DE334078C - Verfahren zur Herstellung von Waenden, Decken und Daechern aus einem hoelzernen Tragwerk und Kunstholzbauteilen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Waenden, Decken und Daechern aus einem hoelzernen Tragwerk und KunstholzbauteilenInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B2/00—Walls, e.g. partitions, for buildings; Wall construction with regard to insulation; Connections specially adapted to walls
- E04B2/56—Load-bearing walls of framework or pillarwork; Walls incorporating load-bearing elongated members
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Wänden, Decken und Dächern aus einem hölzernen Tragwerk und Kunstholzbauteilen. Die Wohnungsnot stellt an die Bautechnik die Aufgabe, rasch erstellbare und billige Wohnräume zu schaffen. Man ist auf die alte Fachwerkwand zurückgekommen, führt sie aber bis heute mit ihren Jahrhunderte alten Fehlern aus. Sie sind i. Die an sich tragfähige Ausmauerung -kann nicht derart mit den tragfähigen Pfosten, Schwellen und Pfetten vereinigt werden, daß sie das Holzwerk entlastete und dadurch eine Ersparnis an Holzstärken erzielt würde.
- 2. Die Ausmauerung macht den Winddruck in der Wandrichtung nicht unschädlich, es bleibt die kostspielige Windverstrebung durch Strebepfosten nötig.
- 3. Bei Verwendung von Brettern, Gips- und Zementdielen zur Verschalung hängen diese nur am Fachwerk an, statt mitzutragen und zu verstreben; auch Fenster- und Türrahmen sind nicht organisch fest mit den Pfosten und Riegeln des Fachwerks verbunden, um mitzutragen und zu versteifen.
- q.. Die Klagen, daß es an Fenstern und Türen hereinzieht, sind so alt wie die Riegelwand. Futter und Bekleidungen passen nicht genau auf die Fenster- und Türgestelle und lassen einen Luftweg frei. Beim Schwinden des Holzes wird der Übelstand größer.
- 5. Die Fachwerkwand bietet keinen genügenden Schutz gegen Wärme und Kälte. Die Ausmauerung ist zu dünn, um wärmeisolierend zu wirken. Man hat deshalb durch beiderseitiges Verschalen mit Gips- oder Zementdielen Hohlwände geschaffen, um eine Luftisolierung zu erzielen. Diese wird aber leicht bald wirkungslos, weil der Gips- oder Zementputz beim Anschluß an Holz nicht dauernd haftet.
- Der Gegenstand der Erfindung vereint mit Hilfe eines Bindemittels alle Bauelemente der Fachwerkwand zur Tragfähigkeit, Versteifung und zum luftdichten Zusammenhang.
- Das Bindemittel besteht beispielsweise aus i Gewichtsteil Sorelzement, = Teil Holzmehl, 1/1o Teil Metalloxyd.
- Dieses Bindemittel, mörtelartig verwendet, verbindet Holz mit Kunstholz, Holz mit Holz und Kunstholz mit Kunstholz zu einem festen Baukörper, der sich dadurch auszeichnet, daß seine Bestandteile die gleiche Dehnungszahl haben.
- Die Kunstholzbautafeln e mit Holzeinlagen (Fig. i und 2) werden an den mit Nut und Feder versehenen Kanten und an den Stellen, wo sie an dem Holz a des Fachwerks anliegen, mit der Kittmasse aufgezogen und am Fachwerk befestigt.
- Nach einigen Stunden erhärtet der Kitt und schließt die Tafeln so fest unter sich und mit dem Holz zusammen, daß auch sehr starker Druck sie nicht unter sich trennen oder vom Holz reißen kann. Die so entstandene einheitliche Wand hält jedem Winddruck stand und macht die schräge Windverstrebung der alten Konstruktion entbehrlich (systematische Darstellung Fig. i und 2).
- Die Kunstholzbautafeln e können senkrecht (Fig. i) oder wagerecht (Fig. 2), einseitig oder doppelseitig am Fachwerk a befestigt oder zwischen zwei Pfosten eingepreßt werden.
- Dieselbe Anwendung der Kunstholztafeln ersetzt auch bei Böden und Dachkonstruktioneri die Windverstrebung.
- Die lotrechten Fensterrahmen b (Fig. 3 und 6)_ werden, in Nuten der Pfosten a eingesetzt, verkittet und verschraubt, die wagerechten Rahmenteile, die Fenstersimsunterlagen c und die Fenstersturzteile d werden mit' den Fensterpfosten a schwalbenschwanzförmig verbunden (Fig. 3 und 4.). Auf diese Weise werden alle Rahmenteile zur Verstärkung und Versteifung des Fenstergestells herangezogen. In ähnlicher Weise wird auch das Türengestell gebaut.
- Das Zusammenwirken der Tragfähigkeit der Fensterpfosten a, des Fensterrahmens b, der Kunstholztafeln e veranschaulicht Fig. 6.
- Die Verbindung des Fenstergestells a mit dem Fenstergerippe b, c und d (Fig. 3) geschieht am besten in der Werkstatt, auch die Anschlagarbeiten des Fensters und des Fensterladens werden dort ausgeführt. Am Bau werden die durch die Fenstergerippe verbundenen Pfosten in das Holzwerk eingebaut, und beim Fertigstellen des Baues werden die Fensterflügel und Laden eingehängt. Auf dieselbe Weise wird mit den Türen verfahren. Damit wird eine Kürzung der Baukosten und der Bauzeit erreicht.
- Um bei Hohlwänden (Fig. 3) eine dauernd wirksame Luftisolierung zu erzielen, werden die Bautafeln e der Schalung mit der Kittmasse g, da wo sie an den Pfosten, Schwellen und Pfetten anliegen, verkittet und auf dem Tragwerk befestigt. Die Kittmasse sitzt zwischen den Bauteilen und verbindet sie untrennbar. Fig. 5, Schnitt durch das Fenstersims, zeigt ein Beispiel der Verbindung der Kunstholzbautafeln e mit dem Fenstersims und seiner Unterlage c, Fig. 6, Schnitt durch den Fensterpfosten, die Verbindung des Fensterrahmens b mit dem Fensterpfosten a sowie die Verbindung der Kunstholztafel c mit dem Fensterpfosten a und die Abdichtune durch die Kittmasse e.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRUcH Verfahren zur Herstellung von Wänden, Decken und Dächern, aus einem -hölzernen-Tragwerk und Kunstholzbauteilen mit Holzeinlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunstholzbauteile unter sich und mit den Hölzern des- Tragwerks mittels desselben Kittmittels zusammengeklebt werden, das zum Zusammenkleben der Holzeinlagen der Kunstholzbauteile mit der Kunstholzmasse verwendet ist.
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