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Vorrichtung zum Schneiden von pflanzlichen Stoffen, insbe-
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sondere Tabak.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden von pflanzlichen
Stoffen, insbesondere Tabak, mit einer trichterförmigen Preßlade, in der das eingeschüttete
Schneidgut verdichtet und einem an der Austrittseite der Prelade befindlichen Mundstück
zugeführt wird, mit einem vorzugswe.-se um eine waagerechte Achse vor dem Endstück
rotierenden hesserträger mit umlaufenden messern, die am Mundstück schneidend vorbeiführbar
sind und mit einer in der Umlauf bahn der Messer angeordneten Nesser - Schleifeinrichtung
lait Vorrichtungen der vorbezeichneten Gattung können pflanzliche Stoffe, wie Kräuter
und dergleichen, die auch als Drogen bezeichnet erden, aber insbesondere Tabak geschnitte
werden. Das Schneiden stellt den stärksten mechanischen Eingriff in das Gefüge des
Schneidgutes dar. Zum Beispiel fällt beim Schneiden vo Tabak unvermeidlich ein gewisser
Staubanteil an, der sich als wertmindernder Verlust bemerkbar macht. Zum Beispiel
kann in nachfolgenden Bearbeitungsgängen
der Staubanteil in Rösttrommeln
verkohlen oder zu uner»anschten Verfärbungen des Tabaks führen.
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Der Schneidevorgang erfolgt bei einer hohen Flächenpressung zwischen
Schneidkante und Tabak. Die den Staubanteil bildende Tabakmenge, die dieser extremen
Flächenpressung ausgesetzt ist, ist abhängig von der Schneidfläche der Nesserschneidkante,
die in gewissem Umfang stumpf ist und sich durch Abnutzung mit der Zeit vergrößert.
Je stumpfer die Schneidkante ist, desto größer ist die Schneidfläche und demzufolge
der Staubanteil des geschnittenen Tabaks.
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Bei bekannten Vorrichtungen zum Schneiden von pflanzlichen Stoffen,
insbesondere Tabak, ist deshalb in der Umlaufbahn der Nasser eine Nesserschleifeinrichtung
angeordnet, durch welche die Schneidkanten nach jedem Schnitt nachgeschärft werden.
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Die Schleifscheiben der esserschleifeinrichtungen weisen ein möglichst
feines Korn auf, um eine optimale Anschärfung der Schneidkanten der Nasser zu ermöglichen.
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Feinkörnige Schleifscheiben haben jedoch den nachteil, daß sie verhältnismäßig
schnell die optimale Schleifwirkung verlieren, insbesondere deshalb, weil die Schneiden
der Messer am stärksten in unmittelbarer Nahe der zu schleifenden Schneidkanten
verschnutzen, da sich dort Tabaksoße und Tabakbestandteile besonders stark in die
bereits vorhandenen
Schleifriefen einpressen, verhärten und durch
die Schleifscheibe zunächst zu beseitigen sind, bevor die Schleifkörner aD metall
der Nasser angreifen können. Die Schleifscheiben sind deshalb verstärkt abzuziehen,
wodurch ihre Lebensdauer auf etwa ein Zehntel bis ein Zwanzigstel der Lebensdauer
einer Schleifscheibe ohne Verschmutzung absinkt.
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Ber Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Schneiden
von pflanzlichen Stoffen, insbesondere Tabak,dahingehend zu verbessern, daß durch
eine optimalere Anschärfung eine Verminderung des beim Schneiden anfallenden Staubanteiles
erreichbar ist.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst worden, daß ein
Schleifkörper der Messerschleifeinrichtung mit der dem aus dem Endstück austretenden
Schneidgut abgekehrten schrägen Messerfläche,der Nesserwarte, in Wirkverbindung
steht, und daß am Mundstück in die Umlaufbahn der Schneidkanten der Nasser vorstehende
elastisch federnde Gegenmesser angeordnet sind.
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Daraus ergibt sich der Vorteil, daX die elastischen Gegenmesser während
der Vorbeiführung der Schneidkanten der Messer, also während eines Schneidvorganges,
mit den Schneidkanten in federnder Anlage gehalten werden, soda'- die Scherwirkung
auf das Schneidgut optimal ist. Durch die während des Schneidens in gegenseitiger
Anlage gehaltenen Scherflächen von Schneidkante des Messers und des entsprechenden
Gegenmessers erfolgt dabei ein sogenannter "selbstschärfender Schnitt; denn die
Gegenmesser werden bei vorbeilaufender
Schneidkante del Messer
elastisch aus$"erRn,J drücken mit einer vorbestimmten Kraft schleißend gegen die
vorbeilaufende Schneidkante und federn nach Passieren der Schneidkante in die Normallage
zurück.
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Der erfindungswesentliche Vorteil liegt somit in der Kombination
des automatischen Nachschleifens und des schleissenden Schärfens durch die Gegenmesser
bei jedem Umlauf der Messer.
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Bei einer bevorzugten ausführung ist vorgesehen, daß jedes Gegenmesser
als am Mundstück eingespannt gehaltene Stahlschiene ausgebildet ist, deren eine
Längskante gegen die Umlaufbahn der Schneidkante der Messer vorsteht. Dadurch lassen
sich die Gegenmesser verhältnismäßig einfach bei Verschleift o.dgl. auswechseln.
Außerdem kann durch die Wahl der linspannlänge die federnde Elastizität der Gegenmesser
beeinflußt werden, so daß optimale Schnittleistungen einstellbar sind.
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Gemäß einer zweiten Lösung der zugrunde liegenden Aufgabe, für die
aubh selbständiger Schutz beansprucht wird, ist die Optimierung des Schnittes auch
dadurch möglich, daß ein chleifkörper der Messer-Schleifeinrichtung mit der dem
aus dem Mundstück austretenden Schneidgut abgekehrten schrägen Messerfläche,der
Messerwarte, in irkverbindung steht, und daß minaestens eine der beiden etwa waagerechten
austrittsseitigen freien Kanten des Mundstücks wenigstens teilweise in die Umlaufbahn
der Schneidkanten der Messer vorsteht.
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Bei dieser erfindungsgemäßen Maßnahme erfolgt das vorteilhafte bchleißen
der Schneidkanten der umlaufenden Messer an entsprechend in die Umlaufbahn vorstehenden
Kantenbereichen des Mundstücks selbst, so daß die Messer beim Vorbeilauf elastisch
federnd ausweichen müssen. Selbstverständlich können
sowohl eine
als auch beide Kanten des Mundstücks für die vorteilhafte Schleißwirkung eingesetzt
werden.
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Nach einer Weiterbildung dieser Lösung ist der in die Umlaufbahn
der Schneidkanten der Messer vorstehende Bereich die freie Vorderseite einer vor
die obere Kante des Mundstücks gesetzten Leiste. Eine solche Leiste ist dabei so
angebracht, daß ihre freie Vorderseite etwa tangential zur Umlaufbahn ausgerichtet
ist, jedoch um ein vorbestimmtes Maß zum Zentrum der Umlaufbahn hin versetzt ist.
Jedes Messer schlägt somit gegen die Leiste an und wird zunehmend abgelenkt, wobei
sich der eine Schleißwirkung bewirkende Anspreßdruck je nach Eigenelastizität des
Messers fortlaufend erhöht. Selbstverständlich kann auch die untere Kante des Mundstücks
mit einer vorgesetzten Schleiß-Leiste ausgerüstet werden.
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Als Werkstoff für die Schleißleisten ist bevorzugt Hartmetall geeignet.
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Für den Fall, daß auch eine untere Schleiß-Leiste eingesetzt wird,
weist diese an ihrer ein Gegenmesser darstellenden Kante eine Fase auf, welche die
gewünschte Ablenkung der Schneidkanten der Messer bewirkt, bis diese schleißend
an der Leiste weitergeführt werden können.
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Jedes Messer kann als in Klemmelementen des rotierenden Messerträgers
klemmend gehaltene Stahlschiene mit einer als Messerschneide dienenden angeschärften
Längskante ausgebildet sein. Aus den Klemmelementen steht die Schneidkante der darin
klemmend gehaltenen Stahlschiene so kurz wie möglich vor, um Abbiegungen und Bruch
der Messer während des Schneidens zu vermeiden.
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Vorzugsweise sind die den Schneidkanten entgegengesetzten Längskanten
der Messer in Spannpratzen einge-
spannt, die etwa quer zur Rotationsachse
beweglich im rotierenden Messerträger geführt sind. Durch diese Maßnahme kann eine
als Besser verwendete Stahlschiene in den Klemmelementen vorgeschoben werden, um
die bei jedem Umlauf des Messers durch die Schleifeinrichtung abgeschliffene Verkürzung
der Messerschneidkarten wieder auszugleichen.
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Die vorbeschriebenen Maßnahmen lassen sich auch bei einer Schneidvorrichtung
einsetzen, die einen sogenannten rotierenden Guillotineschnitt durchführt, d. h.
die Messer sind am Umfang eines walzenförmigen Messerträgers eingespannt und laufen
mit der Rotation dieses Nesserträgers um.
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Daneben gibt es auch Schneidvorrichtungen, insbesondere für Tabak,
die mit dem sogenannten Hack- oder Guillotineschnitt arbeiten, d. h. das Nasser
wird in etwa geradlinig am mundstück vorbeigeführt. Zur Durchführung dieser Schnittform
sind Maschinen bekannt, bei denen ebenfalls ein rotierender Messerträger vorhanden
ist, jedoch werden die einzelnen messer dieses Nesserträgers während ihres Umlaufes
um die Rotationsachse zu sich selbst parallel gehalten. Hierzu sind entsprechende
Gestänge in Xesserträger eingebaut, die eine solche Lenkung und Zwangsführung der
Besser für einen Parallelschnitt ermöglichen. Die erfindungsgemäßen Maßnahmen werden
vorzugsweise bei solchen Schneidemaschinen eingesetzt.
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Bei einer Vorrichtung mit einem P;es-erträger, der zu sich parallelgeführte
Messer aufweist, können noch weitere Vorteile
dadurch erzielt
werden, daß åede Spannpratze mit iesser und zugeordnetem Klemmelement in einer Baueinheit
zusammengefaßt sind, die um eine parallel zur Rotationsachse verlnuíende Achse im
rotierenden Nessertreger schwenkbar gelagert ist.
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Während der Messerträger eine Umdrehung macht, kann durch Verschwenkung
der die Messer tragenden Baueinheit um die parallel zur Rotationsachse verlaufende
Achse das Messer stets parallel zu derjenigen Position gehalten werden, die es beim
Vorbeiführen am Mundstück, d. h. während des Schneidvorganges, einnimmt. Dies kann
zum Beispiel dadurch erfolgen, daß jeder Baueinheit eine Zwangsführung, zum Beispiel
ein Gestänge für seine Verschwenkung zugeordnet ist, welches in Abhängigkeit von
der Rotationsbewegung des Messer trägers bewegt wird.
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Um bei einer Schneidvorrichtung mit umlaufenden, aber zu sich selbst
parallelgeführten Messern auch den bereits vorbeschriebenen ausgleich der Verkürzung
von Schleifkanten der Messer durch Abschleifen bei jedem Umlauf zu erreichen, ist
vorgesehen, daß an jeder Spannpratze eine das zugeordnete Messer fortlaufend zustellende
Stellspindel angreift.
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Diese Stellspindel kann zum Beispiel auf eine Schloßmutter an der
Spannpratze arbeiten, sodaß beiDrehung der Stellspindel die als Messer dienende
Stahlschiene gegenüber den klemmenden Klemmelementen vorgeschoben wird. Die Stellspindel
muß somit in der Lage sein, die durch das Klemmen in den
Klemmelementen
erzeugte Haftreibung zu überwinden. Dies ist durch geeignete Maßnahmen, zum Beispiel
glatte gegenseitige Anlageflächen zu erreichen.
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Jede Stellspindel ist mit einem Zustellgetriebe gekoppelt.
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Bekannt ist als Zustellgetriebe von Arbeitszylindern betätigte Gestänge
zu verwenden. Die Unterbringung von Arbeitszylindern mit den Zuleitungen für das
Druckmedium innerhalb eines rotierenden esserträgers erfordert jedoch die Uberwindung
erheblicher konstruktiver Schwierigkeiten.
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Gemäß einer erfinderischen Xeiterbildung ist deshalb vorgesehen,
daß das Zustellgetriebe ein von der Rotation des Messerträgers unabhängiges Planetengetriebe
ist. Dies Planetengetriebe kann so angeordnet werden, daß jeder Stellspindel ein
auf der Schwenkachse der Baueinheit befestigtes Planetenrad eines Flanetengetriebes
zugeordnet ist, d&r ein Sonnenrad des Planetengetriebes auf der Rotationsachse
des eserträgers gelagert ist, daß Sonnenrad und Planetenrad über einen Zahnriemen
miteinander gekoppelt sind und daß das Sonnenrad über einen die Zustellung der Nasser
bewirkenden Zustelldrehantrieb drehbar ist.
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Daraus ergibt sich der Vorteil, daß bei Rotation des eserträgers
um seine Rotationsachse sowohl die Planetenräder als auch das Sonnenrad um die gleiche
achse, nämlich die Rotationsachse bewegt werden. Weder das Sonnenrad noch das Planetenrad
führen somit eine Drehung um ihre eigenen
Achsen aus. Erst wenn
das Sonnenrad durch einen damit gekoppelten Drehantrieb, zum Beispiel einen im Nesserträger
untergebrachten Elektromotor, unabhängig von der Rotationsbewegung des Messerträgers
selbst verdreht wird, überträgt sich diese Drehbewegung über den Zahnriemen auch
auf die Planetenräder, und die damit gekoppelten Stellspindeln werden verdreht,
sodaf sich eine gleic^,mäßige Zustellung aller Nasser des Nesserträgers erreichen
läßt.
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Während des Schneidens von aus dez Mundstück austretendem Schneidgut
schleißen die Schneidkanten der im Messer träger gehaltenen Messer und die Gegenmesser
des l.undstücks aneinander. Diese Bauteile werden von Stahlschienen gebildet und
sind somit verhältnismäßig empfindlich. Wird der Schnittdruck zu groß, kann es durchaus
zu Beschädigungen der messer kommen Insbesondere können auch im Schneidgut dickere
Holzstücke und sogar Steine vorhanden sein, die dann zu schweren Beschädigungen
nicht nur der Messer, sondern sogar der gesamten Naschine führen können.
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Zur Vermeidung solcher Beschädigungen zeichnet sich die Vorrichtung
mit Vorteil dadurch aus, daß die Preßlade mit dem Mundstück um eine parallel zur
Rotationsachse des Nesserträgers ausgerichtete Achse kippbar ist. Diese Maßnahme
hat den Vorteil, daß bei Mberschreiten eines vorbestimmbaren Wertes einer Schneidkraft
die gesamte Preßlade von den an den Gegenmessern des P-undstücks angrelfenden Nessern
des hesserträgers mitgenommen wird und nach unten wegkippt.
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Vorzugsweise sind solche Überlastwerte so einstellbar, daß eine Beschädigung
der Schneidwerkzeuge, bzw. der Vorrichtung selbst nicht auftreten kann.
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Das Ausklinken bei einer vorbestimmten Überlast kann zum Beispiel
dadurch erreicht werden, daß die Preßlade an einem ausklinkbaren Stützelement abgestützt
ist, welches mit einer Einstelleinrichtung für den Grenzwert einer ein Ausklinken
bei überlast bewirkenden Stützkraft versehen ist.
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Der Drehpunkt, um welchen die gesamte Preßlade bei Überlastung der
Schneidwerkzeuge wegkippen kann, ist, bezogen auf die Lage der Rotationsachse des
Messerträgers, verhältnismäßig hoch darübergesetzt, damit das Mundstück mit den
Gegenmessern bei abkippender Preßlade sofort aus der Umlaufbahn der Schneidkanten
der Messer des Messerträgers gerät.
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Das Verschwenken der Preßlade um die hochgelegene Kippachse kann mit
Vorteil auch dazu verwendet werden, die Anlage der Gegenmesser an den vorbeigeführten
Schneidkanten der nasser des Messerträgers einzustellen. Das Mundstück mit den Gegenmessern
kann somit durch einstellbares Verschwenken um die Kippachse der Preßlade näher
oder weiter in Bezug auf die Umlaufbahn der Schneidkante eingestellt werden.
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Ein Ausführungabeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische
Nerkmale ergeben, ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische
Seitenansicht einer Vorrichtung zum Schneiden von Tabak
Fig. 2
eine schematische Schnittansicht durch das Mundstück der Vorrichtung gemäß Fig.
1 mit Schneidwerkzeugen in vergrößertem Maßstab, Fig. 3 die Schneidwerkzeuge gemäß
Fig. 2 in vergrößertem Maßstab während des Schneidvorganges Fig. 4 einen Querschnitt
durch die Schneidkante eines Messers in vergrößertem Maßstab, und Fig. 5 eine schematische
Schnittansicht des Mundstücks der Vorrichtung mit Schleiß-Leisten gemäß einer zweiten
Lösung Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zum schneiden
von Tabak. Das Schneidgut wird in loser Schüttung in Trichter 1 gegeben. An der
9zündung des Trichters befindet sich die Preßlade, die aus einem unteren Förderelement
2 und einem oberen Förderelement 3 besteht. Beide Förderelemente sind derart angeordnet,
daß zwischen den einander zugekehrten Trums der umlaufenden Bänder ein sich in Börderrichtung
des ochneidgutes verengender Durchgang 4 gebildet ist, an dessen Znde ein Mundstück
5 angeordnet ist.
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Aus dem Mundstück 5 tritt das zu schneidende Schneidgut aus.
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Die sustrittsmündung des Mundstücks liegt auf einer Umlauf bahn 6
der Schneidkanten 7 von Messern 8, die in einem nicht weiter dargestellten rotierenden
Messerträger gehalten sind.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel trägt der Messerträger vier Messer
8.
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Die Messer werden von nicht näher beschriebenen, an sich bekannten
Bauteilen gehalten, die im ilesserträger
beweglich angeordnet sind.
Die Beweglichkeit ist vorgesehen, um die Messer während ihres von der Rotation des
Messer trägers bewirkten Umlaufes auf der Umlaufbahn 6 annähernd in gleicher Stellung
zu halten, d. h., alle Messer 8 stehen während des Umlaufes zueinander nahezu parallel.
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auf der dem Mundstück gegenüberliegenden weite der Umlaufbahn 6 ist
eine Schleifeinrichtung 9 angeordnet, die einen Schleifkörper IG antreibt. Der Schleifkörper
steht derart in die Umlaufbahn 6 vor, da die abgeschrägte Fläche jedes vorbeigeführten
Messers 8, die Nesserwarte 11, bei Passieren des Schleifkörpers und bei jedem Umlauf
nachgeschiffen wird und somit ein einseitiges, an sich bekanntes automatisches Schärfen
der Schneidkante 7 jedes es sers 8 erfolgt.
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Da sic die Nasser durch das Scnleifen verkürzen, wodurch die Schneidkanten
letztlich nicht mehr auf der gewünchten Umlaufbahn 6 umlaufen würden, sondern auf
einer Kreisbahn mit gerlngereln Durchmesser als die Umlaufbahn 6, müssen die Messer
automatisch zugestellt werden, damit ihre Schneidkanten ständig auf der Umlaufbahn
6 gehalten werden.
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Für die automatische Zustellung ist jedes ein Besser im Messerträger
haltende Bauteil mit einem Zustellgetriebe gekoppelt, C:s als von der Rotation des
Messerträgers unabhängiges Planetengetriebe ausgebildet ist. Das Sonnenrad
12
des Planetengetriebes liegt in der geometrischen Rotationsachse des rotierenden
Nesserträgers, die auch Zentrum der Umlaufbahn 6 ist. Jedem der ein messer 8 aufnehmenden
Bauteile ist ein Planetenrad 13 zugeordnet. Das Sonnenrad 12 und die Planetenräder
13 haben einen herumgelegten Zahnriemen 14 gemeinsam.
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Wie bei dem oberen Nesser, das sich gerade &uf der lotrechten,
durch das Zentrum der Umlaufbahn verlaufenden achse befindet, durch gestrichelte
Linien angedeutet ist, wirkt das diesem gerade obenstehenden Nesser zugeordnete
Planetenrad 13 auf eine Stellspindel 15, die bei Verdrehung eine Schloßmutter 16
bewegt, welche mit dem Messer 8 verbunden ist, zum Beispiel über eine nicht weiter
dargestellte Spannpratze. Bei den anderen Messern ist die Anordnung der Stellspindel
zwecks Verdeutlichung nicht dargestellt.
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Die Planetenräder 13 laufen mit dem rotierenden Messer träger um
und führen dabei keine Eigenrotation aus, solange das Sonnenrad ebenfalls gleichförmig
mitdreht. Erst bei Abbremsung oder Beschleunigung des Sonnenrades, was zum Beispiel
über den schematisch angedeuteten Drehantrieb 17 erfolgen kann, werden auch die
Planetenräder 13 über den Zahnriemen 14 um die eigene Achse gedreht und verdrehen
dabei auch dle Stellspindeln15, sodaß eine automatische Zustellung der Messer 8
während ihres Umlaufs auf der Umlaufbahn 6 gegeben ist.
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Die gesamte Preßlade mit dem Mundstück 5 kann um die hochgelegte
Achse 23 nach unten wegkippen, wenn während des Schneidens Überlastungen der Schneidwerkzeuge
auftreten.
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In Figur 2 ist das Mundstück 5 der Vorrichtung gemäß Figur 1 in vergrößertem
Maßstab dargestellt. Am Ende des Endstücks, an dem das Schneidgut austritt, sind
Gegenmes ser 18 und 19 angeordnet, die einseitig eingespannt gehalten sind und mit
einer freien, nicht eingespannten Längskante in die von den Schneidkanten 7 der
nasser 8 beschriebene Umlaufbahn 6 vorstehen. Der nicht eingespannte Bereich der
Gegenmesser kann elastisch federnd nachgeben. Jedes Nesser 8 ist zwischen zwei Klemmbacken
2C und 21 einer Messer klemme eingeklemmt gehalten, wobei die Klemmbacke 21 gegen
die Nesserschneidkante 7 weiter vorsteht als die Klemmbacke 20. Dadurch wird das
Messer widerstandsfähiger gegen Bruch.
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In Figur 3 ist ein an dem Gegenmesser 19 vorbeilaufendes Messer 8
noch einmal in vergrößertem Maßstab dargestellt.
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Gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszahlen versehen wie in Figur
2. Die Schneidkante schlägt gegen die freie federnde Längskante des Gegenmessers
19 an und lenkt dieses nach unten aus, wie es durch strichpunktierte Linien dargestellt
ist. Schneidkante 7 des messers 8 und Längskante des Gegenmessers 19 werden somit
schleißend aneinander vorbeigeführt, woraus sich in vorteilhafter Weise ein selbstschrfender
Schnitt ergibt.
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Die Auswirkung des schleißenden, selbstschärfencen Schnittes ergibt
sich aus Figur 4, in der ein Nasser 8 noch einmal in vergrößertem Maßstab dargestellt
ist. Das zwischen den Klemmbacken 21 und 20 gehaltene Nasser 8 wird bei jedem Umlauf
von der Schleifeinrichtung an der Messer warte 11 nachgeschliffen. Vom schleißenden
Gegenmesser wird daneben während des Schnittes die Schneidkante 7 durch die Einwirkung
des Gegenmessers gebrochen, wie es in Figur 4 übertrieben dargestellt ist. Durch
die erfindungsgemäßen Maßnahmen erfolgt somit ein Schärfen der Schneidkante 7 des
Messers von beiden Seiten, während durch ein bisher bekanntes Nachschleifen nur
ein Schärfen von einer Seite aus möglich war. Dadurch, daß die stets immer etwas
stumpfe Schneidkante 7 des Messers durch die schleißenden Gegenmesser zusätzlich
gebrochen und geschärft wird, bildet sich eine spitze, sehr scharfe und gutschneidende
Schneidkante aus, die einen Schnitt ermöglicht, bei dem cer Staubanteil des Schnittgutes
vermindert ist.
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In Fig. 5 ist das Mundstück 5 der Vorrichtung schematisch im Schnitt
dargestellt. Gleiche Bauteile sind wieder mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird der schleißende Schnitt der auf der Bahn 6 umlaufenden
Schneidkanten 7 der Messer 8 gemäß einer zweiten Lösung dadurch erreicht, daß vor
die obere und die untere Kante des Mundstücks 5 in die Umlaufbahn 6 vorstehende
DchleiS-Leisten 24 und 25 gesetzt sind. Die Schleiß-Leiste 24 besteht
aus
Hartmetall und ist mit einem Verbindungsstück 26 verlötet, welches dann vor die
Kante des Mundstücks z.B. geschraubt werden kann. Die Zeichnung zeigt deutlicht,
wie die Voraerseite 27 der Schleiß-Leiste 24 aus Hartmetall in die Umlaufbahn 6
vorsteht, so daß es bei jeder Vorbeiführung einer Schneidkante 7 eines Messers 8
zu dem angestrebten, den Schnitt verbessernden Schleißen kommt.
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Die vor die untere Kante des Mundstücks 5 gesetzte Leiste 25 kann
ebenfalls aus Hartmetall bestehen und wird dann wiederum über ein hier jedoch nicht
dargestelltes Verbindungsstück gehalten. Die obere, als Gegenmesser beim Schnitt
wirkende Kante der unteren -.chleiß-eiste 25 ist, wie dargestellt, mit einer mehr
oder weniger steilen Fase 28 versehen, welche die Schneidkante 7 des Messers 8 ablenkt
und demzufolge ein Schleißen an der Fläche 29 der Leiste 25 ermöglicht. Die fläche
29 kann dabei auch parallel zur Umlaufbahn 6 verlaufen.
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Sie kann jedoch auch so ansteigen, daß sich der das Schleißen bewirkende
Anpreßdruck noch erhöht oder vermindert.
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oelbstverstcindlich läßt sich ein das Dchleißen bewirkender Anspreßdruck
auch dadurch einstellen, daß das gesamte Endstück gegen die Umlaufbahn vorgestellt
wird. Hierfür können geeignete Stellvorrichtungen mit Spindeln o.dgl. vorgesehen
sein, die hier jedoch nicht weiter dargestel,t sind.
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