DE211164C - - Google Patents

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DE211164C
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insulating
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/30Drying; Impregnating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Insulating Bodies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Isolierungen und erreicht diesen Zweck in vollkommener Weise durch die Anwendung von in beliebiger Richtung gefältelter (gekreppter) und gepreßter Papiere bei Anwendung beliebiger Isolierstoffe (wie z. B. Teeröle, Fettstoffe, Harze usw.).
Bei der Herstellung von Isolierungen mit Hilfe der verschiedenen Isolierungsmittel (z. B.
ίο von ölen oder fettartigen Stoffen oder Harzen — Teerölen — usw.) hat man bereits Papier verwendet. Bei dieser Verwendung von Papier für Isolationszwecke, besonders in der Kabelfabrikation, müssen nun an die Papierbeschaffenheit sehr hohe bestimmte Anforderungen gestellt werden. Haupterfordernis sind z. B. bei entsprechend hoher Festigkeit und Elastizität große Dichte, hohe Torsionsfähigkeit, große Festigkeit, hohes Saugvermögen, Widerstandsfähigkeit gegen die beim Imprägnieren mit Teerölen, Harzen, Fetten usw. anzuwendenden höheren Temperaturen und Chemikalien.
Man versuchte, die gestellte Aufgabe bisher durch Verwendung von Papieren zu erreichen, deren Eigenschaften durch nach Herkunft und Vermahlung geeignetes Stoffmaterial gewährleistet erschienen, indem solche Papiere in üblicher Weise auf der Papiermaschine hergestellt wurden. Hierbei war man. auf solches Papier angewiesen, welches in seiner Substanz aus sehr festen, zähen Fasern, so z. B. aus Manila, Hanf, Baumwolle, Leinen u. dgl. Faserstoffen, oder aus Gemischen von solchen Faser-■ stoffen mit Holzzellstoffasern bestand.
Nach der Erfindung ist man an derartige mehr oder weniger kostspielige Materialien nicht mehr gebunden und kann außerdem noch ganz besondere Vorteile erzielen, wenn man solche Papierbahnen nicht in glatter Fläche verwendet, sondern Papiere benutzt, welche in beliebigen Richtungen gefältelt (gekreppt) und gepreßt sind.
Die angestellten Versuche hatten nämlich gezeigt, daß derartige Papiere eine sehr große Elastizität, Torsionsfähigkeit, Aufsaugungsund Tragvermögen für isolierende Massen besitzen, daß sie unter dem erforderlichen Zug ζ. B. um die zu isolierenden Gegenstände oder Drähte herumgewickelt werden können, hierbei genügend fest anliegen, bei der nachfolgenden Imprägnierung mit Isolierungsmitteln und der hierfür notwendigen Erhitzung hinreichend standhalten. Bei dieser nachträglichen Imprägnierung und Erhitzung wird die Luft innerhalb des Materials und zwischen den einzelnen Papierlagen und zwischen Papier und der zu isolierenden Oberfläche vollkomjnen ausgetrieben, durch Isoliermittel ersetzt, und auch die Faser selbst wird hinreichend durchtränkt, so daß eine hohe Isolierung erzeugt wird. Durch die Kreppung scheint die Faser gespalten, geästelt und dadurch selbst noch aufsaugungsfähiger, tragfähiger und festhaltender geworden zu sein. Durch die Beschaffenheit des gekreppten Papiers infolge der vielen Oberflächenkanälchen und auch der das Papier selbst durchziehenden Erhöhungen und Vertiefungen und feinen Kanälchen scheint eben die Wirkung erzielt zu werden, daß bei der nachträglichen Imprägnierung und Erhitzung die nicht nur innerhalb des Papiers,
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(2. Auflage, ausgegeben am zg. September igog.J
sondern auch die zwischen den einzelnen Papieren eingeschlossene Luft mit genügender Leichtigkeit und genügender Vollständigkeit durch das Imprägnierungsmittel herausgedrängt und viel mehr Imprägnierungsmasse aufgenommen wird.
Bei der Verwendung der für Isolierzwecke bisher üblichen, in der Oberfläche glatten Papiere war wegen der unendlich dichten Auflage der einzelnen Papierlagen einmal eine größere Menge Papier und daher eine relativ kleinere Menge von Isoliermittel erforderlich, und es war das Austreiben der z. B. zwischen den einzelnen Lagen eingeschlossenen und auch der in den Poren enthaltenen Luft sowie eine Durchtränkung der Fasern an sich schwieriger.
Die Herstellung und Verwendung derartiger Isolierkreppapiere kann beispielsweise in folgender Weise geschehen:
Das Rohmaterial, z. B. 75 Prozent Sulfatzellstoff und 25 Prozent Lumpenstoff, wird nach zweckentsprechender Mahlung in der Weise auf der Papiermaschine verarbeitet, daß das Papier in feuchtem Zustande oder doch vor der völligen Trocknung in einer oder in mehreren Richtungen mit geeigneten Vorrichtungen gekreppt wird, worauf die hierbei entstehenden Fältelungen in beliebiger Weise,
z. B. nach der in der französischen Patentschrift 377874 vorgeschlagenen Weise, solange das Papier noch nicht trocken ist, durch Pressung zusammengedrückt weiden. Das nach der Trocknung entstandene geebnete Papierblatt besitzt dann die erforderlichen Eigenschaften eines Isolierkreppapiers. Man kann sowohl quergekreppte oder längsgekreppte · als schräggekreppte oder zugleich nach verschiedenen Richtungen, geradlinig oder gebogen gekreppte Papiere für Isolationszwecke verwenden. Selbstverständlich kann man auch ■Isolierkreppapiere verwenden, welche aus glatten Papierbahnen durch nachträgliche Kreppung, Pressung und endgültige Trocknung hergestellt worden sind, wenn nur die Pressung der Fältelungen in feuchtem Zustande des Papierblattes vorgenommen wird.
Die Verarbeitung solcher Isolierkreppapiere zur Isolierung von Flächen aller Art, besonders von Leitungsdrähten, in einfacher oder vielfacher Lage und beliebiger Wicklungsart geschieht auf an sich bekannte, den besonderen Verwendungszwecken angepaßte Weise, z. B. indem man die in Streifen geschnittenen Papiere in endlosen Bahnen unimprägniert oder mit geeigneten Stoffen durchtränkt zur Umwicklung der zu isolierenden Fabrikate verwendet, sowie nachträglich — und das ist I das Wesentliche — durch Eintauchen und ; Erhitzen in geeigneten Isolierstoffen (wie z. B. Ölen und Fettstoffen, Teerölen, Harzen usw.) \ imprägniert. Die Herstellung der Isolierungen \ selbst kann unter Anwendung derartiger Papiere in beliebiger, geeigneter, für Isolierungen aus Papier bekannter Weise geschehen.
Bei der Verwendung des Papiers in vorgetränktem Zustande, was sich z. B. namentlich für die untersten Lagen empfehlen könnte, zeigt das gekreppte Papier auch den Vorteil, daß zwischen den Lagen etwa eingeschlossene Luft mit größerer Leichtigkeit bei der nachfolgenden Imprägnierung herausgetrieben wird, als wenn vorgetränktes glattes Papier verwendet wird, weil das vorgetränkte gekreppte Papier bei seiner Verwendung zur Umhüllung der zu isolierenden Gegenstände infolge des hierbei stattfindenden Anspannens auf seiner Oberfläche von neuem Vertiefungen oder Rillen erhalten wird, die bei der erforderlichen Nachimprägnierung das Entweichen der zwischen den einzelnen Papierlagen etwa eingeschlossenen Luft und die weitere Aufnahme von Imprägnierungsmittel ermöglichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspuuch :
    Verfahren zur Herstellung von Isolierungen aller Art, insbesondere Kabelisolierungen, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Umhüllung dienende, in beliebiger Richtung gefältelte (gekreppte) und gepreßte Papier nach der Umhüllung durch Eintauchen und Erhitzen in geeigneten Isolierungsstoffen imprägniert wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE906588C (de) * 1943-07-20 1954-03-15 Aeg Verfahren zur Isolierung elektrischer Leiter fuer Leitungen und Kabel, insbesondere fuer Niederspannungskabel
DE947916C (de) * 1951-12-13 1956-08-23 Siemens Ag Isolierende Zwischenlage zur Trennung von Spulen bei insbesondere ruhenden Wicklungen elektrischer Maschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE906588C (de) * 1943-07-20 1954-03-15 Aeg Verfahren zur Isolierung elektrischer Leiter fuer Leitungen und Kabel, insbesondere fuer Niederspannungskabel
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