DE320329C - Selbsttaetiger Ausschalter, der durch einen vom Strom durchflossenen Draht geschlossen gehalten wird - Google Patents
Selbsttaetiger Ausschalter, der durch einen vom Strom durchflossenen Draht geschlossen gehalten wirdInfo
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Classifications
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Description
Es sind selbsttätige Maximalausschalter bekannt, deren Schalthebel unter der Wirkung
einer Feder, die ihn ständig zu öffnen strebt, steht, jedoch durch einen Draht eingeschaltet
gehalten wird, der einer mechanischen Spannung unterworfen ist und von dem gesamten
zu unterbrechenden Strom durchlaufen wird. Bei einer Überlastung wird der Draht erwärmt,
bis er infolge der Verminderung seines Wider-Standes
gegen Bruch reißt und hierdurch den Schalthebel freigibt, der die Unterbrechung
des Stromes hervorruft.
Gegenstand der Erfindung ist, daß dieser einer starken mechanischen Spannung unterworfene
Draht aus einem Metall besteht, das eine hohe Bruchfestigkeit besitzt und dessen
Elastizitätsgrenze nur wenig unter der Bruchgrenze liegt, und das beim Bruch eine geringe
Dehnung aufweist.
Es sind im Handel Stahldrähte erhältlich, welche die gemäß der Erfindung verlangten
Eigenschaften aufweisen; außerdem können für den gleichen Zweck Bronzedrähte von
folgender Legierung verwendet werden: 87 Prozent Kupfer, 8,7 Prozent Zinn und 4,3 Prozent
Zink.
Die starke mechanische Spannung, der der Draht unterworfen ist, entfernt sofort nach
dem Bruch das freie Drahtende mit großer Geschwindigkeit derart, daß die Bildung eines
Lichtbogens vermieden wird. Um dieser starken mechanischen Spannung zu widerstehen, muß
das Metall des Drahtes eine hohe Bruchfestigkeit besitzen. Außerdem ist es nötig, daß es
eine Elastizitätsgrenze besitzt, die der Bruchgrenze benachbart ist, damit der Draht von
einem Strom durchlaufen werden kann, dessen Stärke sehr nahe derjenigen ist, die den
Bruch hervorruft, ohne daß eine dauernde Formänderung eintritt, welche seine Wider-Standsbedingungen
gegen anderweitige Beanspruchungen verändern würde. Aus attedem ergibt sich eine große Gleichmäßigkeit der
Wirkung, indem diese nicht durch frühere Erhitzung des Drahtes beeinflußt werden kann.
Schließlich besitzt der Draht eine nur geringe Dehnung beim Bruch, damit der Bruch sehr
glatt vor sich geht, ohne daß vorher der Draht weich wird.
Die Erfahrung zeigt, daß von einer gewissen Stärke des einen solchen Draht durchlaufenden
Stromes ab die Bruchfestigkeit auch durch geringe Stromsteigerungen sehr rasch herabsinkt,
wodurch es möglich ist, in der Wirkung des Apparates eine Genauigkeit zu erzielen,
die bei Verwendung von Schmelzsicherungen ausgeschlossen ist.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Bei dem Sicherungsstöpsel gemäß Fig. 1 ist der Draht 1 in der Mittelachse einer Hülse 2
aus Isoliermasse angeordnet, die in eine Dose 3
aus Ispliermasse eingesetzt ist. Das Rohr 2 ist durch zwei metallische Deckel 4 und 5 abgeschlossen,
die mit den Leitungsdrähten elektrisch verbunden sind, z. B. 4 bei 6. Der Draht 1 ist an dem Deckel 4 und an einer
Scheibe 7 befestigt, die von einer Feder 8 nach oben gedruckt wird. Die Scheibe 7 trägt eine
Spindel 9 und ist durch ein schlaffes Kabel mit dem Deckel 5 verbunden. An den beiden
Enden des Drahtes sind Einspannkeile 10 in Form abgestumpfter Kegel befestigt, die in
hohlkegelige Lager der Scheibe 7 und des Deckels 4 eingreifen. Um den Draht einspannen
zu können, sind' die beiden Stücke 4 und 7 mit je einem radialen Schlitz versehen,
der in das hohlkegelige Lager einmündet. Ein Rohr ix aus Isoliermasse umschließt konzentrisch
mit der Hülse 2 den Draht 1; 11 verhindert,
daß ι nach seinem Bruch die Feder 8
20. berührt.
Wenn der Strom die dem Querschnitt des Drahtes 1 und der Spannung der Feder 8 angemessene
Grenze überschreitet, erhitzt sich der Draht 1 und bricht, wodurch der Strom
unterbrochen wird. Zugleich zeigt die am Deckel heraustretende Spindel 9 die Stromunterbrechung
an. Um einen neuen Draht einzuziehen, nimmt man die Hülse 2 aus dem Block 3, hebt den Deckel 5 ab und die Scheibe 7
an der Spindel 9 heraus, führt den Keil eines neuen Drahtes in die Scheibe 7 ein, schiebt
das Ganze in das Rohr 2, drückt auf den Druckknopf der Spindel 9, um den Draht herabzusenken, und führt sein unteres Ende
in den Deckel 4 ein. Diese Art der Auswechslung des Drahtes kann dazu benutzt werden, um die fahrlässige Verwendung eines
für höhere Stromstärken berechneten Sicherungsdrahtes auszuschließen, indem man einfach
jeden derartigen Draht in geringerer Länge herstellt.
Bei dem Ausschalter gemäß Fig. 2 ist der Draht zwischen einem Hebel 13, der im Sinne
des Pfeiles unter der Wirkung einer Feder 14 auszuschwingen bestrebt ist, und dem Schalthebel
15 gespannt, der bei 16 angelenkt ist und bei 17 den Stromkreis 13, 12, 15, 17
'; schließt.
Ein abgefederter Haken 18 hält den Hebel 15 eingeschaltet. Der Draht 12 trägt an beij
den Enden kleine Einspannkeile 55, die in , entsprechend hohlkegelig ausgebildete Lager
der beiden Platten 56 und 57 eingreifen," . die \ an den Armen 13 und 15 befestigt sind; die
I Schlitze 58 in den Platten 56 und 57 gestatten ' das leichte Einsetzen des Drahtes. Sobald
, der Handgriff 59 in der Schließstellung durch : den Haken 18 gehalten ist, wird der Draht 12
j durch die Feder 14 gespannt.
'· Ist der Draht 12 infolge des Ansteigens der ! Stromstärke gebrochen, so zieht man durch eine Zugstange 19 den Haken 18 herab und legt den Hebel 15 aus; man setzt dann einen neuen Draht 12 mit kleinen Einspannkeilen ein, worauf man den Hebel 15 wieder einlegt, so daß er mit dem Haken 18 wieder in Eingriff kommt.
'· Ist der Draht 12 infolge des Ansteigens der ! Stromstärke gebrochen, so zieht man durch eine Zugstange 19 den Haken 18 herab und legt den Hebel 15 aus; man setzt dann einen neuen Draht 12 mit kleinen Einspannkeilen ein, worauf man den Hebel 15 wieder einlegt, so daß er mit dem Haken 18 wieder in Eingriff kommt.
Der Ausschalter kann bei unversehrtem Draht 12 durch Ziehen an der Stange 19 rasch geöffnet
werden. '
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Selbsttätiger Ausschalter, der durch einen vom Strom durchflossenen, bei Überstrom zerstörten Draht entgegen der Wirkung einer Feder geschlossen gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß der einer starken mechanischen Spannung unterworfene Draht aus einem Metall von hoher Bruchfestigkeit besteht, dessen Elastizitätsgrenze nur wenig unter der Bruchgrenze liegt und das beim Bruch eine geringe Dehnung besitzt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT486131X | 1916-08-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE320329C true DE320329C (de) | 1920-04-21 |
Family
ID=11234834
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1914294759D Expired - Lifetime DE294759C (de) | 1916-08-03 | 1914-08-14 | |
| DE1917320329D Expired DE320329C (de) | 1916-08-03 | 1917-06-22 | Selbsttaetiger Ausschalter, der durch einen vom Strom durchflossenen Draht geschlossen gehalten wird |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1914294759D Expired - Lifetime DE294759C (de) | 1916-08-03 | 1914-08-14 |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE294759C (de) |
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- 1914-08-14 DE DE1914294759D patent/DE294759C/de not_active Expired - Lifetime
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1916
- 1916-06-27 FR FR482133D patent/FR482133A/fr not_active Expired
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1917
- 1917-06-22 DE DE1917320329D patent/DE320329C/de not_active Expired
- 1917-07-12 FR FR486131D patent/FR486131A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR482133A (fr) | 1917-02-22 |
| DE294759C (de) | |
| FR486131A (fr) | 1918-03-12 |
| NL3374C (de) | |
| NL3832C (de) |
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