DE302440C - - Google Patents

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DE302440C
DE302440C DENDAT302440D DE302440DA DE302440C DE 302440 C DE302440 C DE 302440C DE NDAT302440 D DENDAT302440 D DE NDAT302440D DE 302440D A DE302440D A DE 302440DA DE 302440 C DE302440 C DE 302440C
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DENDAT302440D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C2/00Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor
    • C23C2/04Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor characterised by the coating material
    • C23C2/08Tin or alloys based thereon

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)

Description

Die bislang übliche Herstellung von Weißblech erfordert, sehr umständliche und zeitraubende Vorarbeiten. So müssen die Schwarzbleche vor dein Überziehen mit dem Weißmetall wiederholt der Einwirkung eines Schwefel- bzw. Säurebades ausgesetzt werden. Außerdem ist es notwendig, sie ein-• oder zweimal mehrere Stunden lang auszuglühen. Diese Vorarbeiten bedingen die Auf- stellung und kostspielige Unterhaltung großer Vorrichtungen, ferner die Anstellung einer Anzahl Arbeitskräfte. Als weiterer Nachteil ist zu erwähnen, daß das Hantieren mit den warmen Säuren sehr gesundheitsschädlich ist.
Gemäß der Erfindung erfolgt das'Überziehen mit Weißmetall in einfacherer Weise dadurch, daß die Gegenstände im ungereinigten Zustande der Einwirkung stark reduzierend bzw. oxydauflösend wirkender Schmelzen unterworfen und darauf unmittelbar im gleichen Arbeitsgang unter Vermeidung von Luftzufuhr mit dem flüssigen Weißmetall in Berührung gebracht werden. Als reduzierend bzw. oxydauflösend wirkende Schmelzen kommen Bor- und Phosphorsäure bzw. deren Salze in Frage.
Zwar ist bereits vorgeschlagen worden,
. sich einer Silikatschmelze als Reinigungsbad zu bedienen, aus welcher die Gegenstände im erhitzten Zustande in ein Metallbad übergeführt werden sollen. Der Vorschlag ist jedoch nach Ansicht des Erfinders praktisch nicht ausführbar, wie nachstehende Überlegung zeigt.
Nimmt man zunächst die Anwendung von zwei getrennten Bädern an — Schmelze und Überzugsmetall —, so ergibt sich, daß das Metallbad, um die erst bei heller Rotglut schmelzende Silikatschmelze verdrängen zu können, ebenfalls auf helle Rotglut erhitzt werden muß, was entweder, wie beim Zink, unmöglich ist, da dieses bereits bei 9300 C siedet und abdestilliert, oder wie beim Zinn zur vollständigen Oxydation führt, falls es nicht durch eine ähnliche Schmelze vor dem Verbrennen geschützt wird.
Wird nun aber das mit Schmelze überzogene Blech in das hellrotglühende Zinn getaucht und die Schmelze durch dieses Überzugsmetall verdrängt, so muß das verzinnte Blech das Bad durch die das' Metall vor Oxydation schützende Schmelze hindurch wieder verlassen, sei es, daß ein einfacher kastenförmiger Kessel oder ein wie bisher üblicher sog. Durchführkessel dazu benutzt wird, bei welch letzterem auf der Austrittsseite das rotglühende Zinn ebenfalls durch glühende Silikatschmelze geschützt werden muß.
Wie die Praxis zeigt, hält aber glühende Schmelze wohl auf reinem Eisen, dagegen sehr schlecht auf verzinntem oder verzinktem Eisen, von dem es leicht abläuft, so daß ein Teil des überzogenen Bleches an der Luft so-, fort stark oxydiert. Den übrigen Teil des Bleches muß man abkühlen lassen und von ihm nachher die Schmelze mechanisch ablösen.
Verwendet' man dagegen nur ein Bad —

Claims (6)

  1. Schmelze auf Überzugsmetall —, so tritt ge- j nau dieselbe Erscheinung auf, daß das überzogene Blech wieder die das Metall vor Oxy- ■; dation schützende, glühende Silikatschmelze beim Rückweg passieren muß.
    Eine Vorrichtung zur Ausführung des : Verfahrens. bei Verwendung von Bor- und Phosphorsäure bzw. deren Salzen ist auf der Zeichnung im Schnitt beispielsweise darge- ;
    ίο stellt. . I
    α ist ein zur Hauptsache mit reduzierend bzw. oxydauflösend wirkender Schmelze ge- ·' füllter Behälter und über einem für beson- ] ders hohe Glut eingerichteten Ofen b ange- ; ordnet. Er. steht durch einen verhältnismäßig engen Kanal c mit einem zweiten Behälter d in Verbindung, welcher Weißmetall t enthält und durch einen Ofen e beheizt wer- \ den kann.
    ao Der Boden des Behälters rf liegt tiefer als der Boden des Behälters α. Das. Weißmetall wird in solcher Menge ein- bz\v. nachgefüllt, daß sein Spiegel gerade bis zur tiefsten Stelle des Behälters α reicht. Dessen Boden fällt nach der Mündung des Kanals c zu, um ihn nur teilweise bedeckt zu haben, wenn gegebenenfalls durch zu reichliche Nachfüllung des Gefäßes rf der Weißmetallspiegel über die vorgeschriebene Höhe steigen sollte.
    Durch den Ofen b wird die Reduktionssehmelze im Behälter α auf sehr hoher Temperatur erhalten. Diese Temperatur besitzt auch das Weißmetall in dem unmittelbar an den Behälter α sich anschließenden Ende des Kanals c. Sie nimmt nach dem anderen Kanalende zu ab, wo sie ebenso wie. in dem Behälter rf nur so hoch ist, wie für das gute Überziehen notwendig ist. Sie ist dann auch
    ■ für die über dem flüssigen Metall liegende Fettschicht unschädlich.
    Die Behälter α und rf sind mit Deckeln /, g abgedeckt, um die Wärme zu halten, h bezeichnet eine Führung, durch welche die durch eine Öffnung des Deckels / eingebrachten Gegenstände zum Kanal c geleitet werden, i sind Rollen, die das aus dem linken Kanal ende heraustretende Gut erfassen und
    ■ durch die Führung / zu den Rollen k, m weiter bewegen, die es aus dem Behälter fördern.
    Das Überziehen geht in der dargestellten Vorrichtung wie folgt vor sich:
    Bei Inbetriebnahme wird beispielsweise der mit Borsäure gefüllte Behälter α im • Ofen b sehr stark erhitzt, während man . 55 den Ofen e nur so stark, beheizt, daß das im Behälter d befindliche Weißmetall, z. B. Zinn, flüssig wird. Darauf führt man die zu überziehenden Gegenstände, z. B. Bleche, Drähte usw., in das Reduktionsbad des Gefäßes α ein und bewegt sie durch dieses so langsam, daß sie ungefähr 1 Minute in ihth verweilen.
    AVähfend dieser Zeit werden sie durch chemische Umsetzungen vollständig von der Schwarzschicht befreit. Aus dem Säurebad kommt das Gut unmittelbar in das im Kanal c bzw. im Behälter d befindliche) Zinn, das sich mit ihm fest verbindet. Nach Passieren der über dem Zinn liegenden Fettschicht verläßt das fertige Gut bei k, m. die Vorrichtung. Das beim Eintauchen in den Kanal c hoch rotglühende Gut kühlt sich bis zum Austritt aus der Vorrichtung auf 250 bis 3000 ab. Die während der Bewegung durch die Vorrichtung abgegebene Wärme dient dazu, das Zinn im Behälter rf flüssig zu halten, so daß dessen Beheizung nur bei Inbetriebnahme der Vorrichtung· erfolgen braucht.
    Die Vorrichtung gemäß der Zeichnung ist insbesondere für langgestreckte Gegenstände, wie Bleche, Drähte u.dgl., geeignet. Unter entsprechender Abänderung und gegebenenfalls bei Verwendung eines geeigneten Transportbandes ist es natürlich auch möglich, kleinstückige Gegenstände in ähnlicher Weise mit Weißmetall zu überziehen.
    Das Material des erschöpften Reduktionsbades läßt sich auf einfache Weise nahezu quantitativ regenerieren. Es stellt sich dadurch sehr preiswert, zumal das als Nebenprodukt gewonnene Eisenoxyd sich vorteilhaft für Farben oder Poliermittel verwenden läßt.
    Zum Verzinnen oder .Verbleien gemäß der Erfindung kann man anstatt der Bor- und Phosphorsäure bzw. deren Salze auch Zinnchlorür bzw. Bleichlorid verwenden. In die-· sem Falle schlägt sich im Augenblick der Reduktion metallisches Zinn bzw. Blei auf dem blanken Eisen oder Stahl nieder. Um diese Bäder billiger zu gestalten und ihre schnelle Erschöpfung zu verhindern, empfiehlt es sich, ihnen Chlorzink und Salmiak zuzusetzen. Es schlagen sich dann Zinn . und Blei nicht so rasch auf dem zu überziehenden Gut nieder. Auch -werden die Bäder dünnflüssiger und weniger teigartig.
    Die mit den scharf fressenden Bädern in Berührung kommenden Teile der A^orrichtung werden durch geeignete Bekleidung mil uo Steingut, Porzellan u. dgl. geschützt.
    P AXENT-AN SPRÜCHE:
    i. Verfahren, stählerne und eiserne Gegenstände mit einem Weißmetallüberzug zu versehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände in ungereinigtem Zustand der Einwirkung stark reduzierend bzw. oxydauflösend- wirkender Schmelzen unterworfen und darauf unmittelbar im gleichen Arbeitsgang unter
    Vermeidung von Luftzutritt mit dem flüssigen Weißmetall in Berührung gebracht werden, wobei zweckmäßig Schmelze und Überzugsmetall lediglich etwas über ihre Schmelzpunkte erhitzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als reduzierend bzw. oxydauflösende Schmelzen Bor- oder Phosphorsäure bzw. deren Salze verwendet_.werden.
  3. 3. Verzinnungsverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als reduzierend wirkende bzw. oxydauflösende Schmelze Zinnchlorür verwendet wird, dem gegebenenfalls Chlorzink und Salmiak zugesetzt sein können.
  4. 4. Verbleiungsverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als reduzierend wirkende bzw. oxydäuf lösende Schmelze Bleichlorid verwendet wird,, dem gegebenenfalls Chlorzink und Salmiak zugesetzt sein können.
  5. 5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei mit Böden in ungleieher Höhenlage versehene, mittels eines engen Förderkanals verbundene Behälter, von denen der mit dem höher liegenden Boden mit der Reduktionsschmelze, der andere mit' dem flüssigen Weißmetall so weit gefüllt ist, daß dessen Spiegel gerade bis zum Boden des ersteren Behälters reicht.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des das Reduktionsbad enthaltenden Behälters nach dem Verbindungskanal zu geneigt ist.
    Hierzu 1 Blau Zeichnungen.
    ilERÜN. (VUbfiUCRT IN IUUCHSDItUCKEREl.
DENDAT302440D Active DE302440C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1189354B (de) * 1953-09-04 1965-03-18 Libbey Owens Ford Glass Co Verfahren und Vorrichtung zum UEberziehen mit Loetmetall und Markieren eines Bandes aus niedrig schmelzendem Metall, insbesondere Blei

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1189354B (de) * 1953-09-04 1965-03-18 Libbey Owens Ford Glass Co Verfahren und Vorrichtung zum UEberziehen mit Loetmetall und Markieren eines Bandes aus niedrig schmelzendem Metall, insbesondere Blei

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