DE3203070C2 - Schaltungsanordnung zum Steuern von Anlagen im Echtzeitbetrieb, insbesondere von Fernmeldevermittlungsanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Steuern von Anlagen im Echtzeitbetrieb, insbesondere von FernmeldevermittlungsanlagenInfo
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Abstract
Die Schaltungsanordnung dient zum Steuern von Anlagen, z.B. Fernmeldevermittlungsanlagen, im Eichzeitbetrieb. Ein Zentralrechner (MP1) wird entlastet, indem ein Teil der Steuerungsaufgaben in einen vorgelagerten Rechner (MP2) verlegt wird. Die beiden Rechner tauschen Daten und Steuersignale im asynchronen Betrieb aus. Um aber ein Überprüfen von ausgetauschten Zeitinformationen zu ermöglichen, müssen beide Rechner über synchronisierte Zeitzähler verfügen. Die Rechner (MP1, MP2) sind über eine asynchrone Schnittstellenschaltung (AIF), über die sie Daten und Steuersignale austauschen, miteinander verbunden. Durch eine Zeitgeberschaltung werden den Rechnern (MP1, MP2) die für eine Zeitmessung beim Datenaustausch erforderlichen Echtzeittakte geliefert.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum
Steuern von Anlagen im Echtzeitbetrieb, insbesondere
iniitiüng53Tn3gcn, ϊίΐϊί
ΪΠ1
:Verbund zusammenarbeitenden Rechnern, deren Echtzeitzählungen durch eine zentrale Zeitgeberschaltung
miteinander synchronisierbar sind.
Bei der Steuerung von Echtzeitprozessen, wie etwa in dar Fernsprechvermittlungstechnik, ist es mitunter von
Vorteil, die Stetieraufgaben zu dezentralisieren, indem
die Zentralsteuerung von einem Teil der Echtzeitaufgaben entlastet wird, wobei die^e auf vorgelagerte
Steuerungen, z. B. in einen Datenkonzentrator, verlegt werden. Die einzelnen Rechner der Echtzeitsteuerung
. J.LJ -:
und Steuersignale zweckmäßigerweise asynchron übertragen werden, um die Verarbeilungsgeschwindigkeit (,0
zu erhöhen. Um Zeitmessungen und -Überprüfungen durchführen zu können, ist es aber erforderlich, in allen
Rechnern gegenseitig . auswertbare Zeitmessungen vorzunehmen,;"φΚ," syriclirorie iUliren zuriäVerfügüng zu
Haben. Dies ist z. B. wichtig, um Zeitmessungen an
Ereignissen, die in dem einen Rechner entstehen, zeitgerecht durch den anderen Rechner — unter
Berücksichtigung der Übertragungszeit — durchführen zu lassen.
Bei einer bekannten Echtzeitsteuerungsanordnung mit mehreren im Verbund zusammenarbeitenden
Rechnern sind die Echtzeitzählungen der Rechner durch eine zentrale Zeitgeberschaltung synchronisierbar, um
Echtzeitmessungen zu ermöglichen (DE-OS 23 59 258). Bei dieser Anordnung erfolgt aber der Datenaustausch
zwischen den Rechnern synchronisiert und durch eine zentrale Simulationseinrichtung gesteuert, wobei die
Zeitmessungen zentral in der Simulationseinrichtung ausgewertet werden.
Ein bekannter Signalgenerator enthält eine asynchrone
Schnittstellenschaltung zum Austausch von Daten- und Steuersignalen zwischen zwei im Verbund arbeitenden
Rechnern in Fernsprecheinrichtungen (DE-OS 28 07 175). Dieser Signalgenerator ist auch mit einer
Zeitsteuerschaltung versehen, die aber nur zum Steuern des Ablaufs der Informationsübertragung zwischen den
Rechnern dient
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zum Steuern von Anlagen im
Echtzeitbetrieb zu schaffen, die in einfacher Weise gegenseitig auswertbare Zeitmessungen in RechnersyjStemen
ermöglicht, in denen die Daten asynchron übertragen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art
gelöst, bei der in Kombination die einzelnen Rechner
:über eine asynchrone Schnittstellenschaltung, über die -sie Daten und Steuersignale austauschen, miteinander
Verbunden sind, und die einzelnen Rechner mit der Zeitgeberschaltung in Verbindung stehen, um für eine
gegenseitig auswertbare Zeitmessung die während des asynchronen Datenaustausches auftretende Echtzeitinformation
empfangen zu können.
Die Zeitgeberschaltung weist bei einer Weiterbildung !der Erfindung ein gemeinsames Echtzeitzählwerk auf,
das von jedem der Rechner bei Bedarf gelesen wird. Bei einer anderen Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung weist die Zeitgeberschaltung einen Echtzeittaktgeber auf, von dem die einzelnen
Rechner einen Echtzeittakt empfange.i, durch den das jeweils laufende Programm unierbrochen und ein
interner Zeitzähler des jeweiligen Rechners aktualisiert wird. Für den Fall, daß in einem Rechner Echtzeittakte
verloren gegangen sein könnten, ist es zweckmäßig, daß von einem der Rechner an den jeweils anderen Rechner
beim Durchgang seines internen Zeitzählers durch den Wert Null über eine Signalleitung an den jeweils
anderen Rechner ein Signal übertragen wird, durch das das in dem anderen Rechner ablaufende Programm
unterbrochen und sein interner Zeitzähler auf Null gesetzt wird (»ührensynchronisation«).
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung und
F i g. 2 ein anderes Äusführungsbeispiei einer erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung.
Eine Schaltungsanordnung ?ur Echtzeitsteuerung einer Fernsprechvermittlungsanlage weist ein erstes
Mikroprozessorsystem MPi, das die Funktion des Zentralrechners ausübt, sowie ein zweites Mikroprozessorsystem
MP2 auf, das einen vorgelagerten Datenkonzentrator steuert. Die beiden Mikroprozessorsysteme
MPi und MP2 sind über eine parallel arbeitende asynchrone Schnittstellenschaltung AlF miteinander
gekoppelt. Datenmehrfachleitungen oder -busse DA
dienen zum Austausch von Daten und Steuerleitungen SI zum Austausch von Steuersignalen zwischen den
Rechnern MPl und MP 2. Ein Echtzeitzählwerk ZW ist
durch Taktleitungen TL mit den Mikroprozessorsystemen MPi und MPI verbunden. Jeder Mikrorechner
MP1. MP2 hat für sich die Möglichkeit, über die
Taktleitung TL das Echtzeitzählwerk ZW zu lesen. Werden Nachrichten, die auch eine Zeitinformation
enthalten, zwischen den beiden Rechnern WPI und MP2 ausgetauscht so hat der Empfangsrechner (z. B. in
MPX) die MögPchkeit die zwischen dem Entstehen
(z. B. in MP2) und dem Empfangen (z. B. in MPi) der
Nachricht verstreichende Zeit zu überprüfen.
Damit ist es möglich, die Zeitspanne z—ischen zwei
z. B. in dtm Rechner MP ί aufeinanderfolgenden ι s
Ereignissen in dem Rechner MP2 zu überpri... r Der
Rechner MP2 stellt fest, ob die überprüf'e Zt' -janne
einen vorgegebenen Wert nicht überschiviir·. id zwar
unabhängig von der Übertragungszei' ■*.— asynchron
arbeitenden Schnittstellenschaltung .'-./·, die aus einer iu
^,Reihe parallel angeordneter Firr,-siegister besteht. Bei
Jcifesem Aüsführungsbeispiel erio:^- somit die Synchro- =z
Bnisation der RechnecAi/' 1 und MP2 durch Lesen desz^z
IpchtzeitzählwefksZW: ■-—_
ifc Ein anderes Ausführungsbeispiel der erfindun^sge- -25_
2IB Schaltungsahordhüng (Fig.2) weist ebenfalls —
Mikroprozessorsysteme: oder Rechner MP1* und"
auf. DerRechner MPi*"-stellt dieZentralsteue- :
^Tüng dar, während der Rechner MP2 die Steuerung:
^feines vorgelagerten Datenkonzentrators bildet. Beide
^Rechner sind ebenfaüs über eine asynchrone FIFO-
^Schnittstellenschaltung AIF* miteinander gekoppelL
^Der Datenaustausch erfolgt über Datenbusse DA, der
^Signalaustausch über Signalleitungen 5/.
Ein Echtzeittaktgeber TG ist über Taktleitungen TL* J3
mit internen Zeitzählern ZZ \ und ZZ2 der Rechner MPl* bzw. MP2* verbunden. Der Echtzektaktgeber
TG liefert den Rechnern MPi*, MP2* einen Echtzeittakt
von z. B. 8 ms, durch den das laufende Programm unterbrochen und der interne Zeitzähler ZZ1 bzw. ZZ 2
des jeweiligen Rechners auf den neuesten Stand gebracht wird.
Die beiden Rechner MP1* und MP 2* sind über eine
weitere Signalleitung IN miteinander verbunden. Von Zeit zu Zeit ist es notwendig, die in den beiden Rechnern
enthaltenen internen Zeitzähler ZZl und ZZ2, bei denen es sich um sogenannte Software-Zähler handelt,
zu synchronisieren, um übereinstimmende Zeit-»Uhren« auch im Fall zu erhalten, daß in einem der Rechner
Echtzeittakte verloren gegangen sein sollten. Beim Durchlauf des internen Zeitzählers ZZ1 im Datenkonzentrator
durch den Zählerstand Null wird das in dem Zentralrechner MPi* laufende Programm unterbrochen
und dessen interner Zeitzähler ZZ2 ebenfalls gelöscht, d. h. auf den Zählerstand Null gebracht. Hier
erfolgt die Synchronisation der Zeituhren der beiden
Jtechner aIso~durcH~den Echtzeittäkt ^ "_ ' -£
7- Auch mit diesem Ausführungsbeispie! de··■ erfinduhgs- ~
gemäßen Steuerung können1 dje Öbe7tragungs^iteif für {
Nachrichten zeitlich "überprüft: werden. -Zeftüberwä- -ichungen,
die in einem der Reichner :_durchgeführt £
"-werden, können in dem andefenJRechneruberprüft'und
zzeitgerecht wieder an den ursprünglicTieri iRechner
Zurückgegeben werden. "
~: Die in den Verschiedenen Rechnernr^V/Pil, MP2
Ablaufenden Echtzeitzählungen betreffen aus den rProzessortakten abgeleitete Zeiten, die ihrem:Absolutwert
nach in den beteiligten Rechnern zu synchronisieren sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung zum Steuern von Anlagen im Echtzeitbetrieb, insbesondere von Fernmeldevermittlungsanlagen,
mit mehreren im Verbund zusammenarbeitenden Rechnern, deren Echtzeitzählungen
durch eine zentrale Zeitgebersch^Itung miteinander synchronisierbar sind, gekennzeichnet
durch die Kombination, daß die einzelnen Rechner (MPi, MP2) über eine asynchrone J0
Schnittstellenschaltung (AIF), über die sie Daten und Steuersignale austauschen, miteinander verbunden
sind, und daß die einzelnen Rechner (MPi, MP2)
mit der Zeitgeberschaltung in Verbindung stehen, um für eine gegenseitig auswertbare Zeitmessung
die während des asynchronen Datenaustausches auftretende Echtzeitinformation empfangen zu können.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitgeberschaltung ein
gemeinsames Echtzeitzählwerk (ZW) aufweist, das von jedem der Rechner (MP 1. MP2) bei Bedarf
gelesen wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitgeberschaltung einen
Echtzeitlaktgeber (TG) aufweist, von dem die einzelnen Rechner (MP 1*. MP2*), einen Echtzeittakt
empfangen, durch den das jeweils laufende Programm unterbrochen und ein interner Zeitzähler
(ZZi,ZZ2) des jeweiligen Rechners (MP\*,MP2*)
aktualisiert wird.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß von einem der Rechner
(MP 1*) beim Durchgang seines internen Zeitzählers (ZZX) durch den Wert 0 über eine Signalleitung (IN)
an den jeweils anderen Rechner (MP2*) ein Signal übertragen wird, durch das d^s in dem anderen
Rechner (MP 2) ablaufende Programm unterbrochen und sein interner Zeitzähler (ZZ2) ebenfalls auf
0 gesetzt wird. TO
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823203070 DE3203070C2 (de) | 1982-01-30 | 1982-01-30 | Schaltungsanordnung zum Steuern von Anlagen im Echtzeitbetrieb, insbesondere von Fernmeldevermittlungsanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823203070 DE3203070C2 (de) | 1982-01-30 | 1982-01-30 | Schaltungsanordnung zum Steuern von Anlagen im Echtzeitbetrieb, insbesondere von Fernmeldevermittlungsanlagen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3203070A1 DE3203070A1 (de) | 1983-08-18 |
| DE3203070C2 true DE3203070C2 (de) | 1984-01-05 |
Family
ID=6154338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823203070 Expired DE3203070C2 (de) | 1982-01-30 | 1982-01-30 | Schaltungsanordnung zum Steuern von Anlagen im Echtzeitbetrieb, insbesondere von Fernmeldevermittlungsanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3203070C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPH03295495A (ja) * | 1990-04-13 | 1991-12-26 | Toshiba Corp | タイマー装置 |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2159150A1 (de) * | 1972-11-30 | 1973-06-15 | Materiel Telephonique | |
| SE399773B (sv) * | 1977-03-01 | 1978-02-27 | Ellemtel Utvecklings Ab | Adress- och avbrottsignalgenerator |
-
1982
- 1982-01-30 DE DE19823203070 patent/DE3203070C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3203070A1 (de) | 1983-08-18 |
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