Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auslesen und/oder Einspeichern einer Information aus beziehungsweise
in eine einen Speicher für die Information aufweisende, während des Informationsaustausches
feststehende Karte mit einem entlang der Kartenoberfläche bewegbaren, einen Informationskopf tragenden
Wagen, wobei die Vorrichtung mindestens eine als am rückwärtigen Rand der Karte angreifendes Verriegelungsglied
ausgebildete Sperre zum Festhalten der Karte während des Informationsaustausches aufweist, und
in der entsperrten Stellung ein Sicherungsglied die Sperre gegen die Kraft einer Feder öffnet, das vom
Antrieb des Informationskopfes betätigt wird.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der US-PS 41 51 564 bekannt.
Derartige, eine Information tragende Kar'en dienen
beispielsweise als Kreditkarten oder Karten zur Identifizierung einer Person beim Betreten eines Betriebes
oder dgl. Kartenleser, bei denen der Informationsaustausch bei im Kartenleser feststehender Karte erfolgt,
weisen bisher eine feststehende Auslesevorrichtung auf, die beispielsweise auf Löcher, auf kapazitive oder induktive,
in der Karte angeordnete Elemente anspricht. Bei anderen bekannten Kartenlesern ist die Information
in einer auf der Karte angebrachten Magnetspur enthalten und die Karte wird von einer Antriebsvorrichtung
mit konstanter Geschwindigkeit an einem feststehenden Magnetkopf vorbeigezogen, der die in der Magnetspur
gespeicherte Information ausliest und/oder einspeichert, zum Beispiel bei Bankautomaten.
Bei all den bekannten Kartenlesern, insbesondere denen
mit während des Informationsaustausches feststehenden Karten besteht das Problem, daß die Karte beim
Einstecken in den Kartenleser in die richtige Ableseposition gelangt und daß sie in dieser Ableseposition während
des Informationsaustausches zwischen Karte und Auslesevorrichtung unverrückbar stillsteht und auch bei
Einwirkungen von außen nicht ihre Lage ändern kann.
Dieses Problem hat man bisher dadurch gelöst, daß der Kartenleser von Hand in ihn eingesteckte Karten
übernimmt und zum Informationsaustausch in eine von außen nicht mehr zugängliche Position überführt, also
unter dem Informationskopf vorbeibewegt und nach dem Ein- und/oder Auslesen wieder in eine Position
zurückbefördert in der die Karte wieder von außen mit der Hand ergriffen wird und abgenommen werden
ίο kann. Fehlt ein derartiger Kartentransport, so darf die
Karte nur soweit in den Kartenleser eingesteckt werden, daß ein Abschnitt der Karte noch von außen ergriffen
wird und nach dem Informationsaustausch wieder aus dem Gerät von Hand herausgenommen werden
kann.
Aus der US-PS 40 87 680 ist bereits ein Kartenleser bekannt, in den eine Karte eingeschoben wird und während
des Lesens der Magnetspur feststeht. Um ein Herausnehmen der Karte während des Informationsaustausches
zu verhindern, ist ein Türteil vorgesehen, das um eine Achse weit unterhalb des Kartenschachtes
schwenkbar angeordnet ist und mit zwei zungenartigen Fortsätzen die Karte am rückwärtigen Ende während
des Auslesens festhält. Ein Nachteil dieser bekannten Vorrichtung ist, daß sie zusätzlich von Hand betätigt
werden muß, d. h. der Benutzer des Kartenlesers muß mit einem weiteren Handgriff nach dem Einstecken der
Karte die mechanische Sperre betätigen und nach dem Auslesen der Karte durch manuelles Betätigen eines
weiteren Gliedes wieder entsperren. Diese bekannte Vorrichtung ist daher in der Bedienung außerordentlich
kompliziert, weil neben dem eigentlichen Einstecken der Karte noch zwei weitere Handgriffe zum Sperren
und Entsperren erforderlich sind. Insbesondere für ungeübte Benutzer kommt eine derartige Vorrichtung daher
nicht in Frage.
Es ist jedoch aus der bereits eingangs erwähnten US-PS 41 51 564 bereits bekannt, eine Sperrvorrichtung mit
zwei hinter den rückwärtigen Kartenrand greifenden Fortsätzen vorzusehen, deren Bewegung vom Antrieb
des Informationskopfes abgeleitet ist. Die bekannte Vorrichtung verwendet hierzu einen Antrieb des lnformationskopfe?
mit einem endlosen Riemen, an dem zum einen der Informationskopf selbs' und zum anderen ein
nockenartiges Betätigungsteil mit einer wirksamen Schrägfläche fest angeklemmt sind. Am Nockenteil rollt
eine Rolle der Sperrvorrichtung, so daß sich beim Anlaufen des Antriebes des Informationskopfes eine Verschwenkung
der Sperre ergibt.
Bei dieser bekannten Vorrichtung ist jedoch zum einen nachteilig, daß die Betätigung der haubenartigen
Sperre über einen auf einem elastischen Riemen befindlichen Betätigungsnocken erfolgt, der vom Informationskopf
räumlich und mechanisch getrennt ist. Zum anderen ist die elastische Aufhängung des Betätigungsnockens an sich auch von Nachteil, weil mit einem elastisch
aufgehängten Teil die Auslenkung eines anderen Teiles gegen Federkraft stets problematisch ist. Insbesondere
läßt sich auf diese Weise keine exakte Synchro-
bo nisierung zwischen der Bewegung des Informationskopfes einerseits und der Sperre andererseits gewährleisten,
wie auch die Positionierung des Informationskopfes selbst relativ zur Karte problematisch ist, insbesondere
wegen der bei derartigen Karten mit Magnetspur üblichen hohen Informationsdichte von beispielsweise
210 bpi (Bits pro Zoll). Hinzu kommt, daß bei der bekannten Vorrichtung mit dem elastischen endlosen Riemen
die Riemenspannung beim Vorlauf und beim Rück-
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lauf des Informationskopfes unterschiedlich ist, weil der Karte mindestens mit einem Fühler versehen ist, der
nämlich die Riemenspannung in dem einen Trum gegen- nur dann ein Ingangsetzen des Informationsaustausches
über derjenigen im anderen Trum einmal größer und freigibt, wenn er sich in einer durch die Karte ausge-
einmal kleiner ist. Diese zyklische Änderung der Rie- lenkten Stellung befindet.
menspannung beim Hin- bzw. Rücklauf des Informa- 5 Werden in der üblichen Weise rechteckige Karten
tionskopfes schlägt sich in einer weiteren Verschlechte- verwendet, so wird immer dann die Karte in der richti-
rung der Synchronisation der Bewegungsabläufe nieder. gen Lage in den Kartenleser eingesteckt, wenn der
Was die räumliche Anordnung von Betätigungsnok- Schlitz des Kartenlesers nur um das notwendige Spiel
ken und Informationskopf zueinander und damit die Be- breiter ist als die Länge der kleineren Rechteckseite,
tätigungssynchronisation von Kartensperre und Infor- in Durch das Maß des Einsteckschlitzes bedingt muß dann
mationsaustausch angeht, haben sich die bei der be- die Karte stets der Länge nach in den Kartenleser einkannten
Vorrichtung offenbar unvermeidbaren Nach- geführt werden. Dies hat jedoch den Nachteil, daß die
teile auch manifestiert, weil die bekannte Vorrichtung Fläche, die zur Speicherung der Information auf der
zusätzlich eine sehr aufwendige Lageregelung benötigt, Karte zur Verfügung steht, im wesentlichen durch das
bei welcher der !nformationskopf eine Blech/unge 15 Maß der Schmalseite des Rechtecks bestimmt ist. Entträgt,
die an insgesamt vier Lichtschranken vorbeiläuft, spricht jedoch die Breite des Einsteckschlitzes dem Maß
um eine Lagerückmeldung zu erzeugen. Wegen der ho- der größeren Rechteckseite, so besteht die Möglichkeit,
hen Anforderungen an die Synchronisation der Bewe- die Karte der Breite nach in den Schlitz einzustecken, so
gungabläufe war daher bei der bekannten Vorrichtung daß die für das Einspeichern der Information zur Verfüein
gesonderter, aufwendiger Regelkreis erforderlich. 20 gung stehende Fläche durch das Maß der längeren
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zu- Rechteckseite bestimmt ist. Allerdings hat ein auf die
gründe, eine Vorrichtung zum Auslesen und/oder Ein- längere Rechteckseite der Karte abgestimmter Einspeichern
einer Information aus beziehungsweise in ei- steckschlitz den Nachteil, daß die Karte nicht nur, wie
ne einen Speicher für die Information aufweisende, erwünscht, der Breite nach, sondern^ auch der Länge
während des Informationsaustausches feststehende 25 nach in den Einsteckschlitz eingeschoben werden kann.
Karte zu entwickeln, bei dem zur Erhöhung der Be- wodurch Möglichkeiten eines Mißbrauchs eröffnet wertriebssicherheit
und der Sicherung gegen Mißbrauch den.
der Informationsaustausch nur dann stattfindet, wenn Die erfindungsgemäße Ausbildung hat demgegendie
Karte in der richtigen Position ist, und bei dem die über den Vorteil, daß nur dann der Informationsaus-Karte
in dieser Stellung so verriegelt ist, daß der Infor- 30 tausch in Gang gesetzt wird, wenn die Karte der Breite
mationsaustausch nicht gestört werden kann, obwohl nach eingesteckt wird. Die erfindungsgemäße Ausbilein
Teil der Karte noch aus dem Gerät heraussteht und dung kann jedoch nicht nur dann mit Vorteil verwendet
mit der Hand ergriffen werden kann. werden, wenn die Karten der Breite nach in den Karten-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, leser eingeschoben werden, sondern auch dann, wenn
daß das Sicherungsglied als Hebel mit gehäusefestem 35 Karten bestimmungsgemäß der Länge nach in den Kar-Drehpunkt
ausgebildet ist und daß die Bewegung des tenleser eingeschoben werden. In diesem Falle ist durch
Sicherungsgliedes durch Anlage eines Endes des Hebels die Erfindung gewährleistet, daß nur solche Karten eiam
Wagen unmittelbar von der Bewegung des Informa- nen Informationsaustausch herbeiführen können, bei
tionskopfes abgeleitet ist. denen die Länge oder die Breite der Karte so genau mit
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat daher den 40 der Schlitzbreite übereinstimmt, daß die Fühler in diewesentlichen
Vorteil, daß die Bewegung der Sperre mit sem Schütz soweit ausgelenkt werden, daß der Informader
Bewegung des den Informationskopf tragenden tionsaustausch in Gang gesetzt wird.
Wagens unmittelbar synchronisiert wird. Auch eine Bei Ausführungsformen der Erfindung können an beiräumliche
Unsicherheit des Sicherungsgliedes, wie beim den seitlichen Rändern des Einsteckschlitzes einander
Stand der Technik, wird dadurch vermieden, daß das 45 gegenüberliegende Fühler vorgesehen sein, und die
Sicherungsglied als Hebel mit gehäusefestem Dreh- durch diese Fühler betätigten Schaltmittel können so
punkt ausgebildet ist. Die Bewegungsbahn des Siehe- hintereinander geschaltet sein, daß nur dann die Mögrungsgliedes
ist durch diese raumfeste Verbindung mit lichkeit eines Informationsaustausches besteht, wenn
dem Gehäuse eindeutig definiert, so daß auch bei länge- beide Fühler in ihrer durch eine zugeordnete Karte ausrem
Betrieb eine sichere Auslösung und Freigabe der 50 gelenkten Stellung stehen. Es ist dann also nicht mög-Sperre
gewährleistet ist. !ich, daß der Informationsaustausch durch eine schräg
Insgesamt ergibt sich damit eine Vorrichtung, die wei- eingesteckte Karte eingeschaltet wird,
tere Lageregelungen und damit aufwendige Bewe- Die Erfindung kann sowohl bei Ausführungsformen
gungsmelder oder Lagemelder überflüssig macht. mit Vorteil angewendet werden, bei denen die Ablese- ·
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung kann 55 vorrichtung in dem Kartenleser gerätefest angeordnet
dahingehend weitergebildet sein, daß die Bewegung ei- ist als auch bei Kartenlesern, bei denen ein Informanes
die Sperrglieder entgegen der Federwirkung in der tionskopf über die auf der Karte magnetisch oder auf
entsperrten Lage haltenden Sicherungsgliedes in seine andere Weise eingespeicherte Information durch einen
Entsicherungsstellung von der Bewegung des Informa- geräteeigenen Antrieb hinwegbewegt wird,
tionskopfes innerhalb eines ersten Bewegungsabschnit- eo Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist mindetes
abgeleitet ist, wobei der Informationskopf erst nach stens ein das Einschieben der Karte begrenzender AnDurchlaufen
des ersten Bewegungabschnittes und da- schlag beweglich angeordnet, der nur in einer durch die
mit erst nach Entsichern der die Karte verriegelnden Karte ausgelenkten Stellung den Informationsaustausch
Sperrglieder die auf der Karte enthaltene Spur erreicht frei gibt. Dies hat den Vorteil, daß nur eine vollständige
in der die Information eingespeichert ist. 65 in den Leser eingesteckte Karte den Informationsaus-
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeich- tausch frei gibt und bei einem vorzeitigen Herausziehen
net sich dadurch aus, daß der Kartenleser an mindestens der Karte aus dieser Endlage der Informationsaustausch
einem seitlichen Rand eines Schlitzes zum Einstecken sofort unterbrochen wird. Dies eröffnet die Möglichkeit,
unvollständige Informationen sofort wieder zu löschen,
was beispielsweise bei Kreditkarten mit automatischer Einspeicherung des in Anspruch genommenen Kredits
in die Karte Fehlermöglichkeiten weitgehend unterbindet.
Bei der Erfindung ist die Sperre als ein am rückwärtigen Rand der Karte angreifendes Verriegelungsglied
ausgebildet, zum Beispiel als beweglicher, in Sperrstellung den hinteren Rand der Karte übergreifender Haken.
Diese Ausführungsformen haben den Vorteil, daß die Karte keine Aussparung aufweisen muß und daher
handelsübliche Rohlinge verwendet werden können.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist ein das äußere Ende des Einsteckschlitzes begrenzender
Gehäuseteil einen Abschnitt, der bei vollständig in den Schlitz eingesteckter Karte über das hintere Kartenende
hinausragt, und einen zweiten Abschnitt auf, über den das hintere Ende der vollständig eingesteckten Karte
hinausragt. In dem ersten Abschnitt kann beispielsweise ein Verriegelungsglied, z. B. ein axial verschiebbarer
Stift, gelagert sein, der beim Informationsaustausch hinter dem rückwärtigen Rand der Karte in den Schlitz
eingreift und so die Karte verriegelt. Der andere Gehäuseabschnitt dagegen tritt gegenüber dem hinteren
Rand der Karte zurück, so daß im Bereich dieses Abschnittes die vollständig eingesteckte Karte immer noch
mit der Hand bequem erfaßt und nach dem Informationsaustausch und der Entriegelung der Karte wieder
aus dem Kartenleser herausgenommen werden kann.
Bei Ausführungsformen der Erfindung kann die Sperre zusätzlich die Karte gegen eine Unterlage angepressende
Hebel aufweisen, die vorzugsweise nach Art von Klemmgesperren beweglich geführt sein können. Dabei
können die Antriebe der beiden Sperrvorrichtungen miteinander gekoppelt sein. Auch dadurch ergibt sich
eine sichere Verriegelung der Karte während des Informationsaustausches. Außerdem hat diese Ausführungsform der Erfindung den Vorteil, daß sie Karten, die
durch das Tragen in der Tasche etwas gewölbt sind, durch das Anpressen gegen eine ebene Unterlage gerade
richtet, so daß ein über die Karte geführter Informationskopf
eine ebene Informationsspur vorfindet.
Bei weiteren Ausführungsformen der Erfindung ist eine Einrichtung zum Ingangsetzen des Informationsaustausches
durch ein beim Einschieben der Karte bewegtes Teil vorbereitbar und durch einen Endanschlag
auslösbar. Auch diese Ausführungsform dient der zusätzlichen Sicherung gegen Mißbrauch und Beschädigung.
Die den Informationsaustausch vornehmenden Teile sind meist empfindlich, sie sollen, wenn diese Teile
nicht feststehen sondern im Gehäuse über die Karte hinweg bewegbar angeordnet sind, nicht in den Bereich
des Schlitzes bewegt werden können, wenn ein anderer Gegenstand als die Karte gegen den Endanschlag gedrückt
wird. Daher wird bei einer Ausführungsform der Erfindung das beim Einschieben der Karte bewegte Teil
durch ein oder zwei der bereits im vorhergehenden beschriebenen Fühler gebildet, die seitlich in den Einsteckschlitz
hineinragen und das Seitenmaß der Karte abtasten.
Das Vorbereiten durch ein beim Einschieben der Karte bewegtes Teil und das Auslösen durch einen Endanschlag
kann in üblicher Weise über Mikroschalter erfolgen, die beispielsweise hintereinander geschaltet sind
und beispielsweise in den Stromkreis eines Antriebsmotors eingeschaltet sind, der mit Hilfe einer Gewindespindel
einen Antriebskopf über die auf der Karte enthaltene Information hinweg bewegt wird. Um jedoch einen
besonderen Grad der Betriebssicherheit zu gewinnen, wird dieses Vorbereiten und Auslösen des Informationsaustausches
bei anderen Ausführungsformen der Erfindung mechanisch verwirklicht.
Bei Ausführungsformen der Erfindung ist ein Gehäuse eines Schalters für das Ingangsetzen des Informationsaustausches
in zwei Stellungen bewegbar geführt und seine Bewegung in zumindest eine der beiden Stellungen
ist von der Bewegung eines durch das Einschieben der Karte bewegten Teiles abgeleitet, also beispielsweise
von der Bewegung eines oder mehrerer die Breite der Karte abtastenden Fühler, und die Bewegung
eines auf das Betätigungsglied des Schalters einwirkenden Teiles ist von der Bewegung des das Einschieben
der Karte begrenzenden Anschlages geleitet. Dabei können die Schalter mit den Fühlern mechanisch verbunden
sein und daher in Achsrichtung der Fühler beweglich sein.
Damit die Bewegung der Fühler und des Endanschlages mechanisch hintereinander geschaltet sind, weisen,
wenn die Bewegung des Endanschlages rechtwinklig zu der Bewegung der Fühler und des Schalters verläuft, das
Betätigungsglied und das auf dieses einwirkende, mit dem Endanschlag verbundene Teil schräg zu ihrer Bewegungsrichtung
verlaufende, aneinander zur Anlage kommende Schrägflächen auf. Dadurch wird erreicht,
daß sich rechtwinklig zueinander verlaufende Bewegungen in dem Abstand der Schrägflächen addieren und nur
dann, wenn beide Teile eine Bewegung durchgeführt haben, das Betätigungsglied des Schalters entweder
vollständig entlastet ist oder aber vollständig gedrückt ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung kann dahingehend weiter ausgebildet sein, daß in dem Gehäuse ein
Schieber verschiebbar geführt ist. von dessen Bewegung die Bewegung der Sperrglieder abgeleitet ist, daß
an dem Schieber eine ihn in eine der Sperrstellung der Sperrglieder entsprechende Arbeitsstellung ziehende
Feder angreift und daß eine Hebelübersetzung vorgesehen ist, über die der Schieber von dem sich zurückbewegenden
Informationskopf entgegen der Wirkung der Feder in seine Ruhelage bewegbar ist.
Bei Ausführungsformen der Erfindung sind die als Klemmgesperre wirkenden Sperrhebel als zweiarmige
Winkelhebel ausgebildet, deren eines Ende in dem Schieber schwenkbar gelagert ist und deren anderes
Ende zum Eingriff in den Einsteckschlitz bestimmt ist, dessen Winkelscheitel jedoch in dem Gehäuse schwenkbar
gelagert ist. Dabei ist der Abstand der Lagerachse im Gehäuse von der Lagerachse im Schieber größer als
der Abstand der Lagerachse im Gehäuse von dem in
den Einsteckschlitz eingreifenden Hebelende. Der Winkel des einen Hebelarmes, der die beiden Lagerachsen
miteinander verbindet, zu dem anderen Hebelarm des Winkelhebels, der die am Winkelscheitel befindliche Lagerachse
mit dem freien, in den Einsteckschlitz eingreifenden Hebeiendes verbindet, ist so gewählt, beispielsweise
zwischen 150 und 170°, daß mit verhältnismäßig geringen, die Schwenkbewegung der Hebel bewirkenden
Kräften ein sehr hoher Anpreßdruck der in den Einsteckschlitz eingreifenden und die Karte auf die Unterlage
anpressenden Hebelenden erzeugt wird.
Bei Ausführungsformen der Erfindung ist die Bewegung eines in den Einsteckschlitz des Gerätes eingreifenden
Verriegelungsstiftes ebenfalls von der Bewegung des Schiebers abgeleitet. Beispielsweise kann der
Schieber eine Schrägführung aufweisen, in die das innere Ende eines zweiarmigen Hebels eingreift der in dem
ίο
Gehäuse schwenkbar gelagert ist und dessen äußeres Ende in eine Aussparung eines Verriegelungsstiftes eingreift,
der in dem Gehäuse quer zum Einsteckschlitz beweglich hinter dem rückwärtigen Ende der vollständig
eingeführten Karte in den Einsteckschlitz einführbar ist. Dies ergibt eine besonders einfache Ausbildung des
Antriebs des Sicherungsstiftes.
Bei Ausführungsformen der Erfindung besteht der Endanschlag aus einer Schiene mit einem nach der Einschubseite
hin offenen U-Profil, wobei die Schiene in
Einschubrichtung beweglich gelagert ist. Außerdem kann bei Ausführungsformen der Erfindung zwischen
der den Endanschlag bildenden Schiene und dem inneren Ende des Einsteckschlitzes ein Zwischenraum beste-
10 In der Vorderwand 1 des Gehäuses befindet sich ein
Einsteckschlitz 19, der nur wenig breiter als die Längsseite der rechteckigen Karte 17 ist und dessen Höhe nur
wenig größer ist als die Dicke einer derartigen Karte.
Zwischen dem inneren Ende 60 des Einsteckschlitzes 19 und der Anschlagschiene 24 besteht ein Zwischenraum,
in den der Magnetkopf 12 und die Andrückrolle des Wagens 11 hineinragen und in dem sich diese Teile
durch den Wagen 11 geführt bewegen.
Das äußere Ende des Einsteckschlitzes 19 ist durch einen Gehäuseteil 20 begrenzt, der einen Abschnitt 21
aufweist, der bei vollständig in den Schlitz t9 eingesteckter Karte 17 über das hintere Kartenende hinausragt
und der einen zweiten Abschnitt 22 aufweist, über
40
hen. Diese Ausbildung eignet sich besonders für Ausfüh- 15 den das hintere Ende 23 der vollständig in den Schlitz
lungsformen der Krfindung, bei denen die Karte durch eingesteckten Karte 17 hinausragt. An diesem hinteren
einen beweglichen Informationskopf abgetastet wird. Ende 23 kann die Karte 17 beim Einstecken gehalten
Dieser Zwischenraum ermöglicht es dann, daß von ei- und nach dem Informationsaustausch wieder aus dem
nem beweglichen Wagen, der den Informationskopf Schlitz 19 herausgezogen werden,
über die Informationsspur auf der Karte führt, eine Ge- 20
gendruckrolle an die Unterseite der Karte angedrückt
wird.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung
in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Die Zeichnung zeigt die zum Verständnis
der Erfindung erforderlichen Teile einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kartenlesers schematisch:
F i g. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes teilweise geschnitten.
Fig.2 zeigt einen Schnitt nach der Linie H-II der
F i g. 1 ohne die in F i g. 1 eingezeichnete Karte. F i g. 3 zeigt eine Einzelheit in größerem Maßstab.
Fig.4, 5 und 6 zeigen jeweils Einzelheiten in größerem
Maßstab.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung weist ein Gehäuse eines Kartenlesers
eine vordere Gehäusewand 1 und eine hintere Gehäusewand 2 auf, die durch Seitenwände 3 und 4 sowie
Zwischenwände 5 und 6 miteinander verbunden sind.
Die obere Wand 7 ist in F i g. 1 nur teilweise und weggebrochen gezeichnet, in den anderen Figuren ist sie nicht
gezeichnet, sie erstreckt sich über das gesamte Gehäuse.
An der Seitenwand 4 ist ein Antriebsmotor 8 befestigt, 45 Einsteckschlitz 19 ebenfalls in Achsrichtung der Fühler
der über ein nicht gezeichnetes Getriebe eine Gewin- 28 und 29 verschieben. Das Betätigungsglied 36 der
Schalter 34 und 35 weist eine Schrägfläche 37 auf, die durch seine abgebogene Zunge gebildet wird und die
einen Winkel von etwa 45° zu der Achsrichtung der Fühler 28,29 bildet.
Werden die Fühler 28, 29 durch das Einstecken der Karte nach außen gedrückt, so wird der Schalter 34
zwar in der gleichen Richtung ebenfalls nach außen bewegt, das Betätigungsglied 36 bleibt jedoch aufgrund
Umfang eine Wulst 15 auf, mit der sie in den Gewinde- 55 der Wirkung einer an ihm angreifenden Feder an der
grund der Gewindespindel eingreift. Der Umfang der Schrägfläche 27 des Kopfteils 26 der Anschlagschiene
Rolle 13 ist zylinderförmig, sie wälzt sich auf dem Zwi- angelegt Die hierbei geringe Schwenkbewegung des
schenraum 16 zwischen dem Gewindegrund der Gewin- Betätigungsgliedes 36 des Schalters 34 betätigt den
despindel ab. Die Rollen 13 und 14 werden durch nicht Schalter 34 noch nicht. Erst wenn durch das Einstecken
gezeichnete Federn gegeneinandergedrückt. Dreht sich 60 der Karte die Schiene 24 in F i g. 3 nach unten bewegt
die Gewindespindel 9, so wird der Wagen 11 durch die wird, entfernt sich der Kopf 26 so weit von dem abgebo-Rolle
14 längs des Führungsstabes 10 verschoben. genen Ende des Betätigungsgliedes 36 des Schalters 34,
In Fig. 1 unterhalb des Magnetkopfes 12 befindet daß das Betätigungsglied 36 seine volle Schwenkbewesich
in einem geringen Abstand von diesem eine An- gung unter Wirkung der nicht gezeichneten Feder
druckrolle, die im Bereich der in das Gehäuse einge- 65 durchführen und den Schalter 34 betätigen kann. Wird
steckten Karte 17 diese gegen den Magnetkopf 12 lediglich die Schiene 24 durch eine Karte nach unten
drückt, der über der Magnetspur 18 hinweggleitet, in bewegt, die nicht auch gleichzeitig die Fühler 28 und 29
der die Informationen eingespeichert sind. nach außen drückt, so bewegt sich lediglich der Kopf 26
Die Einschiebebewegung der Karte 17 in den Schlitz 19 wird durch eine Anschlagschiene 24 begrenzt, die in
den Zwischenwänden 5 und 6 in Einschubrichtung 25 der Karte 17 gegen die Wirkung einer nicht gezeichneten
Feder verschiebbar geführt ist. Die durch die Zwischenwände 5 und 6 hindurchtretenden Enden der
Schiene 24 tragen je einen Kopf 26, der eine Schrägfläche 27 trägt, die, weil der Kopf 26 auf die Enden der
Schiene 24 aufgeschraubt ist und daher seine bei aufgeschraubtem Kopf eingenommene Stellung nicht vorhersehbar
ist, als Konus ausgebildet ist. Die das Einschieben der Karte 17 begrenzende Schiene 24 besteht aus einem
zur Einschubseite hin offenen U-Profil, in das das vordere Ende der in den Schlitz 19 eingesteckten Karte eintritt,
so daß diese auch bei starkem Eindrücken nicht nach oben oder unten herausspringen kann.
In der vorderen Gehäusewand sind Fühler 28 und 29 verschiebbar gelagert, die durch Federn 30 und 31 an
einander gegenüberliegenden Stellen seitlich in den Einsteckschlitz 19 eingedrückt werden. Diese Fühler 28 und
29 tasten das Maß der zwischen ihnen befindlichen Karte ab. An den hinteren Enden 32 und 33 der Fühler 28
und 29 sind die Gehäuse der Schalter 34 und 35 befestigt,
die sich daher bei einer Axialverschiebung der Fühler 28 und 29 beim Einschieben der Karte 17 in den
despindel 9 antreibt, die in den Zwischenwänden 5 und 6 drehbar gelagert ist. In diesen Zwischenwänden 5 und 6
ist außerdem noch im Abstand von der Gewindespindel
9 eine Führungsstange 10 befestigt, auf der ein Wagen 11 geführt ist, der in einem Abstand von der Führungsstab*^ 10 eilten Mo<Trietko*^f 12 und η\ιϊ der dem Informationskopf
12 abgewandten Seite der Führungsstange
10 Rollen 13 und 14 trägt. Die Rolle 14 weist an ihrem
nach unten, das Betätigungsglied 36 bleibt jedoch wiederum unter geringer Verschwenkung an dem Kopf 26
in Anlage. Diese geringe Verschwenkung des Bctätigungsgliedes 36 reicht aber wiederum nicht aus, um den
Schalter 34 umzulegen.
Die Schalter 34 und 35 an den beiden Enden des Gerätes sind elektrisch hintereinander geschaltet, so daß
der Stromkreis nur geschlossen wird, wenn beide Schalter 34 und 35 betätigt sind.
\n der Innenseite der Gehäusewand 1 ist ein Schieber 38 quer zur Richtung des Einsteckschlitzes verschiebbar
geführt. An dem Schieber ist ein Hebel 39 schwenkbar gelagert, dessen anderes Ende an einem
Hebel 40 in einem Abstand von dessen Anlenkung 41 bei 42 schwenkbar gelagert ist. Wenn der Magnetkopf
12 in seine Ruhestellung zurückfährt, so kommt er in der
in Fi g. 1 gezeichneten Stellung zur Anlage an das dem gehäusefesten Anlenkpunkt 41 abgewandte Ende 42 des
Hebeis 40 und verschwenkt auf seinem Weg zwischen der Stellung, in dem der Magnetkopf 12 die Karte bereits
verlassen hat und seiner Endstellung oder Ruhestellung am linken Ende der Gewindespindel 9 den Hebel
40 im Gegenuhrzeigersinn. Diese Schwenkbewegung des Hebels 40 bewegt den Schieber 38 entgegen
der Wirkung einer an ihm angreifenden Feder 43 in F i g. 1 und 2 nach rechts in die Ruhestellung.
Verläßt der Wagen 11 seine Ruhestellung, so verschwenkt
sich im ersten Abschnitt seiner Verschiebebewegung bis zu der Stellung, in der der Magnetkopf 12
die Karte 17 erreicht, der Hebel 40 unter der Wirkung der Feder 43 in dem Maße, in dem sich der Wagen 11
aus seiner Ruhestellung entfernt. Der Schieber 38 bewegt sich nach links und bleibt dann in einer Arbeitsstellung
stehen, in der sich auch das Hebelende 42 von dem Wagen 11 löst, so daß der Wagen 11 während dem
Informationsaustausch, also während der Magnetkopf 12 über die Magnetspur 18 der Karte 17 fährt, den Hebel
40 nicht berührt
Von der Bewegung des Schiebers 38 ist die Bewegung von Sperrgliedern 45 und 46 abgeleitet, die die Karte 17
in der voll in den Einsteckschlitz 19 eingeführten Stellung während des Informationsaustausches verriegeln.
Hierzu sind an dem Schieber 38 die einen Enden von Klemmteilen 46 um je eine Achse 47 schwenkbar gelagert.
In einem Abstand von der Achse 47 sind die Teile 46 um eine gehäusefeste Achse 48 ebenfalls schwenkbar
gelagert, so daß die Enden 49 der Klemmteile 46 bei der Bewegung des Schiebers 38 eine Schwenkbewegung um
die Achse 48 durchführen. Hierzu greifen die Achsbolzen 47 mit etwas Spiel in die Klemmteile 46 ein. Die
Verbindungslinie zwischen den Enden 49 und der Achse 4b bildet einen Winkel von etwa i5ö~ mit der Verbindungslinie
der Achsen 47 und 48 und der Abstand der Enden 49 von der Achse 48 ist wesentlich kleiner als der
Abstand zwischen den Achsen 47 und 48. Außerdem weisen die Enden 49 eine Rundung auf, an die anschließend
der Rand des Klemmteiles 46 schräg nach oben verläuft, so daß bereits bei einer verhältnismäßig kleinen
Bewegung des Schiebers 38 nach rechts die Teile 46 den Schlitz 19 vollständig frei geben. In Fig.2 sind die
Teile 46 in ihrer Eingriffsstellung bezeichnet, in der sie eine in den Schlitz 19 eingeführte, nicht gezeichnete
Karte gegen eine tischartige Unterlage 50 pressen.
Der Schieber 38 weist noch eine Schlitzführung 51 auf, deren Mittelteil 52 chräg verläuft In diese Schlitzführung
greift das innere Ende 53 eines schwenkbar gelagerten Stabes 54 ein, der um die Achse 55 einer in
der F i g. 4 nicht gezeichneten Gehäusewand 1 gelagerten Lagerscheibe 56 schwenkbar gelagert ist. Das dem
Ende 53 des Hebels 54 abgewandte Ende 57 greift in eine Aussparung eines Verriegelungsstiftcs 45 ein. Hei
Verschwenkung des Stabs 54 in Richtung des Doppelpfeiles
58 verschiebt sich daher der Verriegelungsstift 45 in Richtung des Doppelpfeiles 59. Dieser Verriegelungsstift
45 ist quer zur Ebene des Einsteckschlitzes 19 in dem Gehäuseabschnitt 2t verschiebbar gelagert, in
seiner in Fig.4 oberen Stellung greift er hinter dem
rückwärtigen Ende der Karte 17 in den Einsteckschlitz 19 ein und verriegelt die Karte 17 in dieser Stellung.
Wird eine dem Lesegerät zugeordnete Karte 17 in den Einsteckschlitz 19 eingeführt, so bewegt diese Karte
zunächst die an den seitlichen Rändern des Einsteck-Schlitzes einander gegenüber angeordneten Fühler 28,
29 etwas nach außen, so daß die Schalter 34 und 35 sich ebenfalls nach außen bewegen und dadurch das Ingangsetzen
des Informationsaustausches vorbereiten. 1st die Karte 17 vollständig eingeführt, so bewegt sich
die einen Endanschlag bildende Schiene 24 in Fig.3
etwas nach unten, so daß die an den beiden Enden der Schiene 24 angeordneten Köpfe die Betätigungsglieder
36 der beiden Schaller 34 und 35 freigeben. Diese in einem Stromkreis hintereinander liegenden Schalter 34
und 35 schalten dann über weitere Zwischenglieder, Mikroprozessoren oder dergleichen den Antriebsmotor 8
ein.
Dadurch bewegt sich der Wagen 11 aus seiner Stellung
in Anlage an die Zwischenwand 6 nach links in die in F i g. 1 dargestellte Lage. Dieser Bewegung folgt der
Hebel 40 unter Wirkung der Feder 43, so daß sich der Schieber 38 in F i g. 2 nach links bewegt. Hierdurch treten
die Enden 49 der Klemmglieder 46 von oben in den Schlitz 19 ein und pressen die Karte nach unten gegen
den Tisch 50. Zugleich wandert das Ende 53 des Hebels 54 in dem schrägen Abschnitt 52 der Schlitzführung 51
in Schlitzrichtung und bewegt dadurch den Verriegelungsstift 45 in Schließstellung, der hinter dem rückwärtigen
Ende der Karte 17 in den Einsteckschlitz 19 eintritt und die Karte 17 zusätzlich verriegelt. Diese Verriegelungsbewegungen
sind abgeschlossen, bevor der Magnetkopf 12 die Karte 17 erreicht.
Der Magnetkopf 12 wird dann durch Antrieb der Gewindespindel 9 über die auf der Karte 17 aufgebrachte
Spur 18 hinweggeführt, in der die Informationen eingespeichert sind. Während dieser Bewegung findet der
Informationsaustausch statt, der Magnetkopf liest die eingespeicherte Information aus oder speichert Informationen
in die Spur 18 ein. An dem in Fig. 1 linken Ende der Bewegung wird die Drehrichtung der Spindel
9 umgesteuert, der Wagen läuft zurück und nimmt dann im letzten Bewegungsabschnitt das Ende 42 des Hebels
40 mit in die Ruhestellung. Dadurch wird der Schieber 38 nach rechts verschoben, die Enden 49 der Glieder 46
werden aus dem Einsteckschlitz 19 herausgeschwenkt und der Stift 45 wird in dem Gehäuseteil 21 nach unten
verschoben, so daß auch er nicht mehr in den Einsteckschlitz 19 hineinragt Nun kann die Karte 17 an dem aus
dem Gehäuseabschnitt 22 herausstehenden Ende 23 ergriffen und wieder aus dem Schlitz 19 herausgezogen
werden, die Anschlagschiene 24 sowie die Schalter 34 und 35 und die Fühler 28 und 29 bewegen sich wieder in
ihre Ausgangsstellung zurück. Durch eine nicht gezeichnete Schaltung ist der Antrieb der Spindel 9 bereits
abgeschaltet worden, nachdem der Wagen 11 seine Ruhestellung
am linken Ende der Spindel erreicht hat.
In F i g. 6 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der anstelle der Feder 43 eine Feder 62 vorgesehen ist de-
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ren eines Ende wiederum an einem Bolzen 63 des Gehäuses befestigt ist und deren anderes Ende bei 64 an
einer Lasche 65 angreifv die um einen gehäusefesten Bolzen 66 schwenkbar gelagert ist. Das freie Ende der
Lasche 65 weist eine Fläche 67 auf, die auf einer Rolle 68 aufliegt, die auf dem Schieber 38 drehbar gelagert ist.
Die Zugfeder 62 ist bestrebt, die Lasche 65 im Uhrzeigersinn zu verschwenken.
In F i g. 6 ist die Ruhestellung der Teile gezeichnet,
wenn auch der Wagen 11 sich in Ruhestellung befindet.
Die durch die Zugfeder 62 auf die Lasche 65 ausgeübte verhältnismäßig große Kraft wird durch die Neigung
der Schrägfläche 67, die in dieser Stellung der Lasche etwa einen Winkel zwischen 20° und 45° zu der Bewegungsrichtung
69 des Schiebers 38 aufweist, in Komponenten aufgeteilt, so daß in Richtung der Bewegungsrichtung
69 nur ein kleiner Teil der Kraft der Feder 62 wirkt. Je weiter aber die Feder 62 die Lasche 65 im
Uhrzeigersinn um den Bolzen 66 schwenkt und je weiter sich der Schieber 38 in der Richtung 69 verschiebt, desto
größer wird der Winkel, den die Schrägfläche 67 mit der Bewegungsrichtung 69 des Schiebers bildet und desto
größer wird die Kraftkomponente, die in der Bewegungsrichtung 69 wirkt. Während der Schwenkbewegung
rollt sich die Schrägfläche 67 an der Rolle 68 ab.
In der Endphase der Verschiebebewegung 69 des Schiebers 38 und damit in der Endphase der Schwenkbewegung
der Lasche 65 kommt die Fläche 70 der Lasche 65 zur Anlage an die Rolle 68 wobei die Fläche 70
in dieser Schwenklage nahezu rechtwinklig zu der Riehtung 69 und daher in einem Winkel zu der Fläche 67
verläuft. In dieser Bewegungsphase stimmt die Richtung der durch die Lasche 65 auf die Rolle 68 ausgeübte Kraft
mit der Bewegungsrichtung 69 überein und erreicht ihre maximale Größe. Die Kraft, mit der der Schieber 38 in js
seine Arbeitsstellung geschoben wird, erhöht sich daher, je näher sich der Schieber seiner Endstellung nähert.
Daher nimmt auch die Kraft zu, mit der die Klemmteile 46 in ihre Klemmstellung geführt werden und die Karte
17 gegen die Auflagefläche 50 pressen.
Bei der Bewegung von der Arbeitsstellung in die Ruhestellung greift der Kopf 11 an der Hebelübersetzung
42, 40, 44, 39 an, die so ausgelegt ist, daß sie die vom Wagen 11 nach dem Verlassen der Karte auf das Hebelende
42 ausgeübte Kraft verstärkt. Dadurch wird der Schieber 38 entgegen der von der Fläche 70 auf die
Rolle 68 ausgeübten Kraft und unter Überwindung des durch die Klemmung der Teile 46 auf der Karte 17
entstehenden Reibungswiderstandes, also unter Aufhebung
der Selbstsperrung der Klemmung dieser Teile, in seine Ausgangsstellung zurückbewegt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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