DE3320428C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verschlußelement mit Konusverbin
dung für Bohrlöcher, die der Zuführung von aushärtenden In
jektionsmassen, insbesondere zu Sanierungszwecken, dienen.
Bauwerke, wie Gebäude, Brücken, Stützmauern od. dgl., können
im Laufe der Zeit durch Überbelastung, Geländesenkungen oder
auftretende Schwingungen Risse bekommen. Werden diese Risse
nicht rechtzeitig behandelt, so können diese mit der Zeit zu
teilweiser oder völliger Zerstörung des Bauwerkes führen. Ins
besondere durch das Gefrieren von eindringendem Wasser bei
unter dem Nullpunkt liegenden Temperaturen können die Risse
in kurzer Zeit wesentlich vergrößert werden.
Zur Sanierung Risse aufweisender Bauwerke ist es bekannt, aus
härtende Injektionsmassen in die Risse einzubringen. Durch
das Ausfüllen der Risse mittels aushärtender Injektionsmasse
wird das Eindringen von Wasser in die Risse verhindert und
außerdem eine Verbindung zwischen den Riß-Bruchflächen her
gestellt.
Für ein möglichst vollständiges Ausfüllen der Risse mit sol
chen Injektionsmassen ist es bekannt, im Bereich der Risse
Bohrlöcher anzubringen und die Injektionsmasse unter hohem
Druck durch die Bohrlöcher in die Risse einzupressen. Zu die
sem Zweck muß die Mündung der Bohrlöcher gut verschlossen
und abgedichtet werden. Dies erfolgt mit sogenannten Bohr
lochpackern. Diese Packer werden entweder an der Oberfläche
des Bauwerkes durch Kleben oder in der Mündung des Bohrlo
ches durch einen Spreizvorgang verankert.
Während mechanisch verankerte Packer sofort belastet werden
können, dürfen aufgeklebte Packer erst nach dem Aushärten
des Klebers, d. h. in der Regel erst nach einigen Stunden be
lastet werden.
Bei dem bekannten, mechanisch verankerbaren Packer der an
fangs angegebenen Art (vgl. die US-Patentschrift 42 60 295)
ergibt sich beim Setzen ein erheblicher Arbeitsaufwand, weil
dabei neben dem Einspritzrohr noch weitere zahlreiche Hilfs
mittel erforderlich sind. Außerdem besteht die Gefahr, daß
der Packer schräg angesetzt wird. Schließlich ist der be
kannte Packer auch noch ziemlich kompliziert ausgebildet.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein
einfaches und in einfacher Weise und ohne überflüssige Hilfs
mittel zu befestigendes Verschlußmittel zu schaffen.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Verschlußelement der
gattungsgemäßen Art durch ein Rohrteil und ein Flanschteil,
wobei das Flanschteil mit einem Flansch zur Abstützung an
der Oberfläche des Bauwerks unmittelbar im Bohrlochbereich
ausgebildet ist und zwischen dem Rohrteil und dem Flansch
teil eine bei axialer Verkürzung des Verschlußelementes zu
einer radialen Aufweitung des Flanschteils führende Konus
verbindung vorgesehen ist und das Rohrteil Angriffsmittel
für ein der Axialverkürzung des Verschlußelementes dienen
des Werkzeug aufweist.
Das Verschlußelement besteht somit aus zwei Teilen, welche
axial gegeneinander verspannt werden. Die Aufweitung des
Flanschteils erfolgt im Bereich der Konusverbindung. Das
Flanschteil stützt sich mit seinem Flansch an der Oberfläche
des Bauwerkes ab.
Das Rohrteil und das Flanschteil können als separate Teile
hergestellt und vor der Montage zusammengefügt werden. Die
ses Zusammenfügen kann einen besonderen Arbeitsgang und zu
sätzliche Mittel zum Zusammenhalten der beiden Teile vor dem
Einsetzen in ein Bohrloch erfordern. Um dies zu vermeiden,
ist es zweckmäßig, daß das Rohrteil und das Flanschteil
über bei axialer Verkürzung des Verschlußelementes
zerstörbare Verbindungsstege miteinander verbunden sind. Das
Verbinden des Rohrteiles und/oder des Flanschteiles mit den
Verbindungsstegen kann beispielsweise durch Kleben, Löten
oder Schweißen erfolgen. Insbesondere bei einer Herstellung
des Verschlußelementes aus Kunststoff können das Rohrteil
und das Flanschteil über die Verbindungsstege einstückig mit
einander ausgebildet sein.
Die Konusverbindung kann einen sich zum Flanschteil hin kon
nisch verjüngenden Bereich am Rohrteil aufweisen, der mit
einem entsprechenden Innenkonus am Flanschteil zusammenwirkt.
Bei einer solchen Ausbildung wird bei der Relativverschie
bung des Rohrteiles gegenüber dem Flanschteil das Flansch
teil radial aufgeweitet. Das Rohrteil dient dabei praktisch
als Spreizkörper für das Flanschteil.
Ein zu großer Spreizweg wird durch einen relativ großen
Kegelwinkel des konischen Bereiches vermieden. Dieser kann
sich somit außerhalb des Bereiches der Selbsthemmung be
finden, was beim Entfernen des der Spreizung dienenden Werk
zeuges unter selbsttätigem Zurückschieben des Rohrteiles zu
einem Aufheben der Spreizung führen kann. Um dies zu vermei
den, ist es zweckmäßig, daß die konischen Bereiche am
Rohrteil und am Flanschteil miteinander in Einriff bring
bare Zahnrasten aufweisen. Durch das Einrasten der Zahnra
sten werden die beiden Teile in der gespreizten Lage fi
xiert.
Es ist daher vorteilhaft, die Angriffsmittel am Rohrteil als
wendelförmige Nuten und die Angriffsmittel am Spreizwerkzeug
als Nocken auszubilden, die über Längsnuten im Flanschteil
und Rohrteil bis zu den wendelförmigen Nuten einschiebbar
sind.
Die Erfindung soll nachstehend anhand der sie beispielsweise
wiedergegebenen Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Verschlußelement, in unge
setztem Zustand;
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Verschlußelement ge
mäß Fig. 1 entlang der Linie II-II;
Fig. 3 einen Querschnitt durch das Verschlußelement
gemäß Fig. 1 entlang der Linie III-III und
Fig. 4 ein erfindungsgemäßes Verschlußelement in ge
setztem Zustand, mit eingeführtem Einfüllstutzen.
Das erfindungsgemäße, insgesamt mit 1 bezeichnete Verschluß
element besteht im wesentlichen aus einem Rohrteil 2 und
einem Flanschteil 3, daß mit dem Rohrteil 2 über zerstörbare
Verbindungsstege verbunden ist. Am rückwärtigen Ende des
Rohrteiles 2 ist ein sich zum Flanschteil 3 hin konisch ver
jüngender Bereich 5 angeordnet. Das Flanschteil 3 weist
einen dem konischen Bereich 5 entsprechenden Innenkonus 6
auf. Der konische Bereich 5 und der Innenkonus 6 sind mit
miteinander in Eingriff bringbaren Zahnrasten 7, 8 versehen.
Das Rohrteil 2 weist auf seiner Innenseite eine wendelförmige
Nut 9 auf. Die Nut 9 ist mit einer teilweise im Flanschteil
3 und teilweise im Rohrteil 2 verlaufenden Längsnut 10 ver
bunden. Die Nut 9 und die Längsnut 10 dienen als Angriffs
mittel für ein mit Nocken versehenes Spreiz- und Injektions
werkzeug. Im vorderen Querschnitt etwa quadratischen Innen
bereich des Rohrteiles 2 ist eine Rückschlagklappe 11 ange
ordnet. Die Rückschlagklappe 11 ist über eine als Gelenk 12
wirkende Querschnittsverjüngung mit dem Rohrteil 2 verbun
den. Die Rückschlagklappe 11 verhindert ein Zurückfließen
der noch nicht ausgehärteten Masse aus einem Bohrloch.
In Fig. 4 ist das Verschlußelement 1 in ein Bohrloch 13
eines zu sanierenden Bauwerkes 14 eingesetzt. Das Bauwerk
weist Risse auf. Das Bohrloch 13 ist im Bereich der Risse 15
angeordnet. Ein Einfüllstutzen 16 ist vom rückwärtigen Ende
her in das Verschlußelement eingeführt. Der Einfüllstutzen
16 ist auf den Innendurchmesser des Verschlußelementes 1 ab
gestimmt und weit mit den Nuten 9 in Eingriff bringbare
Nocken 17 auf. Beim Verdrehen des Einfüllstutzens 16 mittels
eines damit verbundenen Handhebels 18 wird infolge des wen
delförmigen Verlaufes der Nuten 9 das Rohrteil 2 unter Zer
störung der Verbindungsstege 4 in das Flanschteil 3 eingezo
gen. Dabei entsteht durch den konischen Bereich 5 des Rohr
teiles 2 sowie durch den Innenkonus 6 des Flanschteiles 3
eine radiale Aufweitung des Flanschteiles 3 im Bohrloch 13.
Das Verschlußelement 1 wird somit im Bohrloch 13 verankert.
Infolge der miteinander in Eingriff gelangenden Zahnrasten
7, 8 bleibt die Aufweitung des Flanschteiles 3 auch dann er
halten, wenn der gleichzeitig auch als Setzwerkzeug dienende
Einfüllstutzen 16 wieder entfernt wird. Der Einfüllstutzen
16 ist mit dem flexiblen Schlauch 19 verbunden, durch den
eine aushärtende Masse dem Bohrloch 13 zugeführt wird. In
folge des Einspritzdruckes der aushärtenden Masse öffnet
sich die Rückschlagklappe 11, so daß die Masse durch das
Verschlußelement 1 in das Bohrloch 13 und von diesem in die
Risse 15 gelangen kann. Läßt der Einspritzdruck nach, so
bewegt sich die Rückschlagklappe 11 infolge der Elastizität
des Gelenkes 12 wieder in die in Fig. 1 dargestellte Aus
gangslage. Dadurch wird das Bohrloch 13 verschlossen und ein
Zurückfließen der aushärtenden Masse verhindert.
Claims (5)
1. Verschlußelement mit Konusverbindung für Bohrlöcher,
die der Zuführung von aushärtenden Injektionsmassen, ins
besondere zu Sanierungszwecken, dienen, gekennzeichnet
durch ein Rohrteil (2) und ein Flanschteil (3), wobei
das Flanschteil (3) mit einem Flansch zur Abstützung an
der Oberfläche des Bauwerkes (14) unmittelbar im Bohr
lochbereich ausgebildet ist und zwischen dem Rohrteil
(2) und dem Flanschteil (3) eine bei axialer Verkürzung
des Verschlußelementes (1) zu einer radialen Aufweitung
des Flanschteiles (3) führende Konusverbindung vorgese
hen ist und das Rohrteil (2) Angriffsmittel für ein der
Axialverkürzung des Verschlußelementes (1) dienendes
Werkzeug aufweist.
2. Verschlußelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Rohrteil (2) und das Flanschteil (3) über
bei axialer Verkürzung des Verschlußelementes (1) zer
störbare Verbindungsstege (4) miteinander verbunden sind.
3. Verschlußelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Konusverbindung einen sich zum
Flanschteil (3) hin konisch verjüngenden Bereich (5) am
Rohrteil (2) aufweist, der mit einem entsprechenden In
nenkonus (6) am Flanschteil (3) zusammenwirkt.
4. Verschlußelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die konischen Bereiche (5, 6) am Rohrteil (2)
und am Flanschteil (3) miteinander in Eingriff bring
bare Zahnrasten (7, 8) aufweisen.
5. Verschlußelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Angriffsmittel am Rohrteil (2) als wen
delförmige Nuten (9) ausgebildet sind und daß die An
griffsmittel am Spreizwerkzeug Nocken (17) sind, die
über Längsnuten (10) im Flanschteil (3) und Rohrteil
(2) bis zu den wendelförmigen Nuten (9) einschiebbar
sind.
Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19833320428 DE3320428A1 (de) | 1983-06-06 | 1983-06-06 | Verschlusselement fuer bohrloecher |
Publications (2)
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Family
ID=6200788
Family Applications (1)
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| DE19833320428 Granted DE3320428A1 (de) | 1983-06-06 | 1983-06-06 | Verschlusselement fuer bohrloecher |
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