DE323486C - Elektrodynamometer - Google Patents
ElektrodynamometerInfo
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Landscapes
- Control Of Stepping Motors (AREA)
Description
Bestehen die feste und die bewegliche Spule eines Elektrodynamometer aus je n-Teilwick-
lungen
ß
ß
Fn und B1, B2 ... Bn und
g f s
fließt in jeder Wicklung irgendein Strom vom Augenblickswert i bzw. i , worin k = 1,2... η
Fk Bk
sein kann, so werden von dem festen auf das bewegliche System im allgemeinen
n2-Drehmomente ausgeübt, deren Augenblickswerte alle die gleiche Form haben
dia = Cki · *' ·*" ·
h B
h B
Hierin ist Cu ι die dynamische Konstante für
die Wechselwirkung der Wicklungen Fjc und Bi
und im allgemeinen vom Ausschlagswinkel des beweglichen Systems abhängig, jedoch
hinsichtlich i und i als Konstante anzusehen.
diii = Chi' J sin {toi +
lc
Der zeitliche Mittelwert der Summe aller Drehmomente, nach dem sich das bewegliche
System bei genügend großer Eigenschwingungsdauer einstellt, ist
τ τ
J Sind die Ströme in den verschiedenen Wickj- hingen Wechselströme von sinusförmiger Gestalt
und gleicher Kreisfrequenz w, so können sie dargestellt werden durch
- r)
■5 n,n
n.n f/
worin T die Perioden dauer der Wechselströme und .
i =/ sin ((ü
k
k :
i = / sin (cu t + tpfc + a*).
Λ Bk
Hierin soll p^ die. Phasenverschiebpng zwischen
dem Strom in der festen Teilspule Fu und dem Strom in der ihr durch gleichen Index
zugeordneten beweglichen Teilspule Bu bezeichnen.
Es werden also die Augenblickswerte aller wirksamen Drehmomente die Form
annehmen.
Pk)-J sin (wt + φι + Pi).
bedeutet. Die Integrale haben alle die gleiche Lösung (wenn mit/ der Effektivwert des
Stromes i bezeichnet wird):
Ck l· J
J COS (φ; — cpfc + Bl
und werden für k = I unabhängig von
und φ/. Das Drehmoment setzt sich also aus zwei Teilen zusammen:
D —
r.
JS,
κ ■ i
Der erste Teil ist unabhängig von den rela- ' Spulen fließenden Ströme und kann durch
tiven Phasenverschiebungen der in den festen geeignete Wahl der p/. und der anderen Kon-
stanten so beeinflußt werden, daß der Ausschlag des beweglichen Systems wesentlich
abhängig wird von den Differenzen φ/ — φ/{.
Wird andererseits der zweite Teil gleich ο gemacht, indem man die C;c; alle gleich ο
macht, d. h. indem man die einander nicht zugeordneten Wicklungen so weit voneinander
entfernt, daß sie keine Einwirkung mehr aufeinander ausüben, so erhält man den Ausdruck
für ein normales Mehrfachdynamometer (z. B. Doppelwattmeter).
Macht man aber der Erfindung gemäß alle Konstanten C/cfc und Cfci untereinander gleich,
indem man z. B. die Wicklungen so herstellt, daß man η miteinander verdrillte Drähte
gleichzeitig aufwickelt, so wird das Drehmoment in der allgemeinen Form
einander zugeordneten Teilwicklungen erreicht werden kann.
Dann wird
Dann wird
und es wird
^ Jk-Jl- COS (φ/ — φ/t).
FJB COS (φι
k l
φ,;
wo die Summe jetzt über alle k und alle I
zu^ziehen ist.
Ein Instrument dieser Art kann mehrfache Anwendung finden.
Zunächst sollen einmal die Phasenverschiebungen Pi alle gleich ο gemacht, und außerdem
die Ströme in den einander zugeordneten Teilwicklungen einander gleich gemacht werden,
was z. B. durch Hintereinanderschaltung der Wird ein solches Instrument, wie in der
Zeichnung angedeutet, mit den Anfängen seiner n-Wicklungen . an die η-Leiter eines
η-Phasensystems ohne Neutralleiter und mit den an einem Punkt zusammengeschalteten
Enden der Wicklungen an Erde gelegt, so wird, solange in dem n-Phasensystem kein
Erdschluß besteht, der Strom in der Erdverbindung gleich 0 sein. Das resultierende Drehmoment
wird in diesem Falle gleich o, wie sich aus folgenden Überlegungen ergibt. Bezeichnen
wir mit E1, E2, E3 ... En die Spannungen
zwischen den n^Leitern des Systems und dem gemeinsamen Punkt der n-Instrumentenwicklungen
und schreiben der Kürze halber für die Winkelabstände der einzelnen Phasen qj;£z und nehmen außerdem an, daß ·
die Widerstände w aller η-Systeme des Instruments untereinander gleich und induktionsfrei
sind, so wird das Drehmoment
D = [E1 (E1 + E2 COS Cp12 + E3 COS cpJ3 + · · · + En COS Cp1n),
+ E2 (E1 cos φ21 + E2 + E3, cos φ23 -) [-En cos φ2«)..
+ En [E1 COS φκ! + E2 COS cpM2 + E3 COS cp„3 4 En)).
Solange nun der Erdstrom gleich ο ist, muß sein
H+ h+ h~\ hi = 0
oder
WW-W
W
'
Setzt man
en~-0.
et = ]/z E1 sin w t,
e2 = ]/z E2 sin (uit-\- φ12)
5° en = ]/z En sin(t«ii 4- φιη),
so müssen diese Gleichungen für jeden Augenblick gelten, auch für
Es wird also
=—; wt = —-f CPjS1; wt = — + φ81 . . . mt = — +- rpni.
Jj
Δ
2 2
E1 + E2 cos φι,, 4- E3 cos φ13 -f · · · En cos φ1Β = ο,
E1 cos cp21 + E2-J-E8 cos φ23 4- · · · En cos φ2ϊί = ο
E1 cos φ« j 4/ ^a cos Φ"2 + Es cos Ί'ί'3 T' ■ · En = °,
ο
d. h. es werden alle Klammerausdrücke für
sich ο und folglich, auch der ganze Ausdruck für D.
Sobald nun ein Erdschluß auftritt, der nicht gerade ganz symmetrisch auf alle
η-Phasen verteilt ist, tritt ein Strom in dei Erdschlußverbindung auf und macht die Beziehung
h + H + h + i· ■ · ^n — ο
ungültig und das Drehmoment wird von ο verschieden. Das Instrument gibt also in
jedem Falle eines unsymmetrischen Erdschlusses einen von der Stärke des Erdstromes abhängigen
Ausschlag, der z. B. auch zur Auslösung eines Signales oder eines sonstigen Vorganges
benutzt werden kann. Es bedeutet keine
wesentliche Änderung des Instruments, wenn statt der Gleichheit der Ströme / und / eine
Fk Bk
; Beziehung tritt / ~ a · J , wofern nur das
; Beziehung tritt / ~ a · J , wofern nur das
Fi,-
Bk
Verhältnis α der Ströme in zwei einander zugeordneten
Teilwicklungen für alle Paare einander zugeordneter Teilwicklungen dasselbe ist. Erreichbar ist dies z. B. durch Parallel-Schaltung
der einander zugeordneten Wicklungen, ferner durch Transformation oder ähnliche bekannte Mittel.
Als weitere Anwendung des Erfindungsgedankens sei ein Instrument mit nur je zwei
Teilwicklungen auf dem beweglichen und festen System betrachtet. Bei diesem wird das
Drehmoment allgemein
C11 / / COs^1 4- C22 / J cos?2
+ C12 J J COS (^2 + φ) + C21 J J COS (P1 — φ),
1*1 Hi /*";>
/j]
wenn für φ2—φχ der Einfachheit halber φ
25 gesetzt wird. Dann soll durch passende Be- und
messung der Wicklungen und deren geome- 12 ^ 21
irische Gestaltung gemacht werden, so daß
C11 = C22 = C
12 ^ 21
12 ^ 21
D — C (J J cos ^1 + / / cos S-o\
+ C [1F1 1B, C0S
wird.
1F, 1B1
■Dl
~ Φ)
Nun sollen durch Hintereinanderschaltung,
35 Parallelschaltung, Transformation oder son- / = a /,
stige Hilfsmittel die Ströme in den beiden B· J'2
beweglichen Teilspulen in solche Abhängigkeit wird, worin α ein Proportionalitätsfaktor ist,
zu den Strömen in den ihnen zugeordneten der jeden Wert, auch den Wert ι haben kann,
festen Teilspulen gebracht werden, daß Dann wird 100
D z= a C
~aC
cos Sr1
cos ρΛ + aC,
cos P2
JR [COS (£r2 + φ) + COS (Jj1 — φ)]
r" cos Pi-\- J' cos p2\
+ a C · J J [cos φ (cos ^2 + cos ^r1) — sin φ (sin £r2 — sin P1)].
+ a C · J J [cos φ (cos ^2 + cos ^r1) — sin φ (sin £r2 — sin P1)].
Jetzt kann man den Winkeln ^r1 und £r2
verschiedene Werte geben, die das Verhalten des Instruments wesentlich beeinflussen.
Macht man z.B. ^ = 90°, P2-—90°,
so verschwindet die Klammer des ersten Gliedes sowie die von cos φ abhängige Klammer des
zweiten Gliedes, während die von sin φ abhängige Klammer gleich 2 wird, das Instrument
also wird ein von sin φ abhängiges, in der Nähe Von φ = ο sehr empfindliches Vergleichsinstrument
für die Phase zweier Wechselströme. Es kann auch durch entsprechende
Bemessung der Wicklungen und Vorschaltung induktionsfreier Widerstände den Charakter
eines Voltmeters erhalten und zum Vergleich der Phase zweier Wechselspannungen oder
auch eines Wechselstromes und einer Wechsel-•spannung benutzt werden.
Macht man ^1= 120 °, £r2 = —60 °, so
wird
D = — (J' —J'-\+aC'J J Ϋ3 sin φ,
2 V F, jfJ
F1 F1
d. h. es ist sowohl von der Differenz der
Quadrate der Effektivwerte der beiden Ströme als auch von dem sinus ihrer Phasenverschiebung
abhängig.
Für /2 = /" wird es eben-
Fi
F2
falls ein reiner Phasenindikator oder Phasenvergleieher.
In der letztgenannten Schaltung kann das Instrument eine wichtige Anwendung als
Phasenvergleich^ bei Parallelschaltung von. ίο Drehstrommaschinen erhalten, in dem zur
Erzeugung der Phasenverschiebungen von 120 ° und —60 ° die natürlichen Phasenverschiebungen
der Spannungen des Drehstromsystems benutzt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Elektrodynamometer, dessen feste und bewegliche Spule aus je einer gleichen Anzahl selbständiger Teilwicklungen be- 20 stehen, gekennzeichnet durch eine derartige Gestaltung und Bemessung der Wicklungen, daß die dynamischen bzw. voltmetrischen Konstanten für die Wechselwirkung aller Paare von Teilwicklungen, 25 innerhalb welcher wirksame Drehmomente auftreten können, untereinander gleich sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE323486T | 1918-12-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE323486C true DE323486C (de) | 1920-08-30 |
Family
ID=6173719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918323486D Expired DE323486C (de) | 1918-12-28 | 1918-12-28 | Elektrodynamometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE323486C (de) |
-
1918
- 1918-12-28 DE DE1918323486D patent/DE323486C/de not_active Expired
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