DE330588C - Hydrodynamisches Log - Google Patents

Hydrodynamisches Log

Info

Publication number
DE330588C
DE330588C DE1913330588D DE330588DD DE330588C DE 330588 C DE330588 C DE 330588C DE 1913330588 D DE1913330588 D DE 1913330588D DE 330588D D DE330588D D DE 330588DD DE 330588 C DE330588 C DE 330588C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
ship
display
pressure
log
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1913330588D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE330588C publication Critical patent/DE330588C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P5/00Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft
    • G01P5/14Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring differences of pressure in the fluid
    • G01P5/16Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring differences of pressure in the fluid using Pitot tubes, e.g. Machmeter

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Hydrodynamisches Log. Die Erfindung betrifft ein Log zur dauernden Anzeige der Schiffsgeschwindigkeit in allen Zuständen der Navigation und für beide Fahrrichtungen durch Aufnahme des längs des Kieles von den Wasserfäden bei der Relativverschiebung ausgeübten Druckes und Unterdruckes.
  • Das Instrument besteht aus einem Aufnahmemechanismus, der in dem unter Wasser befindlichen Teil des Schiffes untergebracht ist und außerhalb der Schiffswand befindliche Ausläufer besitzt, sowie aus Anzeigemechanismen, die an den verschiedenen Stellen verteilt sind, an denen die Kenntnis der Fahrtgeschwindigkeit notwendig ist, beispielsweise den Brücken, der Kapitänskajüte, den Maschinenräumen u. dgl.
  • Der Aufnahmemechanismus besteht aus Sätzen von wasseraufnehmenden Teilen, die in gleichen Gruppen zu beiden Seiten der Längsebene verteilt sind, und zwar in ungleichen Abständen von der Spitze des Schiffes. jeder Satz besteht aus zwei Pitotröhren, die in einem gemeinsamen Dorn untergebracht sind, welch letzterer während der Fahrt herausnehmbar ist. Der eine Satz ist nach vorn, der andere nach rückwärts gerichtet und tritt aus der Schiffswand heraus, wobei die Mündung-eine gewisse Entfernung vom Kiel besitzt; die Mündungen des Einsatzes wirken auf Druck -und die anderen auf Unterdruck. Die beiden wasseraufnehmenden Rohre ergänzen sich gegenseitig und mit Dämpfungsräumen hinsichtlich der Unterdrückung von zufälligen Störungen, die entweder durch die Wirkung des Kielswassers oder durch irgendwelche Verschiebungen des Schiffes hervorgebracht werden ohne Rücksicht darauf, wie der Reinlichkeitszustand des Kieles ist.
  • Die Anzeigemechanismen können einfach in zwei senkrechten Rohren bestehen, in denen in Form einer Wassersäule sich der durch das Kielwasser hervorgebrachte Druck und Unterdruck verzeichnet. Noch praktischer ist die Benutzuug von Zeigerapparaten oder von Registrierapparaten, die mittels einer Differentialanordnung auf einem Zeiger oder einem Griffel die gleichzeitigen Abschnitte von Druck und Unterdruck übertragen, welche von den Aufnahme- und Dämpfungseinrichtungen her aufgenommen werden.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsformen des Erfindungsgedankens dargestellt. Es zeigt Fig. z eine schematische Perspektive und Gesamtanordnung, wobei A-B die Längsebene und C-D die Querebene des Schiffes angeben. Fig. 2 ist ein Einzelschnitt durch einen Satz von Wasseraufnahmeapparaten.
  • Der Aufnahmemechanismus besteht aus zwei Sätzen von Wasseraufnehmern =, 2, die auf der Schiffswand zu beiden Seiten und in gleichem Abstand von der Längsebene-angebracht sind. Diese Wasseraufnehmer sind im übrigen gegenüber dem vorderen Ende des Fahrzeuges in veränderlicher Menge, je nach der Lage der Räume, befestigt.
  • Jeder Satz von Wasseraufnehmern besteht aus zwei Rohren 3, 4 und ,5, 6, die parallel zur Achse des Fahrzeuges angebracht sind und einerseits nach vorn, anderseits nach rückwärts münden.
  • Die nach derselben Richtung mündenden Röhren sind durch eine Leitung 7 oder 8 verbunden, die durch einen Dämpfungsbehälter 18 bzw. ig hindurchgeht, mit dem sie durch kleine Öffnungen in Verbindung steht.
  • Jeder Behälter 18 bzw. ig ist durch eine Steigleitung 22 bzw. 23 mit einer Luftglocke bzw. einem Reglerraum 9 bzw. io verbunden, der- in der Leichterwasserlinie liegt. Von diesem Reglerraum g; 1o gehen Luftleitungen 1i, 13 aus sowie ferner Wasserleitungen 12, 14, die die Wirkung der Fahrgeschwindigkeit auf die Anzeigeapparate übertragen, je nachdem sich die letzteren oberhalb oder unterhalb der Wasserlinie befinden.
  • Hähne 2o, 2i, die unter dem Reglerraum angebracht sind, dienen zum Ablassen -der Luft während der Füllung der unteren Leitungen.
  • Wenn die Luftleitungen 1i, 13 nicht eine annähernd senkrechte Richtung besitzen, so ist ihre Mündung in dem Reglerraum mit einem Gummiventil versehen, das den Zutritt des Wasserdampfes zu den Luftleitungen verhindert.
  • In der Einzeldarstellung eines Satzes von Wasseraufnehmern nach Fig. 2 ist die Anordnung zum Einstellen und Nachsehen der Röhren während der Fahrt gezeigt. Bei dieser Anordnung sind die Röhren 3, 4 und ihre Zuleitungen in einem Dorn 15 untergebracht, der mit dichter Verbindung längs eines Schützen- oder Halmkastens 16 verschiebbar ist, welch letzterer an der Innenwand des Schiffes befestigt ist. Der Dorn i5 tritt aus der Wand so weit heraus, als die den Mündungen der Wasseraufnehmer gemein- , same Achse um einige Zentimeter über den Kiel verlängert sein soll.
  • Eine Zugvorrichtung kann an einem Rohr 24 am Kopf des Dorns angebracht werden und dient zum Herausnehmen und Einsetzen des Dornes. Der Schieber 17 oder ein Hahn ist vorgesehen, um zur gegebenen Zeit das Eindringen von Wasser zu verhindern.
  • Die Wirkung der Einrichtung ist die folgende: Bewegt sich das Schiff vorwärts, so übt das Kielwasser auf die nach vorn gerichteten Rohre 3, 6 einen gewissen Druck aus, der eine Funktion der Geschwindigkeit ist und-gleichzeitig einen proportionalen Unterdruck auf die nach hinten gerichteten Rohre 4,5 und den Druckregler in dem Reglerraum g. Der'Druck wirkt in dem Reglerraum 9, während anderseits der Unterdruck in dem Reglerraum io wirkt. Diese Wirkungen ergänzen sich zur Bewegung der Nadel bzw. des Griffels längs der Skala.
  • Geht das Schiff rückwärts, so kehren sich die Bewegungen der Anzeigeinstrumente urn, und die Ablesung erfolgt auf den hierfür vorgesehenen Skalen.
  • Das charakteristische Merkmal der vornegenden Erfindung besteht vor allem in der Anordnung der Wasseraufnehmer untereinander und gegenüber den Reglereinrichtungen derart, daB zufällige Störungen durch die Art der Kielwasserbewegung oder durch den besonderen Zustand des Schiffes oder durch eine Hohlbewegung des Wassers infolge anormaler Verschiebungen unterdrückt werden. (Der Ausdruck »anormal« bezieht sich hier auf alle Verschiebungen, die sich nicht in der Fahrtrichtung vollziehen.) Die gegeneinander, gerichtete Anordnung der beiden Wasseraufnehmerrohre bezweckt, die Anzeige unabhängig von der Lage der Wasser-, Linie zu machen, die-sogar völlig ausgeschaltet werden kann (Unterseeboote). Jede Änderung der Wassertiefe oder die Änderung der Lage des Schiffes verursacht statische Druckdifferenzen, die in beiden Reglerräumen identisch sind und deshalb keine Wirkung auf die Anzeigevorrichtungen haben.
  • Die Anordnung der Mündung der Wasseraufnehmer in einer gewissen Entfernung von der Außenhaut des Schiffes ist dazu vorgesehen, damit die Intensität der Kielwasserbewegung sich nicht mit der jeweiligen. größeren oder geringeren Reinheit des Kieles ändert.
  • Die Verdoppelung der Wasseraufnehmer bewirkt eine Unterdrückung derjenigen Störungen, die durch die Wellenbewegung des Kielwassers hervorgebracht werden. Wegen der Unregelmäßigkeit ihrer Dauer und Größe wirken diese Wellen ungleichmäßig auf die in gleicher Richtung eingestellten Röhren. Ihre Wirkungen stehen einander entgegen, und die in dem Wasser angehäufte Energie verläuft sich in Stößen und Reibungen in den Leitungen und Ausgleichsvorrichtungen.
  • Die Verteilung der Sätze von Wasseraufnehmern zu beiden Seiten der Längsebene des Schiffes hat die Ausschaltung der Schlingerbewegung zur Folge. Die statische Druckdifferenz für jede Neigung des Schiffes veranlaßt in den beiden Leitungen eine Wasserströmung, die von den herabgehenden Wasseraufnehmern zu den fieraufgehenden Wasseraufnehmern verläuft. Diese Strömungen sind identisch und beeinflussen nicht oder nur wenig den Druck in den Reglerräumen. Da in diesen letzteren diese Einflüsse abwechselnd identisch sind, entsteht keine Veränderung der Anzeigeapparate.
  • Die gleiche Erscheinung zeigt sich bei Drehbewegung des Schiffes, jedoch diesmal unter der Wirkung dynamischer Drücke; die Anzeigeapparate verzeichnen demnach lediglich die Verminderung der Geschwindigkeit infolge von Fahrtwiderständen.
  • Die Anordnung der Wasseraufnehmer in ungleichen Abständen vom Vorderteil des Schiffes bezweckt, die Wirkung der Hohlbewegung der Wellen auszuschalten, da diese in einer wahrnehmbar parallelen Richtung zur Fahrt sich verschieben. Der eine Satz von Wasseraufnehmern verzeichnet die Vorwärtsbewegung auf der Membran, während der zweite Satz die Rückbewegung auf der Membran verzeichnet, so daß die Anzeigeapparate keine Einwirkung von dieser Erscheinung erhalten.
  • Die Unbeweglichkeit der Wasseraufnehmer ist vorgesehen, um die äußeren und inneren Rohre in vollkommen reinem Zustand erhalten zu können. Die Praxis hat gezeigt, daß die Wirkung des Kielwassers mit diesem Reinheitszustande wechselt, und daß eine Reinigung mit Dampf nicht genügt, um die Muschelgehäuse, die die Wasseraufnehmer verstopfen, zu entfernen. Die Ausgleich- und eeglerräume vervollständigen die Wirkung der obengenannten Anordnung. Sie verzögern die Übertragung und mindern die Wirkung von Stößen der in Bewegung befindlichen Wassermasse und veranlassen demzufolge eine vollständige Stabilität der Anzeige.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Hydrodynamisches Log, bei welchem mittels nach entgegengesetzter Richtung gewendeter Wasseraufnehmer gemäß dem Pitotschen Prinzip die Meßanzeige gleichzeitig von dem Druck und dem Unterdruck bestimmt wird und diese Aufnehmer-bzw. Meßstellen in zweigruppiger, einander entsprechender Anordnung an der einen und anderen Längsseite des Schiffes vorgesehen werden, dadurch gekennzeichnet, daß, um die Genauigkeit und Stetigkeit der Anzeigen zu sichern, genannte Wasseraufnehmer oder Pitotschen Röhrenpaare in ungleichem Abstande von dem Bug des Schiffes in seiner Längsrichtung gemessen angeordnet und mit den Anzeige- oder Registriervorrichtungen durch eine gekreuzte Leitung verbunden sind.
DE1913330588D 1913-03-27 1913-12-31 Hydrodynamisches Log Expired DE330588C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR330588X 1913-03-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE330588C true DE330588C (de) 1920-12-18

Family

ID=8890878

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1913330588D Expired DE330588C (de) 1913-03-27 1913-12-31 Hydrodynamisches Log

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE330588C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3436078A1 (de) * 1984-10-02 1986-04-03 Klemens 5206 Neunkirchen Meng Sonde zur durchflussmessung von medien, wie gasen, daempfen oder fluessigkeiten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3436078A1 (de) * 1984-10-02 1986-04-03 Klemens 5206 Neunkirchen Meng Sonde zur durchflussmessung von medien, wie gasen, daempfen oder fluessigkeiten

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE330588C (de) Hydrodynamisches Log
DE867168C (de) Messtaster
DE939714C (de) Vorrichtung zum Messen und/oder Anzeigen von Geschwindigkeiten und/oder Geschwindigkeitsaenderungen
DE361333C (de) Verfahren und Mittel zum Messen der Geschwindigkeit, mit der ein Medium stroemt oder ein Koerper sich in einem Medium bewegt
DE768033C (de) Winkelbeschleunigungsmesser
DE740068C (de) Einrichtung zum Messen von Steuerkraeften, insbesondere bei Flugzeugen
DE259601C (de)
DE413577C (de) Fahrtanzeiger fuer Schiffe
DE944522C (de) Teilstrommesser
AT94777B (de) Geschwindigkeitsmesser.
DE827260C (de) Zug- oder Druckmesser fuer gasfoermige Medien
DE741555C (de) Einrichtung fuer Fluessigkeitsdruckmesser, insbesondere Fahrtmesser
DE3724829A1 (de) Vorrichtung zur messung der kettfadenspannung
DE82524C (de)
DE525706C (de) Einrichtung zur UEbertragung von Kraeften und zur AEnderung ihrer Richtung
DE2558798A1 (de) Durchflussmengenmessgeraet, insbesondere zur kraftstoffverbrauchsmessung von fahrzeugen
DE719581C (de) Stroemungsmesser fuer offene Gerinne mit Tauchkoerpern schwerer als die Messfluessigkeit
DE911943C (de) Vorrichtung zum Messen der Wasserverdraengung und der Trimmlage eines Schiffes
DE8901C (de) Entfernungsmesser, bei dem die Geschwindigkeit des Schalles als Maafs für die Entfernung benutzt wird
DE323235C (de) Druckunterschiedsmessgeraet fuer Dampfmengenmessung
DE347292C (de) Neigungs- und Flugrichtungsanzeiger fuer Luftfahrzeuge
AT53930B (de) Zeichnen.
DE670166C (de) Geschlossenes Tonfilmgeraet
DE864015C (de) Vorrichtung zur Tiefeneinstellung von Fischnetzen
DE661584C (de) Fluessigkeitsdichtemesser