DE3345708A1 - Verfahren zur herstellung einer elektrochemischen speicherzelle - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer elektrochemischen speicherzelle

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer elektrochemischen
  • Speicherzelle Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
  • Solche elektrochemischen Speicherzellen eignen sich sehr gut als Energiequelle für Elektrofahrzeuge.
  • Sie finden in vermehrtem Maß ihre Anwendung in Speicherbatterien, die als Energiequelle von Elektrofahrzeugen vorgesehen sind.
  • Ein spezielles Beispiel hierfür sind wiederaufladbare elektrochemische Speicherzellen auf der Basis von Natrium und Schwefel, die einen Festelektrolyten aus Betaaluminiumoxid besitzen. Ein Vorteil dieser elektrochemischen Speicherzellen besteht darin, daß beim Laden keine elektrochemischen Nebenreaktionen auftreten. Der Grund dafür ist, daß nur Natriumionen durch den Festelektrolyten gelangen können. Die Stromausbeute einer solchen Natrium/Schwefel-Speicherzelle liegt daher etwa bei 100 %. Bei diesen elektrochemischen Speicherzellen ist das Verhältnis von Energieinhalt zum Gesamtgewicht einer solchen Speicherzelle im Vergleich zum Bleiakkumulator sehr hoch, da die Reaktionsstoffe leicht sind und bei den elektrochemischen Reaktionen viel Energie frei wird.
  • Wird an solche Speicherzellen eine zu hohe Spannung angelegt, so kann es zum Bruch des Festelektrolyten kommen. Das gleiche kann auch bei einer Uberalterung oder einer mechanischen Beschädigung des Festelektrolyten auftreten. Um in einem solchen Fall das Zusammenfließen und das direkte Reagieren von größeren Mengen an Natrium und Schwefel zu vermeiden, ist in der US-PS 42 47 605 vorgeschlagen, im Anodenraum einen Sicherheitseinsatz vorzusehen, der das Alkalimetall aufnehmen kann.
  • Dieser Sicherheitseinsatz weist an seinem unteren Ende eine kleine Austrittsöffnung auf, über welche das Natrium in einen Sicherheitsspalt zwischen dem Sicherheitseinsatz und dem Festelektrolyten eintreten kann.
  • Von Nachteil ist bei den bekannten Speicherzellen, daß die Sicherheitsspalte Abmessungen aufweisen die den Erfordernissen nicht entsprechen, d.h. daß die Abmessungen zu groß sind, so daß bei einem Bruch des Festelektrolyten immer noch zu große Mengen an Natrium und Schwefel zusammenfließen, wodurch auch hierbei eine schnelle Zerstörung der Speicherzelle bewirkt werden kann.
  • Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde ein Verfahren anzugeben, mit dem der Sicherheitsspalt einer Speicherzelle gegenüber Ausführungen bei bekannten Einrichtungen minimiert werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
  • Bei der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herge stellten Speicherzelle liegt das Gewichtsverhältnis von Schwefel zur elektrochemisch nutzbaren Menge an Natrium zwischen 1,81 und 2,09. Dadurch wird erreicht, daß bei entladener Speicherzelle die maximal mögliche Menge an Schwefel und Natrium in das Reaktionsprodukt, insbesondere in das Natriumpolysulfid übergeführt sind. Das elektrochemisch nicht nutzbare Natrium wird benötigt, um einen dauernden Kontakt zwischen dem Natrium und dem Festelektrolyten aufrecht zu erhalten, weil nur auf diese Weise auch im entladenen Zustand über die ganze Elektrolytfläche Strom gezogen werden kann. Hierdurch wird sichergestellt, daR auch bei entladener Speicherzelle die maximale Leistung entnommen werden kann. Bei der erfindungsgemäßen Speicherzelle beträgt die elektrochemisch nicht nutzbare Natriummenge weniger als 0,15 g Natrium pro cm2 Elektrolytoberfläche.
  • Das Natriumvolumen ist um 5 % größer als das zur Aufnahme des gesamten bei der Füllung der leeren Speicherzelle bei 120 0C mit Natrium benötigten Volumens.
  • Dadurch wird einerseits der Volumenausdehnung des Natriums bei einer eventuellen Aufheizung der frischgefüllten Zelle auf 500 OC Rechnung getragen, andererseits wird das dafür vorgesehene Reservevolumen und damit das Gesamtvolumen der Speicherzelle klein gehalten.
  • Das Schwefelraumvolumen ist maximal 5 % größer als das für die Aufnahme des Reaktionsproduktes bei 350 Oc benötigte Volumen, wobei davon ausgegangen wird, daß die Speicherzelle bis zum völligen Verbrauch des elektrochemisch nutzbaren Natriums entladen wird. Damit wird einerseits dem der Volumenzunahme des Reaktionsproduktes bei stärkerer Aufheizung der Speicherzelle bis auf 500 Oc und einer möglichen Überentladung unter den elektrochemischem Verbrauch des nichtnutzbaren Natriums Rechnung getragen, andererseits wird das Schwefelraumreservevolumen klein und damit das Gesamtvolumen der Speicherzelle ebenfalls klein gehalten.
  • Weitere erfindungsgwensentliche Merkmale sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand von Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen: Figur 1: Eine nach dem Verfahren hergestellte Speicherzelle, Figur 2: eine Variante der in Figur 1 dargestellten Speicherzelle.
  • Die in Figur 1 dargestellte Speicherzelle 1 auf der Basis von Natrium und Schwefel wird im wesentlichen durch ein Gehäuse 2, einen Festelektrolyten 3 und einen Sicherheitseinsatz 4 gebildet. Das Gehäuse der Speicherzelle 1 ist becherförmig ausgebildet. Es ist vorzugsweise aus einem korrosionsbeständigen Metall gefertigt und ist auf seiner Innenfläche mit einem Korrosionsschutz (hier nicht dargestellt) versehen. Im Inneren des Gehäuses 2 ist ein ebenfalls becherförmig ausgebildeter Festelektrolyt 3 aus Betaaluminiumoxid angeordnet. Die Abmessungen des Festelektrolyten 3 sind so gewählt, daß zwischen den Außenflächen des Festelektrolyten und den Innenflächen des Gehäuses 2 ein zusammenhängender Raum gebildet wird, der bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel als Kathodenraum 5 dient. Der Innenbereich des Festelektrolyten 3 dient als Anodenraum 6. Im Inneren des Festelektrolyten 3 ist die Hülse 4, die als Sicherheitseinsatz dient, eingesetzt. Sie ist ebenfalls becherförmig ausgebildetet und aus korrosionsbeständigen Metall gefertigt.Die Hülse 4 weist gegenüber dem unteren Ende der Kuppe des Festelektrolyten 3 eine Öffnung 8 auf. Am oberen offenen Ende des Festelektrolyten 3 ist ein Isolierring 10 angeordnet, der nach außen gerichtet ist. Der Isolierring ist als Alphaaluminiumoxid gefertigt und über ein Glaslot (hier nicht dargestellt) mit dem Festelektrolyten 3 verbunden. Die dem Kathodenraum 5 zugewandte Unterseite und die seitlichen Begrenzungsflächen des Isolierrings werden von einer becherförmigen Hülse lOH umgeben, durch deren Boden das obere Ende des Festelektrolyten 3 hindurchgeführt ist. Die Hülse lOH ist vorzugsweise aus einem dispersionsgehärtetem Aluminium gefertigt und durch Thermokompression mit dem Isolierring 10 verbunden. Die Abmessungen der Hülse sind so gewählt, daß sie in einer Ebene mit der Oberfläche des Isolierrings abschließt. Die Abmessungen des Isolierrings und die Abmessungen der Hülse 10H sind so gewählt, daß durch sie der Kathodenraum 5 vollständig nach außenhin abgeschlossen wird. Die Hülse ist zum Verschluß des Kathodenraums 5 am oberen Ende des Gehäuses 2 mit dessen Innenflächen fest verbunden.
  • Vorzugsweise ist die Hülle lOH mit der Innenfläche des Gehäuses 2 verschweißt. Der Kathodenraum 5 ist mit einem Graphitfilz 5G ausgefüllt, welcher mit Schwefel getrcnkt ist. Zur Ausbildung des zwischen den Innenflächen des Festelektrolyten 3 und den Außenflächen der Hülse 4 angeordneten Sicherheitsspaltes 9 werden die Abmessungen der Hülse 24 so gewählt, daß zwischen ihr und dem Festelektrolyten rundum ein zusammenhängender Zwischenraum verbleibt, der den Sicherheitsspalt 9 bildet. Vor dem Einsetzen des Sicherheitseinsatzes 4 in den Festelektrolyten 3 werden die Innenflächen des Festelektrolyten 3 mit einer Fasermatte aus Alphaaluminiumoxid ausgekleidet. Anschließend wird der Sicherheitseinsatz in den Festelektrolyten eingefügt. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Abmessungen des Sicherheitseinsatzes so gewählt, daß er gerade noch in das Innere des Festelektrolyten 3 eingefügt werden kann, ohne daß dieser durch das Auftreten eines mechanischen Drucks auf seine Seitenfläche beschädigt wird. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Sicherheitseinsatz aus Aluminium gefertigt. Nach dem Einsetzen ist den Festelekrolyten 3 wird ein Preßwerkzeug (hier nicht dargestellt) in das Innere des Sicherheitseinsatzes eingefügt. Das Preßwerkzeug ist so ausgebildet, daß mit ihm ein allseitiger Druck auf die gesamte Innenfläche des Sicherheitseinsatzes ausgeübt werden kann. Durch diese Maßnahme kann der Sicherheitseinsatz aufgedehnt werden, so daß seine Außenflächen die Fasermatte 11 zusammenpressen und sie noch fester gegen die Innenfläche des Festelektrolyten 3 drücken. Hierdurch wird erreicht, daß der Sicherheitsspalt 9 noch weiter verkleinert wird. Durch diese Maßnahme ist es möglich, daß der Abstand zwischen dem Sicherheitseinsatz 24 und den Innenflächen des Festelektrolyten kleiner als 0,3 mm ist. Insbesondere wird hierdurch erreicht, daß die Fasermatte etwa 50 % des Sicherheitsspaltes 9 ausfüllt, so daß nur noch die Hälfte seines Volumens für die Aufnahme von Natrium zur Verfügung steht.
  • Gleichzeitig wird ein gleichmäßiger Abstand zwischen dem Sicherheitseinsatz 4 und dem Festelektrolyten 3 erzielt, auch wenn dieser keine ideale Zylindergeometrie besitzt.
  • Nach der Fertigstellung des Sicherheitsspaltes 9 wird der Sicherheitseinsatz 4 mit Natrium ausgefüllt. Die Innenfläche des Sicherheitseinsatzes 4 wird mit einem elektrischen Leiter 12 verbunden. Das offene Ende des Festelektrolyten 3 wird durch eine Platte 13 verschlossen, die auf dem Isolierring 10 aufliegt und fest mit diesem verbunden ist. Der mit der Innenfläche des Sicherheitseinsatzes 4 verbundene elektrische Leiter ist ebenfalls elektrisch leitend mit dieser Platte 13 verbunden. Auf der Oberseite der Platte 13 ist ein anodischer Stromabnehmer 14 installiert. Als kathodischer Stromabnehmer kann bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel das Gehäuse 2 dienen. Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit an der Außenfläche des Gehäuses 2, insbesondere am oberen Ende der Speicherzelle ein kathodisches Anschlußelement 15 zu befestigen.
  • Die in Figur 1 dargestellte Speicherzelle, insbesondere der sehr eng ausgebildete Sicherheitsspalt 9 kann auch dadurch hergestellt werden, daß auf die Auskleidung der Innenfläche des Festelektrolyten 3 mit der Fasermatte verzichtet wird. Die Hülse 4 wird hierbei direkt in den Festelektrolyten 3 eingesetzt. Anschließend wird die Hülse 4 mit einem Dehnungswerkzeug (hier nicht dargestellt) so aufgeweitet, daß sie an den Innenflächen des Festelektrolyten fest anliegt. Zusätzlich werden der Festelektrolyt 3 und der Sicherheitseinsatz 4 auf etwa 500 0C erhitzt. Unter der Einwirkung dieser Temperatur wird erreicht, daß der Sicherheitseinsatz 4 fest an den Innenflächen des Festelektrolyten anliegt. Der bei einer Temperatur von 500 0C eng an dem Festelektrolyten 3 anliegende Sicherheitseinsatz 4 zieht sich wegen des höheren thermischen Ausdehnungskoefizienten seines Materials, bei dem es sich um Aluminium handelt, bei der Abkühlung auf die Betriebstemperatur der Speicherzelle 1 stärker zusammen als der Festelektrolyt. Auf diese Weise wird ein Sicherheitsspalt 9 zwischen dem Festelektrolyten 3 und dem Sicherheitseinsatz gebildet wird, dessen Breite kleiner als 0,1 mm ist. Die in diesem Sicherheitsspalt enthaltene Natriummenge ist noch kleiner als bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel. Die vollständige Benetzung der Innenflächen des Festelektrolyten durch das Natrium wird entweder durch die Verwendung der Fasermatte erreicht oder durch den sehr eng ausgebildeten Sicherheitsspalt, der bei dem oben beschriebenen Verfahren erzielt wird.
  • Es besteht auch die Möglichkeit, die Außenfläche des Sicherheitseinsatzes 4 vor dem Einsetzen in dem Festelektrolyten mit Sand abzustrahlen. Nach dem Einsetzen wird der Sicherheitseinsatz wie oben beschrieben aufgeweitet. Seine sandgestrahlte Außenfläche bildet dann die Kapillarstruktur des Sicherheitsspaltes 9.
  • In Figur 2 ist eine inverse Speicherzelle 1 dargestellt.
  • Sie wird ebenfalls durch ein metallisches Gehäuse 2 begrenzt, in dessen Innerem ein Festelektrolyt 3 angeordnet ist. Das Gehäuse 2 ist becherförmig ausgebildet und vorzugsweise aus einem korrosionsbeständigen Material gefertigt. Vorzugsweise wird hierfür Stahl verwendet. Das Gehäuse ist zusätzlich auf seinen Innenflächen mit einem Korrosionsschutz (hier nicht dargestellt) versehen. Der Festelektrolyt 3 ist ebenfalls becherförmig ausgebildet und aus Betaaluminiumoxid hergestellt. Der Innenraum des Festelektrolyten dient bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel als Kathodenraum 5. Die Abmessungen des Festelektrolyten 3 sind so gewählt, daß zwischen den Innenflächen des Gehäuses 2 und den Außenflächen des Festelektrolyten 3 ein zusammenhängender Zwischenraum verbleibt, der bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel als Anodenraum 6 dient. Das obere offene Ende des Festelektrolyten 3 ist mit einem Isolierring 10 verbunden, der aus Alphaaluminiumoxid gefertigt ist. Der Isolierring 10 ist über ein Glaslot mit dem Festelektrolyten 3 verbunden. Der Isolierring 10 ist so ausgebildet, daß er die Funktion eines Flansches übernimmt. Sein Außendurchmesser ist so groß gewählt, daß seine seitlichen Begrenzungsflächen bis zu den Innenflächen des metallischen Gehäuses 2 geführt sind. Der Isolierring ist beispielsweise unter Zwischenfügen eines Rings aus Aluminium (hier nicht dargestellt) fest mit dem Gehäuse 2 durch Thermokompression verbunden. Durch den breit ausgebildeten Isolierring 10 wird der zwischen dem Festelektrolyten 3 und dem Gehäuse 2 liegende Anodenraum nach außenhin verschlossen. Das metallische Gehäuse ist am oberen offenen Ende mit einem nach innen weisenden Flansch 2F versehen, der auf der Oberfläche des Isolierrings 8 aufliegt und zusätzlich mit diesem fest verbunden ist.
  • Das Innere des Festelektrolyten 3 wird durch eine Platte 13 verschlossen, die aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt ist. An der Unterseite der Platte 13 ist ein kathodischer Stromabnehmer 15 befestigt, der als Stab ausgebildet ist und weit in den Festelektrolyten 3 hineinragt. Der Stab 15 ist aus einem korrosionsbeständigen leitenden Material hergestellt. Auf der Oberfläche der Platte 13 ist ein kathodisches Anschlußelement 15 befestigt. Als anodischer Stromabnehmer kann das metallische Gehäuse 2 dienen. Es besteht selbstverständlich auch hierbei die Möglichkeit, am oberen Ende der Speicherzelle ein anodisches Anschlußelement 14 elek- trisch leitend mit dem Gehäuse zu verbinden. Im Anodenraum 6 ist um die Außenfläche des Festelektrolyten 3 eine ebenfalls becherförmige Hülse 4 angeordnet, die an ihrem unteren Ende mit einer dem Boden des Gehäuses gegenüberliegenden Öffnung 8 versehen ist. Die Hülse 4 ist aus Aluminium gefertigt. Vor der Anordnung der Hülse 4 um den Festelektrolyten 3 wird dessen Außenfläche mit einer Aufschäumung aus Alphaaluminiumoxidpulver versehen, das in einer leicht verdampfbaren Flüssigkeit enthalten ist. Zusätzlich enthält die Flüssigkeit eine geringe Menge eines organischen Bindemittels. Nach dem Auftragen dieser Aufschäumung wird die Hülse um den Festelektrolyten 3 angeordnet. Mit Hilfe eines Preßwerkzeuges wird die Hülse 4 unter Einwirkung eines allseitigen Drucks gegen die auf die Außenfläche des Festelektrolyten 3 aufgetragene Schicht 11 gepreßt, so daß der zwischen dem Festelektrolyten 3 und der Hülse 4 gebildete Sicherheitsspalt 9 noch weiter verkleinert wird.
  • Die Hülse 4 wird bis über die Fließgrenze belastet, so daß sie sich eng an die aufgetragene Schicht 11 anschmiegt. Anschließend wird das Lösungsmittel mit dem die Schicht 11 aufgetragen ist durch eine Temperaturbehandlung ausgedampft und das organische Bindemittel zersetzt. Auf diese Weise wird erreicht, daß der Sicherheitsspalt 9 höchstens eine Breite aufweist, die kleiner ist als 0,3 mm. Die sich darin befindliche Natriummenge ist kleiner als 0,15 g Natrium pro cm2 bezogen auf die Oberfläche des Festelektrolyten. Durch die Kapillarwirkung der aufgetragenen Schicht 11 auf der Oberfläche des Festelektrolyten 3 bleibt der Sicherheitsspalt stets mit Natrium gefüllt, das kontinuierlich durch die Öffnung 8 aus dem mit Natrium gefüllten Anodenraum 6 in den Sicherheitsspalt 9 nachfließen kann.
  • Die Ausbildung des Sicherheitsspaltes 9 kann auch bei dieser Speicherzelle dadurch erreicht werden, daß die Hülse 7 direkt um den Festelektrolyten angeordnet wird, wobei mit Hilfe eines Preßwerkzeugs selbige soweit wie möglich an den Festelektrolyten angedrückt wird. Anschließend wird die Hülse zusammen mit dem Festelektrolyten auf eine Temperatur von 500 OC erwärmt, wodurch eine Ausdehnung beider Körper erzielt wird. Da sich die Hülse, welche aus Aluminium gefertigt ist, beim Abkühlen mehr zusammenzieht als der Festelektrolyt 3 wird ein Sicherheitsspalt 9 gebildet, dessen Breite kleiner ist als 0,1 mm. Durch die enge Spaltausbildung wird sichergestellt, daß immer eine genügende Menge an Natrium über die Öffnung 8 in diesen Spalt gelangt und eine optimale Benetzung der gesamten Elektrolytoberfläche erzielt wird.
  • Es besteht auch hierbei die Möglichkeit die Innenfläche der Hülse 4 mit Sand abzustrahlen, und die Hülse 4 dann um den Festelektrolyten 3 anzuordnen und gegen dessen Außenfläche zu pressen. Die Kapillarstruktur wird auch hierbei durch die aufgerauhte Innenfläche der Hülse 4 gebildet.

Claims (8)

  1. An sprüche 1. Verfahren zur Herstellung einer elektrochemischen Speicherzelle (1) auf der Basis von Alkalimetall und Schwefel mit einem Anodenraum (6) und einem Kathodenraum (5), die durch einen alkaliionenleitenden Festelektrolyten (3) voneinander getrennt und wenigstens bereichsweise von einem metallischen Gehäuse (2) begrenzt sind, wobei ein vom Anodenraum (6) abgetrennter den Festelektrolyten (3) umgebender Sicherheitsspalt (9) vorgesehen ist, der über eine Öffnung (8) mit dem Anodenraum (6) in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung des Sicherheitsspaltes (9) eine Hülse (4) direkt oder unter Zwischenfügen einer porösen Schicht (11) gegen die den Sicherheitsspalt (9) begrenzende Fläche des Festelektrolyten (3) gepreßt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des Festelektrolyten (3) von einer Aluminiumoxidfasermatte (11) umgeben und anschließend eine die Form des Festelektrolyten (3) aufweisende als Sicherheitseinsatz (4) dienende Hülse in den Festelektrolyten (3) eingesetzt und allseitig mechanisch aufgeweitet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Festelektrolyten (3) eine als Sicherheitseinsatz (7) dienende Hülse eingesetzt und thermisch allseitig ausgedehnt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenflächen des Festelektrolyten (3) mit einer Aufschäumung aus Alphaaluminiumoxidpulver und einer leicht verdampfenden Flüssigkeit besprüht werden, und daß der Festelektrolyt (3) anschließend von einer Hülse (4) umgeben wird, welche daraufhin allseitig gegen den Festelektrolyten gepreßt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (7) direkt und enganliegend um den Festelektrolyten angeordnet und anschließend auf 500 Oc erwärmt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (7) mechanisch so aufgeweitet wird, daß mindestens 50 % des Sicherheitsspaltvolumens (9) von der Fasermatte oder der Aufschäumung (11) ausgefüllt werden und die Breite des Sicherheitsspaltes (9) höchstens 0,3 mm beträgt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (4) thermisch so aufgeweitet wird, daß die Breite des Sicherheitsspaltes (9) weniger als 0,1 mm beträgt.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Sicherheitsspalt (9) zugewandte Fläche der Hülse (4) zur Bildung einer Kapillarstruktur mit Sand abgestrahlt wird.
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