DE3244035A1 - Abschnittsweise erneuerung von durchlauftraegern aus spannbeton - Google Patents

Abschnittsweise erneuerung von durchlauftraegern aus spannbeton

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DE3244035A1 DE19823244035 DE3244035A DE3244035A1 DE 3244035 A1 DE3244035 A1 DE 3244035A1 DE 19823244035 DE19823244035 DE 19823244035 DE 3244035 A DE3244035 A DE 3244035A DE 3244035 A1 DE3244035 A1 DE 3244035A1
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    • E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
    • E01D22/00—Methods or apparatus for repairing or strengthening existing bridges ; Methods or apparatus for dismantling bridges
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
    • E01D2/00—Bridges characterised by the cross-section of their bearing spanning structure
    • E01D2/04—Bridges characterised by the cross-section of their bearing spanning structure of the box-girder type
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
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    • E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
    • E01D2101/00—Material constitution of bridges
    • E01D2101/20—Concrete, stone or stone-like material
    • E01D2101/24—Concrete
    • E01D2101/26—Concrete reinforced
    • E01D2101/28—Concrete reinforced prestressed

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  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
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Description

  • ABSCHNITTSWEISE ERNEUERUNG VON DURCHLAUFTRÄGERN
  • AUS SPANNBETON Die Neuerung betrifft die Anordnung von Fugen in Spannbetonbauwerken, insbesondere Spannbetonbrücken, bei denen es von der Verkehrsaufgabe her erforderlich ist, innerhalb kurzer Zeit einzelne erneuerungsbedürftige Abschnitte ersetzen zu können.
  • Bei Spannbetontragwerken haben sich durchlaufende Balkentragwerke, sogenannte 'Durchlaufträger', oder durchlaufende Rahmen-und Plattentragwerke bewährt, da sie sowohl von den Baukosten wie auch von der Dauerhaftigkeit und der Nutzung her in vielen Fällen entscheidende Vorteile bieten. Hierzu zählen weitgehende Wartungsfreiheit, kleine Bauhöhen, relativ geringe Durchbiegungen. Weiterhin lassen sich die Unterbauten material sparender und schlanker dimensionieren.
  • Die kurzfristige Austauschbarkeit einzelner erneuerungsbedürftiger Abschnitte dieser Konstruktionen ist jedoch entweder gar nicht möglich oder erfordert einen kaum vertretbaren Aufwand. In jedem Falle treten erhebliche Unsicherheiten am Übergangsbereich vom bestehenden zum abgetrennten und wieder eingesetzten Abschnitt auf.
  • Nimmt dieser Austauschvorgang sehr lange Zeit in Anspruch, so bedingt er eine entsprechend lange und kostspielige Nutzungsunterbrechung.
  • Der Stand der Technik ist bisher statt Ersatz erneuerungsbedürftiger Abschnitte entweder das ganze Tragwerk auszuwechseln, oder ein Tragwerk mit ständig offenen Fugen zu konstruieren, so daß erneuerungsbedürftige Abschnitte ausgewechselt werden können.
  • Diese offenen Fugen führen zu aufwendigen und sorgfältig zu wartenden Fugenabdeckungen. Außerdem wird hierdurch die erforderliche Konstruktionshöhe des Bauwerks größer und die Durchbiegungen nehmen gegenüber durchlaufenden Bauwerken zu. Da auch die unterstützenden Pfeiler an diesen Fugen verbreitert werden müssen, ergeben sich bei offenen Fugen sehr ungünstige wirtschaftliche und gestalterische Verhältnisse.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Fugen in durchlaufenden Tragwerken so anzuordnen und auszubilden, daß während der Nutzung das Tragwerk an den Fugen nicht unterbrochen wird, d.h. Bewegungen in den Fugen ausgeschaltet werden, daß jedoch für den Fall des Auswechselns einzelner Abschnitte die Verbindung in den vorgesehenen Fugen leicht gelöst und der beschädigte oder verstärkungsbedürftige Abschnitt herausgenommen und der neue Abschnitt eingesetzt werden kann.
  • Da in der Fuge hohe Zug-, Druck und Scherkräfte zu übertragen sind, muß sie mit einem hochfesten Material geschlossen werden. Gleichzeitig ist aber sicherzustellen, daß beim öffnen der Fuge mit hydraulischen Pressen oder ähnlichem der Spalt exakt an der vorgesehenen Stelle aufgeht, da der Bauabschnitt in Längsrichtung in der Regel nur wenige Millimeter oder Zentimeter bewegt werden kann.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an geeigneten Quer schnitt stellen des Durchlaufträgers Fugen vorgesehen werden und daß in Verbund liegende Spannglieder unmittelbar vor den Fugen enden und dort verankert sind.
  • Weiter werden über die Abschnittsgrenzen hinweg kurze Spannglieder ohne Verbund vorgesehen, die von Lisenen oder Konsolen aus eingezogen und gespannt werden.
  • Die Spannglieder ohne Verbund sowie deren Verankerungen werden mit korrosionssicheren Umhüllungen umgeben, die gleichzeitig gewährleisten, daß diese Spannglieder jederzeit aus ihren Spanngliedkanälen wieder herausgezogen werden können.
  • An den Abschnittsgrenzen werden Querschnittsflächen ausgebildet, die ein exaktes Trennen auch bei kleiner Längsbewehrung zulassen. Je nach der zu erwartenden Häufigkeit der Trennungen und der Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und die Größe der Längsbewegung beim Trennen sind zwei Arten der Trennflächenausbildung vorgesehen.
  • Bei der ersten Art wird der Beton des vorangegangenen Abschnitts leicht profiliert und mit einem druckfesten Trennmittel, z.B. aus Kunststoff, beschichtet. Der folgende Abschnitt wird dann direkt anbetoniert.
  • Beim Auswechseln eines Abschnitts wird um Profilierungstiefe auseinandergefahren, der alte Abschnitt herausgefahren und der neue Abschnitt eingeschoben.
  • Der Zwischenraum wird anschliessend mit einem flüssigen bzw. pastenartigen, in kurzer Zeit erhärtendem Material, z.B. Zementmörtel, Kunststoff o.dgl., gefüllt.
  • Bei der zweiten Art werden beiderseits im Beton verankerte Plattenpaare aus Metall oder Kunststoff an der Trennfuge vorgesehen. Die druckübertragenden Flächen werden fein profiliert und der feine Spalt zwischen den beiden Platten mit Kunstharz verfüllt sowohl bei der ersten Herstellung wie auch bei einer späteren Trennung.
  • Bei der Ausführung der verankerten Plattenpaare in entsprechend rostgeschütztem Stahl ist es gegebenenfalls sinnvoll, die Zugkraftübertragung durch die Spannglieder ohne Verbund durch Stahlteile zu ersetzen, die mit den einbetonierten Stahlplatten durch hochfeste Schrauben verbunden werden.
  • Der Wert der Erfindung liegt darin, daß die Fuge so ausgebildet ist, daß während der Benutzung des Tragwerkes alle Vorteile des durchlaufenden Trägers erhalten bleiben. Z.B. in wirtschaftlicher Hinsicht ergeben sich Ersparnisse an Beton, Bewehrungs- und Spann stahl - bedingt durch das günstige Tragverhalten des durchlaufenden Trägers - durch rationelle Fertigungsmöglichkeiten usw.
  • Weiterhin ermöglicht die Fugenausbildung ein so rasches öffnen der Fuge und Ersetzen des alten Abschnittes durch einen neuen, daß in Bezug auf den dafür erforderlichen Zeitraum praktisch kein Unterschied zu Tragwerden mit ständig offenen Fugen besteht.
  • Darüber hinaus liegt ein Vorteil dieser Fugenausbildung auch darin, daß sich die Fuge als Sollrißfuge bemessen läßt in z.B. durch große Setzungen beanspruchten Tragwerken. Die Zugkräfte der Spannglieder im Fugenbereich können auch leicht nachreguliert werden und der dabei entstehende Fugenspalt kann durch Injizieren geschlossen werden.
  • Die Erfindung wird durch folgende Figuren erläutert: Fig. 1 zeigt den Querschnitt eines Tragwerks im Fugenbereich mit den erforderlichen Lisenen oder Konsolen an der Trennfuge.
  • Fig. 2 zeigt denselben Bereich im Längsschnitt.
  • Fig. 3 zeigt das prinzipielle Fugendetail bei der Ausführung mit Trennmittel.
  • Fig. 4 zeigt das Fugendetail bei der gepanzerten Ausführung mit Metall- oder Kunststoffplatten.
  • Fig. 5 zeigt die Laschenverbindung bei einer Panzerung analog zu Fig. 4.
  • An den freien Enden der Lisenen 1 werden Spanngliedverankerungen 2 angeordnet und Spannglieder 3 durch die Lisenen über die Fuge 4 geführt. Die Fuge wird mit einem Injektionsmaterial 5 gefüllt. Die Fugenflächen 6 sind profiliert oder nach Fig. 4 mit einer Panzerung 7 versehen, die mit den Ankern 8 im Betonquerschnitt 9 verankert sind.
  • Bei der Laschenverbindung nach Fig. 5 werden die Panzerungen 7 mit den Laschen 10 durch hochfeste Schrauben 11 verbunden.
  • Die Stahlpanzerung 7 wird mit den Spanngliedern 12 im Beton verankert.
  • Leerseite

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anordnung zur abschnittsweisen Erneuerung von Durchlaufträgern aus Spannbeton mit nachträglichem Verbund für Straßen- und Eisenbahnbrücken, dadurch gekennzeichnet, daß an geeigneten Querschnittsstellen des Durchlaufträgers (wie z.B. im Momentennullpunkt) Fugen vorgesehen sind, wobei die Spannglieder unmittelbar vor den Abschnittsgrenzen enden und hier verankert sind, und daß über die Abschnittsgrenzen hinweg Spannglieder ohne Verbund, d.h. aus ihren Spanngliedkanälen herausziehbare Spannglieder, vorgesehen sind, die in einem Abstand von höchstens gleich der Bauhöhe des Durchlaufträgers beiderseits. der Abschnittsgrenze enden und hier gespannt bzw. verankert sind und die mit einer korrosionssicheren Umhüllung umgeben sind.
  2. 2. Anordnung wie. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Fugen im Querschnitt des Durchlaufträgers Trennflächen ausgebildet sind, durch die nur Druckkräfte aber keine Zugkräfte übertragen werden, z.B. durch eine dünne Beschichtung des Betons mit einem druckfesten Trennmittel aus einem nicht am Beton haftenden Kunststoff oder durch nicht miteinander verbundene beiderseits im Beton verankerte Plattenpaare aus Metall oder Kunststoff, wobei die nur druckübertragenden Trennflächen glatt oder feinprofiliert sind.
  3. 3. Anordnungen entsprechend Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erneuerung eines Durchlaufträgerabschnittes auf die glatte oder profilierte Trennfläche des neuen oder alten Abschnittes eine pastöse, nach kurzer Zeit aushärtende Mörtel- oder Kunststoffschicht, z.B. aus Epoxidhard, aufgebracht ist, wobei die Schichtstärke höchstens gleich der Profiltiefe ist.
  4. 4. Anordnungen entsprechend Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Trennflächen aus metallenen Plattenpaaren die Platten gleichzeitig zur Verankerung der in Verbund liegenden, vor der Trennfläche endenden Spannglieder dienen und daß anstelle der Spannglieder ohne Verbund die Plattenpaare durch Laschen und Schrauben stahlbaumäßig zug- und druckfest miteinander verbunden sind.
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