DE336749C - Verfahren zum Haltbarmachen organischer Stoffe, wie Nahrungs-, Genuss- und Arzneimittel - Google Patents

Verfahren zum Haltbarmachen organischer Stoffe, wie Nahrungs-, Genuss- und Arzneimittel

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DE336749C DE1916336749D DE336749DA DE336749C DE 336749 C DE336749 C DE 336749C DE 1916336749 D DE1916336749 D DE 1916336749D DE 336749D A DE336749D A DE 336749DA DE 336749 C DE336749 C DE 336749C
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
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Description

  • Verfahren zum -Haltbarmachen organischer Stoffe, wie Nahrungs-, Genuß- und Arzneimittel. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Haltbarmachen organischer Stoffe, wie Nahrungs-, Genuß- und- Arzneimittel, insbesondere zum Dauerhaftmachen von Milch. Das Verfahren besteht -darin, daß man diese Stoffe durch zur Sterilisierung nicht ausreichende Wärmewirkung, z. B. durch Erhitzen auf 5o bis 85°, von pathogenen oder virulenten Mikroorganismen befreit und darauf mit Stickoxydulgas bei Drucken zwischen 5 bis 25 Atmosphären behandelt und unter diesem Gasdruck aufbewahrt.
  • Dem Stickoxydul kann zwecks Verbilligung des Verfahrens noch Kohlensäure oder Sauerstoff beigemengt werden, jedoch muß man Sorge- tragen, daß die zuzusetzende Menge nicht so hoch bemessen wird, daß dadurch eine Beeinträchtigung des zu konservierenden Stoffes erfolgt. Bei säureempfindlichen Stoffen, wie Milch, empfiehlt es sich, Sauerstoff als Verdünnungsmittel zu verwenden; bei Stoffen, die, wie z. B. Fleisch oder Fruchtsäfte, verhältnismäßig unempfindlich gegen Säure sind, kann Kohlensäure verwendet werden. Kohlensäure und Sauerstoff haben zwar an sich nur geringe bakterizide Kraft; in Mischung mit Stickoxydul entfalten sie aber gute Eigenschaften, insbesondere mit Bezug auf die Hemmung von Saprophyten, z. B. Sporenbildnern. Andere sogenannte indifferente Gase, wie Wasserstoff, Stickstoff, Kohlenoxyd, Kohlenwasserstoff USW., vermögen die genannten Gase nicht zu ersetzen. Beispiel i.
  • in Teile frische Milch werden, nachdem die Milch in bekannter Weise biorisiert, d. h. in fein verteiltem Zustand kurze Zeit auf 75' erhitzt, oder pasteurisiert, d.:h. längere oder kürzere Zeit auf Temperaturen zwischen 56 und 85° oder sehr kurze Zeit auf zoo° erhitzt und dann rasch abgekühlt worden ist; auf sterilem Weg in ein Druckgefäß gebracht, mit Stickoxydulgas bei einer Konzentration, welche einem Druck von etwa 15 Atmosphären entspricht, behandelt und unter diesem Druckbei Kellertemperatur (etwa io bis i2°) aufbewahrt. Derart behandelte Milch hält sich monatelang frisch, ohne daß gesundheitsschädliche Veränderungen eintreten. Beim Entleeren des Gefäßes iäßt man zweckmäßig die Milch aus Einer engen öffnung in ein geeignetes Gefäß ausströmen: Hierbei entweicht das Stickoxydul fast vollkommen. Die letzten Spuren werden durch Erwärmen auf 35 bis q.o° und mäßiges Schütteln entfernt. Beispiele. io Teile Serum oder Fleischsaft werden bei etwa 55 bis 6o° eine Stunde lang pasteurisiert, sodann in ein Druckgefäß gebracht und mit Stickoxydul bei einer-Konzenfration, welche einem Druck von io Atmosphären entspricht, imprägniert und nunmehr im Eisschrank (bei etwa 5 bis 6°) aufbewahrt. Das Serum kann,-auf diese Weise frisch gehalten, noch nach sehr langer Zeit zur Herstellung von Nährböden, z. B. Kulturplatten nach Löffler usw., mit sehr gutem Erfolg verwendet werden. ' -Es liste - bereits' notgeschlagen worden, zwecks Völliger Entkeimung Nahrungsmittel u. dgl. m%" Stickoxydulgas bei Drucken von 3 bis 25 Atmosphären zu behandeln. Dieser Vorschlag ist aber technisch wertlos, da gewöhnliche Milch, Frischfleisch u. dgl., auf diese Weise behandelt, in kürzester Zeit dem Verderb anheimfällt.
  • Es ist auch vorgeschlagen worden, durch Behandeln mit konzentriertem -Stickoxydul bei Drucken über 25 Atmosphären pathogene Mikroorganismen mindestens derart zu schädigen, daß ihre Virulenz verschwindet.
  • Man hat ferner vorgeschlagen, Fleisch mit überhitztem Dampf völlig zu entkeimen und es dann unter geeigneten Gasen, wie Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Kohlensäure, Kohlenoxyd, Stickoxydul usw., unter Drucken von 1-Z bis 2 Atmosphären aufzubewahren. Durch die Aufbewahrung unter diesen Gasen, welche zum Teil bakterizide Eigenschaften nicht besitzen, wird bezweckt, das Eindringen frischer Keime zu verhindern. .Bei Durchführung dieses bekannten Verfahrens, welches völlige Entkeimung durch genügend lange Einwirkung hoher Temperaturen zur Voraussetzung hat, wird der Nachteil in Kauf genommen, daß die behandelten Stoffe durch Anwendung des Entkeimungsprozesses in unerwünschter Weise physiologisch verändert werden. So verliert z. B. durch Erhitzen sterilisierte Milch nicht nur ihren Wohlgeschmack, sondern sie ist auch sonst zu ihrem Nachteil verändert. So ist z. B. bekannt, daß in vielen Fällen das Auftreten von englischer Krankheit bei Säuglingen auf die Ernährung mit sterilisierter Milch zurückzuführen ist. Im übrigen besteht auch kein besonderes Bedürfnis zur Anwendung dieses bekannten Verfahrens, denn man kann bekanntlich eingewecktes Fleisch oder völlig sterilisierte Milch auch; ohne derartige Maßnahmen lange Zeit aufbewahren.
  • Demgegenüber beruht vorliegende Erfindung auf der Erkenntnis, daß es möglich ist, Stoffe, welche durch zur Sterilisation nicht ausreichende Wärmewirkung von pathogenen oder virulenten Mikroorganismen befreit sind, unter Stickoxydulgas bei Drucken zwischen 5 und 25 Atmosphären zu konservieren. Durch diese Erkenntnis ist die Erzielung besonderer technischer Vorteile insofern gegeben, als es nunmehr möglich ist, Nahrungsmittel u. dgl. durch Wärmewirkungen, welche unerwünschte physiologische Veränderungen nicht oder doch nicht in erheblichem Maße zur Folge haben, teilweise zu entkeimen und diese teilweise entkeimten Stoffe lange Zeit hindurch frisch zu halten. Es ist z. B. bekannt, daß Milch durch Pasteurisieren oder Biorisieren von pathogenen Bakterien befreit werden kann, ohne daß sie die mit Sterilisierung verbundenen physiologischen Veränderungen erleidet. Derartige Milch verdirbt aber in einigen Tagen. Nach vorliegendem Verfahren gelingt es ohne Schwierigkeiten, diese Milch monatelang völlig frisch zu erhalten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcFI: Verfahren zum Haltbarmachen organischer Stoffe, wie Nahrungs-, Genuß- und Arzneimittel, insbesondere zum Dauerhaftmachen von Milch unter Wahrung ihres physiologischen Zustandes, dadurch gekennzeichnet, daß plan diese Stoffe zur Abtötung pathogener Organismen zur Sterilisierung nicht ausreichenden Wärmewirkungen unterwirft und darauf die Stoffe mit Stickoxydulgas bei Druckhöhen -zwischen 5 und 25 Atmosphären oder mit Mischungen von Stickoxydulgas mit Sauerstoff oder Kohlensäure bei Druckhöhen von mehr als 5 Atmosphären behandelt und die Stoffe unter diesen Gasdrucken aufbewahrt.
DE1916336749D 1916-06-04 1916-06-04 Verfahren zum Haltbarmachen organischer Stoffe, wie Nahrungs-, Genuss- und Arzneimittel Expired DE336749C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0015184A1 (de) * 1979-02-19 1980-09-03 L'air Liquide, Societe Anonyme Pour L'etude Et L'exploitation Des Procedes Georges Claude Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung gekühlter Milch

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0015184A1 (de) * 1979-02-19 1980-09-03 L'air Liquide, Societe Anonyme Pour L'etude Et L'exploitation Des Procedes Georges Claude Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung gekühlter Milch
FR2448864A1 (fr) * 1979-02-19 1980-09-12 Air Liquide Procede de traitement du lait refrigere

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