DE329209C - Verfahren und Einrichtung zum Biegen von Metallrohren - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Biegen von Metallrohren

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DE329209C
DE329209C DE1919329209D DE329209DD DE329209C DE 329209 C DE329209 C DE 329209C DE 1919329209 D DE1919329209 D DE 1919329209D DE 329209D D DE329209D D DE 329209DD DE 329209 C DE329209 C DE 329209C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D9/00Bending tubes using mandrels or the like
    • B21D9/05Bending tubes using mandrels or the like co-operating with forming members
    • B21D9/07Bending tubes using mandrels or the like co-operating with forming members with one or more swinging forming members engaging tube ends only
    • B21D9/073Bending tubes using mandrels or the like co-operating with forming members with one or more swinging forming members engaging tube ends only with one swinging forming member

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 15. NOVEMBER 1920
Das Biegen von Metallrohren erfolgte bisher in der· Regel derart, daß das Rohr um ein am Umfang profiliertes Formstück herumgedrückt oder herumgezogen wurde. Für S jeden Krümmungsdurchmesser war also ein neues Formstück erforderlich.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine entsprechende Einrichtung, wonach es möglich ist, ohne Änderung des
ίο Formstückes die Rohre nach beliebigen Krümmungsradien zu biegen. Die gleiche Einrichtung gestattet auch das Biegen nach Spiralen, Schlangen u. dgl.
Das neue Verfahren besteht darin, daß das von hinten geschobene Rohr zunächst zwischen zwei drehboren Profilrollen auf beliebige Krümmung angebogen wird, indem man es mittels .der einen Rolle um die andere mehr oder weniger herumbiegt, worauf als-
ao dann das Rohr von hinten weiter zwischen den Rollen durchgeschoben wird. Dieses Hindurchschieben hat zur Folge, daß die beim Anbiegen zwischen den drehbaren Rollen hergestellte Rohrkrümmung sich in gleicher Weise fortsetzt. Die erste, das Rohr beim Anbiegen um die zweite herumbiegende Rolle, ist an einem zu diesem Zweck schwenkbaren Hebel,-die zweite Rolle dagegen exzentrisch tim den Drehbolzen dieses Hebels drehbar gelagert, so daß beim Herumschwingen des Hebels die erste Rolle sich der zweiten mehr oder weniger nähert und hierdurch die gewünschte stärkere oder schwächere Rohrkrümmung beim Anbiegen veranlaßt.
Der -Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnungin einer Ausführungsform dargestellt.
Fig. ι bis 3 zeigen die ganze Rohrbiegemaschine in drei zueinander senkrechten Ansichten. Fig. 4 und S veranschaulichen in vergrößertem Maßstabe den beim Arbeits-Vorgang hauptsächlich in Betracht kommenden Teil der Maschine in. Oberansicht und Seitenansicht. Fig. 4 zeigt die Anfangsstellung des Getriebes vor dem Biegen. Fig. 6 zeigt dieselbe Ansicht wie Fig. 4 in einer andern Stellung (Biegestellung).
Das zu biegende Rohr 1 wird, wie Fig. 4 und 5 erkennen läßt, zwischen den bejden Profilrollen 2 und 3 hindurchgeführt. Diese können gleichen _ oder auch verschiedenen Durchmesser besitzen. Die Rolle 2 ist zwischen den beiden Laschen 4 und 5 auf dem Bolzen 6 drehbar gelagert. Die beiden fest miteinander verbundenen Laschen bilden zusammen einen Schwenkhebel, der um den Zapfen 7 geschwenkt werden kann. Auf einem an diesem Zapfen 7 festsitzenden •Exzenteransatz 8 ist die zweite Profilrolle 3 drehbar gelagert. Wird also der Hebel geschwenkt, so nähert sich die Rolle 2 mehr oder weniger der Rolle 3 und biegt das Rohr um die Rolle 3 herum. Auf diese Weise erfolgt also das erstmalige Anbiegen des Rohres. Um ein Einknicken an der Biegestelle zu verhüten, reicht in das Rohr von hinten bis zur Biegestelle ein feststehender Dorn 9 hinein. Außerdem wird zu dem gleichen Zweck auf dem Umfang des Rohres ein gerades Profilstück 10 federnd angepreßt.
Das Rohr wird beim Anbiegen gleichzeitig von hinten geschoben. Zu diesem Zweck ist, wie Fig. ι und 2 erkennen lassen, am beweg-
lichen Schlitten 11 der Maschine ein Druckstück j 2 angebracht, das gegen das hintere Ende des Rohres ι drückt. Die Bewegung des Schlittens ii erfolgt von der Antrieb-. scheibe 13 aus unter Vermittlung eines entsprechenden Schnecken- und Zahnstangengetriebes. Jedoch könnte die Bewegung auch in anderer Weise, etwa mit Hilfe von Gewindespindeln oder Kettenantrieb oder auch' von Hand erfolgen. Der in das Rohr von hinten hineinragende Dorn 9 wird an seinem hinteren Ende etwa durch den lösbaren Keilverschluß 14 an der Maschine festgehalten.
Die Bewegung des Schwenkhebels 4, 5 beim Anbiegen des Rohres kann ebenfalls in ganz beliebiger Weise stattfinden, und zwar .entweder unabhängig oder auch abhängig von dem Vorwärtsdrücken des Rohres.1 Bei der gezeichneten Ausführungsform wird beispielsweise durch den sich vorwärts bewegenden Schlitten 11 unter Vermittlung des Gleitstückes 15 (Fig. 2) eine Schubstange 16 (Fig. 4) vorwärts bewegt, die mittels eines auslösbaren Druckstückes 17 auf denSchwenkhebel 4, 5 einwirkt. Zu diesem Zwecke ist das Druckstück 17 am Schwenkhebel mittels des Drehbolzens i8 gelagert und lehnt sich gegen die Nase 19 der auf der Klemmschraube 20 sitzenden Mutter 21 (Fig. 4
und 5). Hierdurch steht das Druckstück 17 zunächst am Schwenkhebel fest und überträgt mithin auf diesen die Bewegung der Schubstange 16, so daß das Anbiegen des'Rohres in der gewünschten Weise erfolgt. Bei diesem Anbiegen verschiebt sich die Klemmschraube 20 innerhalb des Schlitzes eines festen Bogenstückes 22. Dieses Bogenstück trägt eine Skala 23 (Fig. 6), welche die beim Anbiegen des Rohres sich ergebenden Krümmungsradien angibt. Sobald der gewünschte Krümmungsradius erreicht ist, zieht man mittels der Handgriffe 24 und 25 die Klemmschraube an, so daß der Schwenkhebel fest-. steht. Fig. 6 zeigt die Stellung des unteren ■45 Handgriffes 24 in der festgestellten Lage. Die Nase 19 der Mutter 21 nimmt hierbei eine solche Stellung ein, daß das Druckstück 17 keine Stütze mehr auf ihr findet, sondern von ihr abgleitet und sich unter der Einwirkung der Schubstange 16 in die aus Fig. 6 ersichtliche Stellung dreht. Die Schubstange 16 ist also hierdurch freigegeben und kann nicht weiter auf den festgestellten Schwenkhebel einwirken.
Die oben beschriebene Schwenkbewegung des Hebels 4,5 zum Anbiegen des Rohres könnte übrigens, wie bereits angedeutet, statt durch eine Schubstange auch in anderer Weise erfolgen, beispielsweise durch ein Schneckengetriebe ο. dgl., und zwar sowohl maschinell wie von Hand, ., .
Die weitere Biegung des Rohres erfolgt nun einfach, indem man die Maschine weiterlaufen läßt, d. h. wobei das Rohr von hinten weiter durch die beiden Rollen hindurchgeschoben wird. Die beim Anbiegen des Rohres entstandene Krümmung setzt sich hierbei weiter fort und das Rohr wird auf jede gewünschte Strecke nach dem entsprechende'n Radius, auf den der Schwenkhebel an der Skala 23 eingestellt ist, zwischen den beiden drehbaren Rollen gebogen.
Es ist klar, daß man, indem man die Maschine weiterlaufen läßt, jede beliebige Rohrlänge mit der gewünschten Biegung versehen" 75-kann. Will man hierbei Spiralbiegungen erzeugen, so braucht man lediglich den bereits gebogenen, hinter den Biegerollen hervortretenden Teil an einem untergesetzten Gleitstück entlanggleiten zu lassen, welches dem Rohr die gewünschte Steigung gibt. Um™ Sclilangenbiegungen .zu erhalten, braucht man nur das nach einer Seite gebogene Rohr um seine Längsachse um i8o° zu drehen und etwas vorzuziehen. Hierauf kann man das Rohr, nachdem man das Getriebe wieder in seine Anfangsläge gebracht hat, nach der entgegengesetzten Seite biegen, wodurch Schlangenwindungen entstehen. s
' -Das Profilstück 10, welches zur Verhinderung eines Einknickens des Rohres.auf dem Umfang des letzteren anliegt, ist .an einem Hebel 26 angebracht, der am Maschinengestell an dem Bolzen 27 drehbar ist. Eine kräftige Feder 28 preßt das Profilstück nachgiebig an den Umfang des Rohres. Das hintere Ende der Feder 28 lehnt sich gegen eine nachgiebige Platte 29, die sich gegen eihe Stellschraube 30 (Fig. 2 und 3) lehnt: Mittels der letzteren kann der Druck eingestellt wer- 100. den. Wird sie zurückgeschraubt, so läßt sich der Hebel 26 mit dem Profilstück 10 ohne weiteres zurückdrehen, um das Rohr auszuwechseln. ■

Claims (5)

Patent-Anspeüche :
1. Verfahren zum Biegen" von Metallrohren, dadurch^ gekennzeichnet, daß das
' von hinten geschobene Rohr (i) zwischen zwei drehbaren Profilrollen (2 und 3) zuerst auf beliebige Krümmung angebogen wird, indem man es mittels der einen Rolle (2) um die andere (3) mehr oder weniger herumbiegt, worauf alsdann das Rohr voii hinten weiter zwischen den Rollen hindurchgeschoben wird.
2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste, das Rohr beim Anbiegen um die zweite herumbiegende Rolle (2) an einein zu diesem. Zweck
schwenkbaren Hebel (4, 5), die zweite !Rolle (3) dagegen exzentrisch um den Drehbolzen (7) dieses Hebels gelagert ist, so.daß'beim Herumschwenken des letzte-" ren die erste Rolle sich der zweiten mehr oder weniger nähert.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel nach erfolgtem Herumschwenken an einem Bogenstück (22) festgeklemmt werden kann, das eine Skala (23) für die den jeweiligen Schwenkstellungen entsprechenden Krümmungsradien trägt.
4. Einrichtung nach, Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet; daß das Hindurchschieben des Rohres zwischen den Rollen durch ein das hintere Rohrende erfassendes Druckstück (12) erfolgt, das durch einen Schlitten (11) o. dgl. ,vorwärts bewegt wird, wobei dieselbe Bewegung gegebenenfalls gleichzeitig auch das Herumschwenken des Hebels zum Anbiegen ' des Rohres veranlaßt.
5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Bewegung des Schwenkhebels veranlassende Schubstange (16) am Hebel mittels eines sich gegen eine Nase (19) der Klemmschraubenmutter (21) stützenden Druckstückes (17) angreift, das beim Anziehen der Klemmschraube, also beim Feststellen des Schwenkhebels, von der Nase abgleitet und die Schubstange nach beendetem Anbiegen des Rohres freigibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1919329209D 1919-09-27 1919-09-27 Verfahren und Einrichtung zum Biegen von Metallrohren Expired DE329209C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2856981A (en) * 1955-08-19 1958-10-21 Fluor Corp Method and apparatus for forming tube turns
DE972575C (de) * 1951-10-26 1959-08-13 Sigismond Wilman Vorrichtung zum Kaltbiegen duennwandiger Metallrohre
CN107363133A (zh) * 2017-08-30 2017-11-21 杭州华泰电液成套技术有限公司 弯管半径连续可调的无模自动弯管机及弯管方法

Cited By (4)

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CN107363133B (zh) * 2017-08-30 2019-04-05 杭州流控机器制造有限公司 弯管半径连续可调的无模自动弯管机及弯管方法

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