DE334751C - Vorrichtung zum Zusetzen von Frischdampf in die Abdampf- oder Heizleitung bei Gegendruckturbinen - Google Patents
Vorrichtung zum Zusetzen von Frischdampf in die Abdampf- oder Heizleitung bei GegendruckturbinenInfo
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- DE334751C DE334751C DE1919334751D DE334751DD DE334751C DE 334751 C DE334751 C DE 334751C DE 1919334751 D DE1919334751 D DE 1919334751D DE 334751D D DE334751D D DE 334751DD DE 334751 C DE334751 C DE 334751C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D1/00—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines
- F01D1/02—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines with stationary working-fluid guiding means and bladed or like rotor, e.g. multi-bladed impulse steam turbines
- F01D1/023—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines with stationary working-fluid guiding means and bladed or like rotor, e.g. multi-bladed impulse steam turbines the working-fluid being divided into several separate flows ; several separate fluid flows being united in a single flow; the machine or engine having provision for two or more different possible fluid flow paths
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Description
Vorliegende Erfindung bezweckt bei Gegendruckturbinen,
deren Abdampfmenge zeitweilig den Heizbedürfnissen nicht genügt, durch ein
besonderes, mit der Turbinensteuerung in Verbindung stehendes Frischdampfzusatzventil den
fehlenden Heizdampf zuzuführen.
Bekanntlich wird eine Gegendruckturbine am wirtschaftlichsten betrieben, wenn sie mit
anderen Maschinen elektrisch parallellaufend von der gesamten Netzbelastung immer einen
solchen Teil übernehmen kann, wie der geforderten Heizdampfmenge entspricht. Ist nun
die Gesamt- oder Grundbelastung des Netzes Idein, der Heizdampfverbrauch aber groß, so
daß selbst bei bereits leer laufenden parallel geschalteten Maschinen die Gegendruckturbine
die Gesamtbelastung übernimmt und dabei noch zu wenig Heizdampf liefert, so muß Frischdampf
in die Heizleitung zugesetzt werden. Dies geschieht üblicherweise durch Dampfdruckminderventile
in Abhängigkeit vom Heizdampfdruck. Die hierfür verwendeten gewöhnlichen Minderventile
haben als dampfgesteuerte Ventile vielfach Mängel, indem sie ungenau regeln, steckenbleiben
oder in anderer Weise versagen.
Nach vorliegender Erfindung wird dieses Frischdampfzusatzventil in zuverlässiger Weise
durch Drucke! betätigt, indem seine Hilfsmaschme
in direkter Verbindung mit dem Druckölsystem der Steuerung des Frischdampfeinlaßventils
der Gegendruckturbine steht und von demselben Treiböl das Frischdampfeinlaßventil
beeinflußt wird, wobei zweckmäßig der für solche Regelungen übliche Druckregler gleichzeitig zur Beeinflussung des Drucköles für
die Hilfsmaschinen des Frischdampfeinlaßventils und des Zusatzventils benutzt wird. Bei
zunehmendem Heizdampfdruck müssen Einlaß- und Zusatzventil schließen, wobei jedoch zwecks
günstiger Dampfausnutzung bei irgendwelcher Belastung der Turbine das Zusatzventil erst
dann Frischdampf zusetzen soll, wenn der Abdampf der Turbine allein den Heizdampfbedarf
nicht mehr zu decken vermag.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das eigentliche Ölregulierventil des Drucke
reglers mit zwei Steuerkanten für das Drucköl versehen ist, eine für das Drucköl der Hilfsmaschine
des Frischdampfeinlaßventils der Turbine, die -andere für das Drucköl der Hilfsmaschine
des Zusatzventils.
In der Zeichnung ist eine Ausführung der Erfindung beispielsweise dargestellt. Der Gegendruck
oder Heizdampfdruck wirkt auf einen federbelasteten Kolben oder eine Membran« des Druckreglers b ein, welche ein Ventil mit
zwei Steuerkanten c und d beeinflußt. Das Steueröl strömt dem Steuerungssystem von der
Pumpe aus durch das Regulierventil e zu und fließt durch den Regulierschlitz f in der.Regulier-
büchse g in Abhängigkeit vom Geschwindigkeitsregler
h oder durch eine der beiden Durchgangsstellen c und d des Druckreglers b in Abhängigkeit
vom Heizdampfdruck ab. Das Frischdampfeinlaßventil ist mit i, seine Hilfsmaschine
mit k, das Frischdampf zusatzventil mit I, die zugehörige Hilfsmaschine mit m bezeichnet.
Unterhalb dem Kolben befindet sich ferner ein ölzirkulations- bzw. Ölablaufloch n.
ίο Der Öldruck im Steuerungssystem des Einlaßventils
ist am kleinsten bei kleiner Belastung der Turbine und nimmt mit steigender Belastung
entsprechend der Charakteristik der Feder über dem Kolben der Hilfsmaschine k
des Frischdampfeinlaßventils stetig zu. Da bei Leerlauf der Turbine das Zusatzventil den
ganzen "Heizdampf bedarf decken soll, muß der kleinste Öldruck unter dem Kraftkolben des
Einlaßventils noch so groß sein, daß er den Kraftkolben des Zusatzventils voll zu heben
vermag.
Die Gegendruckturbine kann parallel geschaltet mit anderen Maschinen zusammen
arbeiten, jedoch auch selbstständig für sich allein.
Der Regelungsvorgang bei parallel geschalteter Gegendruckturbine ist folgender:
Die Regulierbüchse g wird mit dem Ölabfhißschlitz
f so eingestellt, daß erst bei Leerlauf, also erhöhter Drehzahl, das Drucköl an dieser
Stelle abfließen kann, also bei belasteter Turbine und etwas kleinerer Drehzahl eine aus dem
Netz rückwirkende Belastungsänderung keinen Einfluß auf den Steuerungsöldruck ausüben
kann. Der Steueröldruck wird in diesem Falle innerhalb normaler Grenzen ausschließlich vom
Druckregler aus beeinflußt, indem z. B. bei sinkendem Heizdampfverbrauch und damit
steigendem Heizdampfdruck der untere Ölabfluß d freigegeben wird, der Öldruck unter dem
Kolben der Hilfsmascbine k so lange wirkt, bis durch das Einlaßventil nur noch so wenig
Frischdampf strömt, daß der Heizdampfdruck ein bestimmtes Maß nicht übersteigt.
Bei steigendem Heizdampfverbrauch und damit sinkendem Heizdampfdruck schließt durch überwiegenden Federdruck auf die Membran
auf Aufwärtsbewegung der" Kante d das Drucköl ab, der Öldruck i-n Steuerungssystem
steigt, die Turbine erhält durch das weiter sich öffnende Einlaßventil mehr Frischdampf, so
daß der Heizdampfdruck gehalten wird. Der Heizdampfdruck erfährt bei dieser Regulierung
eine gewisse Ungleichförmigkeit, er ist etwas niedriger bei großem Heizdampfverbrauch und
etwas höher bei kleinem Heizdampfverbrauch, bezogen auf den mittleren Durchschnittswert.
Deckt bei Vollast der Gegendruckturbine der Abdampf derselben die Heizbedürfnisse
nicht, so bewegt sich infolge geringer Heizdampfdruckabnahme das Regulierventil des
Druckreglers b nach oben, so daß die obere j Regulierkante c den Drucköldurchfluß nach
dem Kolben der Hilfsmaschine m des Zusatzventils I freigibt, so daß direkt Frischdampf in
die Heizleitung strömt. Hierbei schließt die untere Kante d des Regulierventils ihren Durchfluß
noch nicht ab, so daß bei noch weiter nach ■ oben sich verschiebendem Ventil das weniger
austretende Öl bei Kante iü das mehr austretende Öl bei Kante c praktisch ausgleicht. Somit
wird der Öldruck trotz Ölabfluß nach dem Zusatzventil unter dem Kolben der Hilfsmaschine
k des Einlaßventils erhalten und der Belastung der Turbine entsprechend möglichst
aller Heizdampf zur vorherigen Kraftabgabe in der Turbine herangezogen.
j Nimmt die Netzbelastuhg ab, so behält die Gegendruckturbine ihre Belastung entsprechend den Heizbedürfnissen, bis schließlich die parallel geschalteten Maschinen leer laufen. Von diesem Moment ab muß bei weiter abnehmender Netzbelastung auch die Turbine entsprechend weniger Belastung aufnehmen. Dadurch steigt die Drehzahl, der Regulierschlitz bei f wird frei,, der Öldruck unter dem Kolben der Hilfsmaschine & sinkt, bis schließlich bei Leerlauf der Gegendruckturbine das Einlaßventil i ganz schließt. Da aber Heizdampf benötigt wird, bewegt sich gleichzeitig durch Dampfdruck- go abnähme das Regelventil des Druckreglers nach oben, die Kante c gibt den Öldurchfluß zur Hilfsmaschine des Zusatzventils frei, so daß die benötigte Heizdampfmenge zur Heizleitung strömt und somit auch bei leer laufender Turbine den Heizbedürfnissen Genüge geleistet wird.
j Nimmt die Netzbelastuhg ab, so behält die Gegendruckturbine ihre Belastung entsprechend den Heizbedürfnissen, bis schließlich die parallel geschalteten Maschinen leer laufen. Von diesem Moment ab muß bei weiter abnehmender Netzbelastung auch die Turbine entsprechend weniger Belastung aufnehmen. Dadurch steigt die Drehzahl, der Regulierschlitz bei f wird frei,, der Öldruck unter dem Kolben der Hilfsmaschine & sinkt, bis schließlich bei Leerlauf der Gegendruckturbine das Einlaßventil i ganz schließt. Da aber Heizdampf benötigt wird, bewegt sich gleichzeitig durch Dampfdruck- go abnähme das Regelventil des Druckreglers nach oben, die Kante c gibt den Öldurchfluß zur Hilfsmaschine des Zusatzventils frei, so daß die benötigte Heizdampfmenge zur Heizleitung strömt und somit auch bei leer laufender Turbine den Heizbedürfnissen Genüge geleistet wird.
Die Feder über dem Kolben' der Hüfsmaschine
k des Einlaßventils ist zu diesem Zweck so stark vorgespannt, daß der Öldruck bei Leerlauf
noch so hoch ist, daß er genügt, um den Kolben der Hilfsmaschine ni des Zusatzventils
genügend hoch anzuheben. Das Ölsteuerungssystern ist durch das Regelventil des Druckreglers in zwei Teile getrennt, in das
System höheren Öldruckes des Einlaßventils i, in das System niederen Öldruckes des Zusatzventils
I.
Bei selbstständig arbeitender Gegendruckturbine, also Parallelschaltung, muß der Geschwindigkeitsregler
wegen der Drehzahlerhaltung mitregulieren. Die Regulierbüchse g ist dabei so in ihrer Höhenlage eingestellt, daß
durch den Geschwindigkeitsregler h der Ölablauf bei f dauernd geregelt wird, während der
Druckregler wie vorher in Abhängigkeit des Heizdampfdruckes mit den Kanten c und d
auf das Steueröl einwirkt.
Genügt bei irgendeiner Belastung der Turbine
die durch die Turbine strömende Dampfmenge den Heizdampfbedürfnissen allein nicht,
so wird durch Dampfdruckabnahme wieder die obere Kante e des Regelventils so weit nach
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Zusetzen von Frischdampf in die Abdampf- oder Heizleitung bei
Gegendruckturbinen, dadurch gekennzeichnet-, daß das Frischdampfzusatzventil der
Abdampf- oder Heizleitung von demselben Steueröl wie das Frischdampfeinlaßventü der Turbine beeinflußt wird.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Gegendruck
der Turbine beeinflußter Druckregler (δ) auf das Steueröl der Hilfsmaschinen
(k, m) des Frischdampfeinlaßventils (i) und
Frischdampfzusatzventils (I) einwirkt.
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch
die Einwirkung zweier Steuerkanten (c, d) des Druckreglers auf das Steueröl in erster
Linie der die Turbine durchströmende Abdampf zu Heizzwecken benutzt wird und unabhängig von der Kraftabgabe der Turbine
selbsttätig nur dann Frischdampf in die Heizleitung zugesetzt wird, wenn der Abdampf
der Turbine allein den Heizbedürfnissen nicht genügt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH334751X | 1919-08-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE334751C true DE334751C (de) | 1921-03-19 |
Family
ID=4503302
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919334751D Expired DE334751C (de) | 1919-08-25 | 1919-09-09 | Vorrichtung zum Zusetzen von Frischdampf in die Abdampf- oder Heizleitung bei Gegendruckturbinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE334751C (de) |
-
1919
- 1919-09-09 DE DE1919334751D patent/DE334751C/de not_active Expired
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