DE302802C - - Google Patents

Info

Publication number
DE302802C
DE302802C DENDAT302802D DE302802DA DE302802C DE 302802 C DE302802 C DE 302802C DE NDAT302802 D DENDAT302802 D DE NDAT302802D DE 302802D A DE302802D A DE 302802DA DE 302802 C DE302802 C DE 302802C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
biprism
symmetry
fields
rays
edge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT302802D
Other languages
English (en)
Publication of DE302802C publication Critical patent/DE302802C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01TMEASUREMENT OF NUCLEAR OR X-RADIATION
    • G01T1/00Measuring X-radiation, gamma radiation, corpuscular radiation, or cosmic radiation
    • G01T1/16Measuring radiation intensity
    • G01T1/20Measuring radiation intensity with scintillation detectors
    • G01T1/2004Scintilloscopes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 302802 KLASSE 21g·. GRUPPE
Dr. HUGO' SEEMANN in WÜRZBURG.
Absorptionshärtemesser für Röntgenstrahlen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. August 1915 ab.
Die bisher im Gebrauch befindlichen Röntgenstrahlehabsorptionshärtemesser, bei denen die Helligkeit zweier Felder eines fluoreszierenden Leuchtkörpers (Leuchtschirm) durch zwei zwischengeschaltete Absorptionskörper mit verschiedenen absorbierenden Eigenschaften auf Gleichheit eingestellt wird, gestatten ebenso wie bei den rein optischen Gleichheitsphotometern die genaueste Ablesung der Helligkeitsgleichheit dann, wenn die Vergleichsfelder vom Auge ohne Saum unmittelbar aneinander angrenzend gesehen werden. Diese Bedingung kann bei den bis heute bekannten Härtemessern der gekennzeichneten Art, die nicht mit Prismenoptik versehen sind, niemals in genügender Vollkommenheit erreicht werden, da die endliche Ausdehnung des Brennfleckes der Röntgenröhren, besonders der Therapieröhren, vor allem aber die Überstrahlung innerhalb des fluoreszierenden Körpers es nicht ermöglicht, vollkommen saumlose Schatten der absorbierenden Körper unmittelbar aneinander angrenzend auf dem Leuchtschirm zu entwerfen.
Der unter Schutz zu stellende Gedanke ist nun der, bei solchen Röntgenstrahlenhärtemessern, bei denen gleiche Helligkeit der Fluoreszenz von Leuchtschirmen abgelesen werden soll, Biprismen zu verwenden, die bewirken, daß dem beobachtenden Auge die Vergleichs-. felder saumlos unmittelbar aneinander anzugrenzen scheinen.
Ihre Verwendung in der speziellen Form der Fig. 6 ist bekannt bei einem in der deutschen Patentschrift 110866 Klasse 42 aus dem Jahre 1899 beschriebenen Röntgenstrahlenabsorptionshärtemesser, bei dem das Helligkeitsverhältnis zweier ungleich stark leuchtender Fluoreszenzschirme mittels des König-Martensschen Polarisationsphotometers, dessen Bestandteil das in Fig. 6 gezeichnete Biprisma ist, zahlenmäßig gemessen wird und aus dieser vieldeutigen Verhältniszahl eindeutige Schlüsse auf die spektrale Zusammensetzung — d. i. die Härte — der Strahlung gezogen werden sollen. Dieses Instrument hat daher mit der vorliegenden Erfindung nichts zu tun.
Im vorliegenden Falle soll unter Biprisma ganz allgemein jedes aus zwei Prismen derart zusammengesetzte System verstanden werden, daß die Komponenten, von denen das eine das Spiegelbild des anderen an einer Symmetriefläche ist, entweder mit den brechenden Kanten oder mit den Basen zusammenstoßen und zwar in der Weise, daß mindestens zwei der brechenden Flächen in einer scharfen Raumkante (Symmetriekante) zusammenstoßen, die in der Symmetriefläche liegt.
Unter Prisma ist im weitesten Sinne jeder zum Zwecke der Ablenkung von Strahlenbündeln durch Brechung konstruierte Glaskörper zu verstehen, dessen Hauptschnitt ein gradliniges oder krummliniges Dreieck ist, in dem eine Seite als Basis, die gegenüberliegende Ecke als brechender Winkel und die beiden andern Seiten als brechende Flächen aufzufassen sind. Es sind also auch Prismen mit zylindrischen oder kegelförmigen brechenden Flächen, endlich auch Linsensegmente als Komponenten von Biprismen anzusehen, insofern als für den vorliegenden Zweck nicht ihre axial oder zentral sammelnde oder zerstreuende Wirkung benutzt
wird, sondern nur die einseitige Ablenkung von oder zur Symmetriefläche. Der Lummer-Brodhunsche Photometerwürfel gehört demnach nicht unter den Patentanspruch, da er ausschließlich auf dem Prinzip der Totalreflexion beruht.
Das Biprisma ist in allen Fällen derart zwischen dem Auge und den Vergleichsfeldern angeordnet, daß seine Symmetriefläche zwischen
ίο den Vergleichsfeldern hindurch verläuft und die Symmetriekante parallel den Vergleichsfeldern. Geringe Abweichungen von dieser so definierten Anordnung ändern das Prinzip nicht. Ferner ist es gleichgültig, ob die Symmetriekante auf der dem Auge oder den Vergleichsfeldern zugewandten Seite des Biprismas liegt.
Es mögen zunächst einige bisher für Photometer noch nicht verwendete Typen von Biprismen beschrieben werden, die mit ihren brechenden Kanten zusammenstoßen. Sie könnten Konkavbiprismen genannt werden. In Fig. ι ist ESGJH der Hauptschnitt eines geraden Konkavbiprismas mit den ebenen brechenden Flächen ES, GS, HJ. A ist der Ort des Auges. ft und f% sind in allen Figuren die fluoreszierenden Vergleichsfelder des Röntgenhärtemessers, die hier beispielsweise in einer Ebene liegen mögen. Die absorbierenden Körper des Härtemessers sind unterhalb /"j und f2 zu denken, die Röntgenröhre so angeordnet, daß der Röntgenschatten der absorbierenden Körper auf fx und f2 fällt. Durch A und S läuft die in diesem Falle ebene Symmetriefläche senkrecht zur Zeichenebene.
Es können nun von allen Punkten von fx durch die Fläche ES und desgleichen von fi durch die Fläche GS Strahlen nach A gelangen mit Ausnahme der zwischen C und D gelegenen Punkte, oder umgekehrt, der ganze zwischen den Strahlen CS und DS gelegene Raum ist von A aus nicht sichtbar. In der Symmetriekante S scheinen daher die Punkte C und D vereinigt, d. h. die Fläche fx grenzt für den Beobachter in A mit ihrer scheinbaren Kante C an die scheinbare Kante D der Fläche f2 unmittelbar an.
Strahlen, die von irgendeinem zwischen C und D gelegenen Punkte B kommen, treffen den Punkt A nicht. ■ Der Strahl BS nimmt den Verlauf der punktierten Linien von S aus. Der Strahl BK und alle, die noch weiter nach G zu laufen, werden in K total reflektiert und treten durch die Basis GJ aus.
Der Abstand CD wird um so größer, je mehr sich der brechende Winkel der Biprismenkomponenten 90° nähert und um so kleiner, je mehr er sich o° nähert. Da der Raum zwischen den Strahlen CS und DS optisch nicht mitwirkt, so kann er mit beliebigem, optisch nicht aktivem Material ausgefüllt werden. Daraus ergibt sich, daß man dieses Konkavbiprisma auch aus zwei Prismen zusammensetzen kann, die nur in der Kante S genau zusammenstoßen.
Eine besonders einfache Ausführung dieses zusammengesetzten Biprismas ist in Fig. 2 wiedergegeben. Die Neigung der Prismen gegeneinander kann beliebig sein.
Fig. 3 zeigt, daß auch zwei. verkittete oder auch ohne Kitt zusammengepaßte planparallele Platten einen Raum entstehen lassen, der von A aus nicht gesehen werden kann. Er ist um so breiter, .je steiler die Platten gegeneinander geneigt sind und je dicker sie sind.
Fig. 4 zeigt den Hauptschnitt eines Biprismas aus Zylinder oder Kugellinsensegmenten. Letzteres hat eine kreisförmige Symmetriekante.
Fig. 5 stellt den Hauptschnitt eines aus mehreren solchen Zylindern oder Kugellinsen zusammengesetzten Systems dar. Letztere können schachbrettartig zu ganzen Feldern vereinigt werden für entsprechende Vergleichsfelderfiguren.
Nunmehr mögen einige Formen derjenigen Biprismengruppe beschrieben werden, die man im Gegensatz zu den oben dargestellten als Konvexbiprismen bezeichnen könnte. Der in Fig. 6 wiedergegebene Typ ist der, den man gewöhnlich allein als Biprisma bezeichnet. Wie ohne weiteres ersichtlich, kreuzen sich hier die Strahlenbündel, so daß die äußeren Randgebiete von f1 und f2 in s zusammenzufallen scheinen. Die Felder werden wie durch Parallelverschiebung vertauscht.
Fig. 7 stellt eine Verdoppelung von Fig. 6 dar mit rhombischem Hauptschnitt. Mit quadratischem Hauptschnitt, also als Würfel, leistet sie dieselben Dienste.
Die Symmetrieflächen aller bisher beschriebenen Biprismen sind Ebenen. Es möge in Fig. 8 und 9 noch je eine Ausführung mit zylindrischer und kegelförmiger Symmetriefläche dargestellt werden. Es sind Ringprismen. Fig. 8 zeigt zwei doppelt gekrümmte und eine ebene brechende Fläche, Fig. 9 zwei gerade kegelförmige und eine kugelförmige. Die Form 8 ist im Hauptschnitt und in der Aufsicht dargestellt. F ist die Spur des Symmetriezylinders. In Fig. 9 ist M die Spur des Symmetriezylinders. f-L und f2 müssen für beide Ausführungen konzentrische Ringe sein, bei 9 am besten konzentrische Kegelringe, symmetrisch zum Kegel M.
Die brechenden Eigenschaften des Biprismas müssen also allgemein gesprochen die sein, daß j sie ein vom Punkte A ausgehendes Strahlenbündel an der Symmetriekante in zwei Teile spalten, die sich nach Passieren des Biprismas entweder nicht mehr oder doch mindestens innerhalb einer noch so kleinen Zone nicht
vereinigen oder sich nach Passieren der Symmetriekante vollständig kreuzen.
Aus den Figuren, insbesondere Fig. i, 3, 4, 6, ist ersichtlich, daß die fluoreszierenden Felder f t und f% erheblich größer sein können als die zum Auge gelangenden Strahlenbündel und beliebig weit voneinander getrennt liegen können. Man kann sie daher samt den zugehörigen absorbierenden Körpern so groß wählen, daß die Schatten der absorbierenden Körper auf fx und /"2 auch bei sehr schief auffallenden Röntgenstrahlen noch reichlich über die Grenze der ins Auge gelangenden Bündel hinausreichen. Es ist also nicht nötig, einen mit Biprismenoptik ausgestatteten Härtemesser in einer ganz bestimmten Neigung zu dem einfallenden Röntgenbündel zu halten, wie es bei den bisher bekannten gewöhnlichen Härtemessern mit angrenzenden Vergleichsfeldern unbedingt notwendig ist. Dieser Vorzug ist neben der vollkommenen Randschärfe praktisch der wichtigste.
Der Vorteil der Biprismenoptik etwa gegenüber der Verwendung des Lummer-Brodhunsehen Photometerwürfeis ist erstens der, daß sämtliche Biprismen geradsichtig sind, was für die Gleichheit der Helligkeit wesentlich ist, ferner auch für die Bequemlichkeit der Handhabung des Härtemessers. Der Lummer-Brodhunsche Würfel hat dagegen prinzipiell einen unsymmetrischen Strahlengang. Zweitens kann ein Biprisma ohne Linsenoptik leicht und billig für mehrere nebeneinanderliegende ausgedehnte Vergleichsfelder benutzt werden, wodurch die Vergleichsgenauigkeit steigt. Drittens können sie leicht und billig in Gruppen kombiniert werden, wie z. B. in Fig. 5.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Absorptionshärtemesser für Röntgenstrahlen, bei welchem auf gleiche Helligkeit zweier fluoreszierender Felder eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur genaueren Ablesung der Helligkeitsgleichheit eine symmetrische Biprismenoptik vorgesehen ist, vermöge welcher dem beobachtenden Auge Flächenstücke aus dem Innern der Vergleichsfelder in der Symmetriekante des Biprismas ohne Saum aneinander zu stoßen scheinen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT302802D Active DE302802C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE302802C true DE302802C (de)

Family

ID=556573

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT302802D Active DE302802C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE302802C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69634963T2 (de) Fluorometer
DE3029799C2 (de) Endoskopobjektiv
DE3320939C2 (de) Vorrichtung zur Fehlerprüfung der Oberfläche eines konvex gekrümmten Körpers
DE3781129T2 (de) Abbildendes spektrometer.
DE3515809C2 (de)
DE3641049C2 (de)
DE2512548A1 (de) Datenanzeigevorrichtung mit fluessigkristallen
WO2003093892A1 (de) Konfokales mikroskop mit zwei mikrolinsenarrays und einem lochblendenarray
DE102005044580A1 (de) Anordnung zur Beleuchtung eines Feldes
EP2548073B1 (de) Vorrichtung zur beleuchtung einer markierung
DE302802C (de)
DE112015001703T5 (de) Optisches Element
DE2526110C3 (de) Vorrichtung zum Messen kleiner Auslenkungen eines Lichtbündels
DE728635C (de) Mit einem Vergroesserungsglas ausgeruestete Ablesevorrichtung fuer tiefliegende Skalen, insbesondere von Radiogeraeten, Telegrafiegeraeten u. dgl.
DE3409043C2 (de)
DE2905727A1 (de) Anordnung zur messung der das glanzvermoegen von oberflaechen bestimmenden eigenschaften
DE3751148T2 (de) Vorrichtung zur relativen erhöhung der tiefenschärfe und verbesserung des auflösungsvermögens bei vergrössernden systemen, insbesondere für mikroskope.
DD242105A1 (de) Beleuchtungseinrichtung fuer mikroskope und projektoren
DE2840535C3 (de) Anordnung zur gerichteten Abstrahlung von Licht bei Zeichenanzeigeeinrichtungen
DE722877C (de) Photometrisches Geraet zur Messung oder Pruefung des Rueckstrahlvermoegens
DE1794985U (de) Filter zur parallaxenfreien ablesung oder scharfen fotografischen abbildung von optish angezeigten messwerten.
DE112018000022T5 (de) Fahrzeuglampe mit einer räumlichen Lampenanmachwirkung und Fahrzeug
DE3033126A1 (de) Lichtstarkes projektionsobjektiv
DE1297351B (de) Zur Abbildung eines Objektes im Unendlichen dienendes Geraet
AT265377B (de) Streulichtfilter für eine Kathodenstrahlröhre