DE320329C - Selbsttaetiger Ausschalter, der durch einen vom Strom durchflossenen Draht geschlossen gehalten wird - Google Patents

Selbsttaetiger Ausschalter, der durch einen vom Strom durchflossenen Draht geschlossen gehalten wird

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DE320329C
DE320329C DE1917320329D DE320329DD DE320329C DE 320329 C DE320329 C DE 320329C DE 1917320329 D DE1917320329 D DE 1917320329D DE 320329D D DE320329D D DE 320329DD DE 320329 C DE320329 C DE 320329C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/14Electrothermal mechanisms

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  • Breakers (AREA)
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Description

Es sind selbsttätige Maximalausschalter bekannt, deren Schalthebel unter der Wirkung einer Feder, die ihn ständig zu öffnen strebt, steht, jedoch durch einen Draht eingeschaltet gehalten wird, der einer mechanischen Spannung unterworfen ist und von dem gesamten zu unterbrechenden Strom durchlaufen wird. Bei einer Überlastung wird der Draht erwärmt, bis er infolge der Verminderung seines Wider-Standes gegen Bruch reißt und hierdurch den Schalthebel freigibt, der die Unterbrechung des Stromes hervorruft.
Gegenstand der Erfindung ist, daß dieser einer starken mechanischen Spannung unterworfene Draht aus einem Metall besteht, das eine hohe Bruchfestigkeit besitzt und dessen Elastizitätsgrenze nur wenig unter der Bruchgrenze liegt, und das beim Bruch eine geringe Dehnung aufweist.
Es sind im Handel Stahldrähte erhältlich, welche die gemäß der Erfindung verlangten Eigenschaften aufweisen; außerdem können für den gleichen Zweck Bronzedrähte von folgender Legierung verwendet werden: 87 Prozent Kupfer, 8,7 Prozent Zinn und 4,3 Prozent Zink.
Die starke mechanische Spannung, der der Draht unterworfen ist, entfernt sofort nach dem Bruch das freie Drahtende mit großer Geschwindigkeit derart, daß die Bildung eines Lichtbogens vermieden wird. Um dieser starken mechanischen Spannung zu widerstehen, muß das Metall des Drahtes eine hohe Bruchfestigkeit besitzen. Außerdem ist es nötig, daß es eine Elastizitätsgrenze besitzt, die der Bruchgrenze benachbart ist, damit der Draht von einem Strom durchlaufen werden kann, dessen Stärke sehr nahe derjenigen ist, die den Bruch hervorruft, ohne daß eine dauernde Formänderung eintritt, welche seine Wider-Standsbedingungen gegen anderweitige Beanspruchungen verändern würde. Aus attedem ergibt sich eine große Gleichmäßigkeit der Wirkung, indem diese nicht durch frühere Erhitzung des Drahtes beeinflußt werden kann. Schließlich besitzt der Draht eine nur geringe Dehnung beim Bruch, damit der Bruch sehr glatt vor sich geht, ohne daß vorher der Draht weich wird.
Die Erfahrung zeigt, daß von einer gewissen Stärke des einen solchen Draht durchlaufenden Stromes ab die Bruchfestigkeit auch durch geringe Stromsteigerungen sehr rasch herabsinkt, wodurch es möglich ist, in der Wirkung des Apparates eine Genauigkeit zu erzielen, die bei Verwendung von Schmelzsicherungen ausgeschlossen ist.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Bei dem Sicherungsstöpsel gemäß Fig. 1 ist der Draht 1 in der Mittelachse einer Hülse 2 aus Isoliermasse angeordnet, die in eine Dose 3
aus Ispliermasse eingesetzt ist. Das Rohr 2 ist durch zwei metallische Deckel 4 und 5 abgeschlossen, die mit den Leitungsdrähten elektrisch verbunden sind, z. B. 4 bei 6. Der Draht 1 ist an dem Deckel 4 und an einer Scheibe 7 befestigt, die von einer Feder 8 nach oben gedruckt wird. Die Scheibe 7 trägt eine Spindel 9 und ist durch ein schlaffes Kabel mit dem Deckel 5 verbunden. An den beiden Enden des Drahtes sind Einspannkeile 10 in Form abgestumpfter Kegel befestigt, die in hohlkegelige Lager der Scheibe 7 und des Deckels 4 eingreifen. Um den Draht einspannen zu können, sind' die beiden Stücke 4 und 7 mit je einem radialen Schlitz versehen, der in das hohlkegelige Lager einmündet. Ein Rohr ix aus Isoliermasse umschließt konzentrisch mit der Hülse 2 den Draht 1; 11 verhindert, daß ι nach seinem Bruch die Feder 8
20. berührt.
Wenn der Strom die dem Querschnitt des Drahtes 1 und der Spannung der Feder 8 angemessene Grenze überschreitet, erhitzt sich der Draht 1 und bricht, wodurch der Strom unterbrochen wird. Zugleich zeigt die am Deckel heraustretende Spindel 9 die Stromunterbrechung an. Um einen neuen Draht einzuziehen, nimmt man die Hülse 2 aus dem Block 3, hebt den Deckel 5 ab und die Scheibe 7 an der Spindel 9 heraus, führt den Keil eines neuen Drahtes in die Scheibe 7 ein, schiebt das Ganze in das Rohr 2, drückt auf den Druckknopf der Spindel 9, um den Draht herabzusenken, und führt sein unteres Ende in den Deckel 4 ein. Diese Art der Auswechslung des Drahtes kann dazu benutzt werden, um die fahrlässige Verwendung eines für höhere Stromstärken berechneten Sicherungsdrahtes auszuschließen, indem man einfach jeden derartigen Draht in geringerer Länge herstellt.
Bei dem Ausschalter gemäß Fig. 2 ist der Draht zwischen einem Hebel 13, der im Sinne des Pfeiles unter der Wirkung einer Feder 14 auszuschwingen bestrebt ist, und dem Schalthebel 15 gespannt, der bei 16 angelenkt ist und bei 17 den Stromkreis 13, 12, 15, 17 '; schließt.
Ein abgefederter Haken 18 hält den Hebel 15 eingeschaltet. Der Draht 12 trägt an beij den Enden kleine Einspannkeile 55, die in , entsprechend hohlkegelig ausgebildete Lager der beiden Platten 56 und 57 eingreifen," . die \ an den Armen 13 und 15 befestigt sind; die I Schlitze 58 in den Platten 56 und 57 gestatten ' das leichte Einsetzen des Drahtes. Sobald , der Handgriff 59 in der Schließstellung durch : den Haken 18 gehalten ist, wird der Draht 12 j durch die Feder 14 gespannt.
Ist der Draht 12 infolge des Ansteigens der ! Stromstärke gebrochen, so zieht man durch eine Zugstange 19 den Haken 18 herab und legt den Hebel 15 aus; man setzt dann einen neuen Draht 12 mit kleinen Einspannkeilen ein, worauf man den Hebel 15 wieder einlegt, so daß er mit dem Haken 18 wieder in Eingriff kommt.
Der Ausschalter kann bei unversehrtem Draht 12 durch Ziehen an der Stange 19 rasch geöffnet werden. '

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbsttätiger Ausschalter, der durch einen vom Strom durchflossenen, bei Überstrom zerstörten Draht entgegen der Wirkung einer Feder geschlossen gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß der einer starken mechanischen Spannung unterworfene Draht aus einem Metall von hoher Bruchfestigkeit besteht, dessen Elastizitätsgrenze nur wenig unter der Bruchgrenze liegt und das beim Bruch eine geringe Dehnung besitzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1917320329D 1916-08-03 1917-06-22 Selbsttaetiger Ausschalter, der durch einen vom Strom durchflossenen Draht geschlossen gehalten wird Expired DE320329C (de)

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IT486131X 1916-08-03

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DE320329C true DE320329C (de) 1920-04-21

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FR (2) FR482133A (de)
NL (2) NL3374C (de)

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FR482133A (fr) 1917-02-22
DE294759C (de)
FR486131A (fr) 1918-03-12
NL3374C (de)
NL3832C (de)

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