließende Gefrierflüssigkeit dient.
  • Das vorbereitende Gefrieren kann durch eine Gefrierflüssigkeit von der gleichen Temperatur, Zusammensetzung und Reinheit bewirkt werden, wie die, mit der .der abschließende Gefrierprozeß durchgeführt wird, es können aber auch die beiden Gefrierstufen durch Flüssigkeiten von verschiedener Art und -aus verschiedenen Quellen herrührend' ausgeführt werden. Die Gefrierflüssigkeit der ersten Stufe wird in Idas Innere der Packstücke durch Schläuche oder Rohre zugeführt, wobei ein genügender Druck vorhanden ist, um die Flüssigkeit durch den Inhalt der Kiste hindurchfließen zu lassen. Laie Zuführung dieser Flüssigkeit wund. fortgesetzt, bis die Fische oder anderen Waren einen gewissen Grad von Steifheit erhalten haben, worauf die Gefrierung durch eine am oberen Ende der Behälter zugeführte abwärts fließenideFlüssigkeit zu Ende geführt wird. Bei der ersten Stufe des Verfahrens können die Kisten nebeneinander auf einem geeigneten Gefriertisch angeordnet sein, man kann die Flüssigkeit an Punkten eintreten lassen, wo der Kisteninhalt die Neigung hat, zusammenzubacken. Die Zuführungsrohre oder 'Schläuche sind so be,%"^eglicli angeordnet, daß man die Flüssigkeit an verschiedenen Stellen in das Innere der Kiste eintreten lassen kann.
  • Wenn größere Packstücke zu behandeln sind, können sie in einer einzigen Schicht auch während der zweiten Gefrierstufe angeordnet werden, es ist jedoch vorteilhafter, die Kisten hier in Stapeln zu behandeln. Man. kann dann in .der Weise vorgehen, daß nach Durchführung der ersten Gefrierstufe in einer Kiste eine weitere Kiste oben auf die erste Kiste gesetzt wird, worauf man die Gefrierflüssigkeit unmittelbar in das Innere dieser oberen Kiste leitet, bis der gewünschte Graii der Steifheit erreicht ist. Hierauf stellt man eine dritte Kiste oben auf die so behandelte zweite Kiste und unterwirft sie der zentralen Gefriermethode.
  • Diese Handhabungen werden so lange fortgesetzt, wie der verfügbare Raum es gestattet. Besonders wenn Heringe enthaltende Kisten bearbeitet werden, kann man ,drei und vier Kisten aufeinander.stapeln. Die Gefrierflüssigkeit läuft dann von der obersten Kiste auf die unteren Kisten herab, und da die Warenstücke in .diesen unteren Kisten bereits der vorbereitenden zentralen Gefrierung unterworfen worden sind, ist der Kisteninhalt in einem Zustand, welcher der Gefrierflüssigkeit gestattet, dort einzudringen und das Gefrieren rasch zu Ende zu führen. Wenn die Fischkisten aufeinandergestapelt sind, ist es natürlich notwendig, daß die Kistenböden öffnungen aufweisen, .durch welche die Gefrierflüssigkeit herauslaufen kann. Wenn die Kisten während des Gefriereis bereits mit Deckeln versehen sind, jnüssen diese ebenfalls öffnungen aufweisen. In dieser Weise ist es möglich, die Gefrierung von Waren jeder Art in Kisten und Packstücken jeder Art zu erreichen.
  • Durch die beschriebene stufenweise Gefrierung wird eine wesentlich verbesserte Ergiebigkeit einer Gefrieranlage erreicht. Die neue Gefriermethode ist besonders vorteilhaft, wenn eine große Zahl von kleinen oder mittelgroßen Kisten behandelt werden soll, weil man-diese leicht aufeinanderstapeln kann. Das Verfahren ist aber auch dann brauchbar, wenn größere Kisten behandelt werden sollen und diese Kisten in einer einzigen Schicht aufgestellt wenden.
  • Wenn die zu behandelnden Waren eine schmutzige Oberfläche haben, von geringer Güte sind oder wenn sie größere Mengen von Schleim absondern, ist es vorteilhaft, die Zuführungder Gefrierflüssigkeit in der Weise vorzunehmen, daß reine Gefrierflüssigkeit zugeführt wird, sobald Schleim und Unreinigkeiten abgeführt sind. Der Auslaß für die Gefrierflüssigkeit ist dann so angeordnet, daß die unreine Flüssigkeit nur in Berührung mit der unsauberen Ware kommt. Es ist dann vorteilhaft, die Gefrierflüssigkeit aus getrennten Behältern bei den verschiedenen Stufen des Verfahrens zuzuführen. Wenn die Gefrierflüssigkeit während einer entsprechend langen Zeit aus dem einen Behälter zugeführt ist, wird die Behandlung mit dieser Flüssigkeit unterbrochen, in einer zweiten Stufe des Gefriereis werden dann die Waren mit Gefrierflüssigkeit aus einem zweiten oder dritten Behälter behandelt. Vorteilhaft kann hierbei die Flüssigkeit des nächsten Behälters eine andere Temperatur besitzen, als die bei der ersten Stufe benutzte. Man kann beispielsweise in der ersten Stufe eine Flüssigkeit verwenden, die eine verhältnismäßig hohe Temperatur, wie etwa -5° C besitzt, während in .der zweiten Stufe eine Flüssigkeit mit einer Temperatur von - io bis - 15° C benutzt wird.
  • Eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist schematisch in der Zeichnung dargestellt, und: zwar in Fig. i von oben, in Fig. 2 von der Seite.
  • Beidem dort gezeigtenAusführungsbeispiel ist ein Tisch i für die erste Stufe der Beliandlungdurch zentrale Gefrierung, ein Tisch 2 für die zweite Verfahrensstufe angeordnet. Das Rohr 3 dient zur Zuführung der Flüssigkeit zu dem Tisch i, die Rohre 4 leiten die Flüssigkeit in das Innere jedes Packstücks. Dem Gefriertisch z führt das Rohr 5 die Flüssigkeit zii. Die Behälter 6 und 7 werden mit Eis und Salz beschickt, um die Gefrierflüssigkeit zu erzeugen. Durch die Rohre 8, 9, 1o, 11, 12, 13 wird der Umlauf der Gefrierflüssigkeit bewirkt, ferner sirre außer einer Zentrifugalpumpe 15 Ventile 16, 17, 18, i9, 20, 21, 22 vorgesehen.

Claims (2)

  1. PATENT-AN sPRÜCHE: i. Verfahren zumGefrieren vonFischen und anderen Nahrungsmitteln in Kisten oder anderen Packstücken durch Ströme einer Gefrierflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Fische o. dgl. zunächst einer vorbereitenden Behandlung -,durch unmittelbare Einführung .der Gefrierflüssigkeit in das Innere des Packstücks unterworfen werden, worauf man über die Packstücke von oben her in bekannter Weise die Gefrierflüssigkeit fließen läßt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Packstücke so gestapelt werden, daß immer ein der ersten Gefrierstufe zu unterwerfendes Packstück auf ein in dieser Stufe schon behandeltes Stück gesetzt wird, so daß die von jenem Stück abilaufende Flüssigkeit von oben her über d:as zweite Packstück fließt.
DE1920337606D 1919-05-08 1920-06-12 Verfahren zum Gefrieren von Fischen und anderen Nahrungsmitteln Expired DE337606C (de)

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