DE318445C - Verfahren zur Herstellung von Phonogrammen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PhonogrammenInfo
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- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 18
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-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B11/00—Recording on or reproducing from the same record carrier wherein for these two operations the methods are covered by different main groups of groups G11B3/00 - G11B7/00 or by different subgroups of group G11B9/00; Record carriers therefor
Landscapes
- Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
Description
Es ist bekannt, daß von einem unter Schallschwingungen vibrierenden Spiegel; reflektierte
Lichtbündel auf eine bewegte lichtempfindliche Fläche zu konzentrieren und auf dieser eine
fortlaufende Lichtspur aufzeichnen zu lassen. Die so gewonnene schmale, streif ena .tige
Lichtspur setzt sich aus wechselnden Schattierungen zusammen und entbehrt infolge der
fortlaufenden Flächenbewegung jeglicher BiIdschärfe. Sie gibt lediglich die Schwankungen
der Lichtintensität wieder.
Es ist ferner bekannt, die Schwingung einer . spiegelnden Membranfläche auf photographischem
Wege festzuhalten. Es handelt sich bei jenen Lichtbildern indessen nur um photographische
Fixierung des Aussehens der Membran in bestimmten Zeitpunkten, also lediglich
um die Ausführung von Einzelaufnahmen, nicht aber um Bilderreihen, die in einer
Wiedergabevorrichtung zur erneuten Klangerzeugung so benutzbar sind, daß sie bei
schneller Reihenfolge- einer großen Anzahl von Einzelbildern die Tonwiedergabe in einer der
Wirklichkeit entsprechenden Weise ohne störende Lücken gestatten.
Endlich ist -es bekannt, die Schwingungen
der ganzen Membran auf einem schnell bewegten Band photographisch aufzunehmen, indem man mit der durch die Tonschwingungen
in Schwingung versetzten Membran gelochte leichte Streifen verbindet, durch deren Löcher
oder Spalten die Lichtstrahlen auf das photographische Band fallen und auf diesem den
Schwingungszustand an den einzelnen Stellen der Membran fixieren.
Demgegenüber werden bei der vorliegenden Ernndung von einer in Schallschwingungen
begriffenen spiegelnden Membranfläche in schneller Reihenfolge scharfe kinematographische
Augenblicks aufnahmen gefertigt. Dabei werden Einzelbilder erhalten, die die jeweilige
Gestaltung der unebenen Membranoberfläche erkennen lassen, die von Wellenbergen und-tälern
(Schwingungsbäuchen , und Zonen relativer Ruhe) durchfurcht ist. Den verschiedenen
Klängen entsprechen dabei bestimmte Membranbilder. Sie gewähren durch Wiedergabe
aller Feinheiten in den Durchbiegungen der Membran eine getreue bildliche Wiedergabe
des Klanges in vollendeterer Weise, als dies mit dem bisherigen summarisch und unscharf
arbeitenden Verfahren der Aufzeichnung einer schmalen, fortlaufenden Lichtspur möglich war.
Die mit vorliegender Erfindung erhaltenen scharfen Membranbilder gestatten einen neuen
wissenschaftlichen Einblick in die Art der Tonbildung bei Sprache und Musik. Sie
liefern der Sprachforschung brauchbare graphische Unterlagen für das Studium von Dialekten,
Vergleich der Aussprache bei verschiedenen Sprachen und auch für die Bildung tierischer Laute.. '
Die Einrichtung beschränkt sich auf eine Aufnahmevorrichtung zur Fixierung der Klänge
und ist so getroffen, daß die erhaltenen Klangaufzeichnungen in einer hier nicht näher erörterten
Wiedergabevorrichtung zur Klangerzeugung benutzbar sind.
Die Aufnahmevorrichtung, in der Zeichnung schematisch dargestellt, besitzt einen Schalltrichter
α, der eine Membran b von geringer
Blattstärke und großer Elastizität trägt. An
Stelle eines gewöhnlichen Schalltrichters kann auch ein Telephon« mit Membran & treten.
Die Membran & ist in ihrer ganzen Fläche als gut reflektierender Spiegel ausgebildet. Auf die
spiegelnde Membran b wird ein Strahlenbündel c einer starken Lichtquelle d gerichtet. Das
. Strahlenbüudel c wird von der spiegelnden Membran b nach e reflektiert. Bei e kann sich
ein gewöhnlicher Auffangschirm befinden.
ίο Dieser kann nach Bedarf auch fortfallen und ,
das auffallende Licht unmittelbar dem Okular eines kinematographischenAufnahmeapparates f
zugeleitet werden. Im ersteren Fall ist der kinematographische Apparat f auf das von
dem Auffangschirm e aufgefangene Lichtbild gerichtet. Man kann überdies neben dem
einzelnen Lichtbild auch noch jedesmal das Lichtbild eines schnell laufenden •Zeigeruhrwerks
oder einer ' schwingenden Stimmgabel mit aufnehmen, um die Zeiten für die Bildentstehung
festzulegen.
Es kann sich empfehlen, bei der Aufnahmevorrichtung unter Umständen von der Verwendung
der bekannten ruckweisen Bewegung des Phonogrammträgers mit Rücksicht auf den erforderlichen schnellen Bildwcchcel abzusehen
und in bekannter Weise während der Aufnahme eine gleichbleibende Bewegung des
Phonogrammträgers, z. B. in Verbindung mit einer elektrischen Funkenstrecke als Lichtquelle,
zu benutzen.
Neben dem Festhalten natürlicher Laute gestattet die Erfindung, noch neue Wirkungen
hervorzubringen. Man kann nämlich die gewonnenen Klangbilder zeichnerisch mit beliebigen
willkürlichen Abweichungen versehen. In Anlehnung an sie lassen sich auch zeichnerisch
neue Klangbilder entwerfen oder vorhandene Klangbilder in neuer Folge aneinanderreihen. Durch Benutzung solcher Entwürfe
einer geeigneten Wiedergabevorrichtung kann man Laute, Akkorde, Musik und Geräurche
mit voll hörbarer Klangwirkung entstehen •lassen. Es werden damit Klänge erhalten,
die niemals vorher ertönten, die also lediglich künstlich aus Klangbildern nach Belieben des
Zusammenstellenden erzeugt werden. Die Möglichkeit, willkürliche Klänge ■ aus selbstentworfenen
Bildreihen hervorzaubern zu können, ohne daß vorher ihre Urerzeugung durch lebende
Wesen, Musikinstrumente oder Geräuschvorgänge stattfand,, gibt der vorliegenden Erfindung noch einen besonderen Reiz und Wert.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Phonogrammen durch photographische Aufnahme
der über die ganze Membran fläche sich erstreckenden Teilschwingungen der Membran,
dadurch gekennzeichnet, daß kinematographische Augenblicksbilder der ganzen, in bekannter Weise stark beleuchteten
und spiegelnden Membranfläche auf einem Phonogrammträger in schneller Reihenfolge
photographiert werden. ■ 6,5
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neue Tonbildungen
in der Wiedergabevorrichtung lediglich durch zeichnerische Maßnahmen erhalten
werden, indem einzelne Bilder der kinematographischen Aufnahmereihe zeichne- ■
risch abgeändert oder selbständig neu entworfen und in ihrer Reihenfolge verändert
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE318445T | 1917-10-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE318445C true DE318445C (de) | 1920-01-28 |
Family
ID=571027
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917318445D Expired DE318445C (de) | 1917-10-07 | 1917-10-07 | Verfahren zur Herstellung von Phonogrammen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE318445C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1090060B (de) * | 1954-09-10 | 1960-09-29 | Ives Lemoine | Einrichtung zur photographischen Aufzeichnung von kreisfoermigen Tonspuren |
-
1917
- 1917-10-07 DE DE1917318445D patent/DE318445C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1090060B (de) * | 1954-09-10 | 1960-09-29 | Ives Lemoine | Einrichtung zur photographischen Aufzeichnung von kreisfoermigen Tonspuren |
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