DE308786C - - Google Patents
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- DE308786C DE308786C DENDAT308786D DE308786DA DE308786C DE 308786 C DE308786 C DE 308786C DE NDAT308786 D DENDAT308786 D DE NDAT308786D DE 308786D A DE308786D A DE 308786DA DE 308786 C DE308786 C DE 308786C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22D—PREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
- F22D5/00—Controlling water feed or water level; Automatic water feeding or water-level regulators
- F22D5/24—Controlling water feed or water level; Automatic water feeding or water-level regulators with electric switches
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVi 308786 KLASSE 136. GRUPPE
GEORG SCHÖNFELDER in BERLIN.
Die Erfindung betrifft einen Leistungsregler für selbsttätige elektrische.. Pumpenantriebe
zur Speisung von Kesselgruppen. Bei den bekannten selbsttätigen Speisevorrichtungen
wird der Antrieb der Speisepumpen entweder vom Wasserstande der ein-.
zelnen Kessel oder von dem Druckabfall in der Speiseleitung eingeleitet. Im ersten Falle
sind besonders für einen größeren Kessel-
ίο gruppenbetrieb kostspielige Häufungen von
Verbindungsleitungen aller Art und ebenso \ viele Fehlerquellen in den Kauf zu nehmen.
Zum Beispiel versagen bei elektrischer Hub-
. magnetsteuerung ·ο. dgl. bei Leitungsberührung
oder Kontaktfehlern einer Kesselspeisevorrichtung die sämtlichen übrigen Kesselspeiseabstellungen,
wodurch gefährliche Überspeisungen oder bei schon geschlossenen Kesselventilen Rohrschläge verursacht werden.
Bei selbsttätigen Speisevorrichtungen, die vom Druckabfall in der Speiseleitung abhängen,
zeigt sich der Nachteil, daß die großen und oft rasch aufeinanderfolgenden
Druckschwankungen eine schädliche Unruhe in das Spiel der Steuerorgane hineinbringen
und dadurch Störungen verursachen. So ist z. B. bei großen Kesselanlagen mit elektrischem
Pumpenantrieb ein infolge der unregelmäßigen .Druckschwankungen in der Speiseleitung
zu häufiges und ohne genügende Ruhepausen erfolgendes Anlassen der Elektromotoren
für diese und ihre Anlaßvorrichtungen schädlich und betriebsgefährlich.
Nach der Erfindung werden die Nachteile der geschilderten Regelungsarten vermieden,
indem das Anlassen der Pumpen unabhängig vom Druck in der Speiseleitung und unabhängig
von der Anzahl der Kessel lediglich über einen für eine ganze Kesselgruppe gemeinsamen
Speisebehälter erfolgt, der mit einem dem Wasserbedarf der Kessel folg'enden
Schwimmer versehen ist, dessen Spiel mittels elektrischer oder pneumatischer Übertragung
elektrische Pumpenantriebe unabhängig von dem augenblicklichen Wasserstand '45
in den einzelnen Kesseln stufenweise, steuert. Infolge der Pufferwirkung des Behälters geht
das Anlassen in längeren Zeitabschnitten und nur den größeren Belastungsunterschieden
entsprechend einstellbar vor sich.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist auf der Zeichnung in einfachen Linien
dargestellt. ■
Aus den Dampfkesseln α führen Rohrleitungen
fc, in welche für jeden einzelnen Kessel außer den üblichen Rückschlagventilen entweder
Handradventile oder selbsttätig nach dem Kesselwasserständ gesteuerte Speiseventile
c eingebaut sind, durch ein Sammelrohr d nach einem Behälter e. In diesem dem
ermittelten Speisewasserverbrauch entsprechend bemessenen Behälter spielt ein Schwim-
mer f, dessen Bewegung durch eine abgedichtete
Achsenführung g und mittels eines Hebelgestänges o. dgl. auf ein Steuerorgan h
■ übertiagen \vird. Dieses Steuerorgan ist in
der beispielsweise dargestellten" Ausführung für eine pneumatische Steuerung des Pumpenantriebes
angedeutet. Es führen von den Abschlußstutzen k1 und k2 manometrische Leitungen
zu den Zwischengliedern für das Intätigkeitsetzen der Speisepumpen, während ein Stutzen ks an eine Unter- oder Überdruckleitung
angeschlossen ist und an einem Stutzen fe4 atmosphärischer Druck herrscht.
Aus dem Dome des Behälters e führt eine Rohrleitung, ;n die ein Rückschlagventil I eingebaut
ist, nach einem Luftbehälter in, der mittels der Rohrleitung η an einen selbsttätig
wirkenden Kompressor angeschlossen ist. Auf der Zeichnung sind beispielsweise Elektromotoren
O1, o2 und von diesen angetriebene
Rotationspumpen P1, p2 angedeutet, die durch
ein Sammelrohr c das Speisewasser in den Behälter e drücken. Der Übersichtlichkeit
halber sind auf der Zeichnung Steuerungs-Zwischenglieder und Verbindungsleitungen
sowie an sich bekannte Hilfseinrichtungen weggelassen.'
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende: Werden bei geringem Dampfbedarf
die Ventile c ,an den einzelnen Kesseln so weit geöffnet, um gerade nur eine geringe
Menge des verdampften Speisewassers zu ersetzen, so sinkt der Schwimmer f im Speisebehälter
e langsam und öffnet erst nach einer gewissen, durch Verzögerungsglieder einstellbaren
Zeit am Steuerorgan h die Druckleitung kt, wodurch der Motor O1 der Pumpe P1
■ angelassen und entsprechend belastet wird. Es tritt darauf ein Beharrungszustand ein,
während dessen der Schwimmer eine gewisse Gleichgewichtslage etwas unferhalb der oberen
Wasserstandsgrenze im Behälter beibehält. Die Pumpe P1 speist zu dieser Zeit allein.
Sobald aber die höchste Kesselbelastung erfordert wird und die Ventile c selbsttätig oder
von Hand dem größeren Wasserverbrauch entsprechend auf größeren oder vollen Durchlaß
eingestellt \verden, sinkt der Schwimmer / in seine untere Lage und öffnet auch den
Stutzen k2 bzw. die angeschlossene Druckleitung,
wodurch der Motor o2 zugeschaltet und auch die Pumpe p2 in Betrieb gesetzt
wird. In diesem Falle wird nach kurzer Zeit der Schwimmer / eine Gleichgewichtslage
etwas oberhalb der unteren Grenze des Wasserstandes im Behälter einnehmen. Wird mit abnehmender Kesselbelastung der Wasserverbrauch
wieder ein geringerer, so steigt der Schwimmer / in die obere Gleichgewichtslage
und schließt die Druckleitung k2 ab, wodurch
die Pumpe p2 zum Stillstand kommt. Die Speisung erfolgt nunmehr wieder durch die
Pumpe P1 allein. Werden die Ventile c geschlossen,
so steigt der Schwimmer/ in seine oberste Grenzlage und stellt die Speisung vollständig
ab.. In ähnlicher Weise wiederholen sich die geschilderten Vorgänge, wenn der eine oder andere Kessel der Gruppe verschärft
betrieben oder außer Betrieb genommen wird.
Der auf den Wasserspiegel im Behälter e
wirkende Luft- oder Gasdruck wird so eingestellt, daß er stets etwas größer als der
jeweilig höchste Betriebsdruck der Kesselgruppe ist. Die Aufstellung des Behälters e
kann den örtlichen Bedürfnissen angepaßt werden, da seine Wirkungsweise an eine bestimmte
Lage nicht gebunden ist. Der Behälter e kann die Vorwärmung des Speisewassers
durch Abdampf oder Abgase übernehmen und auch so eingerichtet sein, daß in
ihm die Kesselsteinbildner zur Ausfällung kommen.
Durch die Pufferwirkung des Behälters e wird eine stoßfreie Speisung-.erzielt, und Rohrschläge
oder Rohrbrüche werden vermieden. Auch kann das bei den eingangs erwähnten Anordnungen auftretende Zittern der empfindlichen
Aufnahme- bzw. Kontrollorgane nicht in Erscheinung treten,- da die kleineren
Druckschwankungen durch sanftes Bremsen der Achse g· ο. dgl. sich ausgleichen und eine
stürmische Wirbelbewegung des Speisewassers in dem Behälter e nicht vorkommt.
Ein Leerlaufen eines Kessels kann infolge des Gegendruckes, der in dem Behälter e
herrscht, nicht erfolgen. Bei einem etwaigen Druckabfall im Luftbehälter m des Kompressors
wird ein Nachströmen des Speisewassers in die Kompressionsräume durch das,
Rückschlagventil I verhindert. Der Behälter wirkt dann bis zur Beseitigung der Störung
als Windkessel, und es können die Pumpen ohne Betriebsunterbrechung aushilfsweise
auch von Hand gesteuert werden.
Für das Anlassen von Dampfspeisepumpen kann die Einrichtung getroffen sein, daß das
Steuerorgan h mittels Über- oder Unterdrucks oder Elektrizität auf die Ventile einwirkt,
durch die der Dampfzutritt zu den Pumpen geregelt wird. Durch geeignete Einrichtung
des Steuerorganes h kann die Regelung auf eine beliebige Anzahl von Speisepumpen der
Kesselgruppe einwirken und dadurch eine fein abgestufte Speisung erreicht werden. Es genügt
unter Umständen aber auch schon eine Pumpe, wenn deren Bauart eine nach dem
Anlassen sekundär wirkende, der jeweilig gerade erforderlichen Pumpenarbeit' entspre-
chend veränderliche Anlaßeinrichtung besitzt, wie dieses z. B. bei elektrischem Antrieb möglich
ist. Besonders vorteilhaft wirkt die Erfindung durch die Abpufferung etwaiger Druckwellen beim Abstellen der Pumpen.
Claims (2)
- Patent-An Sprüche:i. Leistungsregler für selbsttätige elek-. trische Pumpenantriebe zur Speisung von Kesselgruppen, gekennzeichnet durch die Anordnung eines für eine beliebige Anzahl von Kesseln gemeinsamen und mit einem dem Wasserbedarf der Kessel folgenden Schwimmer versehenen Speisebehälters (e), dessen Schwimmerspiel mittels elektrischer oder pneumatischer Übertragung (k1;k2 . . .) elektrische Pumpenantriebsglieder (O1, O2) unabhängig von dem augenblicklichen Wasserstand in den einzelnen Kesseln stufenweise steuert. ■
- 2. Leistungsregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Speisebehälter (e) mittels eines selbsttätig wirkenden Kompressors ein Luft- oder Gasüberdruck unterhalten wird, der stets etwas größer gehalten ist als der jeweilige höchste Betriebsdruck der Kesselgruppe.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE308786C true DE308786C (de) |
Family
ID=562008
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT308786D Active DE308786C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE308786C (de) |
-
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- DE DENDAT308786D patent/DE308786C/de active Active
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