DE337060C - Verfahren zur Herstellung eines Ersatzmittels fuer Knochenkohle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Ersatzmittels fuer Knochenkohle

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DE337060C
DE337060C DE1917337060D DE337060DD DE337060C DE 337060 C DE337060 C DE 337060C DE 1917337060 D DE1917337060 D DE 1917337060D DE 337060D D DE337060D D DE 337060DD DE 337060 C DE337060 C DE 337060C
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charcoal
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J20/00Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof
    • B01J20/02Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material
    • B01J20/20Solid sorbent compositions or filter aid compositions; Sorbents for chromatography; Processes for preparing, regenerating or reactivating thereof comprising inorganic material comprising free carbon; comprising carbon obtained by carbonising processes

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Ersatzmittels für Knochenkohle.
  • Zum Entfärben, Geruchlosmachen und im allgemeinen zum Reinigen und Desinfizieren von Flüssigkeiten bedient man sich mit besonderem Erfolg der Knochenkohle oder in neuer Zeit solcher Ersatzmittel, die man durch Erhitzen natürlich vorkommenden kohlehaltigen Materials, wie Koks, Braunkohle u. dgl., erhalten kann. Es hat sich indessen ergeben, daß die so erhaltenen Kohlen der Knochenkohle an Wirksamkeit erheblich nachstehen; man hat daher verschiedene Verfahren in Vorschlag gebracht, die Wirksamkeit diesr kohligen Rückstände zu erhöhen, ohne indessen zu einem geeigneten billigen Material gelangt zu sein. Es ist auch versucht worden, Kohle auf mineralischer Substanz, wie Ton, Kieselsäure u. dgl., durch Glühen zu befestigen und so ein anorganisches Skelett mit Kohle zu überziehen, aber auch auf diese Weise ist ein billiges, den vielseitigen Anforderungen der Technik entsprechendes Material nicht erhalten worden. Eine tbersicht über diese Herstellungsmethoden findet sich in dem Buche von Dr. K ö h 1 e r, Die Fabrikation des Rußes und der Schwärze, Braunschweig 1912, 3. Aufl., S. I88.
  • Es hat sich nun ergeben, daß der sogenannte bituminöse Schiefer ein billiges und sehr geeignetes Rohmaterial bildet, um ein solches, allen Anforderungen genügendes Produkt zu erzeugen und gleichzeitig den Abfall der Schwelerei zu verwerten.
  • Zur Herstellung der Entfärbungsmittel verfährt man in der Weise, daß man zerkleinerten bituminösen Schiefer in geschlossenen Retorten auf Rotglut erhitzt und unter Luftabschluß erkalten läßt. Man kann dabei das übergehende C)1 oder den Teer als Nebenprodukt gewinnen.
  • Man kann aber auch den bituminösen Schiefer zuerst unter Luftzutritt weiß brennen und densellben dann in geschlossenen Retorten mit einem kohlehaltigen Material, wie Zucker, Stärke, Holzspänen, Petroleum u. dgl., wie vorher angegeben, erhitzen. Es wird dadurch erreicht, daß die Masse schwefelfrei, poröser und wesentlich voluminöser wird, was für manche Zwecke von erheblichem Wert ist und die geringen Mehrkosten deckt.
  • Die Substanz des Schiefers bildet ein sehr geeignetes Skelett für die Festlegung der feinen Kohleteilchen und unterstützt die Wirkung der Kohle beim Reinigen von Flüssigkeiten, namentlich beim Entfärben der Mineralöle.
  • Die neuen Produkte unterscheiden sich auch wesentlich von den nach der deutschen Patentschrift 276343 hergestellten Absorp tions- und Entfärbungsmitteln, die kein anorganisches Skelett enthalten und zur Entfernung der Asche mit Säuren und Wasser ausgelaugt werden sollen. Das Ausgangsmaterial des Verfahrens der Patentschrift, der Kolm an sich, stellt eine anthrazitartige bituminöse Kohle dar (vgl. C. W i n k 1 e r, Chem. Centralblatt 1903, II, S. 67 und 68, auch N o r d e n s k j old, Chem. Centralblatt 1905, II, S. 701). Der Aschegehalt wird mit I2 bis 22 Prozent angegeben, während die bituminösen Schiefer einen Aschegehalt bis 96 Prozent aufweisen (vgl. M a r c k w a l d & F r a n k, Chem. Centralblatt 1902, II, S. 1161), Es lrandelt sich demnach in der Patentschrift um die Herstellung einer mög-. lichst aschefreien Kohle, die nicht die gleiche Wirkung haben kann, wie die Produkte des vorliegenden Verfahrens, bei denen das anorganische Skelett die Wirkung der Kohle unterstützt und einen wesentlichen Teil der Produkte bildet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCII : Verfahren zur Herstellung einesErsatzmittels für Knochenkohle aus bituminösen Schiefer oder dessen Ab bränden, dadurch gekennzeichnet, daß man den bituminösen Schiefer unter Luftabschluß erhitzt und unter Luftabschluß erkalten läßt, oder daß man die Abbrände des bituminösen Schiefers mit kohlehaltigen Stoffen unter Luftabschluß erhitzt und unter Luftabschluß erkalten läßt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1994016811A1 (en) * 1993-01-27 1994-08-04 Syracuse University Activated carbons molecularly engineered

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1994016811A1 (en) * 1993-01-27 1994-08-04 Syracuse University Activated carbons molecularly engineered
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