DE308593C - - Google Patents

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DE308593C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
    • F42B12/76Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing
    • F42B12/78Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing of jackets for smallarm bullets ; Jacketed bullets or projectiles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Golf Clubs (AREA)

Description

Bei den bis jetzt bekannten Mantelgeschossen ist der Kern mit einem innen glatten Mantel umgeben oder in einen solchen Mantel hineingepreßt und durch Umbördelung am Fußende in den Mantel eingeschlossen.
Derartige Mantelgeschosse zeigen den Übelstand, daß ihr Kern sich bei Hemmungen der dem Geschoß durch den Drall des Gewehrlaufes gegebenen starken Rotation vermöge seiner Schwere von der glatten Innenwand des Geschoßmantels losdreht und in der ihm gegebenen lebendigen Kraft die Rotation selbständig fortsetzt. Diese Wirkung tritt ein, wenn das Geschoß in Ziele gleich welcher Art eindringt oder selbst dann, wenn es auf seiner Bahn irgendwelche Gegenstände berührt, da der Angriff auf die Rotation j a nur direkt auf den Mantel erfolgt und der innere selbständige Teil des Geschosses das Be-. streben hat, die ihm gegebene Rotation fortzusetzen.
In dieser Rotation ist eine außerordentliche Kraft aufgespeichert, welche, wenn der beschriebene Fall der Eigenrotation des schweren Kernes eintritt, sich in eine Erhitzung des letzteren umsetzt und diesen bis zur Schmelzung weich werden läßt. Daraus ergibt sich ohne weiteres, daß ein großer Teil der dem Geschoß gegebenen Kraft sich in Wärme umsetzt und als Folge davon wirkungslos wird. Ferner wird aber auch das weich, selbst flüssig gewordene Blei vermöge des Druckes, den die zu durchdringenden Teile auf den Mantel ausüben, aus der Mantelhülse ausgepreßt, die letztere einge-. drückt und manchmal zersplittert. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die weitere Durchschlagskraft durch diesen Vorgang stark herabgesetzt wird und die gewollte Wirkung verlorengeht. Dieser Vorgang zeigt sich namentlich bei Nahschüssen auf jegliche Ziele, da in diesem" Stadium sowohl Fluggeschwindigkeit wie Rotation am größten ist und demgemäß die beschriebene Wirkung am stärksten in die Erscheinung tritt.
Daraus erklärt sich die auf der Jagd auf Großwild, selbst . auf Rehwild, häufig gemachte Beobachtung, daß gerade bei Nahschüssen, wo man ihn nach oberflächlicher Beurteilung am ehesten erwartet, ein Ausschuß am Wilde nicht vorhanden ist. Beim Aufbrechen des. letzteren findet man dann, namentlich bei Blattschüssen, den völlig zersplitterten Mantel und die dem Einschuß gegenüberliegende Brustwand mit vielen kleinen Partikelchen des weich gewordenen Bleikernes wie amalgamiert.
Die Tatsache, daß die' bisherige Verbindungslosigkeit zwischen Mantel und Kern dem Mantelgeschoß den \vichtigsten Teil der Kraftwirkung raubt, machte es nötig, eine innige, unlösbare Verbindung zwischen diesen Teilen herzustellen,.und diese wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch Anordnung der in den Geschoßkern eindringenden·, hervorstehenden inneren Längsrippen im Geschoßmantel und an dessen Bodenteil erreicht.
Wichtig ist dabei, daß das Mantelmaterial aus widerstandsfähigem Metall besteht, -wie etwa kupferplattiertem Flußeisen oder Stahl. Sprödes Mantelmaterial, wie Aluminium, das für diesen Zweck schon vorgeschlagen ist, würde diesen Zweck nicht erfüllen, da es, in der allein möglichen leichten Hülle angebracht, schon beim Hindurchpressen durch die Ge-" wehrzüge zersplittert, bei Anordnung eines stärkeren Mantels aber das Minimum der Querschnittsbelastung, so herabgesetzt wird, daß die Verwendbarkeit als brauchbares Gewehrgeschoß auf den Nullpunkt herabsänke. Schon die Anwendung eines schwachen AIuminiummantels bei Geschossen, an die hohe Anforderungen gestellt werden, ist aus diesen schießtechnischen Gründen zu verwerfen.
Der Betätigungszweck des an dem Geschoß gemäß der Erfindung angebrachten Mantels sowie des Kernes ist ein völlig davon verschiedener. Hier soll der Kern als Hauptträger der lebendigen Kraft den Mantel, der durch die inneren Mantelrippen und durch den ebenso ausgestatteten Bodenteil unlöslich mit ihm verbunden ist, an das Ziel tragen; nicht dem Kern, sondern dem Mantel also fällt die Hauptrolle zu, in das Ziel einzudringen. Der Zweck der Erfindung wird hier er-•füllt. Der schwere, unlöslich mit ihm verbundene Kern soll sich im Gegensatz zu bereits bekannten Geschossen nicht von dem Mantel trennen.
Somit haben die gemäß der Erfindung angeordneten Mantelrippen den Zweck, den Mantel gemeinsam mit dem Kern, ohne daß sie sich voneinander trennen, in das Ziel eindringen zu lassen.
Um dem Geschoß die Möglichkeit zu geben, auch stärkere als gewöhnliche Ziele, z. B. gepanzerte Ziele, mit vollem Erfolge zu durchschlagen, ist es gemäß der Erfindung mit einer massiven Mantelspitze, die zur Verstärkung noch gehärtet werden kann, ausgestattet.
Diese massive Mantelspitze wird durch die Längsrippen im inneren Mantel in ihrer Stoßkraft in hohem Maße gestärkt, ganz abgesehen von dem ersten Zweck der Rippen, Mantel und Kern.zu einem unlöslichen Ganzen zu vereinigen/
Das neue Geschoß ist in der Zeichnung in
Fig", ι im Längsschnitt, in ' '
Fig. 2 ini Querschnitt nach der Linie A-B in Fig. 1 veranschaulicht.
• Der Mantel α ist, wie aus den Figuren der Zeichnung ersichtlich ist, auf der Innenseite mit vorspringenden, in der Längsrichtung' verlaufenden Rippen b versehen, derart, daß beim Einpressen des Kernes diese in ihn eindringenden Rippen b die obenerwähnte Eigenrotation des Kernes verhindern und die einheitliche Wirkung des Geschosses sicherstellen. Die Rippen b können in beliebiger Stärke, Anzahl und Form angeordnet sein. In der Zeichnung (Fig. 2) sind beispielsweise vier derartige Rippen angeordnet. Am Fußende des Geschosses ist der Mantel in bekannter Weise nach innen umgebördelt, der- art jedoch, daß der Bodenteil des Gescboßkernes von den hervortretenden, mit umgebördelten Rippen befestigt wird.
- Die Geschoßdurchschlagskraft wird noch dadurch erhöht, daß dem Mantel, wie aus Fig. ι. ersichtlich, eine massive Spitze d gegeben ist, welche gehärtet werden kann und in ihrer Länge mindestens dem halben Geschoßkaliber entspricht. Zweckmäßig wird hierbei noch die massive Spitze durch die Anordnung der Längsrippen in ihrer Stoßstärke in starkem Maße unterstützt.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß der Mantel sowohl wie der Kern aus beliebigem geeigneten Metall oder einer geeigneten Metallegierung oder aus einer Vereinigung von Metallen bestehen kann, ohne daß das Wesen der Erfindung hierdurch berührt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche :
1. Bei GeAvehrgeschossen mit Mantel aus widerstandsfähigem Metall, geeigneter Metallegierung oder geeigneter Vereinigung von Metallen die Anordnung von Längsrippen auf der Innenseite des Mantels, die beim Einpressen des Kernes 9S aus spezifisch schwererem Metall in ihn eindringen und. so Mantel und Kern fest miteinander verbinden und auch durch die Umbördelung· des Metalls am Boden-r teil Mantel und Kern fest zusammen- 1Qo halten.
2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel mit einer massiven Spitze von einer Länge von mindestens gleich dem halben Kaliber
. versehen ist, die, wenn der Mantel aus härtbarem Metall besteht, zur Verstärkung gehärtet werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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