DE3201702C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrich
tung zur Regelung des Schuhsitzes, d. h. der Passung des
Fußes im Schuh, insbesondere bei Schischuhen.
Bekanntlich besteht derzeit ein großes Problem bei der
Herstellung von Schischuhen darin, den Sitz des Schuhes
am Fuß beliebig regeln und sicher blockieren zu können,
ohne dabei abnormale Drücke auf den Fuß auszuüben, die
für den Benützer auf die Dauer lästig sind.
Bei dem Bestreben, dieses Problem zu lösen, wurden be
reits verschiedene, auf den unmöglichsten Realisierungs
kriterien basierende Vorrichtungen eingeführt.
So ist aus der US-PS 41 90 970 ein Schischuh bekannt,
der auf der Außenseite ein quer über den Rist verlau
fendes Spannband aus metallischem oder Kunststoffmaterial
enthält. An den beiden entgegengesetzten Enden, also zu
beiden Seiten des Schischuhes, greift ein Kabel an, das
an der Rückseite des Schuhes etwa im oberen Fersenbereich
mit Hilfe eines vertikal schwenkbaren Schließhebels ge
spannt werden kann.
Ferner ist aus der Praxis bekannt, an einem Schischuh
eine Regulierungsvorrichtung mit einem Bestandteil vorzu
sehen, der an einem Ende im Bereich des seitlichen Innen
teiles des Schischuhes befestigt und derart angeordnet
ist, daß er im Bereich des vorderen und oberen Teiles
des Fußes zu liegen kommt. Das andere Ende dieses Be
standteiles kann mit der Hand angezogen werden, so daß
er den darunter befindlichen Fuß preßt und in seiner Lage
festhält.
Wenngleich diese letzte Ausführungsform in ihrer Grund
idee annehmbar ist, hat sie sich vom funktionellen Stand
punkt aus gesehen als wenig praktisch erwiesen, da der
Benutzer den Zug und die nachfolgende Blockierung des
Bestandteiles manuell durchführen muß, was nicht leicht
durchgeführt werden kann, vor allem wenn man die Umgebung
berücksichtigt, in der dieser Vorgang ausgeführt wird.
Die Aufgabe der Erfindung ist die Lösung dieses Problems
und damit die Schaffung einer Vorrichtung zur Regelung
des Sitzes, die ein im Bereich des vorderen oberen Teiles
des Fußes liegendes Band aufweist, das äußerst einfach
durch den Benützer betätigbar und überdies äußerst ein
fach regelbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der gattungsgemäßen
Vorrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des An
spruches 1 gelöst.
Im Rahmen der oben dargelegten Aufgabe ist ein besonderes
Ziel der Erfindung die Schaffung einer Vorrichtung, die
durch den Benützer sowohl während der Feststellphase, in
der Folge Schließphase genannt, als auch in der Ent
blockierungsphase, in der Folge Öffnungsphase genannt,
praktisch in aufrechter Stellung betätigt werden kann.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer
Vorrichtung, bei der die Blockierung in der gewünschten
Stellung während der Schließphase praktisch automatisch
erfolgt, wobei die Möglichkeit einer äußerst raschen Ent
blockierung gegeben ist.
Noch ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung
einer Vorrichtung, die derart angeordnet werden kann,
daß sie sowohl seitlich als auch von der Vorderseite
und auch von der Hinterseite aus, in Abhängigkeit von den
nebensächlichen oder bevorzugten Erfordernissen des Be
nützers, betätigt werden kann.
Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 schematisch und in perspektivischer Dar
stellung einen Schischuh, an dem die erfin
dungsgemäße Vorrichtung angebracht ist;
Fig. 2 den Schischuh im Querschnitt mit der Vorrich
tung in Offenstellung;
Fig. 3 den Schischuh im Querschnitt mit der Vorrich
tung in Schließstellung;
Fig. 4 einen Schischuh in teilweise geschnittener
Darstellung, bei dem die Vorrichtung hinten
betätigbar ist; und
Fig. 5 einen Schischuh in teilweise geschnittener
Darstellung, bei dem die Vorrichtung vorne
betätigbar ist.
Gemäß den Zeichnungen und insbesondere gemäß den Fig. 1-
3 weist die Vorrichtung zur Regelung des Sitzes in Schi
schuhen ein mit 1 bezeichnetes Druckband auf, welches im
Bereich des vorderen oberen Teiles des Fußes oberhalb des
Innenschuhes 2 liegt, der normalerweise im Inneren der
Schale 3 eines Schischuhes vorgesehen ist.
Das genannte Druckband 1 ist an einem Ende im Bereich
einer Seitenzone der Schale 3 befestigt und vorzugsweise
im Bereich der Außenseite der Schale.
Dieses Druckband 1 setzt sich in einem Zugband 4 fort, das
sich oberhalb eines Teiles 5 der Schale, der über dem Fuß
liegt und im wesentlichen steif ist, erstreckt.
In der Nähe seines freien Endes weist das Zugband 4 oben
einen gezahnten Abschnitt 6 mit sägezahnförmigen Zähnen
auf, die in einen lösbaren Eingriff mit Blockierungsein
richtungen bringbar sind, welche vorzugsweise aus einem
Sperrhakenelement 10 bestehen, das durch einen Hebel 11
gebildet ist, der schwingend montiert ist und einen Haken
teil 12 besitzt, der unter sich eine Verschiebung des
Bandes 4 in Zugrichtung gestattet, die Verschiebung in
der Gegenrichtung hingegen verhindert.
Der Hebel 11 weist einen Öffnungswinkel 13 an der zum
Hakenteil 12 entgegengesetzten Seite auf, der, sobald er
gedrückt wird, den Haken 12 außer Eingriff mit der
Zahnung 6 des Bandes 4 bringt.
An seinem freien Ende weist das Zugband 4 eine Führungs
vertiefung 15 auf, in die die Spitze eines Schistockes 16
eingeführt werden kann, um die Vorrichtung in der Schließ
phase zu betätigen.
Insbesondere aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß man bei in
Offenstellung befindlicher Vorrichtung nach dem Anziehen
des Schuhes mit dem Schistock 16 einen Zug auf das Band
4 ausüben kann, wobei der Benützer die aufrechte Stellung
beibehält und den gewünschten Druck auf den Fuß zur
Regelung des Sitzes erzeugt.
Die Druckwirkung ist, wie es der Fig. 3 entnommen werden
kann, auf die Tatsache zurückzuführen, daß durch den
durch das Band 4 ausgeübten Zug praktisch die wirksame
Länge des Druckbandes 1 verkürzt und der vordere Teil des
Fußes mit verteilten Kräften, die alle gegen den Mittel
teil des Fußes gerichtet sind, zusammengedrückt wird.
Um die Sitzregelvorrichtung zu entblockieren, d. h., um
sie zu öffnen, genügt es, ebenfalls mit dem Schistock 16
auf den Flügel 13, der vorzugsweise mit einer Führungs
vertiefung 17 versehen ist, zu drücken, um den Hakenteil
12 aus der Zahnung 6 herauszuführen, so daß das Band 2
in die Ausgangsstellung (Fig. 2) zurückkehren kann, in
welcher es keinen Druck mehr auf den Fuß ausübt.
Der Vollständigkeit halber sei es noch hinzugefügt, daß
auf der Innenseite des Schischuhes im Bereich der Zone, in
der das Band 1 und das Band 4 liegen, ein Abdeck
element 19 vorgesehen ist, das die Aufgabe hat, ein
Eindringen von Schnee oder Wasser in den Durchgangs
schlitz des Bandes 1 und 4, der sich zwischen dem Teil
5 und dem unteren Teil der Schale 3 befindet, zu verhindern.
Gemäß Fig. 4 ist das Druckband 20, welches ebenfalls im
Bereich der vorderen oberen Zone des Fußes angeordnet
und mit einem Ende im Bereich eines Seitenteiles des
Schischuhes befestigt ist, mit einem Seil 21 verbunden,
das über eine erste Umlenkrolle 22, die seitlich am Schi
schuh im Bereich der Knöchelzone befestigt ist, und über
eine zweite Umlenkrolle 23, die hinten angeordnet ist,
läuft.
Dem anderen Ende des Seiles 21 ist ein mit 25 bezeichnetes
Zugband zugeordnet, das auf seiner Außenseite mit
einer zur vorher beschriebenen Zahnung analogen Zahnung
26 versehen ist und in einem Fortsatz 27 endet, der mit
einer Führung 28 für den Ansatz eines Schistockes
versehen ist.
Auch in diesem Falle ist im hinteren Teil ein mit 29
bezeichneter und grundsätzlich in seiner Funktion dem
Hebel 11 vollständig gleichartiger Hebel vorgesehen.
Bei der Betätigung, die in derselben Weise wie oben be
schrieben erfolgt, mittels des Schistockes 16, wird durch
Einstecken des letzteren in die Führung 28 eine Zug
wirkung erzeugt, wobei der einzige Unterschied darin
besteht, daß das Zugband in diesem Falle im hinteren
Teil des Schischuhes liegt.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, in der
das mit 30 bezeichnete Druckband mit seinem freien Ende
mit einem Seil 31 verbunden ist, das um eine erste Lauf
rolle 32, die im Bereich des unteren Seitenteiles des
Schischuhes angeordnet ist, und um eine zweite Laufrolle
33, die im Bereich des vorderen oberen Teiles des Schi
schuhes vorgesehen ist, läuft.
Am Seil 31 ist ein Zugband 35 analog zum vorstehend be
schriebenen Zugband befestigt.
Auch in diesem Falle erfolgt die Betätigung der Vorrichtung
in der oben beschriebenen Weise, mit dem Unterschied, daß
sie im Bereich der vorderen oberen Zone des Schischuhes
zugänglich ist.
Vorstehende Ausführungen lassen erkennen, daß die eingangs
gestellten Ziele erreicht werden; insbesondere ist auf die
Tatsache hinzuweisen, daß ein Druckband vorgesehen wird,
das die Blockierung des Fußes im Bereich des Ristes
ermöglicht und die Möglichkeit einer äußerst einfachen,
mit dem Schistock durchführbaren Betätigung, die folglich
in aufrechter Stellung des Benützers erfolgen kann,
bietet.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu erblicken, daß es die
Stellung des Schifahrers und die Verwendung des Schi
stockes seitens des Benützers ermöglichen, ohne über
mäßige Anstrengung das Druckband mit größerer Kraft zu
betätigen.
Des weiteren ist noch hervorzuheben, daß die beschriebenen
Maßnahmen die Möglichkeit bieten, die Betätigungszone
der Vorrichtung auf dem Schischuh sowohl seitlich, als
auch vorne und hinten anzuordnen.
Die angewendeten Materialien, welche vorzugsweise die
in herkömmlicher Weise bei der Herstellung von Schi
schuhen benützten Materialien sind, sowie die Abmessungen
und Formen können, je nach den Erfordernissen, beliebig
gewählt werden.
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Regelung des Schuhsitzes, insbesondere
von Schischuhen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus
einem an dem vorderen oberen Teil des Fußes zum Anliegen
bringbaren Druckband (1, 20, 30) besteht, welches an
einem seiner Enden im Bereich einer Seitenzone eines
Schischuhes befestigt und am unteren Ende mit einem
Zugband (4, 25, 35) verbunden ist, auf das lösbare Blockie
rungseinrichtungen wirken, wobei das Zugband mit einem
Schistock (16) betätigbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zugband (4) an dem Druckband (1)
angebracht ist, und über demselben verläuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Druckband (1) im Bereich der Außenseite des
Schischuhes befestigt und oberhalb des Innenschuhes (2)
angeordnet ist und daß sich das Zugband (4) oberhalb
eines Teiles (5) der Schale (3), der über dem Druckband
(1) liegt, erstreckt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die lösbare Blockierungseinrichtung
aus einer im wesentlichen sägezahnförmigen Zahnung (6)
besteht, die im Bereich des freien Endes des Zugbandes
(4) ausgebildet und zum Eingriff mit einem federnd
schwingenden Hebelteil (11) fähig ist, der an seinem
Ende einen Haken (12) aufweist, der in die Zahnung (6)
eingreift und die Verschiebung des Zugbandes (4) in Zug
richtung gestattet und dessen Verschiebung in der ent
gegengesetzten Richtung verhindert.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der federnd schwingende Hebelteil (11) an dem zum Haken
(12) entgegengesetzten Teil einen Öffnungsflügel (13)
besitzt, der beim Ausüben eines Druckes auf ihn den Haken
(12) außer Eingriff mit der Zahnung (6) bringt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Zugband (4) im Bereich seines
freien Endes eine Führungsvertiefung (15) für den Schi
stock (16) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß sie auf der Innenseite des Schischuhes
im Bereich der Zone, in welcher das Druckband (1) und das
Zugband (4) liegen, ein Abdeckelement (19) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckband (20) dem Zugband (25)
mittels eines Seiles (21) zugeordnet ist, das über eine
erste Laufrolle (22), die auf der Seite der Schale (3)
im Bereich des Knöchels vorgesehen ist, und über eine
zweite Laufrolle (23), die im hinteren Teil des Schischuhes
vorgesehen ist, läuft, wobei das Zugband (25) im hinteren
Teil der Schale (3) zugänglich ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckband (30) dem Zugband (35)
mittels eines Seiles (31) zugeordnet ist, das über eine
erste Laufrolle (32), die im Bereich der unteren
seitlichen Zone des Schischuhes vorgesehen ist, und über
eine zweite Laufrolle (33), die im oberen und hinteren
Teil der Schale (3) vorgesehen ist, läuft, wobei das
Zugband (35) im Bereich des oberen und vorderen Teiles
der Schale (3) betätigbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| DE3201702C2 true DE3201702C2 (de) | 1989-12-28 |
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Family Applications (1)
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Owner name: NORDICA S.P.A., MONTEBELLUNA, TREVISO, IT |
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