DE3347465C2 - - Google Patents
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- DE3347465C2 DE3347465C2 DE3347465A DE3347465A DE3347465C2 DE 3347465 C2 DE3347465 C2 DE 3347465C2 DE 3347465 A DE3347465 A DE 3347465A DE 3347465 A DE3347465 A DE 3347465A DE 3347465 C2 DE3347465 C2 DE 3347465C2
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B11/00—Preservation of milk or dairy products
- A23B11/30—Preservation of cream or cream preparations
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
zum Sterilisieren von reiner Milchsahne, wobei
ein Sahnestrom durch Erhitzen auf eine Temperatur zwischen
125 und 140°C sterilisiert, entgast, bei Temperaturen zwi
schen 60 und 0°C homogenisiert und abgepackt wird.
Reine oder natürliche Milchsahne ist eine Emulsion von Fett
stoffen und Wasser, welche gewöhnlich ca. 20 bis 40 Gew.%
Fettstoffe, 70 bis 55 Gew.% Wasser, Rest andere Milchbe
standteile wie Eiweiß, Salze usw. enthält. Dabei weist
durch Abschöpfen gewonnene Sahne bekanntlich einen höheren
Wassergehalt auf als durch Zentrifugieren gewonnene Sahne.
In jedem Falle ist die Haltbarkeit von natürlicher oder
reiner Milchsahne äußerst begrenzt. Durch Pasteurisieren
ist eine Haltbarkeit von 3 bis 4 Tagen erzielbar, während
sich durch Erhitzung sterilisierte Sahne wenigstens etwa
60 Tage lang hält.
Ein wichtiger Verwendungszweck von Milchsahne ist die
Bereitung von Schlagsahne auf industrieller oder handwerk
licher Basis sowie auch für den häuslichen Gebrauch. Dabei
ergibt eine Volumeneinheit frischer Sahne etwa zwei Volu
meneinheiten Schlagsahne oder mehr, d. h. es findet eine
Volumenvergrößerung im Verhältnis von 2 : 1 oder darüber
statt.
Pasteurisierte Sahne wird gewöhnlich in der Weise herge
stellt, daß die frische Sahne zunächst bei einer Temperatur
von mehr als 60°C entgast und anschließend bei Temperatu
ren zwischen 85 und 95°C pasteurisiert wird. Pasteurisierte
Sahne läßt sich einigermaßen gut schlagen und wird daher
vielfach für die Bereitung von Schlagsahne verwendet. Wegen
ihrer begrenzten Haltbarkeit ist jedoch eine ständige Belie
ferung der Verbraucher notwendig, so daß sich sehr hohe
Vertriebskosten ergeben. Darüber hinaus treten beim Pasteur
isieren der Sahne Änderungen des Aussehens, des Geruchs und
des Geschmacks auf, welche bei einem Vergleich mit frischer
Sahne auffällig bemerkbar sind.
In der AT-PS 2 68 848 wird ein Verfahren zur Sterilisierung
von Sahne durch direktes Aufheizen mit überhitztem Dampf
beschrieben, der zum Teil in der Sahne kondensiert und diese
verdünnt. Im Anschluß an die Sterilisierung wird die Sahne
ohne vorheriges Abkühlen in eine Entspannungskammer geleitet,
in der der Sahne soviel Wasser entzogen wird, daß sie ihr
ursprüngliches spezifisches Gewicht wieder erhält. Die
Entspannungstemperatur liegt bei ca. 78°C. Die Sahne wird
durch das Entspannen abgekühlt.
In der Deutschen Molkereizeitung von 1973 (2) wird auf Seite
1521 unter dem Kapitel "Rahmkühlung" die schnelle Abkühlung von
Sahne auf unter 5°C empfohlen.
In der AT-PS 2 68 848 wird auch eine Möglichkeit zur Steri
lisierung von Sahne durch indirektes Erhitzen beschrieben.
Da bei indirektem Erhitzen kein Wasserdampf in der Sahne
kondensiert und es somit zu keiner Verdünnung kommt, wird
das Entspannen der Sahne für diesen Fall ausdrücklich
ausgeschlossen, da das Entspannen der Sahne zu einem
Wasserverlust und damit zu einer unerwünschten Änderung des
spezifischen Gewichts führt.
Durch Erhitzung sterilisierte Sahne weist zumeist
eine instabile Konsistenz auf. Insbesondere die Fett
stoffe neigen dazu, in der wäßrigen Phase der ursprüng
lichen Emulsion zu dichten gallertartigen Massen zu
koagulieren. Da diese Veränderung nicht umkehrbar ist, läßt
sich die so veränderte Sahne nicht mehr für die Bereitung
von Schlagsahne verwenden. Die Stabilität der Konsistenz
läßt sich mittels gewisser Zusätze innerhalb gewisser Gren
zen verbessern, wobei dann jedoch nicht mehr von "reiner"
Sahne die Rede sein kann. Für die Herstellung von "reiner"
Sahne mit einer stabileren Konsistenz kann die bereits
sterilisierte Sahne bei einer Temperatur von mehr als 60°C
homogenisiert werden, indem sie mit einem Speisedruck von
wenigstens 30 bar und bis zu 250 bar durch enge Durchlässe
hindurchgepreßt wird. Das auf diese Weise gewonnene Pro
dukt ist jedoch kaum für die Bereitung von Schlagsahne
geeignet, da hierbei eine Volumenvergrößerung im Verhält
nis von höchstens nur 1,5 : 1 erzielbar ist und die daraus
bereitete Schlagsahne eine unbefriedigende Konsistenz zeigt.
Darüber hinaus treten auch bei einer solchen Behandlung
deutlich wahrnehmbare Veränderungen der Eigenschaften der
Sahne auf.
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, die vorste
hend angeführten Mängel und Nachteile insbesondere ohne
die Verwendung von Zusätzen oder sonstigen Fremdsubstanzen
zu beseitigen oder wenigstens erheblich zu verringern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren
der eingangs genannten Art gelöst, das dadurch gekenn
zeichnet ist,
daß das Sterilisieren durch indirekte Erhitzung erfolgt,
daß die anschließende Entgasung des Sahnestroms bei einer Temperatur von 60 bis 30°C in einem Dünnschichtverfahren bei einem absoluten Druck von 0,75 bis 0,85 bar erfolgt, wobei die Verweilzeit der Dünnschicht wenigstens 1 s beträgt und höchstens auf eine Zeitspanne begrenzt ist, während welcher sich der ursprüngliche Wassergehalt der Sahne um höchstens 5%, bezogen auf den ursprünglichen Wassergehalt, verringert,
daß das Homogenisieren unter Anwendung einer Scherwirkung in einem ventilgesteuerten Homogenisierapparat und mit einem Speisedruck von 30 bis 80 bar erfolgt
und daß das Abpacken bei einer Temperatur von höchstens 5°C in dicht verschlossene Behälter erfolgt.
daß das Sterilisieren durch indirekte Erhitzung erfolgt,
daß die anschließende Entgasung des Sahnestroms bei einer Temperatur von 60 bis 30°C in einem Dünnschichtverfahren bei einem absoluten Druck von 0,75 bis 0,85 bar erfolgt, wobei die Verweilzeit der Dünnschicht wenigstens 1 s beträgt und höchstens auf eine Zeitspanne begrenzt ist, während welcher sich der ursprüngliche Wassergehalt der Sahne um höchstens 5%, bezogen auf den ursprünglichen Wassergehalt, verringert,
daß das Homogenisieren unter Anwendung einer Scherwirkung in einem ventilgesteuerten Homogenisierapparat und mit einem Speisedruck von 30 bis 80 bar erfolgt
und daß das Abpacken bei einer Temperatur von höchstens 5°C in dicht verschlossene Behälter erfolgt.
Bei der unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zu behandelnden Sahne handelt es sich um aus Vollmilch
gewonnene, natürliche Sahne ohne irgendwelche Zusätze,
welche vorzugsweise einen Wassergehalt von ca. 65 bis 55%
und einen Fettgehalt von etwa 30 bis 40 Gew.% aufweist. Der
bis 100 Gew.% fehlende Anteil setzt sich aus Eiweißstoffen,
Laktose und Mineralsalzen zusammen.
Das den ersten Schritt des Verfahrens darstellende Steri
lisieren erfolgt vorzugsweise mit einer Verweilzeit von
ca. 1 bis 5 s.
Der zweite und der dritte Schritt des Verfahrens, d. h.
also das Entgasen und das Homogenisieren, finden vorzugs
weise bei einer Temperatur von höchstens 50°C statt.
Das Homogenisieren erfolgt vorzugsweise unter Einwirkung
von Scherkräften in einem ventilgesteuerten Homogenisier
apparat mit einem Speisedruck von 50 bar.
Im folgenden ist das erfindungsgemäße Verfahren anhand der
Zeichnung beschrieben, deren einzige Figur eine schemati
sierte Darstellung einer Anlage zum Durchführen des Ver
fahrens zeigt.
In der Zeichnung erkennt man einen Sterilisierapparat 1,
welcher über eine Leitung 2 und eine volumetrische Speise
pumpe 3 mit einem auf einer geeigneten Lagertemperatur von
ca. 5°C gehaltenen Strom von aus Vollmilch gewonnener
Sahne gespeist ist. Das Sterilisieren der Sahne im Steri
lisierapparat 1 erfolgt durch indirekte Erhitzung mittels
erhitzen oder überhitzten Wassers. Zu diesem Zweck ist der
Sterilisierapparat vorzugsweise als Platten-Wärmetauscher
ausgebildet.
Die zum Sterilisieren verwendete Temperatur liegt zwischen
etwa 125 und 140°C und richtet sich innerhalb dieses
Bereichs nach der für das fertige Produkt zu erzielenden
Haltbarkeitsdauer.
Je nach der Anfangstemperatur der Sahne und der Temperatur,
auf welche sie zum Sterilisieren erhitzt werden soll, liegt
die Verweilzeit der Sahne im Sterilisierapparat 1 zwi
schen etwa 1 und 5 s.
Der Sterilisierapparat 1 hat vorzugsweise einen Vorwärmab
schnitt, in welchem der Sahnestrom auf eine nahe unterhalb
der Sterilisationstemperatur liegende Temperatur vorge
wärmt wird.
Der Sahnestrom verläßt den Sterilisierapparat 1 über eine
Leitung 4 und wird dann in einem Platten-Wärmetauscher 5
auf eine Temperatur von 60 bis 30°C, vorzugsweise höch
stens 50°C zurückgekühlt. Der Wärmetauscher 5 kann zweck
mäßig als ein Teil des Sterilisierapparats 1 ausgeführt
sein, wobei dann die zurückgewonnene Wärme durch Wärmeaus
tausch für die Vorwärmung des zufließenden Sahnestroms ver
wendet werden kann.
Vom Wärmetauscher 5 gelangt der Sahnestrom über eine Lei
tung 6 zu einem aseptischen Entgasungsapparat 7, in wel
chem die Entgasung im Dünnschichtverfahren
bei einem absoluten Druck von 0,75 bis 0,85 bar, vorzugs
weise höchstens 0,80 bar erfolgt. Der Entgasungsapparat 7
hat die Form eines mit seiner Achse senkrecht angeordneten
zylindrischen Behälters, welcher über eine Leitung 8 mit
einer in der Zeichnung nicht dargestellten Vakuumpumpe
verbunden ist. Die Leitung 6 mündet im oberen Teil des Ent
gasungsapparats tangential zur zylindrischen Umfangswand
desselben, so daß sich der Sahnestrom zu einer dünnen
Schicht auf der Wandung ausbreitet und entlang Schrauben
linien daran abwärts fließt, um sich im unteren Teil des
Apparats wieder zu sammeln. Bei der Entgasung werden
flüchtige und unangenehm riechende Bestandteile der Sahne
zusammen mit in der Sahne gelöstem Sauerstoff und kleinen
Mengen Wasserdampf über das obere Teil des Entgasungs
apparats 7 abgeführt.
Die Anordnung des Entgasungsapparats 7 an der Abströmseite
des Sterilisierapparats 1 bietet den Vorteil daß die Sahne
nicht nur von der ursprünglich darin enthaltenen Luft, ins
besondere Sauerstoff befreit wird, sondern auch von gege
benenfalls durch die Erhitzung beim Sterilisieren freige
setzten unangenehmen Gerüchen.
Vom unteren Teil des Entgasungsapparats 7 wird die Sahne
über eine Leitung 9 abgeführt, an welcher eine volumetri
sche Saugpumpe 10 angeschlossen ist. Über die Leitung 9
gelangt der Sahnestrom dann zu einem Homogenisierapparat 11.
Dieser weist eine Hochdruckpumpe 12 und eine vorzugsweise
mittels Ventilen gesteuerte Durchlaßanordnung 13 auf.
Die Hochdruckpumpe 12 speist die Durchlaßanordnung 13 mit
dem Sahnestrom unter einem Speisedruck von
30 bis 80 bar, vorzugsweise von etwa 50 bar.
Das Homogenisieren findet bei einer Temperatur von 60 bis
0°C statt, vorzugsweise bei einer Temperatur von höch
stens 50°C, d. h. also höchstens bei der für die Entgasung
angewendeten Temperatur.
Vom Homogenisierapparat 11 gelangt der Sahnestrom über eine
Leitung 14 zu einem Abfüllgerät 17, von welchem die Sahne
bei einer Temperatur von höchstens 5°C in sterilisierte,
dicht schließende Behälter 18 abgefüllt wird. Die zwischen
dem Homogenisieren und dem Abfüllen liegende Zeitspanne
beträgt dabei vorzugsweise höchstens 10 s.
Falls das Homogenisieren bei einer beträchtlich niedrige
ren Temperatur ausgeführt werden soll als die Entgasung,
wird der von der Saugpumpe 10 geförderte Sahnestrom einem
zwischen der Pumpe 10 und dem Homogenisierapparat 11 in
der Leitung 9 angeordneten Platten-Wärmetauscher 16 zuge
führt und in diesem auf die für das Homogenisieren vorgese
hene Temperatur abgekühlt.
Anderenfalls kann der Wärmetauscher 16 jedoch auch weg
gelassen werden.
Falls ferner die beim Homogenisieren angewendete Temperatur
höher ist als die Abfülltemperatur, wird der Sahnestrom
durch einen in der Leitung 14 angeordneten Wärmetauscher 15
hindurchgeleitet und in diesem auf eine Abfülltemperatur
von höchstens 5°C abgekühlt.
Die unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
behandelte Sahne zeigt bei der Herstellung von Schlagsahne
eine Volumenvergrößerung von mehr als 2 : 1, gleich ob sie
unmittelbar nach der Behandlung oder nach einer Lagerzeit
von mehr als sechzig Tagen verarbeitet wird. Die daraus
bereitete Schlagsahne hat eine ausgezeichnete Konsistenz
und Standfestigkeit, d. h. bei Aufbewahrung unter normaler
Kühlung tritt auch zwei Tage nach dem Schlagen der Sahne
keine Verringerung des Volumens ein.
Die nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren behandelte
Sahne hat eine schöne weiße Farbe, ein homogenes Aussehen
und angenehmen Geruch und Geschmack, so daß sie in dieser
Beziehung der frischen Sahne gleichkommt. Diese Eigen
schaften bleiben bei Lagerung der Sahne in dicht ver
schlossenen Behältern auch bei einer Lagerzeit von mehr
als sechzig Tagen unverändert erhalten.
Zur Verarbeitung gelangt durch Zentrifugieren aus Voll
milch gewonnene Sahne mit einem Fettgehalt von 37 Gew.%
und einem Wassergehalt von 57 Gew.%.
Die Sahne wird in einem Strom von 0,75 l/s bei einer
Temperatur von 5°C einem Platten-Wärmetauscher zugeleitet,
welcher in einen Sterilisierabschnitt und einen Rückkühl
abschnitt mit Wärmerückgewinnung unterteilt ist.
Das Sterilisieren erfolgt bei einer Temperatur von 140°C
durch indirekte Erhitzung mittels überhitzten Wassers,
wobei die Verweilzeit bei der genannten Temperatur 2 s
beträgt.
Der aus dem Sterilisierabschnitt austretende Sahnestrom
wird im Rückkühlabschnitt des Platten-Wärmetauschers
schnell auf eine Temperatur von 50°C abgekühlt und an
schließend in einem nach dem Dünnschichtverfahren arbeiten
den Entgasungsapparat bei einem absoluten Druck von 0,75
bar und einer Temperatur von 50°C während einer Zeit
spanne von 5 s entgast. Der Wassergehalt der entgasten
Sahne beträgt nun 55 Gew.%, entsprechend einer prozentu
alen Verringerung von 3,5% gegenüber dem ursprünglichen
Wassergehalt. Der aus dem Entgasungsapparat abgezogene
Sahnestrom wird dann mittels eines
ventilgesteuerten Homogenisierungs
apparats bei einer Temperatur von 47°C und unter einem
Speisedruck von 50 bar homogenisiert.
Der homogenisierte Sahnestrom wird dann in einem Platten-
Wärmetauscher auf eine Temperatur von 4°C abgekühlt und
unmittelbar darauf in sterilisierte und hermetisch dicht
schließende Behälter abgefüllt. Die Zeitspanne zwischen
dem Homogenisieren und dem Abfüllen beträgt dabei 5 s,
während die Gesamtdauer der Behandlung 120 s beträgt.
Die in der beschriebenen Weise behandelte Sahne wird hin
sichtlich ihrer Eignung für die Bereitung von Schlagsahne
sowie ihrer sonstigen Eigenschaften untersucht. Zu diesem
Zweck werden Proben der Sahne unmittelbar nach dem Abfül
len und nach einer Lagerzeit von sechzig Tagen bei einer
Kühltemperatur von 4°C entnommen.
Beim Öffnen der Behälter zeigte die Sahne in beiden Fällen
eine schöne weiße Farbe und ein homogenes Aussehen ohne
unangenehmen Geruch oder Geschmack.
Bei der Bereitung von Schlagsahne wird in beiden Fällen
eine Volumenvergrößerung von wenigstens 2,25 erzielt.
Die Beständigkeit der Schlagsahne wurde mittels eines
Mohr′schen Apparats ermittelt, wobei sich ein Mittelwert
von 42,25 Einheiten auf der Skala des Apparats ergab.
Zur Untersuchung der Beständigkeit der Schlagsahne bei
Zimmertemperatur von 21°C wurden aus der Schlagsahne
geformte Würfel mit einer Kantenlänge von 10 cm auf einen
Rost gesetzt und die aus den Würfeln austretende Sicker
flüssigkeit gesammelt. Dabei wurden nach einer Standzeit
von 1 h bzw. 2 h 3 ml bzw. 5 ml Sickerflüssigkeit aufge
fangen. Nach einer Standzeit von zwei Tagen bei einer Tem
peratur von 5°C hatte sich die Höhe der aus Schlagsahne
geformten Würfel um weniger als 1 cm verringert, womit
eine hohe Beständigkeit unter Beweis gestellt wurde.
Claims (4)
1. Verfahren zum Sterilisieren von reiner Milchsahne,
wobei ein Sahnestrom durch Erhitzen auf eine Temperatur
zwischen 125 und 140°C sterilisiert, entgast, bei
Temperaturen zwischen 60 und 0°C homogenisiert und
abgepackt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sterilisieren durch indirekte Erhitzung erfolgt,
daß die anschließende Entgasung des Sahnestroms bei einer Temperatur von 60 bis 30°C in einem Dünnschichtverfahren bei einem absoluten Druck von 0,75 bis 0,85 bar erfolgt, wobei die Verweilzeit der Dünnschicht wenigstens 1 s beträgt und höchstens auf eine Zeitspanne begrenzt ist, während welcher sich der ursprüngliche Wassergehalt der Sahne um höchstens 5%, bezogen auf den ursprünglichen Wassergehalt, verringert,
daß das Homogenisieren unter Anwendung einer Scherwirkung in einem ventilgesteuerten Homogenisierapparat und mit einem Speisedruck von 30 bis 80 bar erfolgt
und daß das Abpacken bei einer Temperatur von höchstens 5°C in dicht verschlossene Behälter erfolgt.
daß das Sterilisieren durch indirekte Erhitzung erfolgt,
daß die anschließende Entgasung des Sahnestroms bei einer Temperatur von 60 bis 30°C in einem Dünnschichtverfahren bei einem absoluten Druck von 0,75 bis 0,85 bar erfolgt, wobei die Verweilzeit der Dünnschicht wenigstens 1 s beträgt und höchstens auf eine Zeitspanne begrenzt ist, während welcher sich der ursprüngliche Wassergehalt der Sahne um höchstens 5%, bezogen auf den ursprünglichen Wassergehalt, verringert,
daß das Homogenisieren unter Anwendung einer Scherwirkung in einem ventilgesteuerten Homogenisierapparat und mit einem Speisedruck von 30 bis 80 bar erfolgt
und daß das Abpacken bei einer Temperatur von höchstens 5°C in dicht verschlossene Behälter erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das den ersten Schritt darstellende Sterilisieren mit
einer Verweilzeit von 1 bis 5 erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Entgasen und das Homogenisieren
bei einer Temperatur von höchstens 50°C stattfinden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Homogenisieren mit einem
Speisedruck von 50 bar erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT68533/82A IT1191248B (it) | 1982-12-30 | 1982-12-30 | Procedimento di trattamento in continuo della crema naturale di lattemediante sterilizzazione |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3347465A1 DE3347465A1 (de) | 1984-07-05 |
| DE3347465C2 true DE3347465C2 (de) | 1992-12-24 |
Family
ID=11309745
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833347465 Granted DE3347465A1 (de) | 1982-12-30 | 1983-12-29 | Verfahren fuer die fortlaufende behandlung von reiner milchsahne mittels sterilisation |
Country Status (3)
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| DE (1) | DE3347465A1 (de) |
| FR (1) | FR2538677B1 (de) |
| IT (1) | IT1191248B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4435713C2 (de) * | 1994-10-06 | 2000-10-26 | Westfalia Separator Ag | Vorrichtung zur Gewinnung von Butteröl |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE3425585A1 (de) * | 1984-07-11 | 1986-02-06 | Willi 7218 Trossingen Renn | Rahm-halbfertig-schnellgericht |
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| US2054065A (en) * | 1932-08-20 | 1936-09-15 | Crown Cork & Seal Co | Method of treating milk products and resulting products |
| GB497649A (en) * | 1936-06-17 | 1938-12-19 | Fritz Jung | Improvements in and relating to the production of cream products |
| CH501368A (de) * | 1966-06-23 | 1971-01-15 | Sulzer Ag | Verfahren zum Erhöhen der Lagerfähigkeit und der Schlagfähigkeit von mittels Kurzzeit-Hocherhitzung behandeltem Rahm |
-
1982
- 1982-12-30 IT IT68533/82A patent/IT1191248B/it active
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1983
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- 1983-12-29 DE DE19833347465 patent/DE3347465A1/de active Granted
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|---|---|---|---|---|
| DE4435713C2 (de) * | 1994-10-06 | 2000-10-26 | Westfalia Separator Ag | Vorrichtung zur Gewinnung von Butteröl |
Also Published As
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| IT8268533A0 (it) | 1982-12-30 |
| DE3347465A1 (de) | 1984-07-05 |
| FR2538677A1 (fr) | 1984-07-06 |
| FR2538677B1 (fr) | 1989-11-10 |
| IT1191248B (it) | 1988-02-24 |
| IT8268533A1 (it) | 1984-06-30 |
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Free format text: BRANCIAROLI, ERASMO, TURIN/TORINO, IT GRAZIOLI, ANTONIO, OSPEDALETTO LODIGIANO, MILANO, IT |
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