DE3341540C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Abschalteinrichtung für einen Kernreaktor nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Eine derartige Einrichtung
ist aus der GB 20 85 642 A bekannt.
Aus der US-PS 39 76 540 ist eine Abschalteinrichtung bekannt,
bei der ein Neutronenabsorber über einer elektromagnetischen
Kupplung gehalten wird. Der Magnet ist mit einem Joch aus
ferromagnetischem Material ausgestattet, dessen Curie-Temperatur
der kritischen Temperatur des Reaktors entspricht und das
in Kontakt mit dem Reaktorkühlmittel steht. Wenn das Kühlmittel
die Curie-Temperatur überschreitet, verliert das Joch
seine magnetische Leitfähigkeit, wodurch der Magnetkreis unterbrochen,
die Kupplung gelöst und der Neutronenabsorber in den
Kernbereich des Reaktors abgesenkt werden. Eine ähnliche Einrichtung,
bei der Neutronen absorbierende Stäbe an einer elektromagnetischen
Kupplung über dem Kernbereich hängen, ist in
der EP 00 24 783 A2 beschrieben. Auch hier ragen Magnetjoche
aus ferromagnetischem Material in das Reaktorkühlmittel oberhalb
des Kernbereichs, so daß bei Überschreiten der Curie-Temperatur
die Kupplung gelöst wird, wodurch die Absorberstäbe
durch ihr Eigengewicht in den Kernbereich fallen und
der Reaktor abgeschaltet wird. Da die elektromagnetische Kupplung
bei Normalbetrieb den gewichtigen Neutronenabsorber bzw.
die schweren Neutronenabsorberstäbe zu tragen hat, müssen die
Magnetjoche massiv ausgeführt werden. Dies führt zu relativ
langen Aufheizzeiten, bis das ferromagnetische Material den
Curie-Punkt erreicht hat und die Kupplung anspricht.
Zur Verkürzung der Ansprechzeit ist es aus der eingangs genannten GB 20 85 642 A
bekannt, in den Stromkreis zur Energieversorgung der die
Neutronenabsorber haltenden elektromagnetischen Kupplung
ein temperaturempfindliches Widerstandselement zu schalten,
dessen Gehäuse dem Kühlmittel des Reaktors ausgesetzt ist.
Steigt die Kühlmitteltemperatur über einen vorherbestimmten
Wert an, so erhöht sich der Widerstand des Widerstandselements,
wodurch die Stromversorgung der elektromagnetischen
Kupplung und damit deren Magnetfluß so stark reduziert werden,
daß die Kupplung löst und die Neutronenabsorber in den
Kernbereich gelangen. Widerstandselemente sind jedoch für
Schaltzwecke der hier geforderten Art nicht sonderlich gut
geeignet, da sie keinen definierten Schaltpunkt haben. Dies
kann zu Unsicherheiten für das Auslösen der elektromagnetischen
Kupplung führen, da deren Magnetfeld nicht mehr spontan
bei einem Temperaturanstieg zusammenbricht, wie dies
beim Einsatz der vorerwähnten thermomagnetischen Materialien
grundsätzlich der Fall ist, sobald diese Materialien die
Curie-Temperatur erreicht haben.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, eine Abschalteinrichtung der
zuletzt erörterten, gattungsgemäßen Art dahingehend zu verbessern,
daß das Ansprechen der Schaltereinheit bei definierten
Kühlungsstörfällen zu einer sofortigen Unterbrechung des
Stromkreises für die elektromagnetische Kupplung der Abschaltabsorbereinheit
führt.
Diese Aufgabe wird mit den im Kennzeichen von Anspruch 1
aufgeführten Merkmalen gelöst. Die hierauf bezogenen Unteransprüche
beinhalten vorteilhafte konstruktive Ausgestaltungen
dieser Lösung.
Bei der erfindungsgemäßen Schaltereinheit hat das thermomagnetische
Sensorelement eine relativ geringe Masse und damit
eine kurze Aufheizzeit. Bei Erreichen der Curie-Temperatur
wird der Stromkreis für elektromagnetische Kupplung
spontan unterbrochen, wodurch die Absorberelemente praktisch
gleichzeitig mit dem Störungsereignis ausgelöst werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen erläutert:
Fig. 1 zeigt den Prinzipaufbau der Curiepunkt-gesteuerten
Schaltereinheit,
Fig. 2 zeigt eine erste Einbauvariante der Schaltereinheit
nach Fig. 1 in einem Reaktor,
Fig. 3 zeigt eine zweite Einbauvariante der Schaltereinheit
nach Fig. 1 in einem Reaktor,
Fig. 4 zeigt ein Versuchsmodell einer erfindungsgemäßen
Curiepunkt-gesteuerten Schaltereinheit,
Fig. 5 zeigt im Diagramm den Verlauf der magnetischen
Anziehungskraft zwischen Sensorelement
und Schaltgewicht in Abhängigkeit vom Luftspalt
zwischen diesen Elementen.
Die in Fig. 1 dargestellte Curiepunkt-gesteuerte
Schaltereinheit (im folgenden wird diese Einheit stets
mit CSSE abgekürzt) beruht
auf der thermomagnetischen Eigenschaft eines ferromagnetischen
Materials. Bei Erwärmung dieses
Materials auf seine spezifische Curie-Temperatur wird
es paramagnetisch und verliert praktisch seine magnetische
Leitfähigkeit. Es gibt zahlreiche Materialien
sowie Legierungen auf Eisenbasis, z. B. Silizium- und
Nickeleisen, die diese Eigenschaft bei unterschiedlichen
Curie-Temperaturen TC aufweisen. Für den mit
der Erfindung durchgeführten Versuch wurde eine 70prozentige
Nickeleisenlegierung gewählt, deren Curiepunkt
von ca. 610°C den Schaltpunkt der CSSE bedeutet.
Die stationäre Betriebstemperatur beträgt
ca. 560°C.
Der funktionelle Aufbau der CSSE gemäß Fig. 1 ist
wie folgt:
Ein Dauermagnet 1 bildet mit einem weichmagnetischen
Gehäuse 2, einem Schaltgewicht 3 und einem Jochteil 4
einen Magnetkreis. Als Magnetwerkstoff
für den Dauermagnet 1 wird AlNiCo 450 mit einer Curie-Temperatur
TC=860°C gewählt, da mit diesem bereits
Bestrahlungserfahrungen vorliegen. Mit Hilfe einer
Shuntbrücke 5 als Nebenschluß läßt sich parallel zum
eigentlichen magnetischen Nutzfluß ΦH′
ein definierter Streufluß ΦS aufbauen.
Dadurch kann ein bestimmter Nutzflußanteil ΦH′ für das
Schaltgewicht 3 eingestellt werden. Das Schaltgewicht 3
schließt im angezogenen Zustand elektrische Kontakte
eines Stromkreises 6 für die elektromagnetische Kupplung der
Abschaltabsorber-Einheit. Ein (NiFe-)Sensorelement 7
befindet sich direkt im magnetischen Nutzflußanteil ΦH′
und ist eine Verlängerung des Gehäuses 2, das im Einsatz vom
flüssigen Natrium umgeben ist. Erfährt das Sensorelement
7 eine Temperaturerhöhung über seinen Curiepunkt, so
wird der magnetische Nutzfluß ΦH′ im Sensorelement 7
unmittelbar unterbrochen, und annähernd der gesamte
magnetische Nutzfluß ΦH wird praktisch nur noch über den
Nebenschluß, d. h. über die Shuntbrücke 5 geleitet.
Gleichzeitig fällt das Schaltgewicht 3 ab und unterbricht
den Stromkreis 6 der magnetischen Kupplung der
Abschaltabsorber-Einheit, was zwangsläufig zum Abfall
der Abschaltabsorber-Einheit aufgrund ihres Eigengewichtes
führt.
Zur konstruktiven Ausführung wird noch folgendes angemerkt:
Der Dauermagnet 1 sitzt in einem Magnetführungsring
10 und ist mit diesem in das Gehäuse 2 eingelassen.
Dieses Gehäuse 2 ist als einseitig geschlossener Zylinder
ausgebildet. Der Magnetführungsring 10 steht etwas
über den Dauermagneten 1 über und dient in diesem
Bereich als Aufnahme für den Jochteil 4, der in der
durch die Endbereiche des Magnetführungsrings 10 und des
Gehäuses 2 definierten Ebene flanschartig verbreitert
bis nahe an das Gehäuse 2 heranreicht. Diese flanschartige
Verbreiterung bildet auf den Magnetkreis bezogen
einen Shunt 5.
Die Längen des Jochteils 4 und des Sensorelements 7
sind etwa aufeinander abgestimmt. Das Sensorelement 7
ist insoweit als rohrförmiges Gebilde realisiert und
bildet - in der Verlängerung des Gehäuses 2 - quasi
eine Ummantelung für das Jochteil 4 einschließlich
Shuntbrücke 5.
Im Endbereich des Jochteils 4 und damit auch des rohrförmigen
Sensorelements 7 ist eine Kontakthalteplatte
8 vorgesehen, die starr mit dem Jochteil 4 verbunden ist
und somit ortsfest lagert. Diese Kontakthalteplatte 8
hält die elektrischen Verbindungsleitungen des Stromkreises
6 im gegeneinander isolierten Zustand, d. h. der
Stromkreis 6 ist unterbrochen, solange die von der
Kontakthalteplatte 8 gehaltenen Verbindungsleitungen
nicht über an der zugänglichen Seite der Kontakthalteplatte
8 überstehende Kontakte 9 galvanisch verbunden
werden. Die genannten Verbindungsleitungen sind im
dargestellten Ausführungsbeispiel von der Abschlußseite
des Gehäuses 2 parallel zum Gehäuse 2 und zum Sensorelement
7 zur Kontakthalteplatte 8 geführt, die an
der Gegenseite diese Verbindungsleitungen mit (z. B.
Wolfram-)Kontakten 9 verbindet.
Zur Vervollständigung der CSSE kann
für das Jochteil 4 eine zusätzliche Hilfsspule 15 vorgesehen
werden, die im Bedarfsfall für den Aufbau eines
Sekundärmagnetkreises sorgt. Dessen Richtung kann -
je nach Polung der Spule 15 - gleich- oder gegensinnig
zum dauermagnetischen Nutzfluß ΦH′ im Sensorelement 7
eingestellt sein. Bei gleichsinnigem Verlauf wird dieser
dauermagnetische Nutzfluß ΦH′ soweit verstärkt, daß
das abgefallene Schaltgewicht 3 zurückgeholt werden
kann. Andernfalls kann durch umgekehrte Polung der
Hilfsspule 15 die Schaltfunktion der CSSE leicht
getestet werden.
Die genannte galvanische Verbindung der Kontakte 9 wird
im normalen Betriebszustand des Reaktors über das
Schaltgewicht 3 hergestellt. Dieses Schaltgewicht 3 ist
als zylindrisches magnetisches Teil ausgeführt, das einen
Ringflansch aufweist. Die eine Stirnseite des
Schaltgewichts 3 liegt dem Jochteil 4 in einem definierten
Abstand δ (Luftspalt) gegenüber. In dieser Normalstellung
überbrückt der Ringflansch des Schaltgewichts 3
die Kontakte 9 des Stromkreises 6; gleichzeitig ist der
Magnetkreis über diesen Ringflansch geschlossen und das
Schaltgewicht 3 wird mit einer bestimmten Anziehungskraft
F an das Jochteil 4 gekoppelt.
Das Schaltgewicht 3 ist in einer Keramik-Führungsbuchse
11 geführt, die in einem konzentrischen Ring
12 mit Bodenteil 13 gelagert ist. Über die Länge des
Schaltgewichts 3 und des Bodenteils 13 reicht eine
Hülse 14, die in Verbindung mit dem Sensorelement 7
und dem Gehäuse 2 die CSSE als geschlossene zylindrische
Einheit erscheinen läßt.
Der Ringflansch des Schaltgewichts 3 liegt in einer
Ringnut der Hülse 14 und kann bei einer Unterbrechung
des magnetischen Nutzflußanteils ΦH′ im Sensorelement
7 (im Störungsfall) abfallen, womit der
Stromkreis 6 unterbrochen wird.
Anhand der Fig. 2 und Fig. 3 soll die Anwendung der
erfindungsgemäßen CSSE 20 erläutert werden. Die beiden
gezeichneten Einbauvarianten
sind folgendermaßen aufgebaut:
Eine dreigliedrige Abschaltabsorber-Einheit 21 mit
B₄C ist mittels einer elektromagnetischen Kupplung
22 an einem Absorber-Gestänge 23 aufgehängt. Die
inhärent sichere Abschaltung bei einem Ansteigen der
Natriumtemperatur am Reaktorkern-Austritt wird nun dadurch
ausgelöst, daß der Stromkreis 6 zur elektromagnetischen
Kupplung mittels der Curiepunkt-gesteuerten
selbsttätig wirkenden Schaltereinheit (CSSE)
20 unterbrochen wird. Diese CSSE 20 enthält als Temperaturfühler
das zuvor beschriebene Sensorelement aus thermomagnetischem
Material, das beim Erreichen seiner Curie-Temperatur
die öffnende Schaltfunktion auslöst. Nach
Unterbrechen des Stromkreises für die magnetische
Kupplung 22 fällt die Abschaltabsorber-Einheit 21
zwangsläufig durch ihr Eigengewicht ab.
Gemäß Fig. 2 ist die CSSE 20 direkt in der Aufhängung der Abschaltabsorber-Einheit
21 integriert. Im Zentrum der Position
der Abschaltabsorber-Einheit 21 wird ein Kleinbündel
24 aus 7 Brennstäben untergebracht. Der aus diesem Bündel
24 austretende Natriumstrom umströmt das Sensorelement
7 der CSSE 20, bevor er sich mit dem relativ kalten
Natrium zur Absorberkühlung vermischt. Die Absorberstäbe
21 sind ringförmig um das Brennstab-Kleinbündel
24 herum angeordnet.
Gemäß Fig. 3 ist die CSSE 20 räumlich unabhängig von der Abschaltabsorber-Einheit
21 über einem ausgewählten Brennelement
25 angeordnet. Dies könnte mittels eines eigenen
Stopfens erfolgen, oder die CSSE 20 wird in die Instrumentierungsplatte
integriert. Die Abschaltabsorber-Einheit
21 besteht in diesem Fall aus gelenkig miteinander
verbundenen Stabbündeln, die ein ausreichend
großes Spiel zum Hüllkasten aufweisen.
Zur Funktionsweise der in Fig. 2 und Fig. 3 dargestellten
Konfiguration soll - bezugnehmend auf die Beschreibung
zu Fig. 1 - an dieser Stelle nur auf folgendes
verwiesen werden:
Die CSSE 20 ist jeweils unmittelbar über Brennelementen
24 bzw. 25 eines Reaktorkerns 26 angeordnet und zwar
derart, daß der bei einem Störfall ausströmende heiße
Strom quasi kanalisiert das zylindrische Gebilde CSSE
20 umströmt. Das zentrale Schaltelement, in Form des
thermomagnetischen Sensorelements, wird aufgrund seiner
relativ geringen Masse schnell bis zu seiner Curie-Temperatur
erwärmt. Damit wird der magnetische Kreis
unterbrochen und das Schaltgewicht fällt ab. Damit nun
ist der Stromkreis 6 unterbrochen und die magnetische
Kupplung ohne Strom. Daraufhin gibt das Absorber-Gestänge
die Abschaltabsorber-Einheit frei; sie fällt
in den Reaktorkern und unterbricht den Reaktorbetrieb.
In Fig. 4 ist ein Versuchsaufbau einer CSSE dargestellt.
Als Dauermagnet 1 wird ein ringförmiger AlNiCo
450-Magnet mit diametraler Magnetisierungsrichtung verwendet.
Seine magnetische Flußdichte beträgt im offenen
Zustand 0,14 Vs/m²; im eingebauten Zustand wird der
Arbeitspunkt bei BM=0,45 Vs/m² und HM=4770 A/m angenommen.
Bei dem Versuch wurde ein fester Luftspalt
von δ=0,23 mm eingestellt.
Der weitere Aufbau der CSSE entspricht im wesentlichen
dem Aufbau gemäß Fig. 1.
Der Dauermagnet 1 ist in einer isolierenden Halterung
10′ gelagert, die in einem Gehäuse 2 steckt. An das
Gehäuse 2 schließt das ringförmige Sensorelement 7 an,
das das Jochteil 4 einschließt, das eine Hilfsspule
15 aufweist. Das Gehäuse 2 schließt etwa in der Ebene
der Halterung 10′ ab und geht hier in das Sensorelement
7 über. In dieser Ebene ist auf die Halterung 10′
der Shunt 5 aufgesetzt, der an das Jochteil 4 anschließt
und den Streufluß ΦS definiert.
Das Sensorelement 7 ragt in eine zylindrische Führung
16, in welcher nach Art der Führungsbuchse 11 aus
Fig. 1 auch das Schaltgewicht 3 lagert. Im normalen
Betriebszustand liegt das Schaltgewicht 3 an den Kontakten
9 des Stromkreises für die magnetische Kupplung
der Abschaltabsorber-Einheit an. Der Luftspalt δ
zwischen Jochteil 4 und Schaltgewicht 3 bestimmt die
Kraft F, mit der das Jochteil 4 und Schaltgewicht 3
gegeneinander gehalten werden.
Fig. 5 zeigt den in einer Versuchsanordnung gemäß
Fig. 4 gemessenen Verlauf der Kräfte F als Funktion des
Luftspaltes δ. Hierbei sind die Versuchsergebnisse für
die CSSE nach Fig. 4 angegeben für die Fälle ohne Shunt
() mit Shunt (Δ) und mit Shunt aber ohne Sensorteil
(○).
Zum Testen der Schaltfunktion wurde eine kleine Hilfsspule
mit 100 Windungen (Cu-Draht: ⌀ 0,4 mm) verwendet.
Bei einem Schaltweg von ca. 1,3 mm wurde eine Stromstärke
von 1,3 A (U=1,8 V) benötigt, um das abgefallene
Schaltgewicht (ca. 0,56 N) zurückzuholen.
Zum Öffnen des Schaltgewichts ist nur eine geringe
Stromstärke von ca. 0,2 A erforderlich.
Zusammenfassend wird nochmals folgendes bemerkt:
Die Abschalteinrichtung (inhärent sicheres
Abschaltsystem) besteht aus zwei Einheiten: einer Ab
schaltabsorber-Magnetkupplungs-Einheit und einer Curie
punkt-gesteuerten selbsttätigen Schaltereinheit (CSSE).
Das System arbeitet selbsttätig nach dem Prinzip der
Curiepunkt-Steuerung. Das heißt, bei Curiepunkt-Überschreitung
eines Sensormaterials wird die Abschaltfunktion
selbsttätig ausgelöst. Dieses System zeichnet sich -
im Vergleich zu den bekannten Systemen - durch eine
relativ kurze Ansprechzeit aus, was in der geringeren
aufzuheizenden Masse des CSSE-Fühlers (Sensorelement)
begründet ist. Zwei Ausführungsvarianten des Gesamtsystems
werden aufgrund der flexiblen Einsatzmöglichkeit
der CSSE vorgeschlagen. Sie unterscheiden sich
durch die Systemanordnungen. In der ersten Ausführung
(Fig. 2) wird die CSSE in Absorberstabposition
direkt in der Aufhängung der Abschaltabsorber-Einheit
integriert. Dabei wird die Natrium-Austrittstemperatur
eines zentral untergebrachten 7-Stab-Kleinbündels
als Fühlgröße der CSSE definiert. In der zweiten Ausführung
(Fig. 3) kann die CSSE räumlich unabhängig von
der Abschaltabsorber-Einheit über einem beliebigen
Brennelement angeordnet werden. Die Austrittstemperatur
dieses Brennelementes ist hier direkte Fühlgröße
der CSSE. Als Sensormaterial ist eine 70prozentige
Nickeleisenlegierung NiFe 70/30 mit einer Curie-Temperatur
TC=610°C vorgesehen.
Claims (5)
1. Abschalteinrichtung für einen
Kernreaktor, bei der die Temperatur des Kernbereichs des Kernreaktors mittels
einer temperaturempfindlichen Schaltereinheit überwacht
wird, die im Falle des Überschreitens eines Temperaturgrenzwertes den Stromkreis
für eine elektro-magnetische Kupplung unterbricht, die
im normalen Betriebszustand eine Abschaltabsorbereinheit oberhalb
des Kernbereichs hält, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltereinheit
(20) ein thermomagnetisches Sensorelement (7) aufweist,
daß im normalen Betriebszustand als Zwischenglied zwischen
einem Dauermagneten (1) und einem den Stromkreis
(6) für die elektro-magnetische Kupplung überbrückenden Schaltgewicht
(3) zusammen mit dem Dauermagneten (1) und dem
Schaltgewicht (3) einen geschlossenen Magnetkreis (ΦH′)
bildet, und das im Störungsfall bei Überschreiten von
dessen Curie-Temperatur den Magnetkreis (ΦH′) unterbricht,
wodurch das Schaltgewicht (3) abfällt und den
Stromkreis (6) für die elektro-magnetische Kupplung (22) unterbricht.
2. Abschalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltereinheit konstruktiv wie
folgt ausgebildet ist:
- a) der Dauermagnet (1) mit einem magnetischen Jochteil (4) ist in ein einseitig geschlossenes zylindrisches Gehäuse (2) aus magnetischem Werkstoff eingesetzt,
- b) an das zylindrische Gehäuse (2) ist in Form eines rohrförmigen Gebildes das Sensorelement (7) angesetzt, das das Jochteil (4) umgibt,
- c) an das Sensorelement (7) schließt ein zylindrisches Bodenteil aus unmagnetischem Material (13) an, in welchem das Schaltgewicht (3) geführt ist, das im normalen Betriebszustand den magnetischen Kreis vom Dauermagneten (1) über das Gehäuse (2) und das Sensorelement (7) und das Jochteil (4) schließt und an einer Kontakthalteplatte (8) des Jochteils (4) für den Stromkreis (6) anliegt, und das im Störungsfall abfällt und den Stromkreis (6) unterbricht.
3. Abschalteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Jochteil (4) in dem in der Ebene des
Endes des Gehäuses (2) liegenden Bereich flanschartig zu
einer Shuntbrücke (5) verbreitert ist und über die
- a) im normalen Betriebszustand ein definierter magnetischer Streufluß (ΦS) und
- b) im Störungsfall nahezu der gesamte magnetische Nutzfluß (ΦH) fließt.
4. Abschalteinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Jochteil (4) eine Hilfsspule (15) für
den Aufbau eines Sekundärmagnetkreises aufweist, der gleich-
oder gegensinnig zum Nutzfluß (ΦH′) des Dauermagneten (1)
im Sensorelement (7) einstellbar ist.
5. Abschalteinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das thermomagnetische
Sensorelement (7) aus einer 70%igen Nickeleisenlegierung
(NiFe 70/30) mit einer Curie-Temperatur von
TC=610°C besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833341540 DE3341540A1 (de) | 1983-11-17 | 1983-11-17 | Inhaerent sicheres abschaltsystem fuer kernreaktoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833341540 DE3341540A1 (de) | 1983-11-17 | 1983-11-17 | Inhaerent sicheres abschaltsystem fuer kernreaktoren |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3341540A1 DE3341540A1 (de) | 1985-05-30 |
| DE3341540C2 true DE3341540C2 (de) | 1991-01-31 |
Family
ID=6214539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833341540 Granted DE3341540A1 (de) | 1983-11-17 | 1983-11-17 | Inhaerent sicheres abschaltsystem fuer kernreaktoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3341540A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4698200A (en) * | 1985-12-23 | 1987-10-06 | The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy | Self-actuated nuclear reactor shutdown system using induction pump to facilitate sensing of core coolant temperature |
| US5742106A (en) * | 1995-08-28 | 1998-04-21 | Mikuni Corporation | Thermo-sensitive actuator and idle speed controller employing the same |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3976540A (en) * | 1975-04-03 | 1976-08-24 | The United States Of America As Represented By The United States Energy Research And Development Administration | Magnetic latch trigger for inherent shutdown assembly |
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| US4405558A (en) * | 1980-10-15 | 1983-09-20 | Westinghouse Electric Corp. | Nuclear reactor shutdown system |
-
1983
- 1983-11-17 DE DE19833341540 patent/DE3341540A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3341540A1 (de) | 1985-05-30 |
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Legal Events
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