DE330396C - - Google Patents

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DE330396C
DE330396C DENDAT330396D DE330396DA DE330396C DE 330396 C DE330396 C DE 330396C DE NDAT330396 D DENDAT330396 D DE NDAT330396D DE 330396D A DE330396D A DE 330396DA DE 330396 C DE330396 C DE 330396C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/34Obtaining zinc oxide
    • C22B19/36Obtaining zinc oxide in blast or reverberatory furnaces
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Zink und Eisen aus zinkhaltigen Eisenerzen im Hochofen. Wenn man zinkhaltige Eisenerze, namrentlich K iesabbrände, im H-ochofen verhüttet, so bilden sich an den kühleren Stellen der Gicht zinkische Ansätze (Zink und Zinkoxyd). Diese Ansätze erreichen bei dauernder Verarbeitung zinkhaltiger Materialien große Ausdehnung und müssen regelmäßig durch das den Betrieb störende sogenannte Ofenbruchstechen losgelöst werden. Durch das dauernde Verhütten von zinkhaltigem Material kann sogar der Weiterbetrieb des Hochofens in Frage gestellt werden (vgl. O s a n n , Lehrbuch der Eisenhüttenkunde 1915, S. 476 u. ff.).
  • Ein weiterer Übelstand, der dlas Verhütten zinkhaltiger Materialien im gewöhnlichen Hochofen undurchführbar macht, besteht darin, däß das Zink bzw. Zinkoxyd in die Mauersteine des Ofens einwandert und eine erhebliche Volumenzunalme derselben verursacht, so daß der Ofen schief werden kann oder erheblich wächst, so daß das Ausblasen erforderlich wird (vgl. O s a n n , Lehrbuch der Eisenhüttenkunde I9I5, S. 477, Abs. 5).
  • Das vorliegende Verfahren ermöglicht es, Zink gleichzeitig bei der Eisendarstellung ohne Störung des Hochofenbetriebes zu gewinnen. Bei seiner Anwendung kann man den Möller mit hochzinkhaltigen Kiesabbränden, bis zu 5o Prozent Zink, regelmäßig bereiten, ohne Störungen für den Hochofenbetrieb befürchten zu müssen. Wirtschaftlich ist dies von großer Bedeutung, was man am besten daraus ersieht, daß es im Metallhandel üblich ist, daß Zink in den Kiesabbränden als lästiger Bestandteil preisdrückend wirkt. Beim Arbeiten nach vorliegendem Verfahren kann man zinkhaltige Kiesabbrände in großen Mengen noch mit Nutzen aus dem Auslande zur Verhüttung einführen, die bisher schwer verwertbar waren.
  • versuche haben ergeben, daß man zinkhaltiee Eisenerze bzw. Kiesabbrände sehr wohl im Hochofen bei gleichzeitiger Gewinnung von Zink und Eisen dauernd verarbeiten kann, wenn man dem Hochofen eine geeignete Bauart gibt, denselben aus geeignetem Material herstellt Lind den Betrieb so leitet, daß sich im Hochofen selbst kein Zinkdampf oder Zinkoxyd niederschlägt und für das Ailffangen des destillierenden. Zinks .außerhalb des Ofens Sorge trägt, Bei richtiger Betriebsführung kann eine . Ansatzbildung , on Z* inkschwamm in den oberen Teilen des Hochofens vermieden werden. Der Betriebsoll ferner so geregelt werden, daß das Zink zum größten Teil als Metallstaub abgeschieden wird, um eine Reduktion des Zinkoxyds bei der Weiterverarbeitung möglichst zu verineiden.
  • Als Baumaterial für die Hochöfen eignen sich beim Arbeiten nach vorliegendem Verfahren aus den vorher angegebenen Gründen feuerfeste Steine nicht. Man stellt die Ofenwände deshalb aus Eisen her und kleidet diejenigen Teile, in denen hohe Temperaturen auftreten können, wie Gestell und Rast, mit Kohlenstoffsteinen aus, wie man sie durch Graphitieren, unter Zusatz von Teer, geformter Massen aus Kohle, Koks u. dgl. erhält. Auf diese Weise wird einerseits das Wachsen und SeNeferwerden bzw. die Zerstörung des Hochofens vermieden, während das Ansetzen des Zinks als Zinkferrit, Zinkoxyd usw. an den metallenen Schachtwänden verhindert wird.
  • Das aus der heißen Reduktionszone mit den Abgasen entweichende abdestillierte Zinkl kann mtan in geeignete Kammern leiten und durch Ablkühlung niederschlagen. Bei dieser metallischen Abscheidung hat die Betriebsführung sehr erheblichen Gefahren zu begcgnen, die darin bestehen, daß das in den Rohrleitungeu und Abscheidern fein verteilte Zink beim geringsten Luftzutritt zur Entzündung neigt und schwere Explosionen dadurch hervorgerufen werden können. Für die Gewinnung des Zinks aus den Abgasen des Hochofens ist es daher zweckmäßig, die Gichttemperatur durch stete Erhöhung des Kokssatzes so hoch zu wählen, daß im oberen Teile des Ofens Zinkansitze nicht vorkom muen, während man die Abscheidunng ans dlen Gasen auf elektrischem Wegc oder sonstwie befördern kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Zink und Lisen aus zinkhaltigen Eisenerzen im Hochofen, dadurch kennzeichnet, daß die Erzc in Hochöfen mit metallenen Wänden, deren Gestell und Rast mit Kohletistoffsteinen atis.-einatiert ' sind, verhüttet werden und das Zink durch Abscheidung aus den Abgasen des Ofens gewonnen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE754807C (de) * 1937-06-13 1953-11-23 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Gewinnung von Zink aus zinkhaltigem Gut

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE754807C (de) * 1937-06-13 1953-11-23 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Gewinnung von Zink aus zinkhaltigem Gut

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