DE307052C - - Google Patents

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DE307052C
DE307052C DENDAT307052D DE307052DC DE307052C DE 307052 C DE307052 C DE 307052C DE NDAT307052 D DENDAT307052 D DE NDAT307052D DE 307052D C DE307052D C DE 307052DC DE 307052 C DE307052 C DE 307052C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/24Nitric oxide (NO)
    • C01B21/26Preparation by catalytic or non-catalytic oxidation of ammonia

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß beim Überleiten eines Luft-Ammoniakgemisches über Katalysatoren bei höherer Temperatur das Ammoniak zu Salpetersäure oxydiert wird. Die praktische Durchführung gestaltet sich im allgemeinen so, daß aus schwefelsaurem Ammonium das Ammoniak ausgetrieben, mit Luft gemischt und dann über den erhitzten Katalysator geleitet wird.
ίο Das vorliegende Verfahren arbeitet in folgender Weise: Saures schwefelsaures Ammonium wird erhitzt. Der zur Oxydation des in den hierbei entweichenden Dämpfen enthaltenen Ammoniaks erforderliche Sauerstoff wird in Form von Luft, Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen über die erhitzte Masse geblasen und nach dem Mischen mit den Dämpfen über den erhitzten Katalysator geleitet. Die Dämpfe können nun abgekühlt werden, wobei ein Gemisch von Salpetersäure und Schwefelsäure erhalten wird, welches für gewisse Nitrierungen verwendet werden kann. Oder es wird stufenweise gekühlt. Hierbei scheidet sich bei geeigneter Anordnung infolge der hygroskopischen Eigenschaften der Schwefelsäure zunächst eine wasserhaltige Schwefelsäure und dann eine hochkonzentrierte Salpetersäure ab. Statt von Bisulf at kann man auch von dem Sulfat oder Gemischen dieser Körper ausgehen, wobei man den Dämpfen noch Schwefelsäure beimengen kann.
Die Vorteile dieser Arbeitsweise gegenüber der bisher üblichen zeigt folgender Vergleich:
Bisher wurde das zu oxydierende Ammoniak aus Ammonsulfat in besonderer Be triebsanlage durch Kalk ausgetrieben, wobei Gips als Abfallprodukt .entsteht. · ·
Bei der vorliegenden Arbeitsweise fällt die Errichtung einer besonderen Ammoniakentwicklungsanlage sowie deren dauernder Betrieb fort, desgleichen die Beschaffung von Kalk.
Bei der bisherigen Arbeitsweise geht die gesamte Schwefelsäure des Ammoniumsulfats verlören, außerdem in dem abfließenden Gipsschlamm mehr oder minder große Mengen von Ammoniak.
Bei vorliegendem Verfahren wird die gesamte Schwefelsäure des Ammoniumsulfats als solche wiedergewonnen. Ammoniakverluste können nicht stattfinden. Es ist zwar bekannt, daß beim Erhitzen von Ammoniumbisulfat in einer Ammoniakatmosphäre infolge der reduzierenden Wirkung desjAmmoniaks Stickstoff entwickelt wird und dadurch Stickstoff Verluste entstehen können (Gmelin-Kraut, Handbuch der anorg. Chemie 1907, I. Bd., I. Abt., S. 657 unter V und S. 661 oben). Diese Zersetzung kann aber bei vorliegendem^Verfahren nicht in nennenswertem Umfang stattfinden, weil hier das gebildete Ammoniak durch den über die erhitzte Masse geblasenen Luftstrom so schnell entfernt wird, daß seine reduzierende Eigenschaft kaum zur Wirkung kommen kann.
Die Oxydation von Ammoniak zu Salpeter- · säure erfolgt nach der Gleichung: N H3 + 2 O2 = HN O3+ H2O.
Es resultiert daher bei der1 Oxydation von Ammoniak eine durch das gleichzeitig gebildete Wasser stark verdünnte Salpetersäure.
Bei vorliegendem Verfahren ist dies nicht
der Fall. Es wird zwar bei der Oxydation die. | gleiche Menge ..Wasser gebildet; die Anwesen1 heit def Schwefelsäure-- in dem Reaktionsgemisch und ihre hygroskopischen Eigenschaften" ermöglichen es jedoch, den Prozeß εο zu leiten, daß eine wasserhaltige Schwefelsäure und eine hochkonzentrierte Salpetersäure getrennt gewonnen werden können.
Die bei stufenweiser Abkühlung erhaltene Schwefelsäure kann zum Teil wieder in den Prozeß eingeführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Salpetersäure durch katalytisch^ Oxydation von Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle von Ammoniakgas die beim Erhitzen von Ammoniumbisulfat oder Ammonsulfat oder Gemischen dieser Körper entstehenden Dämpfe mit Luft gemi'xht bei erhöhter Temperatur über Katalysatoren leitet. . .
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