DE3244362A1 - Vorrichtung zum abdichten des inneren einer muehle - Google Patents

Vorrichtung zum abdichten des inneren einer muehle

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Description

Vorrichtung zum Al/lichten des Inneren einer Mühle
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten ' des Inneren einer Mühle gegenüber der Außenatinosphäre, wobei eine Sperrluftkammer und Dichtringe vorgesehen sind, die in einem Dichtringträger gehalten sind, insbesondere zum Abdichten einer Walzenschüsselmühle mit einer waagerecht angeordneten, rotierenden Mahlschüssel, die mit einem Schüsselträger starr verbunden ist.
Bei bekannten Walzenschüsselmühlen (Aufbereitungs-Technik 12 (1971) Heft 9, Seite 543) ist der Dichtringträger mit dem Mühlengehäuse verbunden, in das heiße Gase zur Förderung und zur Trocknung des Mahlgutes während der Zerkleinerung eingeblasen werden. Das Mühlengehäuse unterliegt somit thermischen Beanspruchungen, die sich auf den Dichtringträger als radiale und axiale Dehnungen gegenüber dem exakt auf dem Abtriebsflansch des Mühlengetriebes ausgerichteten und fixierten Schüsselträger übertragen. Diese Dehnungen müssen die Dichtringe, die die Abdichtung zum Schüsselträger hin bewirken, auffangen. Bei der bekannten Mühle bestehen die Dichtringe aus Messingringen, die starr in dem Dicht ringträger gehalten sind. Sie unterliegen auf Grund der genannten Dehnungsverhältnisse einem erhöhten Verschleiß, der zu Undichtigkeiten führen kann. Die Abdichtung zwischen dem Dichtringträger und dem Mühlengehäuse erfolgt über eine verformbare Keramikschnur. Eine Keramikschnur kann unter ungünstigen Verhältnissen derart zusammengedrückt werden, daß die Dichtung leckt. Die in die Sperrluftkammer eingeblasene Sperrluft tritt über einen Spalt zwischen dem Schüsselträger und dem Dichtringträger in das Mühleninnere ein und sorgt.so in Ver-
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324Z.362
bindung mit den gencumU-n Di entringen J iir e.ino Abdirht.ung dos Mühleninneron gegenüber der Außonatrnosphäre.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abdichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine verbesserte Dichtwirkung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs genannten Art, erfindungsgemäß dadurch
·] 0 gelöst, daß die Dichtringe aus Gleitringen bestehen und die Sperrluftkammer begrenzen und daß der Dichtring, der auf der dem Mühleninneren zugewandten Seite der Sperrluftkammer angeordnet ist, einen größeren Abstand zur gegenüber liegenden Fläche aufweist als die Dichtringe auf der anderen Seite der Sperrluftkammer.
Bei einer solchen Abdichtung kann die Sperrluftkammer vollständig in dem Dichtringträger untergebracht werden. Die Abdichtung der Sperrluftkammer zur Außenatmosphäre und zum Mühleninneren hin erfolgt durch die Gleitringe, die bisher nur für Wellen mit einem im Vergleich zum Schüsselträger geringen Durchmesser eingesetzt wurden. In der erfindungsgemäßen Anordnung sichern diese Gleitringe auch bei den in der Mühle- herrschenden Bedingungen mit einer.erhöhten Temperatur und einer erhöhten Staubbeladung eine einwandfreie Dichtwirkung. Die Sperrluft kann über den Dichtring mit dem vergrößerten Abstand in das Mühleninnere dringen. Aufgrund der verbesserten Dichtwirkung eignet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung besonders für mit Überdruck im Mahlraum betriebene Mühlen.
Mehrere Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenen näher erläutert. Es zeigen:
BAD ORIGINAL
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Schürso!\ rager einer Walzenschüsselniühle uc-r-.Tß der Kr 1 indung und
Fig. 2 bis 5 jeweils einen Längsschnitt durch einen Dichtringträger in einer anderen Tiusführungsform.
Die dargestellte Walzenschüsse!mühle weist innerhalb eines Mühlengehäuses 1 eine drehbare Mahlschüssel 2 auf, auf der nicht dargestellte stationäre Mahlwalzen abrollen. Die Mahlschüssel 2 ist von einem Schüsselträger 3 getragen, der mit dem nicht dargestellten Abtriebsflansch eines Getriebes verbunden ist. Der untere Teil des Mühlengehäuscs 1, der die Mahlschüssel 2 umgibt, ist mit einem Anschluß 4 für Mühlenluft von erhöhter Temperatur verbunden, die als Träger- und Trocknungsgas für das Mahlgut dient. Der Schüsselträger 3 ist durch das Mühlengehäuse 1 hindurchgeführt und gegenüber diesem abgedichtet. Dazu dient ein Dichtringträger 5, der■den Schüsselträger 3 umschließt. Der Dichtringträger 5 ist mit einem äußeren ringförmigen Flansch 6 versehen, der über eine Schraubverbindung 7 mit dem Boden 8 des Mühlengehäuses 1 verbunden ist.
Die Abdichtung zwischen dem Flansch 6 und dem Boden erfolgt über eine Flachdichtung 9, die über die Schraubverbindung 7 angedrückt wird.
Der Dichtringträger 5 ist zweigeteilt, wobei seine Teile durch Schrauben 10 zusammengehalten sind. In dem Dichtringträger 5 sind Nuten 11 eingelassen, die als Gleitringe ausgebildete Dichtringe 12, 13 aufnehmen. Die Dichtringe 12, 13 umschließen nach Fig. 1 den Schüsselträger 3 und begrenzen dabei eine Sperrluftkammer 14, die in den Dichtringträger 5 eingearbeitet
ist. Die Sperrluftkammer 14 ist mit einem Sperrluf tanschluß 15 versehen. Die Sperrluftkammer 14 kann über den Umfang in mehrere Segmente aufgeteilt sein, wobei jedem Segment ein Sperrluftanschluß zugeordnet ist.
Die Dichtringe 12 auf der Außenatmosphäre zugewandten Seite der Sperrluftkammer 14 umschließen den Schüsselträger 3 in einem möglichst geringen Abstand. Nach Fig.1 sind auf dieser Seite drei Dichtringe 12 übereinander angeordnet. Auf der dem Mühleninneren zugewandten Seite der Sperrluftkammer 14 ist ein größerer Abstand zwischen dem betreffenden Dichtring 13 und dem Schüsselträger 3 eingehalten. Durch den Spalt, der durch diesen Abstand gebildet ist, kann die Sperrluft auf Grund der Druckdifferenz zwischen Sperrluft und Mühlenluft in das Mühleninnere dringen. An dieser Stelle ist ein einzelner Dichtring 13 vorgesehen.
Die Dichtringe 12, 13 bestehen aus Kohle oder einem anderen Gleitwerkstoff und sind aus fertigungstechnischen Gründen über den Umfang in mehrere Segmente geteilt. Die Segmente sind spaltlos aneinander gefügt und über ein äußeres Federelement, zum Beispiel eine Schlauchfeder 16 zusammengehalten. Die Dichtringe 12, 13 sind mit Arretierungen 17 versehen, die über den äußeren Umfang des Dichtringes 12, 13 hinausragen und ein Drehen der Dichtringe 12, 13 verhindern. Die Dichtringe 12, 13 können sowohl in den Nuten 11 als auch auf dem Schüsselträger 3 gleiten. Der Schüsselträger 3 kann in dem Bereich, in dem die Dichtringe 12, 13 vorgesehen sind, von einer bearbeiteten Hülse umgeben sein. Die Dichtringe 12, 13 wirken in Verbindung mit der Sperrluft wie eine berührungsfreie Dichtung und gewährleisten dadurch eine sichere Abdichtung.
BAD ORIGINAL
Um Staubablagerungen oberhalb des Dichtringes 13 zwischen dem Dichtringträger 5 und dem Schüsselträger 3 möglichst zu vermeiden, ist der dem Mühleninneren zugewandte Teil des Dichtringträgers 5 nach Fig. 2 abgeschrägt. Diese Schräge 18 fällt, ausgehend vom Schüsselträger 3, nach unten ab.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der dem Mühleninneren zugewandte Dichtring 13 nach außen verlegt und weist einen größeren Innendurchmesser als die Dichtringe 12 auf. Staub aus dem Mühleninneren, der in die Sperrluftkammer 14 gelangen sollte, trifft daher
nicht unmittelbar auf die Dichtringe 12. '
Nach Fig. 4 ist der Dichtringträger 5 fest mit dem Schüsselträger 3 verbunden. An den Boden 8 des Mühlengehäuses 1 ist konzentrisch zum Schüsselträger 3 eine zylindrische Hülse 19 angesetzt. Diese Hülse 19 ist unter Bildung der Sperrluftkammer 14 von den Dichtringen 12, 13 umschlossen. Der dem Mühleninneren zugewandte Dichtring 13 mit dem größeren Abstand von der gegenüberliegenden Fläche ist bei dieser Ausführungsform auf die untere Seite der Sperrluftkammer 14 verlegt, Der zu der Sperrluftkammer 14 führende Sperrluftan-Schluß 15 ist durch die Hülse 19 geführt.
Der in Fig. 5 dargestellte Dichtringträger 5 stimmt weitgehend mit dem nach Fig. 3 überein. Der Unterschied besteht darin, daß das untere Ende des zwischen dem Dichtring 13 und dem Schüsselträger 3 gebildeten Spaltes nach Fig. 3 in die Sperrluftkammer 14 und nach Fig. 5 in das Mühleninnere weist. Zu diesem Zweck ist mit dem Schüsselträger 3 ein Ringträger 20 verbunden. Der Ringträger 20 ist auf seiner der Sperrluftkammer zugewandten Seite mit einer Nut 11 versehen, die den nicht ring 13 aufnimmt.
Die Erfindung ist am Beispiel einer Walzenschüsselmühle erläutert worden. Die Erfindung kann aber insbesondere auch für die Ausbildung solcher Sperrluftkammern verwendet werden, die aus konstruktiven Gründen einen großen Durchmesser aufweisen und über die eine heiße , mit Staub beladene Atmosphäre gegenüber der Außenatmosphäre abzudichten ist. Solche Sperrluftkammern sind zwischen dem feststehenden Teil und dem drehenden Teil zum Beispiel von Rohrmühlen, Schlägermühlen oder Zuteilerschnecken einzusetzen.
BAD ORiGfNAL

Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Abdichten des Inneren einer Mühle gegenüber der Außenatmosphäre, wobei eine Sperrluftkammer (14) und Dichtringe (12, 13) vorgesehen sind, die in einem Dichtringträger gehalten sind, insbesondere zum Abdichten einer Walzenschüssel-! ' mühle mit einer waagerecht angeordneten, rotierenden Mahlschüssel (2), die mit einem Schüsselträger starr verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtringe (12, 13) aus Gleitringen bestehen und die Sperrluftkammer (14) begrenzen und daß der Dichtring (13), der auf der dem Mühleninneren zugewandten Seite der Sperrluftkammer (14) angeordnet ist, einen größeren Abstand zur gegenüberliegenden Fläche aufweist als die Dichtringe (12) auf der anderen Seite der Sperrluftkammer (14) .
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge k e η η-ze lehnet , daß die Dichtringe (12, 13) in Umfangsrichtung geteilt und durch ein außenliegendes Federelement zusammengehalten sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtringträger (5) mit einem Flansch (6) versehen ist, der über eine Flachdichtung (9) mit dem Mühlengehäuse
(1) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß der dem Mühleninneren zugewandte Teil des Dichtringträgers (5) abgeschrägt ist und, ausgehend vom Schüsselträger (3), schräg nach unten verläuft.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , daß der Dichtring (13), der den größeren Abstand zur gegenüberliegenden Fläche aufweist, auf einem größeren Durchmesser angeordnet ist als die übrigen Dichtringe (12) .
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtringträger (5) starr mit dem Schüsselträger (3) verbunden ist und daß die Dichtringe (12, 13) einem rotationssymmetrischen Teil (Hülse 19) des Mühlengehäuses (1) gegenüberstehen.
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