DE310068C - - Google Patents

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DE310068C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/02Yarns or threads characterised by the material or by the materials from which they are made
    • D02G3/08Paper yarns or threads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

AUSGEGEBEN
AM 5. JUU1919
Als Ausgangsstoff für Papierfäden und Papiergewebe werden bisher nur Streifen verwendet, die aus Papier oder dünnen Papplagen geschnitten werden, in jedem Fall aber im^Verhältnis zu ihrer Dicke eine erheblich größere Breitenausdehnung besitzen. Diese Streifen werden zur Erzielung größerer Festigkeit meist naß gedrallt, damit sie biegsamer werden und ihre Form behalten. Die ihnen erteilte Form
ίο hat mit der ursprünglichen des Streifens nichts mehr gemein, vielmehr ergibt der Querschnitt eine mehrfache Lagerung der Papierschicht übereinander. Daraus hergestellte Fäden besitzen nach der Fertigstellung Steifigkeit und sie widerstreben der Verschönerung. Auch die Verarbeitung von kurzfaserigem Zellstoff zu Garn ist bereits vorgeschlagen worden. Es werden aber aus dem Ausgangsstoff unter Anwendung nasser Drallung auf schmale Streifen von im Entstehen begriffenen Zellstoffbahnen Rundfäden gewonnen. In allen Fällen besitzen die Ausgangspapierstreifen keine hinreichende Festigkeit, erhalten sie vielmehr erst durch das Verspinnen. Außerdem werden bei den bisher gebräuchlichen Verfahren zur Herstellung von Garn und Bindfaden aus Zellstoff : nur! Fäden erhalten, die hart und steif sind und sich nicht bis auf den Kern durchfärben lassen. Auch können solche Fäden nicht durch Walzen, Brechen oder andere in der Textilindustrie übliche Maßnahmen verschönt oder geschmeidig gemacht werden, da die Struktur des aus Streifen zusammengesetzten Gutes eine derartige Behandlung nicht zuläßt. Auch die aus solchem Papiergarn hergestellten Gewebe sind· entsprechend hart und spröde.
Bei dem Verfahren nach vorliegender Er- ' findung werden die Fäden aus vielschichtiger, kurzfaseriger Pappe gewonnen, und zwar dadurch, daß letztere in fertigem Zustand in nahezu quadratische Streifen gewünschter Fadenstärke geschnitten wird. Die so erhaltenen Kantlinge besitzen an sich hinreichende Festigkeit und werden durch Walzen, Brechen oder Verdrehen in trockenem Zustand weich und geschmeidig gemacht.
Das für die ■ Herstellung von Kantlingen verwendete Ausgangsgut kann zu Rollen gewickelt werden, die man zu schmalen, aus zusammenhängenden Fäden von rechteckigem oder quadratischem Querschnitt bestehende Tellerrollen zerschneidet. Die so erhaltenen kantigen Streifen von Garnstärke sind zunächst hart und zur Verwendung nicht geeignet, jedoch sind sie der Verarbeitung durch Walzen (Rundwalzen), Brechen, Spinnen (Zusammendrehen), Appretieren und Färben zugänglich, wodurch sie. volle Geschmeidigkeit und Webfähigkeit erhalten. Das Garn ist als solches auch nach seiner Verwebung bis auf den Kern durchfärbbar und läßt sich auf jede mechanische Art und Weise appretieren, so wie es die Gebrauchszwecke erheischen. Den aus solchem Garn hergestellten Geweben kann jeder beliebige Grad von Weichheit oder Sprödigkeit verliehen werden, so daß sie von allen Ersatzstoffen
aus Zellstoff der eigentlichen Textilware am nächsten kommen. Durch Rauhen lassen sich auch Gewebe wolliger Struktur herstellen.
■Ein besonderer Vorzug des Verfahrens ist die Verwebbarkeit der bisher von der Verarbeitung ausgeschlossenen Holzschliff-^ und Strohstoffpappen. Das aus vielschichtigem Faserstoff geschnittene Kantelgarn kann zur Erhöhung seiner Festigkeit noch mit Streifenpapier umwickelt werden, das, wenn -es die Kantelseele etwa eineinhalbschichtig. umgibt, weder das Durchfärben noch eine sonstige Nachbearbeitung behindert. Wird derartiges Garn gerauht, so entblättert sich die Deckschicht und die weichere Kantelseele"*: wird freigelegt. Bei dem umsponnen enj Kanteigarn überwiegt die Weichheit der Kantelseele auch, wenn nach erfolgter Durchwebung die Decke des Garns erhalten bleibt.
Anstatt mit Sfreifenpapier kann der Kantelfaden auch mit feinem Draht (doppelgängig, rechts- und linksgängig) in weitläufiger Schraubenlinie umsponnen werden, wodurch seine Zugfestigkeit erhöht wird, ohne daß es die Weiterverarbeitung (Durchfärben, Rauhen und Appretieren) behindert. Um gewöhnlichen Pappkantlingen' eine erhöhte Festigkeit zu geben, werden entweder sie selbst vor oder nach der Bearbeitung, oder es wird das Rohgut aus dem sie geschnitten werden, mit Klebstoff mprägniert. Zur Erzielung stärkerer Fäden können mehrere Kantlinge allein oder mit dünnen Drähten miteinander verzwirnt werden.
Die Zeichnung veranschaulicht in mehreren Ausführungen Bindfaden und Garne, die gemäß vorliegender Erfindung aus bearbeitetem, vielschichtigem Faserstoff bestehen.
Fig. ι zeigt einen aus Papier geschnittenen Faden von der ursprünglich rechteckigen bzw. quadratischen Form, der durch Walzen oder Brechen weich und geschmeidig gemacht und dessen Zugfestigkeit nötigenfalls durch Imprägnieren mit Klebstoff erhöht worden ist. Fig. 2 zeigt einen Pappefaden, der durch Spinnen oder Zusammendrehen und Fig. 3' einen solchen, der durch leichtes Verdrehen geschmeidig gemacht worden ist. Der Faden gemäß Fig. 4 hat durch Walzen einen runden Querschnitt erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von durch- > färbbaren und rauhfähigen Bind- oder Webfäden aus Zellstoff, dadurch gekennzeichnet, « daß vielschichtige, kurzfaserige Pappe in fertigem Zustand in nahezu quadratische Streifen . gewünschter Fadenstärke geschnitten wird und die so hergestellten, hinreichende Festigkeit besitzenden Kantlinge in trockenem Zustand durch Walzen, Brechen, Verdrehen o.dgl. weich und geschmeidig gemacht werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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