DE3248751C2 - Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut - Google Patents

Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut

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DE3248751C2
DE3248751C2 DE3248751A DE3248751A DE3248751C2 DE 3248751 C2 DE3248751 C2 DE 3248751C2 DE 3248751 A DE3248751 A DE 3248751A DE 3248751 A DE3248751 A DE 3248751A DE 3248751 C2 DE3248751 C2 DE 3248751C2
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Abstract

Eine Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut besteht aus einem aufgesattelten Behälter mit zwei weit außen liegenden Auslauföffnungen, diesen zugeordneten, walzenförmigen Dosierorganen, diesen federnd anliegenden Dosierschalen und mehreren darunter angeordneten Auffangschalen für das dosierte Gut, von denen jede im Bereich eines von einem Gebläse beaufschlagten Injektors in eine Streuleitung mündet, wobei die Auslauföffnungen des Behälters nahe dessen seitlicher Begrenzung und die Auffangschalen an einem in die Transportstellung nach oben klappbaren Abschnitt der Streuleitungen angeordnet sind. Ferner sind die Dosierschalen mit ihrer Federabstützung in einem Auslaufgehäuse angeordnet, das am Behälter verriegelbar und nach Lösen der Verriegelung wegschwenkbar ist. Durch diese Ausbildung sind die Dosierorgane, Dosierschalen und die Auslauföffnungen nach Hochklappen der Abschnitte der Streuleitungen und Wegschwenken des Auslaufgehäuses frei zugänglich, so daß der Behälter leicht entleert, Probedosierungen vorgenommen oder auch die Dosierorgane ohne Schwierigkeiten gereinigt werden können.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut bestehend aus einem aufgesattelten Behälter mit zwei beiderseits der Fahrzeuglängsachse sich erstreckenden Auslauföffnungen, in deren Bereich um in Fahrtrichtung verlaufende Achsen drehbaren Dosierorganen und mehreren darunter angeordneten Auffangschalen für das dosierte Gut von denen jede im Bereich eines von einem Gebläse beaufschlagten Injektors in eine Streuleitung mündet wobei die den beiden Auslauföffnungen zugeordneten Streuleitungen jeweils auf einer Seite der Fahrzeuglängsachse in gleichmäßigem Abstand voneinander in Verteilerorganen ausmünden und nahe der äußeren Seitenbegrenzung des Behälters einen Abschnitt aufweisen, der um eine mit Abstand oberhalb der Streuleitung angeordnete Schwer-kachse nach oben klappbar ist.
Gebläsestreuer dieses Aufbaus sind aus der Werbeschrift D 494*2.82 »16-Düsenstreuer« der Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG bekannt.
Sie weisen gegenüber einer anderen bekannten Bauart mit Schleudertellern den Vorteil auf, daß über eine größere Streubreite eine gleichmäßigere Verteilung des Gutes, z. B. von körnigem Dünger, Mikrogranulaten für die Unkrautvertilgung oder dgl., erreicht wird.
Diese Gebläsestreuer arbeiten nach dem Prinzip, daß zu beiden Seiten der Fahrzeuglängsachse das Produkt über die Auslauföffnungen des Behälters den walzenförmig ausgebildeten Dosierorganen zufließt und von diesen in dosierter Menge an die Auffangschalen abgegeben wird. Durch diese fällt das Gut in die Streuleitung, wird von der durch die unmittelbar davor befindlichen Injektoren beschleunigte Förderluft des Gebläses erfaßt und nach außen getragen. Jede Streuleitung endet mit einem anderen Abstand von der Fahrzeuglängsachse. Das Austrittsende der Streuleitung ist entgegen der Fahrtrichtung nach hinten gekrümmt und dort mit einem Verteilerorgan, einem Prallteller, versehen. Das aufprallende Gut wird dadurch über einen größeren Winkel verteilt. Durch Änderung der Drehzahl der Dosierorgane läßt sich die ausgetragene Menge regulieren. Bei diesen Gebläsestreuern ist von Nachteil, daß die Auslauföffnungen bzw. die Dosierorgane nur mit großem Aufwand freigelegt werden können. Es müssen die Streuleitungen bzw. deren im Behälterbereich liegende Abschnitte demontiert werden, um beispielsweise den Behälter nach dem Arbeitseinsatz entleeren zu können. Ebenso ist eine Demontage notwendig, um beispielsweise eine Probedosierung durchzuführen. Schließlich ist dieser Aufwand auch dann zu tätigen, wenn, was nicht selten vorkommt, das Dosierorgan und der Bereich der Auslauföffnung gereinigt werden müssen.
Diese Nachteile werden bei einem weiterhin bekannten Gebläsestreuer (DE-OS 30 26 745) dadurch zu be-
M seitigen versucht, daß die Streuleitungen keine Auffangschalen, sondern lediglich eine Aussparung in ihrer Wandung aufweisen und in die Aussparung ein an ti = ιs Dosierorgan anschließender Schacht mündet, durch den
das Gut in die Streuleitung fallt. Der Schacht ist an dem Vorratsbehälter schwenkbar gelagert und kann nach außen weggeklappt werden, so daß zwischen die Dosierorgane und die Streuleitungen ein Behältnis für eine Probedosierung eingeschoben werden kann. Das Entleeren der Vorratsbehälter nach einem Betriebseinsatz und die Zugänglichkeit der Auslauföffnungen des Behälters sowie der Dosierorgane wird dadurch jedoch nicht erleichtert
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die es ohne Schwierigkeiten nach einem Betriebseinsatz gestattet, an die Dosierorgane und die Auslauföffnungen heranzukommen, sei es, um den Behälter zu entleeren, die Dosierorgane und deren
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der Behälter einen dachförmig zu beiden Auslauföffnungen mit flachem Neigungswinkel verlaufenden Boden auf, wobei der Neigungswinkel wenigstens dem Schüttwinkel der in Frage kommenden Streugüter angepaßt ist, so daß diese einwandfrei auslaufen.
Aufgrund dieser Ausbildung wird im mittleren Bereich, vor allem auch unterhalb des dachförmigen Bodens ausreichend Raum geschaffen, um das Gebläse etwa in der Fahrzeuglängsachse anordnen und über je einen Druckstutzen und einen Luftverteiler an die Streuleitungen anschließen zu können. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß die nach entgegengesetzten Richtungen weggehenden Streuleitungen von der Mitte her ohne größere Umlenkungen und damit ohne größere
Umgebung zu reinigen oder aber eine Probedosierung 15 Ssrömungsverluste für die Förderluft beaufschlagt wer-
durchzuführen. den können.
Ausgehend von einer Vorrichtung des eingangs ge- Ferner wird es mit dieser Ausbildung möglich, den
schilderten Aufbaus wird diese Aufgabe dadurch gelöst, Behälter, das Gebläse mit den Druckstutzen und die
daß die Auslauföffnungen des Behälters nahe dessen Luftverteiler zu einer Baueinheit zusammenzufassen,
Seitenbegrenzung und die Auffangschalen jeweils an 20 die gegebenenfalls einen Rahmen aufweist, an dem die
dem inneren Ende des nach oben klappbaren Abschnit- Streuleitungen klappbar angebracht sind,
tes der Streuleitungen angeordnet sind. Diese Baueinheit, die das Mittelteil der Vorrichtung
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung sind also die bildet, kann für alle Streubreiten einheitlich gefertigt Auslauföffnungen und damit auch die Dosierorgane und entsprechend günstig beim Hersteller und Händler weit nach außen gesetzt, wo sie leichter zugänglich sind 25 auf Lager gehalten werden. An diese Baueinheit werden als bei der gedrängten Bauweise im mittleren Bereich dann lediglich die verschieden langen Streuleitungen je der bekannten Gebläsestreuer. Werden die klappbaren nach gewünschter Streubreite angebracht. Auch der Abschnitte der Streuleitungen aus der Betriebsstellung Verwender braucht für verschiedene Streubreiten lein die Transportstellung hochgeklappt, so schwenken diglich eine solche mittlere Baueinheit, an die er dann mit diesen Abschnitten auch die Auffangschale^ nach 30 die unterschiedlichen Streuleitungen montieren kann, außen. Das Schwenklager der klappbaren Abschnitte ist Bei den bekannten Vorrichtungen (DE-OS 30 26 745,
so anzuordnen, daß deren innere Enden mit der notwendigen Bodenfreiheit ausschwenken können. Dadurch wird der gesamte Raum unterhalb der Dosierorgane allein durch Abklappen der entsprechenden Abschnitte der Streuleitung in die Transportsteliung freigelegt. Es kann dann unter das Dosierorgan beispielsweise ein ausreichend großes Gefäß auf den Boden gestellt werden, um den Behälter in das Gefäß zu entleeren, oder der Behälter auf den Boden oder ein offenes Düngerlager entleert werden. Auch ist das Dosierorgan und seine unmittelbare Umgebung so gut zugänglich, daß eine Reinigung ohne Schwierigkeiten möglich ist. Schließlich bereitet auch eine Probedosierung nach Unterstellen entsprechender Gefäße keine Schwierigkeiten.
Es ist zwar bei einer anderen Art pneumatischer Streuvoi richtungen (US-PS 38 09 316 bzw. DE-OS 21 60 751) mit nur je einer Streuleitung auf jeder Arbeitsseite bekannt, die gesamte Streuleitung nach oben zu klappen, doch wird hier das Gut unmittelbar aus den Auslauföffnungen in maschinenfeste Zuleitungen zu den Streuleitungen übergeben. Die Erfindungaufgabe hat sich bei diesem Streuer offenbar nicht gestellt. Für ihre Lösung müßten im übrigen wiederum die Zuleitungen
DE-AS 11 59 678) sind die walzenförmig ausgebildeten Dosierorgane außerhalb des Behälters entlang der Auslauföffnungen angeordnet. Diesen Dosierorganen liegt
je eine einen Dosierspalt bildende Dosierschale unter Federkraft an, die gegen die Feder wegschwenkbar ist. Die federnde Anlage der Dosierschalc ist notwendig, um beispielsweise beim Zulauf von Fremdkörpern ausweichen zu können und so eine Beschädigung des Do-
sierorgans und/oder der Dosierschale zu vermeiden. Diese Dosierschale behindert den Zugang zur Auslauföffnung und vor allem zum Dosierorgan im Falle einer notwendigen Reinigung. Auch muß zum Zwecke der Entleerung des Behälters das Dosierorgan umlaufen, um das Produkt aus dem Behälter zu fördern.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist nun die die Dosierschale gegen die Dosierorgane drängende Feder an einem seinerseits schwenkbar gelagerten und in der Dosierstellung verriegelbaren Auflager abge-
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stützt, das von der Fahrzeuglängsachse weg nach außen schwenkbar ist. Durch diese Maßnahme wird im Sinne der Erfindungsaufgabe die Entleerung, Probedosierung und Reinigung weithin erleichtert. Während nämlich bei den bekannten Vorrichtungen die Dosierschale und/
demontiert werden. Auch bei einer weiteren Art von 55 oder andere den Dosierspalt begrenzende Teile ausge-Streuvorrichtungen (US-PS 38 71587, DE-OS baut werden müssen, braucht bei der erfindungsgemä-25 03 777), die nicht pneumatisch, sondern mit Verteiler- ßen Ausbildung lediglich die Verriegelung gelöst zu schnecken in je einer klappbaren Streuleitung auf jeder werden, so daß die Dosierschale mit der sie belastenden Seite arbeiten, sind zwar die Aufgabestellen des Pro- Feder und deren Auflager weggeschwenkt werden duktes aus dem Behälter in die Streuleitung nahe der 60 kann. Dadurch werden die Dosierorgane und die Aus-Seitenbegrenzung des Behälters angeordnet, doch wer- lauföffnungen vollständig freigelegt und somit ohne jegden durch Hochklappen der Streuleiiungcn weder die liehe Behinderung zugänglich. Ferner wird der Vorteil Aiislauföffnungen des Behälters noch die Dosierorgane er,eicht, daß die Entleerung des Behalters durch die - hier die Verteilerschnecke - freigelegt. Auch ist ein Auslauföffnung unmittelbar durch Schwerkraft gesche-Enileeren des Behälters oder auch ein Probedosieren h5 hen kann, da der enge Dosierspalt entfällt und zwischen nur über die Streuleitungc-n möglich, die sich zu diesem Dosierorgan und Auslauföffnungen ein größerer Quer-Zweck in Arbeitsstellung befinden müssen. schnitt freigelegt ist.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weist Mit Vorteil ist das Auflager an einer Achse gelagert,
die außerhalb des Behälters und an der der Auslauföffnung gegenüberliegenden Seite des Dosierorgans angeordnet ist, während das Schwenklager der Dosierschale an dem Auflager etwa gegenüber der vorgenannten Achse angeordnet ist, so daß einerseits in der Betriebsstellung das Streugut von den Dosierorganen aus dem Behälter nach außen abgezogen und abgegeben wird, andererseits das Auflager mit der Dosierschale nach außen geschwenkt werden kann.
Mit Vorteil ist das Auflager der Feder Teil eines das Dosierorgan zumindest teilweise umgebenden Auslaufgehäuses. Beispielsweise kann das Auslaufgehäuse eine außenliegende Wandung eines Auslaufschachtes bilden, während dessen innenliegende Wandung von einem an die Dosierschale nach unten anschließenden Wandabschnitt gebildet ist. Das von den Dosierorganen geförderte Gut gelangt also durch den Dosierspalt in den Schacht und fällt durch diesen in die Auffangschale der einzelnen Streuleitungen. Das Auslaufgehäuse ist also zusammen mit der Dosierschale und deren Federabstützung nach außen schwenkbar.
Mit Vorteil ist auch das Aus'aufgehäuse der Dosierschale ein Teil der obengenannten Baueinheit, die für sämtliche Streubreiten eingesetzt werden kann.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß wenigstens eine der auf einer Seite der Fahrzeuglän^sachse angeordneten Streuleitungen von der ihr z'.geordneten Auffangschale nach innen in Richtung a>i die Fahrzeuglängsachse verläuft und über eine Luf'!eitung mit einem 180°-Bogen an den Luftverteiler angeschlossen ist. Während die Mehrzahl der Streuleitungen von der Fahrzeuglängsachse aus gesehen sich ausschließlich nach außen erstrecken und mittlere bis größere Streubreiten abdecken, muß aufgrund der weit außen liegenden Auslauföffnungen bei der erfindungsgemäßen Ausbildung Sorge dafür getragen werden, daß auch im Bereich hinter dem weit ausladenden Behälter eine gleichmäßige Verteilung stattfindet, so daß dort in der Regel zwei Streuleitungen ausmünden müssen. Dies gelingt durch die vorgenannte Ausführungsform. Es ist zwar bekannt (DE-OS 26 11 358), die innen nahe und parallel zur Fahrzeuglängsachse liegenden Streuleitungen über einen 90°-K.rümmer an den Luftverteiler anzuschließen, doch ist diese Ausbildung bei sehr weit außen liegenden Dosierorganen mit Auffangschalen nicht verwendbar, da dann der Abstand zwischen den beiden innersten Verteilerorganen zu groß würde.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsformen sowie anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Ansicht der Vorrichtung in Fahrtrichtung ohne Fahrzeug;
F i g. 2 eine Draufsicht auf die in Fahrtrichtung gesehen linke Hälfte der Vorrichtung gemäß F i g. 1, jedoch ohne Behälter und das Gebläse;
F i g. 3 eine der F i g. 1 ähnliche Ansicht in der Transportstellung der Vorrichtung;
F i g. 4 eine Detailansicht im Bereich einer Auslauföffnung des Behälters in Betriebsstellung der Vorrichtung und
F i g. 5 eine der F i g. 4 ähnliche Ansicht in der Entleerstellung.
Die Vorrichtung weist einen Behälter 1 auf, der flach und breit ausladend ausgebildet ist. Er weist einen dachförmig geneigten Boden 2 auf, der zu je einer Auslauföffnung 3 abfällt. Die Seitenbegrenzung des Behälters 1 wird von Seitenwänden 4 gebildet, die im oberen Bereich vertikal im daran anschließenden Bereich geneigt nach innen zur Auslauföffnung hin eingezogen sind. Im Bereich der Auslauföffnung sind walzenförmige Dosier-5 organe 5 außerhalb des Behälters 1 drehbar gelagert und angetrieben. Sie sind zur Verarbeitung verschiedener Streugüter leicht auswechselbar. Mit diesen Dosierorganen wirken Dosierschalen 6 zusammen, die den Dosierspalt begrenzen. Unterhalb des Austritts des Dosier-Spaltes sind Auffangschalen 7 angeordnet, die wie die Auslauföffnungen 3 und die Dosierorgane 5 weit außen liegen. Die Auffangschalen 7 münden jeweils in einen Abschnitt 8 einer Streuleitung 9, die in jeweils entgegengesetzte Richtungen nach außen führen.
In der Fahrzeuglängsachse bzw. in der Mitte der Vorrichtung ist ein Gebläse 10 angeordnet, das zwei Druckstutzen 11, 12 aufweist, die in entgegengesetzte Richtung zu den Streuleitungen an jeder Seite der Fahrzeuglängsachse führen. An die Druckstutzen 11,12 schließen Luftverteiler 13, 14 an, an die wiederum dann die Abschnitte 8 der Streuleitungen anschließen. Im Bereich des Übergangs zwischen den Luftverteilern 13, 14 zu den Streuleitungen sind im Bereich der Auffangschalen an den Abschnitten 8 der Streuleitungen Injektoren 15 angeordnet (Fig.2). Die Abschnitte 8 der Streuleitungen 9 sind, wie aus Fi g. 3 erkennbar, um nicht gezeigte Achsen nach oben klappbar. Gegebenenfalls können die an die Abschnitte 8 anschließenden Abschnitte jeder Streuleitung 9 — sofern sie entsprechende Länge aufweisen — nochmals nach unten klappbar sein, um die Bauhöhe des Gerätes in der Transportstellung zu beschränken. Wie F i g. 3 zeigt, bilden der Behälter 1 mit den Dosierorganen 5 und den Dosierschalen 6, das Gebläse 10 mit den Druckstutzen 11 und 12 sowie den Luftverteilern 13 und 14 eine in sich geschlossene Baueinheit, an die unterschiedlich lange Streuleitungen 9 klappbar angeschlossen werden können. Dadurch, daß zusammen mit den Abschnitten 8 auch die Auffangschalen und die nach innen reichenden Enden der Abschnitte 8 nach außen schwenken können, wird der Raum unmittelbar im Bereich der Dosierorgane 5 frei zugänglich, so daß beispielsweise ein Gefäß 16 zum Entleeren des Behälters, für eine Probedosierung od. dgl. untergestellt werden kann. Ebenso ist eine Reinigung im Bereich der Dosierorgane 5 ohne Schwierigkeiten möglich.
Die Mehrzahl der einem Luftverteiler 13 zugeordneten Streuleitungen 9 erstrecken sich ausschließlich in einer Richtung nach außen. Sie sind an ihren Enden 17, wie Fig.2 zeigt, nach hinten abgebogen und an ihrem Austritt mit nicht gezeigten Pralltellern zum Verteilen des Streugutes ausgerüstet. Eine einzige Streuleitung 9' ist auf jeder Seite des Behälters nach innen geführt (siehe F i g. 2). Diese Streuleitung und ihre Auffangschale 7 sind über eine Luftleitung 18 mit einem 180°-Bogen an den Luftverteiler 13 angeschlossen. Im Gegensatz zu den Abschnitten 8 der anderen Streuleitungen ist die Streuleitung 9' fest an der mittleren Baueinheit angebracht während der 180°-Bogen, der unterhalb der klappbaren Abschnitte 8 verläuft, mit diesen nach oben
klappbar ist Je nach Streubreite der Vorrichtung differieren die Abstände der Austrittsenden 17 untereinander sowie von der Mitte der Streuvorrichtung aus gesehen. Entsprechend unterschiedlich lang ist auch die nach innen geführte einzelne Streuleitung 9'. Beispielsweise
gehören die beiden jeweils am weitesten links gezeigten Streuleitungen 1 und II (strichpunktiert) zu einer Vorrichtung mit kleinster, die beiden am weitesten rechts gezeigten Streuleitungen I und Il (ausgezogen) zu einer
Vorrichtung größter Streubreite. Bei allen dargestellten Varianten sind nur jeweils die Enden der beiden nächst der der Fahrzeuglängsachse ausmündenden Streuleitungen gezeigt.
Die Streuleitungen 9 mit ihren Auffangschalen 7 und den Injektoren 15 können zusammen mit einem entsprechenden Gestänge, das klappbar am Hchiillcr bzw. dessen Rahmen angebracht ist. wiederum je eine in sich geschlossene Baueinheit bilden, so daß sie an der mittleren Baueinheit durch einfache Montagegriffe montiert und somit die Vorrichtung auf unterschiedliche Streubreiten umgerüstet werden kann.
Die Zugänglichkeit der Dosierorgane bzw. der Auslauföffnung wird weiterhin durch die Ausführungsformen gemäß Fi g. 4, 5 erleichtert. Dort ist der flach geneigte Boden 2 und der untere stärker geneigte Abschnitt der Seitenwand 4 des Behälters 1 erkennbar, zwischen denen die Auslauföffnung 3 in Form eines längeren Längsschlitzes gebildet wird. Außerhalb des Behälters ist um eine Achse 19 das Dosierorgan 5 drehbar, das beispielsweise als Nockenwalze, Zellenradwalze od. dgl. ausgebildet ist. Die Dosierschale 6 ist an ihrer einen Längsseite 20 schwenkbar gelagert. Sie umgreift, wie aus F i g. 4 ersichtlich, das Dosierorgan 5 auf einem Teil seines Umfangs und liegt diesem unter Wirkung einer Feder 21 an. Die Feder 21 stützt sich an einem Auflager 22 ab. Das Auflager 22 ist Teil eines Auslaufgehäuses 23, dessen außenliegende Seitenwand 24 die Außenwand eines Auslaufschachtes 25 bildet. Dieser wird innenseitig durch einen Wandabschnitt 26, der unmittelbar an die Dosierschale 6 nach unten angesetzt ist, begrenzt. Die Dosierschale 6 kann aufgrund der Feder 21 grobkörnigen Fremdkörpern, die in den Dosierspalt gelangen, ausweichen.
Das Auslaufgehäuse 23 mit dem Auflager 22 für die Feder 21 ist beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 4 an einer Achse 27 außerhalb des Behälters 1 schwenkbar gelagert und in der Betriebsstellung gemäß Fig.4 am Behälter 1 verriegelt. Durch Lösen der Verriegelung kann das gesamte Auslaufgehäuse 23 mit der Dosierschale 6 um die Achse 7 nach unten und außen geschwenkt werden, so daß die Auslauföffnung mit Ausnahme des vom Dosierorgan 5 versperrten Bereichs frei wird und, wie F i g. 5 zeigt, der Behälter 1 beispielsweise allein aufgrund der Schwerkraft entleert werden kann. Ebenso kann das Dosierorgan, das gegen Verstopfungen nicht unempfindlich ist, leicht gereinigt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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Claims (9)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Streuen von schüttfähigem Gut, bestehend aus einem aufgesattelten Behälter mit zwei beiderseits der Fahrzeuglängsachse sich erstreckenden Auslauföffnungen, in deren Bereich um in Fahrtrichtung verlaufende Achsen drehbaren Dosierorganen und mehreren darunter angeordneten Auffangschalen für das dosierte Gut, von denen jede im Bereich eines von einem Gebläse beaufschlagten Injektors in eine Streuleitung mündet, wobei die den beiden Auslauföffnungen zugeordneten Streuleitungen jeweils auf einer Seite der Fahrzeuglängsachse in gleichmäßigem Abstand voneinander an Verteilerorganen ausmünden und nahe der äußeren Seitenbegrenzung des Behälters einen Abschnitt aufweisen, der um eine mit Abstand oberhalb der Streuleitung angeordnete Schwenkachse nach oben klappbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslauföffnungen (3) des Behälters (1) nahe dessen Seitenbegrenzung (4) und die Auffangschalen (7) jeweils an dem inneren Ende des nach oben klappbaren Abschnittes (8) der Streuleitungen (9) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) einen dachförmigen zu beiden Auslauföffnungen (3) mit flachem Neigungswinkel verlaufenden Boden (2) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (10) etwa in der Fahrzeuglängsachse angeordnet ist und öDer je einen Druckstutzen (11, 12) und einen Luftverteiler (13,14) mit den Streuleitungen (9) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1), das Gebläse (10) mit den Druckstutzen (11, 12) und die Luftverteiler (13,14) eine Baueinheit bilden.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit einen Rahmen aufweist, an dem die Streuleitungen (9) klappbar angebracht sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die walzenförmig ausgebildeten Dosierorgane außerhalb des Behälters entlang der Auslauföffnungen angeordnet sind und ihnen je eine einen Dosierspalt bildende Dosierschale unter Federkraft anliegt, die gegen die Feder wegschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Feder (21) an einem seinerseits schwenkbar gelagerten und in der Dosiersteilung verriegelbaren Auflager (22) abstützt, das von der Fahrzeuglängsachse weg nach außen schwenkbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflager (22) Teil eines das Dosierorgan (5) zumindest teilweise umgebenden Auslaufgehäuses (23) ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaufgehäuse (23) die außenliegende Wandung (24) eines Auslaufschachtes (25) bildet, während dessen innenliegende Wandung von einem an die Dosierschale (6) nach unten anschließenden Wandabschnitt (26) gebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaufgehäusc (23) mit der Dosierschütte (6) gleichfalls Teil der Baueinheit ist.
K). Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der auf einer Seite der Fahrzeuglängsachse angeordneten Streuleitungen (9) von der ihr zugeordneten Autfangschale in Richtung auf die Fahrzeuglängsachse verläuft und über eine Luftleitung (18) mit einem 180°-Bogen an den Luftverteiler (13,14) angeschlossen ist
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