DE32080C - Neuerung bei dem Verfahren zur Darstellung eines Düngemittels - Google Patents

Neuerung bei dem Verfahren zur Darstellung eines Düngemittels

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DE32080C
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DENDAT32080D
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A. von tümpling in Sacka bei Königsbrück
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    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F3/00Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B17/00Other phosphatic fertilisers, e.g. soft rock phosphates, bone meal
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 16: Düngerbereitung.
Zusatz zum Patent No. 31742 vom 23. August 1884.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1884 ab. Längste Dauer: 23. August 189g.
In der beiliegenden Zeichnung stellen die beiden oberen Figuren den Querschnitt und den Grundrifs eines Stallgebäudes dar, während die unterste den Stallbodenquerschnitt in vergröfsertem Mafse zeigt. Dieser ist asphaltirt und kanalisirt. Die Kanäle α α (s. auch den Stallquerschnitt) dienen zur Aufnahme von Drainröhrensträngen. Die Röhren b stofsen an einander und sind mit Muffen versehen. Die Enden des Stranges nehmen eine Bleirohrleitung auf. Gesiebter Kies deckt die Stränge in den Kanälen sowie den ganzen Stallboden, welcher durch diese Kanalisirung mit dem Behälter d (s. den Querschnitt und den Grundrifs) communicirt. Auf dem Behälter d befindet sich der Stutzen e, welcher einen Siebboden enthält (s. das Punktirte in der Zeichnung); über dem Stutzen ist ein Dampfstrahlsaugapparat c angebracht, welcher mit Hülfe des in der Futterküche durch den Kessel f bereiteten gespannten Dampfes die Stallluft durch den Kies und durch die Röhren nach dem Behälter d saugt und durch den Stutzen e, in welchem Mittel zur Bindung von Ammoniak Aufnahme gefunden haben, hindurchsaugt. Diese Mittel können sein: Gyps, Superphosphate, Düngesalze, überhaupt freie Säuren oder Salze, welche Ammoniak zu binden fähig sind.
Anstatt des Dampfstrahlsaugapparates können andere Apparate Anwendung finden. Diese sind: Aspiratoren bezw. Luftpumpen, die durch Hand oder Windmotoren betrieben werden. In jedem Falle wird das Ammoniak der Stallluft und der in dem Behälter d angesammelten Gülle von dem Inhalte des Stutzens e gebunden.
Das Ammoniak kann jedoch durch die Einrichtung schon vor seinem Eintritt in das Kanalisirungssystem des Stallbodens gebunden werden. Zu diesem Behufe wird der Kies des Stallbodens (s. α α der Detailzeichnung und des Stallquerschnittes) mit einer Schicht Laubstreu bedeckt. Auf diese Schicht kommt Gyps, Carnallit bezw. die eben genannten Mittel und darüber der Stallmist. Wird die Stallluft durch den Mist hindurch von den Röhren aufgesaugt, so mufs sie die Gypsschicht passiren, wobei das Ammoniak derselben gebunden wird.
Es kann aber mit noch gröfserem Vortheil auf die Schicht Laubstreu ff (s. die Detailzeichnung) eine Schicht Knochenmehl (s. g g), allein oder mit Rapsstroh gemengt, welches gut fault und die Schicht durchlässig erhält, aufgebracht werden, darauf kommt eine Schicht Carnallit bezw. Kainit (s. h h) und zuletzt der Stallmist (s. i i).
Dieselbe Einrichtung kann man auch bei Düngerstätten anbringen, selbstredend ist sie am nutzbringendsten in Ställen, wo sie auf den Gesundheitszustand der Stallthiere bezw. auf die Milcherträge den besten Einflufs übt.
Der chemische Procefs bei dieser Düngerbereitung ist nun folgender (s. auch darauf Bezügliches im Haupt-Patent):
Das sonst frei entweichende kohlensaure Ammoniak und die von den Stallthieren ausgeschiedenen Gase gelangen infolge der neuen Ventilationseinrichtung bezw. der Abführung der verdorbenen Luft in den Stallboden, passiren dabei die Schicht von Ghlormagnesium, wobei sich das kohlensaure Ammoniak mit dem feuchten Salz umsetzt. Es entsteht kohlensaure Magnesia und Salmiak, welches mit dem überschüssigen Chlormagnesium in das unter der feuchten Mistschicht in Gährung gelangte Knochenmehl eintritt und die Aufschliefsung des Knochenmehls vollendet, ohne dafs bei der Fermentation Ammoniak entweichen kann. Der so bereitete Dünger enthält die Hauptnährstoffe der Pflanzen.
Wird die Stallluft bezw. der Sauerstoff der Atmosphäre in höherem Grade durch den Stallmist gesaugt, so führt die beschriebene Einrichtung und das Verfahren zur Salpetergewinnung, indem der Humus des Stallmistes mit seinen salpeterbildenden Organismen zur Wirkung gelangt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    An Stelle des Absaugens des Ammoniaks der Ställe nach einer Absoptionsgrube das Durchsaugen desselben durch über der Kanalisationsvorrichtung b der Ställe angebrachte Schichten von Laubstreu, Gyps bezw. Düngesalze, Knochenmehl und andere Ammoniak absorbirende Mittel.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT32080D Neuerung bei dem Verfahren zur Darstellung eines Düngemittels Expired DE32080C (de)

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