DE3044718A1 - Lichtdurchlaessige glasscheibe - Google Patents
Lichtdurchlaessige glasscheibeInfo
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Platte bzw. eine Scheibe, die eine in eine Rahmennut eingebaute Glasscheibe umfaßt. Insbesondere
befaßt sich die Erfindung mit einer Platte bzw. Scheibe, die zur Verwendung als feuerbeständige Scheibe in
einer Wand oder Tür eines Gebäudes bestimmt ist.
Eine solche Scheibe oder Platte kann als Sichtfenster in einer Ofen- oder Brennerwand oder -tür verwendet werden,
wenn die Scheibe lichtdurchlässig ist.
Da die Ränder der Scheibe in der Nut gehalten sind, sind sie gegen direkte Strahlung aus irgendeiner Wärmequelle in der
Nähe der Platte bzw. Scheibe abgeschirmt, so daß sie kühler bleiben als der mittlere Teil der Scheibe. Der sich daraus
ergebende hohe Wärmegradient am Scheibenrand führt zu einer beträchtlichen Glasbruchgefahr, so daß die Scheibe aus dem
Rahmen herausfallen kann. Dies ist natürlich unerwünscht.
Es wurde bereits vorgeschlagen, einen besonders ausgebildeten Rahmen zu verwenden, in dem die Scheibe durch eine Mehrzahl
von Klammerelementen festgeklemmt wird, die wenigstens auf einer Seite der Scheibe einen Punktkontakt mit der Scheibe
bilden, so daß praktisch der gesamte Rand dieser Seite direkt jeglicher Wärmequelle auf dieser Seite der Scheibe
ausgesetzt ist und die Glasbruchgefahr und von Wärmeschocks
beträchtlich vermindert wird. Dieser Vorschlag hat jedoch den Nachteil, daß ein besonderer Rahmen benötigt wird, der
teuer oder in anderer Weise unzweckmäßig sein kann.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Platte bzw. Scheibe, die eine in eine Rahmennut eingebaute Glasscheibe
umfaßt und bei der die Gefahr von Wärmeschocks an den Rändern
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der Scheibe vermindert wird, ohne daß ein besonderer Rahmen erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Platte bzw. Scheibe gelöst, die eine in eine Rahmennut eingebaute Glasscheibe umfaßt
und erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß zwischen
der Scheibe und der dieser zugewandten Seite des Rahmens wenigstens
ein lichtundurchlässiger, wärineabsorbierender und wärmeleitender Streifen auf wenigstens einer Seite der
Scheibe auf ihrem Rand angeordnet aufgebracht ist und sich um den gesamten Umfang der Scheibe herum erstreckt. Daraus
ergibt sich», daß bei Erhitzung dieser Scheibenseite in einem vorbestimmten Ausmaß der Wärmegradient am Scheibenrand
vermindert wird, und zwar im wesentlichen am gesamten Umfang der Scheibe, weil der wenigstens eine aufgebrachte
Streifen vorgesehen ist. Zwar kann der Scheibenrand im Gebrauch durch einen Schenkel des Rahmens auf der Innenseite
der Scheibe gegen Strahlung abgeschirmt werden, der mindestens eine lichtundurchlässige, wärmeleitende Streifen ergibt
jedoch eine leitende Brücke, so daß der Rand durch Wärmeleitung erwärmt wird und der Wärmeschock vermindert wird, dom
die Scheibe ausgesetzt wird, ohne daß irgendeine besondere Ausbildung des Rahmens erforderlich wäre.
Auch wenn der leitende Streifen vollständig von dem Schenkel des Rahmens abgedeckt wird, bietet der zusätzliche Weg den
Vorteil, daß sich die Wärme über den Scheibenrand durch Wärmeleitung ausbreiten kann.
Um optimale Ergebnisse zu erreichen, sollte sich der wärmeleitende
Streifen bzw. sollten sich die wärmeleitenden Streifen von der Scheibe aus über den Rahmen hinaus nach innen
erstrecken, da auf diese Weise der bzw. die Streifen Strahlungswärme direkt absorbieren kann bzw. können, um sie durch
Wärmeleitung über den Scheibenrand zu verteilen, anstatt
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lodiglich die Wärme von dem Rahmen und/oder von heißeren
Teilen des Scheibenrandes durch Wärmeleitung weiterzuführen. Der mindestens eine Streifen steht vorzugsweise wenigstens
5 mm über den Rahmen hinaus. Ein besserer Schutz ergibt sich/ wenn dieser Streifen wenigstens 10 mm über den Rahmenrand
hinaussteht, und optimal ist es, wenn sich dieser wenigstens eine Streifen wenigstens 20 mm über den Rahmen hinaus erstreckt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich der
wärmeleitende Streifen um den Rand bzw. die Kante der Scheibe herum; alternativ oder zusätzlich erstreckt sich bei
einer bevorzugten Ausführungsform der Streifen auf jeder
Hauptseite der Scheibe über deren Rand. Dadurch kann die Scheibe in ihrer gesaraten Dicke des Randbereichs gleichmäßiger
erwärmt werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist ein getrenntes
Metallteil in Berührung mit dem wenigstens einen Streifen zwischen diesem und dem gegenüberliegenden Teil des Rahmens
angeordnet, so daß ein weiterer Wärmeleitungsweg entsteht. Dieses Metallteil kann z.B. aus 1 mm dickem Stahl sein.
Bei einigen bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist der mindestens eine Streifen aus einer wärmeleitenden Glasschmelze
bzw. einem wärmeleitenden Email gebildet. Es können viele derartige Glasschmelzen bzw. Emailmassen verwendet
werden, z.B. eine silberhaltige Glasschmelze bzw. Emailmasse, die unter der Handelsbezeichnung DEMETRON Nr. 245 von der
Dfinotron G. für Elektronik Werkstoffe mbH, Hanau, vertrieben
wird.
Ebenfalls geeignet sind silberhaltige Glasschmelzen bzw. Emailmassen, die in der GB-PS 1 430 968 beschrieben sind.
Zwar sind dort die beschriebenen silberhaltigen Glasschmelzen
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bzw. Einailmassen insbesondere in bezug auf ihre Eigenschafter
hinsichtlich der elektrischen Leitfähigkeit beschrieben, sie
sind jedoch auch wegen ihrer Wärmeleitungseigenschaften nützlich.
Ein solcher wärmeleitender Streifen aus Glasschmelze bzw. Emailmasse hat vorzugsweise eine Dicke von wenigstens
0,05 mm, sie kann jedoch auch bis zu 0,5 mm betragen. Die optimale Dicke liegt zwischen 0,1 und 0,2 mm.
Gemäß weiteren vorteilhaften Ausführungsformen enthält der
wenigstens eine Streifen einen Metallüberzug. Ein solcher Metallüberzug kann leicht auf der Scheibe aufgebracht werden,
und zwar mittels verschiedener herkömmlicher Techniken. Das verwendete Metall kann z.B. Aluminium sein; vorzugsweise
wird jedoch ein Kupferüberzug gebildet. Diese Metalle sind kostengünstiger als Silber.
Wenn ein metallischer Überzug verwendet wird, insbesondere bei solchen Ausführungsformen der Erfindung, bei denen keine
vollständige Abschirmung durch den Rahmen vorhanden ist, ist es vorteilhaft, daß die Oberfläche des Metallüberzugs
oxidiert ist. Dadurch wird weniger Infrarotstrahlung aus der Wärmequelle an der Oberfläche des Überzugs reflektiert,
so daß die Absorption und übertragung von Wärme auf die Glasscheibe
verbessert wird.
Vorzugsweise beträgt die Dicke des Metallüberzugs wenigstens 5 pm, optimal zwischen 1O und 20 pm.
Gemäß einigen Ausführungsformen der Erfindung enthält der
wenigstens eine Streifen eine Schicht aus einem Lötmittel auf der Oberseite des Metallüberzugs. Die Dicke dieser Lötmittelschicht
beträgt vorzugsweise^zwischen 0,1 und 0,2 mm.
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Um die normale Bruchfestigkeit der bzw. jeder Glasscheibe der Platte zu vergrößern, besteht jede Glasscheibe vorzugsweise
aus getempertem (z.B. chemisch getempertem) Glas.
Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist die
Glasscheibe lichtdurchlässig.
Um die Wärmeisolierung einer lichtdurchlässigen Platte bzw. Scheibe zu verbessern, enthält sie vorzugsweise eine Glasscheibe,
die einen lichtdurchlässigen infrarotreflektierenden
Überzug trägt.
Gemäß einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist wenigistens
ein lichtdurchlässiger, infrarotreflektierender Metallüberzug
vorgesehen. Metallüberzüge haben gute Eigenschaften hinsichtlich der Infrarotreflexion. Auf chemisch getemperten
Scheiben können mehrere derartige Überzüge leicht aufgebracht werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform enthält jeder infrarotreflektierende
Überzug wenigstens eines der folgenden Metalle: Gold, Silber, Aluminium, Kupfer und Palladium,
denn diese Metalle sind besonders gut geeignet zur Reflexion von Infrarotstrahlung.
Bei einer anderen Ausführungsform ist wenigstens ein lichtdurchlässiger,
infrarotreflektierender Überzug vorgesehen, der ein Oxid oder ein Oxidgemisch umfaßt. Viele Oxidüberzüge
sind sehr wirksam als Infrarotstrahlungsschirme, und gleichzeitig sind sie gut lichtdurchlässig.
Vorzugsweise wird ein Oxidüberzug aus Zinnoxid und/oder Indiumoxid gebildet. Diese Oxide sind besonders wirksam,
hart und verschleißbeständig.
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Vorzugsweise ist wenigstens ein Oxidüberzug vorgesehen, der einen Dotierstoff enthält, wodurch die Infrarotreflexionseigenschaften
des Überzugs noch beträchtlich verbessert werden können. Bei Ausführungsformen der Erfindung, die
wenigstens einen überzug umfassen, der Zinnoxid enthält, ist der Dotierstoff vorzugsweise aus Ionen oder Atomen
der Stoffe Antimon und/oder Fluor und/oder Chlor gebildet; bei Ausführungsformen, die wenigstens einen Überzug umfassen,
der Indiumoxid enthält, werden als Dotierstoff vorzugsweise Ionen oder Atome der Stoffe Zinn und/oder Fluor und/oder
Chlor verwendet. Diese Dotierstoffe sind besonders wirksam bei diesen Oxiden.
Gemäß einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist wenigstens
eine lichtdurchlässige Oxidschicht vorgesehen, deren minimale Dicke 100 nm beträgt, denn eine solche Dicke wird
in vielen Fällen als Minimum angesehen, um eine brauchbare Infrarotreflexion zu erzielen. .
Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist wenigstens
ein lichtdurchlässiger, infrarotreflektierender Überzug vorgesehen, der ein Sulfid, ein Nitrid oder ein Carbid
enthält, denn diese Verbindungen sind wirksame Infrarotschutzüberzüge. Viele dieser Verbindungen sind ferner
äußerst hart und abriebfest und haben eine hohe chemische Stabilität, so daß ein Überzug aus einer dieser Verbindungen
auf der einen Außenseite der Scheibe aufgebracht werden kann, ohne daß Beschädigungsgefahr besteht, gleich ob durch Abrieb
auf einer frei zugänglichen Scheibenfläche oder durch chemische Einwirkung, wenn ein solche Verbindungen enthaltender
Überzug der Innenseite eines Ofens oder Brenners zuyewandt wird.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen umfassen wenigstens
einen Überzug, der Indiumoxid enthält, unter den sich eine
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Grundschicht aus Siliziumdioxid befindet.
Vorzugsweise beträgt die Lichtdurchlässigkeit der Scheibe 20% oder mehr. Diese Lichtdurchlässigkeit ist erwünscht,
um eine ausreichende Durchsichtigkeit der Scheibe bzw. Platte zu gewährleisten.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 bis 6 detaillierte Querschnittsansichten von feuerbeständigen
Glasscheiben/ die in einem Rahmen so gehaltert sind, daß sie im Gebrauch Bestandteil
einer Wand oder Tür sein können.
In jeder der Figuren wird angenommen, daß die Scheibe bzw. Platte im Gebrauch so angeordnet ist, daß die Wärmequelle
bzw. -die Stelle mit erhöhter Feuergefahr sich auf der linken
Seite befindet.
In den Fig. 1 bis 4 wird eine einzelne Glasscheibe 1 in einer Nut in einem Rahmen 2 gehalten, der U- bzw. kanalförmig
ist. Der Rahmen 2 kann z.B. aus Holz oder Metall sein, je nach Anwendungsfall. Zwischen der Scheibe 1 und dem Rahmen
2 ist ein Teil angeordnet. Wenn die Scheibe ein Sichtfenster in einem Ofen oder Brenner bilden soll, so kann das Teil 3
aus Asbest oder einem anderen hitzebeständigen Füllmaterial sein, das unterschiedliche Wärmedehnungen der Scheibe 1
und des Rahmens 2 zuläßt. In anderen Fällen kann das Teil 3 aus einer abdichtenden oder versiegelnden Verbindung sein,
wie sie in der Glasiertechnik wohlbekannt ist.
der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist ein lichtundurchlässiger, wärmeabsorbierender und wärmeleitender
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Streifen 4 auf die linksseitige Oberfläche der Glasscheibe 1 aufgebracht/ also auf derjenigen Oberfläche, die der
Wärmequelle bzw. der Feuergefahrseite zugewandt ist. Aus
der Zeichnung ist ersichtlich, daß dieser Streifen 4 sich im wesentlichen auf dieser Seite der Scheibe 1 entlang dem
Schenkel des Rahmens 2 erstreckt. Er wird daher gegen Infrarotstrahlung einer Wärmequelle auf der linken Seite der
Scheibe im wesentlichen abgedeckt. Wenn aber die nicht abgedeckten Teile' der Scheibe 1 erhitzt werden, wird die Hitze
durch den Streifen 4 über den Scheibenrand weitergeleitet, so daß der Wärmegradient dort reduziert wird.
Fig. 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform, bei der der
lichtundurchlässige, wärmeabsorbierende und wärmeleitende Streifen, der hier mit 5 bezeichnet ist, sich von der Scheibe
1 ausgehend über den Rahmen 2 hinaus zur Innenseite hin erstreckt. Bei dieser Ausführungsform wird die von dem Streifen
5 als wärmeabsorbierte Infrarotstrahlung zu demjenigen Teil der Scheibe 1 weitergeleitet, der durch den Streifen 5
abgedeckt ist, nicht jedoch durch den Rahmen 2, und auch über den verbleibenden Teil des Randes hinaus, der von dem
Rahmen abgedeckt wird. Bei einer abgewandelten Ausführungsform entfällt das Versiegelungs- bzw. Füllmaterial 3 zwischen
der Schicht bzw. dem Streifen 5 und dem Rahmen 2, so daß die Schicht 5 dem Rahmen direkt gegenüberliegt und mit diesem in
Berührung ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 erstreckt sich ein
wärmeundurchlässiger, wärmeabsorbierender und wärmeleitender Streifen 6 um den Rand der Scheibe 1 und über die Ränder auf
beiden Hauptseiten der Scheibe hinaus. Dadurch wird ein doppelter Effekt erreicht. Zunächst werden die Scheibenränder
gleichmäßiger über ihre gesamte Dicke hinweg erhitzt, und ferner ist die Scheibe wendbar. Wie bei der in Fig. 2 gezeigten
Ausführungsform erstreckt sich der wärmeleitende Streifen von der Scheibe 1 aus nach innen über die Schenkel
des Rahmens 2 hinaus.
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Die in Pig. 4 gezeigte Ausführungsform gleicht derjenigen
nach Fig. 3, mit der Ausnahme, daß ein lichtdurchlässiger, infrarotreflektierender überzug 7 auf der rechten Hauptseite
der Scheibe 1 aufgebracht wurde, bevor der lichtundurchlässige leitende Streifen aufgebracht wurde. Dieser reflektierende
überzug kann auch bei den Ausführungsformen nach den Fig.
und 2 vorgesehen sein.
Bei einer Abwandlung der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsformen
sind die Scheiben 1 aus chemisch getempertem Glas.
Fig. 5 zeigt eine doppelte Verglasungsplatte. Eine erste Scheibe 1, die einen leitenden Streifen 6 trägt, welcher
sich um ihren Rand und über beide Hauptseitenränder erstreckt (vgl. Fig. 3), ist in eine erste Nut 8 eines Doppelrahmens
unter Anwendung von wärmebeständigem Füllmaterial 3 eingebettet. Eine zweite Glasscheibe 10 ist in gleicher Weise in
eine zweite Nut 11 des Rahmens 9 eingebettet. Auf ihrer linken Seite, die der ersten Scheibe 1 zugewandt ist und somit
zur Wärmequelle gerichtet ist, trägt die zweite Glasscheibe 10 einen infrarotreflektierenden überzug 12. Bei Weiterbildungen
dieser Ausführungsform wird der infrarotreflektierende
Überzug ersetzt oder unterstützt durch einen infrarotreflektierenden
überzug auf der rechten Seite der ersten Scheibe 1 und/oder der rechten Seite der zweiten Scheibe 10. Bei
anderen Weiterbildungen dieser Ausführungsform sind die erste Scheibe 1 und/oder die zweite Scheibe 10 chemisch
getempert. Gemäß weiteren Abwandlungen dieser Ausführungsform ist auch die zweite Scheibe 10 mit einem lichtundurchlässigen,
wärmeleitenden Randstreifen versehen, wie er in den Fig. 1, 2, 3 und 4 mit 4, 5 bzw. 6 bezeichnet ist.
Fig. 6 zeigt eine Abwandlung der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 befindet
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sich ein getrenntes Metallteil 13 in Berührung mit dem
lichtundurchlässigen, wärmeabsorbierenden und wärmeleitenden Streifen 6, und zwar zwischen diesem Streifen 6 und
der diesem zugewandten Seite des Rahmens 2 auf der Seite der Glasscheibe 1, die im Gebrauch der Wärmequelle zugewandt
ist. Offensichtlich können die Ausführuncjs formen nach den
Fig. 1, 2, 3 und 5 in ähnlicher Weine abgewandelt worden.
Bei einer Variante sämtlicher gezeigten Ausführungsformen
ist ein infrarotreflektierender Überzug auf der linken Oberfläche
der (ersten) Glasscheibe 1 aufgebracht, also auf derjenigen Seite der Glasscheibe 1, die der Wärmequelle bzw.
Feuergefahrseite zugewandt ist.
Es folgen nun Beispiele für leitende Schmelzglas- bzw. Emailmassen,
die aufgebracht und gebrannt werden können, um die lichtundurchlässigen wärmeleitenden Streifen 4, 5 bzw. 6 zu
bilden.
Die Masse nach dem Beispiel 1 wird erhalten, indem Silberteilchen mit weniger als 5 Mikron Größe mit Teilchen aus zwei
Glassorten verschiedener Zusammensetzungen vermischt werden, wobei die Glasteilchen eine Größe von weniger als 3 Mikron
aufweisen, und indem eine Trägerflüssigkeit zugefügt wird.
Eine der Glassorten, die im folgenden als "Bindeglas" bezeichnet wird, deren Erweichungspunkt niedriger liegt als
der der anderen Glassorte, hat die folgende Zusammensetzung, jeweils in Gewichtsprozent:
25,95% SiO2, 1,49% Na3O, 0,61% K3O, 1,02% CaO, 8,06%
Al3O3 + TiO2, 0,41% BaO, 1,35% ZrO3, 48,03% PbO, 13,01% B3O3,
O,067% MgO.
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Die andere Glassorte hat die folgende Zusammensetzung, jeweils
in Gewichtsprozent:
28,31% SiO2, 1,72% Na3O, 0,73% K3O, 0,20% CaO, 11,41%
Al2O3 + TiO2, 0,43% Fe2O3, 0,23% BaO, 1,68% ZrO2, 47,08% PbO,
5,06% B3O3, 3,07% CdO, 0,02% MgO.
Die Masse enthält die angegebenen verschiedenen Bestandteile in den folgenden Mengen: 852,4 g Silber, 147,6 g Bindeglas
und 200 g der Glassorte mit dem höheren Erweichungspunkt, sowie 15 Gew.-% (bezogen auf die Gesamtmasse) einer herkömmlichen
organischen Trägerflussigkeit.
Die Masse nach dem zweiten Beispiel wird erhalten, indem Silber- und Glasteilchen vermischt werden, die ungefähr dieselbe
mittlere Größe aufweisen, wobei die Teilchengröße bis zu 2 Mikron betragen kann, und indem eine Trägerflüssigkeit
zugefügt wird.
Die Glasteilchen sind aus zwei verschiedenen Glassorten, nämlich:
Glassorte Nr. 1 :
48% PbO, 26% SiO2, 13% B3O3, 2% Na3O, 5% Al3O3, 3% TiO3,
0,4% BaO, 1% ZrO3, 0,6% K3O, 1% CaO (jeweils in Gewichtsprozent)
.
Glassorte Nr. 2:
45,5% PbO, 30% SiO3, 5% B2O3, 1,5% Na2O, 5,5% Al2O3,
6,5% TiO2, 1,7% ZrO3, 0,2% K3O, 0,2% CaO, 0,2% BaO,
0,2% MgO, 0,5% Fe3O3, 3% CdO (jeweils in Gewichtsprozent)
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Die für die Herstellung des Überzugs vorgesehene Verbindung enthält 800 g Silber, 10Og der Glassorte 1 und 300 g der
Glassorte 2.
Besondere Parameter der verschiedenen wärmeleitenden Streifen ergeben sich aus der folgenden Tabelle, die für leitende
Streifen gilt, wie sie bei den verschiedenen Ausführungsformen vorgesehen sind. In der Tabelle bedeutet die Abmessung
"Rahmenüberlappung" das Ausmaß, in dem der Scheibenrand, der den lichtundurchlässigen Streifen trägt", von dem Rahmen
abgedeckt wird.
Rahmenüborlappung
, 10 mm
ii 10 mm
iii 10 mm
iv 10 mm
ν 15 mm
vi 15 mm
vii 15 mm
viii 15 mm
ix 15 mm
x 15 mm
xi 15 mm
xü 15 mm
xiii 1 5 mm
xiv 15 mm
xv 15 mm
xvi 1 5 mm
χ vii 1 5 mm
| xviii | 10 | mm |
| xix | 10 | mm |
| XX | 10 | mm |
mm
Streifenbreite
10 mm 1 2 mm 10 mm 12 mm 20 mm 20 mm 20 mm 20 mm 3C mm
30 mm 3O mm 30 mm 30 mm 35 mm 35 mm 35 mm
35 mm
35 mm 35 mm 35 mm
35 mm
Streifendicke
0,1 mm 0,2 mm 10 ym
7 ym 0,15 mm 0,15 mm 20 pm
15 μπι 0,2 mm 0,2 mm 6 ym 10 ym 20 pm
0,15 mm 0,15 mm
1 5 ym 200 ym
20 ym 150 ym
0,1 5 mm 20 ym
10 ym 100 ym
15 ym
StreifenzusammenSetzung
Glasschmelzmasse 1
Il Il 2
Kupfer
Aluminium
Glasschmelzmasse 1
Aluminium
Glasschmelzmasse 1
Il Il Ο
Kupfer
Aluminium
Glasschmelzmasse 1
Aluminium
Glasschmelzmasse 1
Il . Il 2
Kupfer
Aluminium
Kupfer
Glasschmelzmasse 1
Aluminium
Kupfer
Glasschmelzmasse 1
Kupfer-Lötmittel
Kupfer-Lötmittel
Glasschmelzmasse 1 Kupfer
Kupfer-Lötmittel
Aluminium
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Wenn der Streifen aus Kupfer ist, so ist es besonders
zweckmäßig, daß er durch Flammsspritzen auf dem Scheibenrand aufgebracht wird. Dadurch wird gewährleistet, daß die
Oberfläche des Kupferstreifens gut oxidiert wird, so daß sie nichtreflektierend, also stark absorbierend für Infrarotstrahlung ist.
Ein besonderes Beispiel für das in Fig. 6 gezeigte getrennte Metallteil 13 ist ein Stahlband mit 1 mm Dicke. Zweckmäßigerweise
hat dieses Band ungefähr dieselbe Breite wie der lichtundurchlässige wärmeleitende Streifen, mit dem es in Berührung
gelangen soll.
Verschiedene Beispiele für infrarotreflektierende überzüge
sind in der folgenden Tabelle angegeben:
| i | SnO2 | 150 |
| ii | In2O3 | 150 |
| iii | AU | 25 |
| iv | SnO2 +1,5 At.% Sb | 800 |
| V | SiO2 | 10 überzogen mit |
| In3O3 +2,2 At.% Sn | 200 | |
| vi | Ag | 10 |
| vii | Al | 7,5 |
| viii | Al | 10 |
| ix | Cu | 11 |
| X | SnO2 dotiert mit F~ und Cl" | 300 |
| xi | In2°3 | 250 |
| xii | Pd | 12 |
| xiii | Ti3N4 | 200 - 250 |
Bei einer besonderen praktischen Ausführungsform wird eine Glasscheibe aus der folgenden Verbindung hergestellt (jeweils
Gewichtsprozent):
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SiO2 70%
Wa2O 8%
CaO 3%
MgO 1 %
Al2O3 10%
B2O3 8%
Die Dicke der Scheibe beträgt 8 mm. Der Rand auf einer Seite
der Scheibe wird mit einem durchgehenden lichtundurchlässigen Kupferstreifen von 20 Mikron Dicke und 20 mm Breite bedeckt,
der auf dem Rand der Scheibenvorderseite durch Flammsprühen von Kupfer mittels einer herkömmlichen Technik aufgebracht
wird.
Die so behandelte Scheibe wird in die Nut eines Holzrahmens eingesetzt, derart, daß der streifenförmige Kupferüberzug
direkt auf dem Holz des Rahmens aufliegt. Der Kupferüberzug steht dabei 5 mm über die Rahmennut hinaus nach innen vor.
Die Scheibe wird in der Rahmennut durch Kitt gehalten, der auf der unbeschichteten Rückseite der Glasscheibe angebracht
wird.
Die Vorderseite der eingerahmten Scheibe kann einer Hitzequelle ausgesetzt werden. Im Vergleich zu einer in gleicher
Weise erhitzten, in gleicher Weise eingerahmten Scheibe derselben Zusammensetzung und Dicke, die jedoch keinen streifenförmigen
KupferÜberzug aufweist, wird der Wärmegradient über
den Rand der Scheibe innerhalb der Rahmennut vermindert, so daß die thermischen Spannungen vermindert werden, denen das
Glas ausgesetzt wird.
Die oben angegebene Glasverbindung ist so gewählt, daß sie
im Vergleich zu gewöhnlichem Kronglas einen relativ niedrigen Wärmedehnungskoeffizienten ergibt. Diese Glaszusammensetzung
kann natürlich variiert werden, wobei ebenfalls ein
13003 7/0643
ähnlich niedriger Wärmedehnungskoeffizient erreicht wird,
z.B. in der folgenden Weise (jeweils Gewichtsprozent):
| SiO2 | 70 | bis | 75% |
| Na2O | 6 | Il | 11% |
| CaO | O | Il | 8% |
| MgO | 0 | Il | 4% |
| Al2O3 | 6 | Il | 10% |
| B2°3 | 0 | Il | 10% |
| Li2O | 0 | Il | 4% |
130037/0643
ORIGINAL INSPECTED
Claims (19)
1. Platte mit einer in eine Rahiaennut eingebauten Glasscheibe,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Scheib« (1, 10) und der dieser zugewandten Seite des Rahmens
(2) wenigstens ein lichtundurchlässiger, wärmeabsorbierender
und wärmeleitender Streifen (4, 5, 6) angeordnet ist, der auf den Rand wenigstens einer Seite der Scheibe
aufgebracht ist und sich um den gesamten Umfang der Scheibe herum erstreckt.
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Streifen sich vom Rand der Scheibe ausgehend
wenigstens 5 mm über den Rahmen hinaus erstreckt bzw. erstrecken.
130037/0643
ORIGINAL INSPECTED
3. Platte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der bzw. die Streifen sich vom Rand der Scheibe ausgehend wenigstens 10 mm über den Rahmen hinaus erstreckt bzw. erstrecken.
der bzw. die Streifen sich vom Rand der Scheibe ausgehend wenigstens 10 mm über den Rahmen hinaus erstreckt bzw. erstrecken.
4. Platte nach Anspruch 3t dadurch gekennzeichnet, daß
der Streifen sich um den Umfangsrand jeder Hauptseite der Scheibe herum erstreckt.
der Streifen sich um den Umfangsrand jeder Hauptseite der Scheibe herum erstreckt.
5. Platte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Streifen sich um den
Rand der Scheibe herum erstreckt bzw. erstrecken.
6. Platte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein getrenntes Metallteil (13) in
Berührung mit dem bzw. den Streifen (6) zwischen dem bzw. den Streifen und der zugewandten Seite des Rahmens
(2) angeordnet ist.
7. Platte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. jeder Streifen aus einer
wärmeleitenden Glasschmelz-, bzw. Emailmasse gebildet ist.
8. Platte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasschmelz- bzw. Emailmasse silberhaltig ist.
9. Platte nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der wärmeleitende Glasschmelz- bzw. Emailstreifen
wenigstens 0,05 mm dick ist.
10. Platte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. jeder Streifen eine Dicke zwischen 0,1 und 0,2 mm
aufweist.
130037/06 A3
11. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der bzw. jeder Streifen einen auf der
Platte aufgebrachten Metallüberzug umfaßt.
Platte aufgebrachten Metallüberzug umfaßt.
12. Platte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Metallüberzug ein Kupferüberzug ist.
der Metallüberzug ein Kupferüberzug ist.
13. Platte nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallüberzug eine oxidierte Oberfläche aufweist.
14. Platte nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallüberzug eine Dicke von wenigstens
5 pm aufweist.
15. Platte nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Metallüberzuges 10 bis 20 μΐη beträgt.
16. Platte nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der bzw. jeder Streifen eine Lötmittelschicht auf dem Metallüberzug umfaßt.
17. Platte nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lötmittelschicht eine Dicke zwischen 100 und 200 ym aufweist.
die Lötmittelschicht eine Dicke zwischen 100 und 200 ym aufweist.
18. Platte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Glasscheibe eine getemperte Glasscheibe ist.
gekennzeichnet, daß die Glasscheibe eine getemperte Glasscheibe ist.
19. Platte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gegekennzeichnet,
daß die Glasscheibe ainen infrarotreflektierenden Überzug trägt.
130037/0643
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- 1980-11-27 DE DE19803044718 patent/DE3044718C2/de not_active Expired - Fee Related
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| FR2470232B1 (de) | 1985-03-08 |
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