DE313166C - - Google Patents

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DE313166C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A19/00Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
    • F41A19/58Electric firing mechanisms
    • F41A19/64Electric firing mechanisms for automatic or burst-firing mode

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 5. JULI 1919
REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72h GRUPPE?
LUDWIG KRAL in WIl Abfeuervorrichtung für FIugzeugmaschiif§|g"ewehre. Patentiert im Deutschen Reiche vom ll.<fti!ust 1917 ab.
Die bisherigen Maschinengewehre mit • Kniegelenkverschluß, wenn sie für Flugzeuge angewendet werden, haben auch' bei einer automatischen Steuerung von der Propellerwelle aus den Nachteil, daß beim Durchschießen der Propellerbahn die Schraubenflügel oft getroffen werden. Durch Versuche wurde nun festgestellt, daß dieser Nachteil durch die ungleiche Feuergeschwindigkeit der Maschinenwaffen während des automatischen Schießens verursacht wird.
Bei einer anfänglichen Feuergeschwindigkeit von 500 Schüssen pro Minute z. B. sinkt nämlich diese Geschwindigkeit in Bruchteilen
1S von Viooo Sekunde bis auf 300 Schüsse herunter und geht sodann wieder auf die normale Leistung zurück. Diese Ungleichmäßigkeit ist hauptsächlich auf die ungleichmäßige Ölung, Verstaubung der Verschlußbestandteile und die Bewegungen der Massen zurückzuführen. Es ist daher nicht möglich, die von der Propellerwelle aus gesteuerte Abziehvorrichtung mit dieser ungleichmäßigen Feuergeschwindigkeit in Einklang zu bringen und das Abziehen eines Schusses bei nicht ganz geschlossenem Verschluß zu verhindern. Das hat. eine Verzögerung der Schußabgabe zur Folge, so daß auch bei den besten Steuerungen von der Propellerwelle bzw. vom Motor aus die Schraubenflügel getroffen und beschädigt werden können. Um dem vörzubeugen, hat man die volle Feuergeschwindigkeit des M.-G. nicht voll ausgenutzt, was aber , für den Luftkampf, der bekanntlich nur wenige Sekunden dauert, von großem Nachteil ist. Dabei wurden aber die Schüsse noch immer ohne Rücksicht auf den vollständigen Verschluß des M.-G. abgelöst, weil die Steuerung nur von der Drehzahl der Luftschraube abhängig war.
Die Erfindung besteht nun in .einer Abfeuervorrichtu.ng, die durch eine zweckmäßige Steuerung beeinflußt wird und das Abziehen der Abzugklinke erst nach vollständigem Schließen des Kniegelenkverschlusses ermöglicht.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 den M.-G.Verschluß samt Gewehrgehäuse und einer mechanischen Steuerung der Abfeuervorrichtung, Fig. 2 den Verschluß mit einer elekirischen Steuerung; Fig. 3 ist ein Schießschema.
Am M.-G.-Gehäuse'7 (Fig. 1) wird ein : Arm 20 um 21 verschwenkbar angeordnet, der eine Nockenscheibe 22 mit zwei Nocken 23 trägt, welche Scheibe durch eine Welle 24 mit dem Antriebsmotor des Flugzeuges oder der Propellerwelle derart verbunden ist, daß sich die Nockenscheibe 22 in der Pfeilrichtung mit dem Propeller synchron dreht. Der Arm 20 ist mit einer Zugstange 25 verbunden und steht unter der Wirkung einer Zugfeder
26, die die Nockenscheibe 22 gegen die Sperrklinke 15 der Abzugsvorrichtung preßt. Die Verschwenkung des Armes 20 wird durch einen in einem Schlitz 27 spielenden Anschlag - 5 28 begrenzt. Der Kniegelenkzapfen 6 trägt . eine Nocke 29, auf welcher der Arm 20 mit einem wager echten Teil 30 aufliegt. Unterhalb dieses Teiles 30 ist am M.-G.-Gehäuse ein Hebel '31, 32 gelagert, der mit seinem Arm 32 durch eine Zugfeder 33 vor eine Nase 34 des Armes 20, 30 gezogen wird und mit seinem Arm 31 in den Bereich eines an der Nocke 29 angebrachten seitlichen Stiftes 35 · ragt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Bei geschlossenem und
. feuerbereitem M.-G. wird der Arm 20 durch , die Feder 26 in der dargestellten Lage gehalten, wobei er sich mit dem rechten Ende des Schlitzes 27 gegen den Anschlag 28 stützt. Die Abzugklinke 15 wird durch die Federwirkung gegen den Rand der Nockenscheibe 22 gedrückt, wobei sie de'n Schlagbolzen in gespannter Lage zurückhält. Der Arm 20 liegt mit einer Abstufung 36 seines wagerechten Teiles· 30 an einer Abflachung 37 der Nocke 29, während der Hebel 31, 32 durch den Stift 35 entgegen der Wirkung der Feder ■ ■ 33 verschwenkt und mit seinem Arm 32 außer dem Bereich der Nase 34 gehalten wird. Die Nockenscheibe 22 rotiert synchron mit dem Propeller und wird zweckmäßig durch einen Regler je nach der Drehzahl des Propellers so verstellt, daß der Schuß abgegeben wird,
wenn sich vor der Laufmündung kein Propellerflügel befindet. Trifft bei der Rotation der Nockenscheibe 22 eine von. den beiden Nokken 23 mit der Abzugklinke 15 zusammen, so wird letztere entgegen ihrer Federwirkung verschwenkt und der Schlagbolzen zur Schußabgabe freigegeben. Die Zugfeder 26 ist selbstverständlich kräftiger als die Feder der Klinke 15. Nach Abgabe des Schusses wird der Verschluß des M.-G. durch den Rückstoß geöffnet, wodurch die auf dem Gelenkbolzen sitzende Nocke 29 verdreht wird. Dabei stößt sie den Arm 30 zurück und gibt gleichzeitig den Hebel 31, 32 frei, so daß er vor die ■ Nase 34 springt und den Arm 20 in seiner verschwenkten Lage (Fig. 2 strichliert) sichert. Bei dieser Lage des Armes 20 gleiten die Nocken 23 der Scheibe 22 an der Abzugklinke 15 wirkungslos vorüber, so daß kein Schuß abgegeben wird, solange der M.-G.-' Verschluß offen ist. Beim Schließen des Verschlusses gibt die. Nocke 29 mit ihrem kreisförmigen Teil die Abstufung 36 des Armes 30 frei und stellt sich vor dieselbe mit ihrer Abflachung 37 ein. Bei vollständig geschlossenem Verschluß verschwenkt der Stift 35 der Nocke 29 den Hebel 31, 32 zurück, so daß er die Nase 34 des Armes 20, 30 freigibt, wonach dieser durch die Feder 26 in seine ursprüngliche Lage zurückgezogen wird, in welcher die Nocken 23' der Scheibe 22 die Abzugklinke 15 betätigen. Die Nockenscheibe
22 kann auch durch andere, gleichartige A7Orrichtungen, wie Bänder, Kabel, Luftdruck usw. ersetzt werden. '
Auf diese Weise wird eine Schußabgabe bei nicht ganz geschlossenem M.-G.-Ver.schluß unmöglich gemacht, so daß die volle Feuergeschwindigkeit des M.-G. ohne Rücksicht auf die ungleichmäßige Arbeit desselben ausgenutzt werden kann. ' .
Durch das Zugorgan 25 kann der Arm 20 vom Führersitz aus verschwenkt bzw. freigegeben und dadurch das M.-G. entweder außer Wirkung gesetzt ,oder zur Wirkung gebracht werden. ■ . .
Bei elektrisch angetriebenen Abzugvorrichtungen wird auf . dem Zapfen 6 anstatt der Nocke 29 eine Nocke 38 (Fig. 2) angeordnet, die bei vollständig geschlossenem M.-G.-Ver-, Schluß die Kontakte 39 des zur Erregung des Elektromagneten 40. dienenden elektrischen Stromes schließt, während sie bei offenem Verschluß dieselben freigibt (s. die strichlierte Lage der Nocke), so daß sie sich durch eigene Federung öffnen und den elektrischen Strom so lange unterbrechen, als der Verschluß nicht ganz geschlossen ist.
Fig. 3 veranschaulicht die Abgabe eines Schusses .von 600 Drehungen an bis zu 1400 Drehungen. Bei 600 Drehungen schneidet die Geschoßbahn die Propellerebene in e, bei 1400 Drehungen in d. Das Schießen unterhalb 600 Drehungen wird durch einen Regler verhindert, der auf die Steuerung einwirkt und dieselbe bei geringer Drehzahl ausschaltet. . -
Die beschriebene Steuerung des Abzuges kann bei allen, auch bei zwangsweise, d. h. maschinell, ohne Ausnutzung der Rückstoßkraft angetriebenen M.-G. angewendet. wer- den. Bei normalen M.-G. Avird die Nockenscheibe 22 durch einen Hebel ersetzt.
Nachdem bei einer Umdrehung der Luft- ■ schraube zwei Schüsse abgegeben werden können, so kann von 250 Drehungen angefangen die volle Feuergeschwindigkeit des M.-G. (etwa 500 Schüsse) ausgenutzt werden. Bei 1400 Drehungen z. B. wirken die Nocken
23 bzw. die elektrischen Kontakte nur dann, wenn der. Verschluß ganz geschlossen ist, wenn also die Nocke 29 die Betätigung der Klinke 15 zuläßt, was höchstens.sechshundertmal pro Minute der Fall sein wird, so daß nur höchstens die;se Anzahl Schüsse abgegeben werden können, während bei den übrigen Drehungen die Nocken 23 bzw. die Kontakte leer laufen.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    • ι .. Abfeuervorrichtung für Flugzeugmaschinengewehre mit Kniegelenkverschluß, deren Abzug von der Propellerwelle aus gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf , dem Zapfen (6) des Kniegelenkes ein Organ (29 bzw. 38) befestigt ist, das durch seine beim Öffnen des Verschlusses erfolgte Verstellung das Betätigungsorgan (22 bzw. 40) der Abzugklinke (15) außer Wirkung setzt.
  2. 2. Abfeuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf, dem Zapfen (6) des Kniegelenkes eine'Kurvenscheibe (29 bzw. 38) befestigt ist, die durch ihre beim Öffnen des Verschlusses erfolgte Verstellung eine mit' dem Propeller synchron rotierende, mit ihren Nokken (23) die Abzugsklinke (15) beeinflussende Nockenscheibe (22), welche am M.-G.-Gehäuse an einem entgegen einer Federwirkung (26) verschwenkbaren' Arm (20) angeordnet ist, so steuert, daß durch Verschwenken dieses Armes die Nocken (23) außer Wirkung gesetzt werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (20) durch die auf dem Kniegelenkbolzen sitzende Kurvenscheibe verschwenkt wird. .
  4. 4. Vorriphtung nach Anspruch 3,, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (29) als Nocke ausgebildet ist, die gegen einen Fortsatz (30) des Armes (20) wirkt und diesen beim öffnen des Ver-Schlusses verschwenkt.
  5. 5. Vorrichtung nach .-Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm (20, 30) in seiner verschwenkten Lage durch eine Sperrklinke (31, 32) gesichert wird, welche durch die Kurven- bzw. Nockenscheibe (29) , nach vollendetem Schließen des Verschlusses ausgeschaltet wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocke (29) einen, seitlichen Stift (35) besitzt, der bei geschlossenem- Verschluß die Sperrklinke (31, ,32) , entgegen einer Federwirkung (33) in unwirksamer Lage. hält. ,
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der verschwenkbare Arm (20) durch ein Zugmittel (25) mit der Führerstelle verbunden ist, um die mechanische Abzugvorrichtung· von Hand aus außer Wirkung setzen zu körinen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2020584A3 (de) * 2007-08-01 2012-03-07 Rheinmetall Air Defence AG Verfahren und Anordnung zur Schussauslösung bei einer Revolverkanone

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP2020584A3 (de) * 2007-08-01 2012-03-07 Rheinmetall Air Defence AG Verfahren und Anordnung zur Schussauslösung bei einer Revolverkanone

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