DE3336099C2 - Feuerfester Kugelhahn - Google Patents
Feuerfester KugelhahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen feuerfesten Kugelhahn
mit einem Gehäuse mit einem Zentralkanal,
mit einem zwischen einer Öffnungs- und einer Schließ stellung im Zentralkanal drehbaren Kugelküken mit einem Hauptdurchtrittskanal,
mit zwei im Zentralkanal auf beiden Seiten des Kugelkü kens in Umfangsrichtung verlaufenden und radial nach innen gerichteten Schultern,
mit zwei im Zentralkanal auf beiden Seiten des Kugelkü kens axial angeordneten zusammengesetzten Sitzanordnungen zur arbeitsmitteldichten Anlage an dem Kugelküken,
mit einem Verstärkungsring mit einer Zentralöffnung,
mit einem mit dem Verstärkungsring in Anlage befindli chen Sitzring, der sich in Richtung auf diesen und von die sem weg elastisch verbiegen kann, der weiter eine Zentralöff nung und eine dem Kugelküken zugekehrte und an diesem in dichter Anlage anliegende Oberfläche aufweist, und
mit einem Sitzglied mit einer Scheibe mit einer Zentral öffnung, die zwischen dem Sitzring und einer zugeordneten Schulter angeordnet ist.
mit einem Gehäuse mit einem Zentralkanal,
mit einem zwischen einer Öffnungs- und einer Schließ stellung im Zentralkanal drehbaren Kugelküken mit einem Hauptdurchtrittskanal,
mit zwei im Zentralkanal auf beiden Seiten des Kugelkü kens in Umfangsrichtung verlaufenden und radial nach innen gerichteten Schultern,
mit zwei im Zentralkanal auf beiden Seiten des Kugelkü kens axial angeordneten zusammengesetzten Sitzanordnungen zur arbeitsmitteldichten Anlage an dem Kugelküken,
mit einem Verstärkungsring mit einer Zentralöffnung,
mit einem mit dem Verstärkungsring in Anlage befindli chen Sitzring, der sich in Richtung auf diesen und von die sem weg elastisch verbiegen kann, der weiter eine Zentralöff nung und eine dem Kugelküken zugekehrte und an diesem in dichter Anlage anliegende Oberfläche aufweist, und
mit einem Sitzglied mit einer Scheibe mit einer Zentral öffnung, die zwischen dem Sitzring und einer zugeordneten Schulter angeordnet ist.
Auf dem Gebiet der Hähne hat der Ausdruck "feuerfest" die Be
deutung erlangt, einen Hahn zu bezeichnen, der, wenn er ei
nem Brand ausgesetzt wird, bestimmten festgelegten Bedingun
gen entspricht. Siehe hierzu Arant, Fire-Safe Valves - An
Overview, Proceedings, 36. Annual Symposium über Instrumenta
tion for the Process Industries (Texas A Universität,
1981). Unglücklicherweise wurden von verschiedenen Organisa
tionen verschiedene Arten von Bedingungen herausgegeben, und
die Hahnindustrie hat sich noch nicht auf einen einheitli
chen Standard festgelegt. Grundsätzlich läßt sich jedoch sa
gen, daß gemäß einem Standard (American Petroleum Institute
607) ein Hahn als "feuerfest" anerkannt werden kann, wenn er
im geschlossenen Zustand bei einer Gehäusetemperatur von min
destens 600°C mindestens zehn Minuten dicht bleibt. Hähne
mit Konstruktionsmerkmalen, mit denen sie bei einem Brand ei
ner Leckage widerstehen, aber diesem Standard nicht entspre
chen können, werden im allgemeinen "feuerbeständig" genannt.
Es gibt zahlreiche Kugelhähne, denen die Eigenschaft "feuer
fest" zugesprochen wird. Bekannt ist ein feuerfester Kugel
hahn der eingangs genannten Gattung (GB-PS 1 424 573).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Feuerfestigkeit
des bekannten Kugelhahnes noch weiter zu steigern und einen
Kugelhahn mit einem Sitz zu schaffen, der bei Temperaturbe
aufschlagung verbesserte Abdichteigenschaften sicherstellt.
Die Lösung für diese Aufgabe ergibt sich nach der Erfindung
bei einem Kugelhahn der eingangs genannten Gattung dadurch,
daß das Sitzglied eine Scheibenfeder aufweist und auf minde
stens der dem Kugelküken zugewandten Seite mit einer kohlen
stoffhaltigen Beschichtung versehen ist. Diese Beschichtung
erfolgt mit einem expandierten, kohlenstoffhaltigen Materi
al, wie es von der Union Carbide Corporation unter dem Waren
zeichen GRAFOIL vertrieben wird. Hierbei handelt es sich um
ein flexibles Band aus Graphit mit Eigenschaften ähnlich de
nen von pyrolitischem Graphit. Dieses expandierte, kohlen
stoffhaltige Material wirkt wärmeisolierend bis zu Temperatu
ren von 3650°C. Durch die federnde Ausbildung des Sitzglie
des infolge der Scheibenfeder werden durch Wärme hervorgeru
fene Verformungen ausgeglichen. Die kohlenstoffhaltige Be
schichtung wirkt dabei wärmeisolierend.
Zweckmäßige Ausgestaltungen des erfinderischen Grundgedan
kens bilden den Gegenstand von Unteransprüchen.
Am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsformen
wird die Erfindung nun weiter beschrieben. In der Zeichnung
ist:
Fig. 1 ein Längsschnitt durch einen Kugelhahn gemäß der be
vorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 in vergrößertem Maßstab ein Querschnitt durch die
strömungsabwärtige Sitzringanordnung vor dem Zusam
menbau des Hahnes und mit zur besseren Darstellung
weggelassenem Kugelküken,
Fig. 3 in vergrößertem Maßstab ein Querschnitt durch diese
Sitzringanordnung von Fig. 1, aber bei unter der Ein
wirkung von erhöhten Arbeitsmitteldrücken geschlosse
nem Hahn,
Fig. 4 ein Querschnitt ähnlich Fig. 3, aber nach dem Auftre
ten von Brand und Hitze am Hahn, so daß der weiche
Kunststoffsitzring begonnen hat, nach außen wegzu
fließen,
Fig. 5 ein Querschnitt ähnlich Fig. 4, wobei aber das Kugel
küken mit dem sekundären Sitz in Anlage liegt,
Fig. 6 ein Querschnitt ähnlich den Fig. 4 und 5, wobei
aber der weiche Kunststoffsitzring vollständig zer
stört ist,
Fig. 7 eine Aufsicht im wesentlichen in Blickrichtung der
Linie 7-7 in Fig. 1, wobei aber ein Teil des Gehäu
ses zur Darstellung der Bolzenbefestigung weggebro
chen ist,
Fig. 8 in vergrößertem Maßstab ein Querschnitt einer noch
anderen Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 9 in vergrößertem Maßstab ein Querschnitt einer Sitz
ringanordnung in einer noch anderen alternativen Aus
führungsform der Erfindung,
Fig. 10 in vergrößertem Maßstab eine perspektivische Darstel
lung der Sitzringanordnung nach Fig. 9 nach einer
teilweisen Zerstörung infolge eines Brandes und nach
einer zur besseren Darstellung vorgenommenen Loslö
sung vom Hahn und,
Fig. 11 in vergrößertem Maßstab eine perspektivische Darstel
lung der Sitzringanordnung nach Fig. 1 nach einer
teilweisen Zerstörung infolge eines Brandes und nach
einer zur besseren Darstellung vorgenommenen Loslö
sung vom Hahn.
Mit Bezug auf die Fig. 1 und 7 sei dargelegt, daß diese
einen Kugelhahn A mit einem allgemein mit 10 bezeichneten Ge
häuse mit einem Hauptabschnitt 12 und zwei sich gegenüberlie
genden Anschlüssen 14 und 16 darstellen. Die Sitzringanord
nungen B und das Kugelküken C sind in dem Hauptgehäuseab
schnitt 12 untergebracht. Das Kugelküken läßt sich mit einer
mit 18 bezeichneten Anordnung aus einem Schaft und einem
Handgriff drehen. Das Kugelküken C enthält einen Hauptdurch
trittskanal 15, der bei offenem Hahn das Arbeitsmittel vom
Einlaß zum Auslaß leitet. Ein zweiter Kanal 17 läuft in dem
Kugelküken C senkrecht zum Hauptdurchtrittskanal 15 und
zeigt bei geschlossenem Hahn zum Hahneinlaß, um das im Hahn
vorhandene Arbeitsmittel und den Arbeitsmitteldruck bei ge
schlossenem Hahn zum Einlaß abzuleiten.
Das Gehäuse 10 weist einen im allgemeinen zylinderförmigen
Zentralkanal 20 auf, der in seinem Durchmesser nur geringfü
gig über dem des Kugelkükens C liegt. Beide Anschlüsse 14,
16 sind lösbar mit dem Hauptabschnitt 12 verbunden. Hierzu
dienen mehrere in Längsrichtung verlaufende Zugbolzen 22.
Sie liegen in Bohrungen 24 der beiden Anschlüsse 14 und 16
und werden im Hauptabschnitt 12 (Fig. 7) im Paßsitz aufgenom
men. Die Anschlüsse 14, 16 können auch noch mit Innengewinde
26, 28 oder irgendwelchen anderen geeigneten Merkmalen verse
hen werden, um den Hahn an eine zugehörige Arbeitsmittelanla
ge oder ein Rohrsystem anzuschließen.
Die dargestellte und aus einem Schaft und einem Betätigungs
handgriff bestehende Anordnung 18 enthält einen Schaft 30
mit einem unteren Ende 32, das gemäß der Darstellung so ge
staltet ist, daß es gleitend in einer Nute 34 im oberen Ende
des Kugelkükens C aufgenommen wird. Diese Anordnung ermög
licht eine Drehung des Kugelkükens zwischen der Schließ- und
der Öffnungsstellung des Hahnes, während es sich gleichzei
tig axial etwas in dem Zentralkanal 20 verschieben kann,
wenn sich der Hahn in Schließstellung befindet und das Ar
beitsmittel auf es einwirkt.
Durch eine Öffnung 36 im Hauptabschnitt 12 verläuft der
Schaft 30 nach außen. Für höhere Temperaturen geeignete Stop
fringe 38, 40, 42 liegen in der Öffnung 36 und dichten die
Öffnung 36 und den Schaft 30 ab. Gemäß der Darstellung liegt
ein unterer Stopfring 42 auf einem in der Öffnung 36 ausge
bildeten, nach innen verlaufenden Flansch 44. Eine für erhöh
te Temperaturen geeignete Druckscheibe 46 ist unter dem
Flansch 44 angeordnet und auf diesem mit einer nach außen
verlaufenden Schulter oder einem Flansch 48 angeklemmt, der
am unteren Ende des Schaftes 30 ausgebildet ist. Durch eine
Stopfbuchsenpackung 50 und eine Stopfbuchsenmutter 52 wird
der Schaft 30 in seiner Lage gehalten. Gemäß der Darstellung
in Fig. 1 wird bei Anziehen der Mutter 52 eine Druckkraft
auf die Stopfringe 38, 40, 42 ausgeübt und damit eine radia
le Ausdehnung in eine arbeitsmitteldichte Anlage am Schaft
30 bewirkt.
Ein Handgriff 54 ist lösbar am Schaft 30 befestigt. Hierzu
dient eine Mutter 56. Eine Schlüsselfläche 58 ist auf der Au
ßenseite des Schaftes 30 ausgebildet. Die Stellung des Hand
griffes und damit die Stellung des Kugelkükens C wird von
herabhängenden und vom Handgriff 54 getragenen Anschlägen
62, 64 begrenzt. Diese Anschläge gelangen am Hauptabschnitt
12 in Anlage und bilden damit in der vollen Öffnungs- und
vollen Schließstellung feste Anschläge für den Hahn.
Unter weiterem Bezug auf Fig. 1 sei ausgeführt, daß zwei
Sitzringanordnungen B vorgesehen sind. Gemäß der Darstellung
werden die Sitzringanordnungen B durch Klemmung in ihrer La
ge auf den beiden Seiten des Kugelkükens C gehalten. Die
Sitzringanordnungen B sind in im wesentlichen gleichen Ab
ständen von und auf den sich diametral gegenüberliegenden
Seiten der Drehachse des Kugelkükens C angeordnet und enthal
ten zentrale Öffnungen 66, 68. Die Sitzringanordnungen B wer
den durch Schultern 70, 72 gehalten, die an den Stirnseiten
74, 76 der Anschlüsse 14, 16 ausgebildet sind. Die Begren
zung der Einwärtsbewegung der Sitzringanordnungen B ergibt
sich mit zwei Schultern 78, 80. Diese sind an den inneren
Stirnseiten von im Zentralkanal 20 nach innen verlaufenden
Ausnehmungen ausgebildet.
Eine Abdichtung ist weiter noch zwischen dem Hauptabschnitt
12 und den Anschlüssen 14, 16 ausgebildet. Hierbei handelt
es sich um Dichtringe 82, 84. Sie werden in Ausnehmungen 86
bzw. 88 aufgenommen. Jeder Dichtring liegt am Außenumfang ei
nes Teiles der zugehörigen Sitzringanordnung B an. Die Sitz
ringe werden vorzugsweise aus einem verformbaren, federnden,
wärmebeständigen und thermisch stabilen Werkstoff herge
stellt, wie zum Beispiel aus einem Verbundstoff aus expan
diertem kohlenstoffhaltigen Material und einem Drahtgewebe.
Damit werden die Probleme einer Sublimation und eines Verkoh
lens vermieden. Diese Probleme könnten auftreten, wenn eine
konventionelle, aus einem thermoplastischen Werkstoff beste
hende O-Ringdichtung Feuer oder allgemein erhöhten Temperatu
ren ausgesetzt wird. In der bevorzugten Ausführungsform wird
Grafoil (ein eingetragenes Warenzeichen der Union Carbide
Corporation) mit Vorteil als verformbarer und wärmebeständi
ger Werkstoff verwandt. Auch Asbest oder keramische Verbund
stoffe können verwendet werden. Wenn der Hauptabschnitt 12
des Hahnes und die beiden an dessen Enden angeordneten An
schlüsse 14, 16 bei einer Erwärmung und Abkühlung während
und nach einem Brand expandieren und sich wieder zusammenzie
hen, bilden die Dichtringe 82, 84 eine zufriedenstellende Ab
dichtung zwischen dem Hauptabschnitt und den Anschlüssen.
Unter Bezug auf die Fig. 2 bis 6 und 11 werden nun die
speziellen Einzelheiten der Sitzringanordnungen B beschrie
ben. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt der neben dem Anschluß
14 befindlichen stromabwärtigen Sitzringanordnung vor dem Zu
sammenbau des Hahnes. Das Kugelküken C ist zum Erleichtern
des Verständnisses und zur besseren Würdigung der Konstruk
tion der Sitzringanordnung weggelassen. Fig. 3 zeigt eine An
sicht der Sitzringanordnung von Fig. 2 beim Aufbau des Hah
nes und mit sich unter der Einwirkung des erhöhten Arbeits
mitteldruckes in Schließstellung befindendem Kugelküken. Die
Fig. 4, 5 und 6 zeigen die Sitzringanordnung B an aufein
anderfolgenden Stufen nach dem Auftreten eines Brandes. Fig.
4 zeigt einen aus einem weichen Kunststoff bestehenden primä
ren Sitzring, der unter der Einwirkung von Hitze zu fließen
begonnen hat und durch die Hahnöffnung hinaus extrudiert.
Fig. 5 zeigt den Hahn nach einer Berührung des Kugelkükens
mit dem sekundären Sitz. Fig. 6 zeigt den Hahn, nachdem der
aus einem weichen Kunststoff bestehende primäre Sitzring
vollständig zerstört wurde und durch das Hahngehäuse hin
durch extrudiert oder verdampft ist. Fig. 11 zeigt die Sitz
ringanordnung B nach einer teilweisen Zerstörung dadurch,
daß der Hahn nur auf einer Seite einem Feuer oder Strahlungs
hitze ausgesetzt wurde. Die Linien 3-3, 4-4, 5-5 und 6-6
in Fig. 11 entsprechen den in den Fig. 3, 4, 5 und 6
gezeigten Querschnitten der Sitzringanordnung B.
Gemäß der Darstellung in den Fig. 2 und 3 bestehen die
Sitzringanordnungen B vorzugsweise aus drei Bauteilen, das
heißt einem Stützring 100, einem primären Sitzring 102 aus
einem weichen Kunststoff und einem Sitzglied 104 aus einem
verformbaren, in Hitze nicht fließenden Sitzring. Der Stütz
ring 100 weist eine ringförmige Gestalt mit einer zentralen
Öffnung auf und besteht aus einem steifen Material, wie zum
Beispiel Stahl oder einem anderen geeigneten Metall. Eine er
ste in Umfangsrichtung kontinuierliche Stirnseite 106 des
Ringes zeigt auf die zugehörige Schulter 70 des Anschlusses
14. Eine zweite kontinuierliche Stirnseite 108 zeigt auf die
Schulter 78 des Zentralkanals 20 und liegt an dieser an, um
damit eine vordere oder Ruhelage für den Stützring 20 posi
tiv auszubilden. Eine dritte kontinuierliche Oberfläche 110
zeigt im allgemeinen auf das Kugelküken C. Sie ist aber so
bemessen, daß sie in einem Abstand von diesem liegt und da
mit jedes Aneinanderanliegen oder eine Störung vermieden
wird und damit auch eine Verformung und Verschiebung des zu
gehörigen primären Sitzringes 102 zwischen der dritten Ober
fläche 110 des Stützringes 100 und dem Kugelküken C verhin
dert wird. Der Außenumfang 112 des Stützringes 100 liegt
dicht an der Seitenwand des Zentralkanals 20. Der Außenum
fang 112 und die zweite Stirnseite 108 können alternativ ei
nen Flansch oder eine Stufe enthalten, die so geformt und be
messen ist, daß sie an der Schulter 78 anliegt, um Teile des
Stützringes 100 axial weiter nach innen in den Zentralkanal
20 zu verlängern, wo die Gesamtabmessungen des Hahnes dies
erfordern könnten.
Bei weiterem Bezug auf die Fig. 2 und 3 erkennt man, daß
der Sitzring 102 eine zentrale Öffnung 118 aufweist, die
kleiner als die Zentralöffnung des Stützringes 100 ist. Der
Sitzring besteht vorzugsweise aus weichem Kunststoff und
läßt sich allgemein in Richtung auf den Stützring 100 und
von diesem weg biegen. Der Sitzring 102 ist so gestaltet,
daß er auf das Kugelküken C eine federartige mechanische Ela
stizität ausübt. Eine erste Oberfläche 120 zeigt im allgemei
nen auf die zugehörige Schulter 70 des Anschlusses 14. Die
zweite Oberfläche 122 des Sitzringes zeigt auf den Stützring
100 und liegt an dessen Stirnseite 106 an und stützt diese
ab. Die dritte Oberfläche des Sitzringes bzw. die am Kugelkü
ken C anliegende Oberfläche 124 zeigt in Richtung auf das Ku
gelküken C und liegt mit diesem in druckmitteldichter Anla
ge. Eine Lippe 126 verläuft am Außenumfang 128 von der er
sten Oberfläche 120 des Sitzringes axial nach außen. Die Lip
pe 126 verläuft vorzugsweise kontinuierlich um den Sitzring
und ist so angeordnet, daß ihre radiale Innenseite im allge
meinen dem Außendurchmesser des Sitzgliedes 104 entspricht.
Die Lippe 126 ist weiter an ihrer radial am weitesten außen
liegenden Fläche abgeschrägt und leicht über die radialen Au
ßenkanten des Sitzringes übergerollt. Obwohl es nicht erfor
derlich ist, hält diese Anordnung das primäre und das Sitz
glied als eine Untereinheit in vorteilhafter Weise zusammen.
Vorzugsweise wird der Sitzring 102 aus einem weichen federn
den Kunststoff, wie zum Beispiel Teflon, Polyäthylen oder
dergleichen, hergestellt. Auch andere Arten von Werkstoffen,
wie zum Beispiel Acetalharze und dergleichen, oder sogar wei
che Metalle und keramische Verbundstoffe können verwendet
werden.
In dem primären Sitzring 102 ist ein Stauring 130 enthalten.
Vorzugsweise wird dieser in einer Ringnut 132 des Sitzringes
102 aufgenommen. Der Stauring 130 kann auch vollständig im
Sitzring 102 eingeschlossen oder alternativ vollständig ohne
den Sitzring sein, so daß zum Beispiel eine axial gerichtete
Lippe des Sitzgliedes 104 am Innendurchmesser des primären
Sitzringes 102 in Richtung auf das Kugelküken C verläuft.
Vorzugsweise liegt der Stauring 130 jedoch allgemein radial
in der Mitte des Sitzringes 102 zwischen dem zugehörigen
Sitzglied 104 und dem Kugelküken C. In dieser bevorzugten An
ordnung wird der Stauring 130 vor einer Beaufschlagung durch
die gleichen Gefährdungen der Abnutzung und der Beschädigung
isoliert, die das weiche primäre Sitzglied 102 im Normalbe
trieb beeinträchtigen. Der Stauring wird aus einem thermisch
stabilen, in Hitze nicht fließenden Material, vorzugsweise
einem Verbundstoff aus Grafoil und einem Drahtgewebe herge
stellt, ähnlich wie bei den Dichtringen 82, 84. Vorzugsweise
können auch allein Grafoil selbst, ein Drahtgewebe, ein kera
mischer Stoff oder sogar Metall verwendet werden.
Das Sitzglied 104 bildet eine Untereinheit mit einer zentra
len kegelstumpfförmigen Scheibenfeder 134, die zwischen der
ersten Scheibe 136, die der zugehörigen Schulter 70 zuge
kehrt ist, und der zweiten Scheibe 138, die dem primären
Sitzring 102 zugekehrt ist, eingeklemmt ist. Die Scheiben
136, 138 bestehen vorzugsweise aus Grafoil und liegen im all
gemeinen radial in der gleichen Ebene wie die Scheibenfeder
134. Die Scheiben 136, 138 können jedoch nur über einen Teil
der Scheibenfeder verlaufen, so daß zum Beispiel die erste
Scheibe 136 nahe am Außendurchmesser der Scheibenfeder 134
nur über einen Teil dieser Feder verläuft, und daß die zwei
te Scheibe 138 nahe am Innendurchmesser der Scheibenfeder
134 nur über einen Teil dieser verläuft. Die letztere Ausfüh
rungsform ist bei großen Kugelhähnen besonders wirtschaft
lich und vorteilhaft.
Für ein besseres Erfassen der der Scheibenfeder 134 zugekehr
ten ersten Scheibe 136 hat es sich als vorteilhaft herausge
stellt, daß die Stirnseite 74 der Schulter 70 gerieft oder
gerillt ist. Bei einem Beaufschlagen des Hahnes mit Feuer
verhindert dieses verbesserte Erfassen ein Rutschen, Fließen
oder Extrudieren der Scheibe und der Scheibenfeder. Es ist
möglich, daß Grafoil bei hohen Temperaturen etwas fließfähig
wird. Die geriefte oder gerillte Seite verhindert diesen Vor
gang und erleichtert die arbeitsmittelfeste Abdichtung.
Der Durchmesser am Außenende des Sitzgliedes 104 ist so be
messen, daß dieses in dem zylindrischen Hohlraum, der von
der Innenwand der Lippe 126 des Sitzringes und der ersten
Oberfläche 120 des Sitzringes gebildet wird, aufgenommen
wird. Der Innendurchmesser des Sitzgliedes ist etwas größer
als der Durchmesser der Öffnung 118 des Sitzringes 102. Da
mit wird das Sitzglied 104 gegenüber der bei Normalbetrieb
auftretenden Berührung mit dem Kugelküken C und dem System
und der zugehörigen Gefährdung durch Abrieb und Beschädigung
isoliert.
Die Scheibenfeder 134 wird so ausgewählt, daß ihre Kraft bei
teilweiser Auslenkung ausreicht, den Sitzring 102 ständig
auf das Kugelküken C zu drücken. Sie muß auch eine Verbie
gung des Sitzringes 102 in Richtung auf einen flachen Zu
stand ermöglichen, damit bei normalen Betriebsbedingungen ei
ne Verschiebung des Kugelkükens C und dessen Anlage an der
dritten Oberfläche 124 des Sitzringes möglich wird. Aus Fig.
3 erkennt man, daß eine arbeitsmittelfeste Abdichtung durch
ein enges Einschließen des primären Sitzringes 102 zwischen
dem Kugelküken C, dem Stützring 100, dem Hahnabschnitt 12
und der Schulter 70 des Anschlusses erreicht wird. Während
normaler Betriebsbedingungen dient das Sitzglied 104 in er
ster Linie dazu, den primären Sitzring 102 unter Vorspannung
zu setzen und einzuschließen, ohne dabei eine sekundäre Ab
dichtfunktion auszuüben.
Unter Bezug auf die Fig. 1, 2 und 3 sei ausgeführt, daß
jede der Sitzringanordnungen B zum Zeitpunkt des Zusammen
baus des Hahnes A so bewegt wird, daß jeder primäre Sitzring
102 vom anderen allgemein um seinen Außenumfang und in Rich
tung auf das Sitzglied 104 weggebogen wird. Dies erfolgt im
Anschluß an die Anlage zwischen der am Sitzring anliegenden
Oberfläche 124 und dem Kugelküken C. Durch diesen Vorgang
wird die zugehörige Scheibenfeder 134 leicht in Richtung auf
einen flachen Zustand zusammengedrückt. Zusätzlich zu der Po
sitionierung des Kugelkükens C wird mit dieser Ausbiegung
der Feder eine Abdichtkraft zwischen den beiden Sitzringen
und dem Kugelküken C an der an diesem anliegenden Oberfläche
124 unabhängig davon sichergestellt, wie niedrig der Druck
in der Anlage sein mag. Der zweite Kanal 17 im Kugelküken C
ist bei geschlossenem Hahn A dem Einlaß zugekehrt und stellt
sicher, daß der Einlaßsitz nicht abdichtet. Jegliches im Zen
trum des Hahnes vorhandene Arbeitsmittel kann sich bei einem
Erhitzen oder Verdampfen frei ausdehnen und ohne Erhöhung
des Druckes im Hahn durch den Kanal 17 austreten.
Unter Bezug auf die Fig. 4, 5, 6, 12 und 13 wird nun die
Arbeitsweise der oben beschriebenen bevorzugten Ausführungs
form nach einer Zerstörung des primären Sitzes durch ein Feu
er im einzelnen erörtert.
Fig. 4 zeigt, wie der weiche Sitzring 102 bis in einen stär
ker fließfähigen Zustand erhitzt wurde und nun seinerseits
durch die in dem Hahn herrschenden Druckkräfte durch die zen
trale Öffnung 66 des Sitzgliedes 104 herausfließt oder her
ausextrudiert wird. Bei einem Erweichen des Sitzringes 102
biegt sich die Scheibenfeder 134 des Sitzgliedes 104 durch
und hält am Kugelküken C und an der Stirnseite 74 der Schul
ter 70 eine arbeitsmittelfeste Abdichtung aufrecht.
Gemäß der Darstellung in Fig. 5 hat sich das Kugelküken C im
Hahn A axial in stromabwärtiger Richtung verschoben und
drückt das Sitzglied 104 zusammen und schlägt am Stauring
130 an. Die zweite Scheibe 138, die zwischen der Scheibenfe
der 134 und dem Sitzring 102 eingeklemmt ist, berührt das Ku
gelküken C an ihrem radial am weitesten innen liegenden Ab
schnitt und bewirkt eine druckmittelfeste Abdichtung. Da die
zweite Scheibe 138 vorzugsweise aus einem hitzebeständigen
verformbaren Werkstoff, wie zum Beispiel Grafoil, herge
stellt ist, wird sich diese Scheibe an die Anlagefläche des
Kugelkükens C anschmiegen und damit die Probleme der bisheri
gen feuerfesten Kugelhahnkonstruktionen vermeiden, bei denen
sekundäre Abdichtungen mit Kontakt Metall auf Metall vorhan
den waren. Auf ähnliche Weise wird die erste Scheibe 136 des
Sitzgliedes 104 zum Bewirken einer arbeitsmittelfesten Ab
dichtung mit ihrem radial am weitesten außen liegenden Ab
schnitt an der Schulter 70 an deren Stirnseite 74 anliegen.
Die Verformbarkeit der Scheibe 136 läßt zu, daß sie sich an
die Unregelmäßigkeiten der Fläche 74 und der äußeren radia
len Kante der Scheibenfeder 134 anschmiegt.
Der Stauring 130 wirkt wie ein "Stau" oder ein Damm und verhin
dert eine übermäßige Extrusion des erweichenden Kunststoffsitzes
102 zwischen dem Kugelküken C und dem sekundären Sitzglied 104
in die Hahnöffnung. Als eine praktische Angelegenheit sei er
wähnt, daß ein Brand die Oberfläche eines feuerfesten Hahnes
nicht immer gleichmäßig aufheizt, insbesondere wenn der Brand
ein in der Nähe des Hahnes befindliches Strahlungsfeuer ist und
die angrenzende Seite des Hahnes, aber nicht dessen abgelegene
Seite aufheizt. Im Verlauf eines Feuers läßt es sich damit ver
nünftigerweise voraussehen, daß sich der Kunststoff-Sitzring 102
wahrscheinlich nur in einem ersten Abschnitt an seinem Umfang
erweichen wird, bevor er an anderen Stellen weich wird. Ohne den
Stauring 130 wurde dieser erste Abschnitt unter der Einwirkung
des im System herrschenden Druckes übermäßig in die Hahnöffnung
hinein extrudieren und damit eine Verschiebung des Kugelkükens
C radial oder seitlich senkrecht zum Zugang zu der Hahnöffnung
zulassen. Wenn sich das Kugelküken C darauf in stromabwärtiger
Richtung durch den erweichenden Kunststoff verschiebt und auf
das sekundäre Sitzglied 104 auftrifft, kann das Küken zu weit
nach einer Seite verschoben werden und dann das sekundäre Sitz
glied 104 ungleichmäßig berühren und damit große Spalte und
Leckwege freigeben, durch die der schmelzende Kunststoff und
das Druckmittel durchtreten können. Es hat sich gezeigt, daß
diese Leckwege und Spalte an Stellen auftreten, die allgemein
um 90° vom Vektor der Richtung der radialen Verschiebung abgele
gen sind. Der Punkt, der um 180° vom Vektor der radialen Ver
schiebung abgelegen ist, hält durch Berührung mit dem übrigen
Teil der primären Kunststoffsitzes 102 eine druckmittelfeste Ab
dichtung ab. Das vorbeiströmende Arbeitsmittel kann dann den
Kunststoffsitz 102 abkühlen und ein weiteres Schmelzen verhin
dern. Ein auf diese Weise entwickeltes großes Leck kann damit
ein großes Leck unabhängig davon bleiben, in welchem Ausmaß ein
zusätzliches Feuer an den feuerfesten Hahn angelegt wird.
Ein zusätzlicher Mechanismus einer teilweisen Sitzzerstörung
wird in Fig. 10 dargestellt. Es wird eine Sitzanordnung gezeigt,
die keinen Stauring enthält und die einem Brand ausgesetzt wur
de, der bewirkte, daß nur ein Teil 141 in die Hahnöffnung hin
eingepreßt wurde. Da das Kugelküken das sekundäre Sitzglied 104
nicht berühren konnte, hat sich ein großer Leckweg 143 ergeben.
Durch den im wesentlichen verbleibenden Abschnitt des primären
Kunststoffsitzringes 102 wird das Kugelküken C an jeglicher ra
dialer oder axialer Verschiebung in den hinausgepreßten Ab
schnitt hinein gehindert. Die Kühlwirkung der schnell durchtre
tenden Leckströmung kühlt den primären Kunststoff-Sitzring und
verhindert trotz schwankender Intensität des Brandes eine weite
re Zerstörung oder ein Hinauspressen.
Gemäß der Darstellung in Fig. 5 verhindert der Stauring 130 den
Strom des weichen und schmelzenden Kunststoffes unabhängig da
von, wo zuerst eine Erweichung des Kunststoffes am Umfang des
Sitzes auftrat. Der Stauring 130 ist in dem Sitzring 102 so an
geordnet, daß nur ein schmaler ringförmiger Abschnitt 144 in die
Hahnöffnung hineingepreßt werden kann. Der wesentliche Teil 146
des Sitzringes 102 wird durch den Stauring 130 an einem Hinaus
fließen gehindert. Der verhältnismäßig schmale Abschnitt 144,
der ausgedrückt werden kann, hat nur wenig Masse. Nach seinem
Hinauspressen reicht die dann frei gewordene Fläche, in die sich
das Kugelküken C dann verschieben könnte, nicht zur Bildung ei
nes Leckweges aus. Es wird auch bevorzugt, daß der Stauring 130
so in dem Sitzring 102 angeordnet wird, daß das Kugelküken C den
Stauring 130 gleichzeitig mit der Berührung des sekundären Sitz
gliedes 104 berührt. Bei einer Zerstörung des primären Sitzglie
des 102 kann der Stauring 130 dann zum Bilden einer sekundären
Abdichtung beitragen.
Gemäß der Darstellung in Fig. 6 ist das primäre Sitzglied 102
vollständig zerstört, so daß der wesentliche Teil 146 (Fig. 5)
des weichen Kunststoff-Sitzringes durch die Hahnöffnung hin
durch verflüchtigt oder verdampft ist. Eine arbeitsmittelfeste
Abdichtung verbleibt zwischen dem Kugelküken C und dem sekundä
ren Sitzglied 104, während das Kugelküken mit dem radial am wei
testen innen liegenden Abschnitt der zweiten Scheibe 138 in Be
rührung verbleibt, die sich gemäß der Kükenoberfläche verformt.
Die erste Scheibe 136 liegt in ähnlicher Weise an der Stirnwand
74 der Schulter an und hält die arbeitsmittelfeste Abdichtung
zwischen dem sekundären Sitzglied 104 und der Schulter 70 auf
recht. Zusätzlich ist es vorteilhaft, den Stauring 130 so zu be
messen, daß er bei einer Zerstörung des primären Sitzgliedes
und der sich daraus ergebenden stromabwärtigen Verschiebung des
Kugelkükens mit diesem in Anlage gerät. Eine solche Anlage er
leichtert eine weitere Arbeitsmittelabdichtung.
Aus Fig. 11 und entlang der Schnittlinie 6-6 kann man entneh
men, daß das Kugelküken den Stauring 130 nach einer Zerstörung
des primären Sitzgliedes berührt hat und daß er auch das sekun
däre Sitzglied berührt hat und damit eine Arbeitsmittelabdich
tung (Fig. 6) aufrecht erhält. Entlang der Schnittlinie 5-5
ist das Herausdrücken des wesentlichen Teiles des primären Sitz
gliedes durch den Stauring 130 unterbunden und damit die Bildung
des Leckweges in Fig. 10 verhindert worden.
Eine noch andere alternative Ausführungsform der Erfindung wird
in Fig. 8 gezeigt. Dort werden gleiche Bauteile mit den glei
chen Bezugszeichen mit einem doppelten Beistrich (′′) identifi
ziert. Das sekundäre Sitzglied 104′′ besteht aus einer Scheiben
feder 134′′ und einer Scheibe 156 aus einem hitzebeständigen,
verformbaren Werkstoff, wie zum Beispiel Grafoil oder einem Ver
bundstoff aus Grafoil und einem Drahtgewebe. Bei einer Zerstö
rung des primären Sitzgliedes 102′′ in einem Brand schiebt sich
das Kugelküken in Schließstellung unter dem Druck des Arbeits
mittels gegen das sekundäre Sitzglied 104′′ vor und berührt die
Scheibe 156 an deren radial am weitesten innen liegenden Ab
schnitt und bildet eine arbeitsmittelfeste Abdichtung. Bei ei
nem Weiterschreiten des Brandes glüht die Scheibenfeder 134′′
aus. Die erweichende Scheibenfeder, die durch das Küken unter
Druck verformt wurde, paßt sich damit schneller der Oberfläche
74′′ der Stützschulter 70′′ an und bildet hinter der Feder eine
verbesserte Abdichtung die besser ist als Metall-auf-Metall.
Fig. 9 zeigt eine noch andere alternative Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung, in der gleiche Bauteile mit dem glei
chen Bezugszeichen mit einem dreifachen Beistrich (′′′) identi
fiziert werden. Diese Ausführungsform der Erfindung enthält eine
Sitzanordnung mit einem Stützring 100′′′, einem primären Sitz
glied oder Sitzring 102′′′, einem sekundären Sitzglied 104′′′ mit
einer Scheibenfeder 134′′′, einer ersten planen Scheibe 136′′′ und
einer zweiten planen Scheibe 138′′′. Die planen Scheiben 136′′′
und 138′′′ bestehen aus Grafoil oder einem anderen wärmebeständi
gen verformbaren Werkstoff. Ein Stauring ist nicht vorhanden.
Bei einer Zerstörung des Sitzringes 102′′′ in einem Brand wird
sich das Kugelküken axial in stromabwärtiger Richtung verschie
ben und an der zweiten planen Scheibe 138′′′ eine druckmittelfe
ste Abdichtung bilden. Die erste plane Scheibe 136′′′ liegt an
der gerieften Stirnwand 74′′′ der Stützschulter 70′′′ an und hält
die Abdichtung aufrecht.
Claims (15)
1. Feuerfester Kugelhahn
mit einem Gehäuse mit einem Zentralkanal,
mit einem zwischen einer Öffnungs- und einer Schließ stellung im Zentralkanal drehbaren Kugelküken mit einem Hauptdurchtrittskanal,
mit zwei im Zentralkanal auf beiden Seiten des Kugel kükens in Umfangsrichtung verlaufenden und radial nach innen gerichteten Schultern,
mit zwei im Zentralkanal auf beiden Seiten des Kugel kükens axial angeordneten zusammengesetzten Sitzanordnun gen zur arbeitsmitteldichten Anlage an dem Kugelküken,
mit einem Verstärkungsring mit einer Zentralöffnung,
mit einem mit dem Verstärkungsring in Anlage befind lichen Sitzring, der sich in Richtung auf diesen und von diesem weg elastisch verbiegen kann, der weiter eine Zen tralöffnung und eine dem Kugelküken zugekehrte und an diesem in dichter Anlage anliegende Oberfläche aufweist, und
mit einem Sitzglied mit einer Scheibe mit einer Zen tralöffnung, die zwischen dem Sitzring und einer zugeord neten Schulter angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sitzglied (104) eine Scheibenfeder (134) aufweist und auf mindestens der dem Kugelküken (C) zugewandten Seite mit einer kohlenstoff haltigen Beschichtung versehen ist.
mit einem Gehäuse mit einem Zentralkanal,
mit einem zwischen einer Öffnungs- und einer Schließ stellung im Zentralkanal drehbaren Kugelküken mit einem Hauptdurchtrittskanal,
mit zwei im Zentralkanal auf beiden Seiten des Kugel kükens in Umfangsrichtung verlaufenden und radial nach innen gerichteten Schultern,
mit zwei im Zentralkanal auf beiden Seiten des Kugel kükens axial angeordneten zusammengesetzten Sitzanordnun gen zur arbeitsmitteldichten Anlage an dem Kugelküken,
mit einem Verstärkungsring mit einer Zentralöffnung,
mit einem mit dem Verstärkungsring in Anlage befind lichen Sitzring, der sich in Richtung auf diesen und von diesem weg elastisch verbiegen kann, der weiter eine Zen tralöffnung und eine dem Kugelküken zugekehrte und an diesem in dichter Anlage anliegende Oberfläche aufweist, und
mit einem Sitzglied mit einer Scheibe mit einer Zen tralöffnung, die zwischen dem Sitzring und einer zugeord neten Schulter angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sitzglied (104) eine Scheibenfeder (134) aufweist und auf mindestens der dem Kugelküken (C) zugewandten Seite mit einer kohlenstoff haltigen Beschichtung versehen ist.
2. Kugelhahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kugelküken (C) und die beiden Sitzanordnungen (B) so
bemessen sind, daß der Sitzring (102) und das
Sitzglied (104) nach dem Zusammenbau derart gebogen wer
den, daß der Sitzring (102) mit dem Kugelküken (C) in Be
rührung gedrückt wird.
3. Kugelhahn nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Sitzglied (104) eine erste und eine zweite
Scheibe (136, 138) aufweist, die auf den beiden Seiten
der Scheibenfeder (134) angeordnet sind.
4. Kugelhahn nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Stauring (130) aus expandiertem kohlenstoffhaltigen
Werkstoff an der zweiten Scheibe (138) und an dem
Sitzring (102) anliegt.
5. Kugelhahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
bei einer Beschädigung eines Sitzringes (102) infolge er
höhter Temperaturen die zweite Scheibe (138) das Kugelkü
ken (C) zwecks dichtender Anlage berührt.
6. Kugelhahn nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die erste Scheibe (136) die zugehörige
der beiden Schultern (70) zwecks arbeitsmitteldichter An
lage berührt.
7. Kugelhahn nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die beiden radial nach innen verlaufen
den Schultern (70) zwecks Anlage an dem Sitz
glied (104) geriefte Oberflächen aufweisen.
8. Kugelhahn nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die beiden radial nach innen verlaufen
den Schultern (70) am Gehäuse (10) mit mehreren in die
sem aufgenommenen Zugbolzen (22) befestigt sind.
9. Kugelhahn nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kugelküken (C) Einrichtungen zum
Entlasten von infolge einer Erwärmung und Verdampfung
des Arbeitsmittels bei einer Beaufschlagung des Kugelhah
nes (A) mit erhöhten Temperaturen im Gehäuse (10) anstei
genden Drücken enthält.
10. Kugelhahn nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Entlastungseinrichtung ein Entlüftungskanal (17)
ist, der unter 90° zum Hauptdurchtrittskanal (15) ange
ordnet ist und bei geschlossenem Kugelhahn (A) der Ar
beitsmittel-Einlaßöffnung zugekehrt ist.
11. Kugelhahn nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen
Stauring (130) in mindestens einer der beiden zusammenge
setzten Sitzringanordnungen (B) zum Verhindern eines Her
ausdrückens des Sitzringes (102) bei einer Beaufschla
gung des Kugelhahnes (A) mit erhöhten Temperaturen.
12. Kugelhahn nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stauring (130) in der einen Sitzanordnung (B) im Ab
stand von der Zentralöffnung (118) des zugehörigen Sitz
ringes (102) angeordnet ist, um zu vermeiden, daß er den
normalen betrieblichen Abnutzungsgefährdungen des Kugel
hahnes (A) ausgesetzt wird.
13. Kugelhahn nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stauring (130) in dem Sitzring (102) eingeschlossen
ist.
14. Kugelhahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine ringförmige Scheibe aus expandiertem koh
lenstoffhaltigen Werkstoff in mindestens einer der Sitz
anordnungen (B) im Abstand von der Zentralöffnung (118)
des zugehörigen Sitzringes (102) angeordnet ist, um zu
vermeiden, daß sie den normalen betrieblichen Abnutzungs
gefährdungen des Kugelhahnes (A) ausgesetzt wird.
15. Kugelhahn nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine ringförmige Scheibe aus expandiertem koh
lenstoffhaltigen Werkstoff zwischen der Scheibenfeder
(134) und einer zugehörigen der beiden radial nach innen
verlaufenden Schultern (70, 72) angeordnet ist.
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