DE3003288A1 - Leitungsschutzschalter - Google Patents

Leitungsschutzschalter

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DE3003288A1
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DE19803003288
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Ferenc Sandor Remenyi
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Weber AG
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Weber AG
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Description

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Leitungsschutzschalter
Die Erfindung betrifft einen Iieitungsschutzschalter gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1„
Bei bekannten Leitungsschutzschaltern dieser Art, wie sie insbesondere aus der deutschen Offenlegungsschrift 26 51 158, aber auch aus den deutschen Patentschriften 1 141 365 und 1 590 759 bekannt sindj ist die seitliche Anordnung der magnetischen Auslösevorrichtung vorgesehen, um eine geringe Bauhöhe des Schalters zu erzielen0
Zufolge gedrängter Bauweise greifen bei den bekannten Schaltern das Schaltschloss, die Kontaktelemente und ihre elektrischen Stromzuführungen sowie die magnetische Auslöse= vorrichtung zum Teil ineinander, was nicht nur den Zusammenbau des Schalters und die Anordnung einer zusätzlichen thermischen Auslösevorrichtung Z8B0 eines Birnetallelementes, ersch wert, sondern auch eine ausreichende elektrische Trennung der verschiedenen Bauteile beeinträchtigte V^or allem aber weisen die vorgesehenen magnetischen Auslösevorrichtungen einen komplizierten Aufbau auf, der zufolge der zahlreichen, verhältnismässig schwierig zusammenbaubaren Einzelteile einen erheblichen Aufwand und damit eine unerwünschte Hers-tellungskostenhöhe des ganzen Schalters zur Folge hato
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, einen leitungsschutzschalter geringer Bauhöhe zu schaffen, bei welchem die magnetische Auslösevorrichtung einfach ist, wenige Bauteile aufweist und räumlich vollständig getrennt vom Sehaltschloss wenig Platz beansprucht, so dass bei Bedarf auch ein zusätzliches thermisches Auslöseelement, insbesondere ein streifenförmiges Bimetallelement, ohne Schwierigkeiten und ohne besonderen Aufwand vorgesehen werden kann0
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Erfindungsgemäss weist der Leitungsscliutzschalter der eingangs genannten Art die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale auf.
Beim erfindungsgemässen Leitungsschutzschalter wird der unterhalb der einen Anschlussklemme zur Verfügung stehende Raum in sinnvoller Weise durch die magnetische Auslösevorrichtung ausgenützt, die im übrigen keinen weiteren Teil des Schaltergehäuses beansprucht. Da Stromleiter von der genannten Anschlussklemme zum Kontakthebel zwangsweise vorhanden sein müssen, erlaubt die Erfindung, auf den Magnetkern und das Magnetjoch als getrennte Teile zu verzichten, sowie auf separate Verbindungsleiter für die Wicklung der magnetischen Auslösevorrichtung. Zudem gestattet es der erfindungsgemäss e Leitungsschutzschalter, ein gegebenenfalls vorzusehendes Bimetallelement ohne Platz- und Isolierprobleme zwischen der magnetischen Auslösevorrichtung bzw. dem Stromleiter und dem Schaltschloss unter weiterer Benutzung des für die magnetische Auslösevorrichtung verwendeten Stromleiters anzuordnen.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Leitungsschutzschalters wird nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Die einzige Figur zeigt eine Teilansicht des Leitungsschutzschalters in eingeschaltetem Zustand, bei abgenommenem Deckel,
Der ausschnittweise dargestellte Leitungsschutzschalter weist ein im wesentlichen rechteckiges, schalenförmiges Isoliergehäuse 1 auf, das mittels eines nicht dargestellten, auf das Gehäuse 1 aufsetzbaren, flachen Isolierdeckels verschliessbar ist. Aus dem Gehäuse 1 ragt an dessen Oberseite ein Kipphebel 2 zur Handbetätigung des Schalters, Am einen seitlichen Gehäuseteil ist eine als Schraubklemme ausgebildete Anschlussklemme 3 angeordnet, welche die Ausgangsklemme des Schalters bildet. Eine entsprechende„ nicht dargestellte Anschlussklemme ist am gegenüberliegenden seitlichen Gehäuseteil als Eingangsklemme angeordnet«. Die An= schlussklemme 5 und auch die nicht dargestellte Eingangs=
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klemme sind als sogenannte Kastenklemmen ausgebildet„ In die sich überlappenden Enden 4a9 4b eines ringförmig gebogenen Metallbandes 4 ist eine Schraube 5 geschraubt« Der Hohlraum des gebogenen Metallbandes 4 ist von aussen durch eine Oeff= nung 6 in der seitlichen Gehäusewand zugängliche Ein band·= förmiger Anschlussleiter kann zwischen dem Kopf der Schraube 5 und dem oberen Ende 4a des Metallbandes 49 ein draht= oder seilförmiger Anschlussleiter zwischen dem freien Ende der Schraube 5 und dem Boden 4c Des Metallbandes 4 eingeklemmmt werden, wobei der Draht oder das Seil durch die Oeffnung 6 in den Hohlraum des Metallbandes 4 eingeführt wird«
Das Gehäuse 1 weist in seinem Innern einen nur teilweise dargestellten Kontakt= und Lichtbogenraum 8„ einen Schal tschlossraüm 9 und einen Auslöserraum 10 auf«, Ein sich seitlich des Schaltschlossraums 9 befindlicher weiterer Schalterraum 11 ist im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ohne besonderes Interesse und kann beispielsweise Teile einer Fehlerstromauslösung enthalten,, welche auf das im Schaltschlossraum 9 befindliche^ nachstehend noch näher erläuterte Schaltschloss einwirken,,
Im Kontakt= und Lichtbogenraum 8 liegt ein Teil eines hornförmig gebogenen Kontakthebels 12P der im wesentlichen waagrecht zwischen einer Bodenwand 13 und einer inneren Rippe 14 des Gehäuses 1 geführt und in noch zu beschreibender Weise schwenkbar gelagert ist0 Der Kontakthebel 12 bildet ein bewegliches Kontaktstück 15 und ist dem Druck einer auf die Bodenwand 13 abstützenden Kontaktfeder 16 ausgesetzte Ein Kontaktplättchen 17 bildet den festen Kontakt der Kon=.» taktstelle des vorliegenden Schalters« Als Träger für das Kontaktplättchen 17 dient ein bandförmigesp aus Kupfer berstendes Stromleiterstück 18S das mit der bereits erwähntenp nicht dargestellten Eingangsklemme verbunden ist«, Nahe dem Kontaktplättchen 17 ist am Leiterstück 18 ein weiteres band= förmigesp aus Eisen bestehendes Stromleiterstück 19 befestigt 9 das sich in waagrechter Richtung nach links bis zur abschlies·= senden Seitenwand des Lichtbogenraums 8 bzw„ des Schalters
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erstreckt und dort im Gehäuseinnern frei endet. längs der Bodenwand 13 ist ein dritter bandförmiger, ebenfalls aus Eisen bestehender Stromleiter 20 geführt, der in noch zu beschreibender Weise mit der ausgangsseitigen Anschlussklemme 3 in elektrischer Verbindung steht, sich ebenfalls bis zur abschliessenden linken Seitenwand des Lichtbogenraums 8 bzw. des Schalters erstreckt und dort im Gehäuseinnern frei endet. Der Abstand der aus Eisen bestehenden Leiter 19 und 20 vergrössert sich vom Ort ihres kleinsten Abstandes bei der Kontaktstelle in waagrechter Richtung nach links aussen in der Zeichnung, um den beim Oeffnen des Kontakts 15,17 entstehenden Lichtbogen in diese Richtung zu treiben. Am Ende des sich erweiternden Lichtbogenraums 8 weist die nicht dargestellte Seitenwand des Gehäuses 1 eine Oeffnung auf, um die vom Lichtbogen getriebenen Gase in bekannter Weise nach aussen zu leiten. Zur Abkühlung der heissen Gase können zudem im Lichtbogenraum 8 durch Gehäusevorsprünge gebildete Kanäle vorhanden sein.
In dem neben dem weiteren Schalterraum 11 und dem Kontakt- und Lichtbogenraum 8 befindliehen, sich über die ganze Schalterhöhe erstreckenden Schaltschlossraum 9 sind der Kipphebel 2, der gelagerte Teil des Kontakthebels 12 samt der Kontaktfeder 16 und ein diese verbindendes, als Kniehebelsystem ausgebildetes Schaltschloss 21 angeordnet.
Der Kipphebel 2 weist ein Griffteil 22 und ein scheibenförmiges Lagerteil 23 mit beidseitig vorstehenden, kreisförmigen Rippen 24 auf, die in entsprechenden Nuten der grossen Seitenflächen des Gehäuses 1 und des nicht dargestellten Deckels gelagert sind. Das Lagerteil 23 ist zudem beidseitig mit kurzen Zapfen 25 versehen. Eine Torsionsfeder 26 verleiht dem Kipphebel 2 ein Drehmoment im Gegenuhrzeigersinn,
Auf die Zapfen 25 des Kipphebels 2 ist je ein laschenförmiges Seitenteil eines Bügels 27 gesteckt. Die Seitenteile des Bügels 27 weisen je ein weiteres Loch auf, durch welches ein erster Lagerstift 28 gesteckt ist. Die En-
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den des Lagerstiftes 28 sind je in den grossen Seitenflächen des Gehäuses und des Deckels in einer leicht gegen die Senk= rechte geneigten Hut geführt^ die durch einen in den grossen Seitenflächen ausgebildeten Wulstrand 30 begrenzt ist0
Auf dem Stift 28 ist ferner ein zweiarmiger Aus= lösehebel 31 schwenkbar gelagert g dessen eine Arm 32 nahezu horizontal und dessen andere Arm 33 schräg nach unten gerich= tet ist. Ber Arm 32 ist auf seiner Unterseite mit einem scharfkantigen Absatz 34 versehen«, Eine Schenkelfeder 35 ver= leiht dem Auslösehebel 31 ein Drehmoment im Gegenuhrzeiger·= sinn.
Auf dem S-^tift 28 ist schliesslich noch ein als Stütze für eine nachfolgend beschriebene Klinke dienender He= bei 36, nachfolgend mit Klinkenstütze bezeichnetp schwenkbar gelagert, der an seinem unteren Ende beidseitig mit je einem Zapfen 37 versehen ist. Auf die Zapfen 37 ist in Schlitzen je ein Seitenteil einer bügeiförmigen Klinke 38 schwenkbar gelagert. Die Seitenteile sind an ihrem oberen Ende durch ein Joch 39 verbunden,, dessen Oberkante dazu bestimmt ist? hinter dem Absatz 34 des Auslösehebels 31 einzurasten0 An ihrem unteren Ende weisen die Seitenteile der Klinke 38 eine Bohrung auf, wobei ein zweiter Lagerstift 40 durch diese Bohrungen gesteckt ist« Die Enden des Lagerstifts 40 sind wie beim La= gerstift 28 je in den grossen Seitenflächen des Gehäuses und des Deckels in einer Nut 41 geführt^ die ebenfalls durch ei·= nen Wulstrand 42 begrenzt ist0 Auf dem zweiten Lagerstift 40 ist zudem das Ende des Konatkthebels 12 gelagerte
Es ist ersichtlichp dass der Kipphebel 2g der Bu= gel 27, die Klinkenstütze 36 und die Klinke 38 ein doppeltes Kniegelenksystem mit zwei translatorisch geführten Gelenk=
und/ punkten, nämlich den Lagerstiften 28 und 40p /Wi auslenken= den Gelenkpunktenc nämlich den Zapfen 25 des Kipphebels 2 und den Zapfen 37 der Klinkenstütse 36j, bildet„ wobei der obere auslenkende Gelenkpunktp nämlich die Zapfen 25 des Kipphebels 2C über den Totpunkt dieses Kniegelenks läuft„
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Der dargestellte Leitungsschutzschalter ist ferner mit einem ein Bimetallelement 44 aufweisenden, im Auslöserraum 10 angeordneten thermischen Auslöser versehen. Das Bimetallelement 44 ist am Ende eines Abschnittes 20' des bereits erwähnten, mehrfach abgewinkelten, bandförmigen Stromleiters 20 befestigt, der im Gehäuse 1 durch G-ehäuseteile festgehalten ist. Eine in den Stromleiterabschnitt 20' geschraubte Eichschraube 45 dient zur Einstellung des Bimetallelementes 44. Ein Iiitzenstück 46 verbindet das freie, bewegliche Ende des Bimetallelementes 44 mit dem Ende des Kontakthebels 12. Das Bimetallelement 44 erstreckt sich über den grösseren Teil der Gehäusehöhe und ist in Nähe des Arms 33 des Auslösehebels 31 angeordnet.
Im Auslöserraum 10 ist unterhalb der Anschlussklemme 3 eine magnetische Auslösevorrichtung 48 angeordnet, die einen Magnetkern 49 und ein Magnetjoch 50 aufweist. Diese beiden magnetischen Teile sind aus dem bandförmigen, aus Eisen bestehenden Stromleiterabschnitt 20' durch teilweises Ausschneiden und Abbiegen entsprechender Bereiche des Stromleiterabschnitts 20' geformt. Der Magnetkern 49 ist von einer selbsttragenden V/icklung 51 umgeben, deren eines Ende mit dem Stromleiterabschnitt 20' und deren anderes Ende mit dem Boden 4c des gebogenen Metallbandes 4 der Anschlussklemme 3 fest verbunden, z.B. verschweisst ist. Auf dem Magnetjoch 50 ist ein magnetischer Klappanker 52 schwenkbar gelagert; er wird durch eine am Stromleiter 20 eingehängte Feder 53 in der dargestellten Ruhelage gehalten. Mit dem Klappanker 52 ist ein Schieber 54 verbunden, der in einem gegenüberliegenden Endbereich in einer Oeffnung der Stromleiterabschnitts 20' gelagert ist. Der aus einem Isoliermaterial bestehende Schieber 54 liegt im Innern der V/icklung 51. Wenn der Klappanker 52 von dem aufgrund eines durch die Wicklung 51 fliessenden Stromes magnetisierten Magnetkern 49 angezogen wird, drückt er den Schieber 54 nach links und drückt dadurch auf den Arm 33 des Auslösehebels 31.
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Aus dem Vorangehenden ist ersichtlich, dass der Stromfluss von der nicht dargestellten Eingangsklemme über den Stromleiter 18, die Kontaktstelle 17Ρ 15y ferner den Kon= takthebel 12, die Litze 46 p das Bimetallelement 44? den Stromleiterabschnitt 20' und die Wicklung 51 der magnetischen Auslösevorrichtung 48 zur ausgangsseitigen Anschlussklemme 3 erfolgt.
In dem in der Figur dargestellten eingeschalteten Zustand des Schalters stellt das Kniegelenksystem 27p31936s38 einschliesslich des Kipphebels 2 und des Kontakthebels 12 ein starres System dar, so lange keine äusseren Kräfte auf es einwirken. Die Kontaktfeder 16 drückt den Kontakthebel 12 nach oben, so dass dessen bewegliches Kontaktstück 15 gegen das feste Kontaktplättchen 17 gedrückt wird«, Das im zweiten lagerst-aft 40 gelagerte Ende des Kontakthebels 12 wird ebenfalls nach oben gedruckt. Der lagerstift 40 kann sich aber in der Nut 41 nicht nach oben verschieben, da er durch die Klinke 38 festgehalten ist. Diese kann sich nicht im Gegenuhrzeigersinn um die Zapfen 37 der Klinkenstütze 36 drehen, da sie durch den Absatz 34 des Auslösehebels 31 festgehalten ist. Die Klinke 38 kann sich auch nicht nach oben verschieben; die nach oben gerichtete Kraftkomponente drückt den Kipphebel 2 über die Klinkenstütze 36 und den Bügel 27 an den Einschalt-Gehäuseanschiag des Griffteils 22 des Kipphebels 2. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass das Drehmoment der Torsionsfeder 26 kleiner ist als das vom Bügel 27 dank der Kontaktfeder 16 auf den Kipphebel 2 ausgeübte Drehmoment.
Wenn nun beim Auftreten eines starken Ueberstromes, beispielsweise zufolge eines Kurzschlusses, die vom Strom durchflossene Wicklung 51 den Magnetkern 49 magnetisiert und dieser den Klappanker 52 anzieht, schwenkt der Klappanker 52 über den Schieber 54 den Auslösehebel 31 im Uhrzeigersinn. Das Gleiche erfolgt, wenn durch Stromerwärmung das Bimetallelement 44 nach links auslenkt und damit auf den Arm 33 des Auslösehebels 31 drückt. Durch das Schwenken des Auslösehebels 31 wird die Klinke 38 freigegeben. Unter dem Druck der
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Kontaktfeder 16 schiebt sich der zweite Lagerstift 40 in der Nut 41 nach oben, so dass der Kontakthebel 12 an der Rippe anschlägt und um diesen Anschlag schwenkt. Dadurch hebt sich das bewegliche Kontaktstück 15 "vom festen Kontaktplättchen ab. Gleichzeitig werden die Zapfen 37 der Klinkenstütze 36 durch die Klinke 38 nach links gedrückt, so dass die Klinke 38 eine nahezu waagrechte und die Klinkenstütze 36 eine zur Senkrechten geneigte Zwischenlage einnehmen, während sich der Kontakthebel 12 endgültig in der erwähnten Ausschaltlage befindet. Da während der Bewegung des zweiten Lagerstifts 40 in der Nut 41 nach wie vor über die Klinke 38, die Klinkenstütze 36 und den Bügel 27 ein der Torsionsfeder 26 entgegengesetztes Drehmoment auf den Kipphebel 2 ausgeübt wird, ändern der erste Lagerstift 28 bzw. der Bügel 27 ihre Lage vorerst nicht.
Wenn nun aber der zweite Lagerstift 40 am oberen Ende der Nut 41 anschlägt, verschwindet das Gegendrehmoment zu demjenigen der Torsionsfeder 26. Diese verdreht somit das Lagerteil 23 des Kipphebels 2 im Gegenuhrzeigersinn, wobei der Bügel 27 über seinen Totpunkt geschwenkt und unter Bewegung des ersten Lagerstiftes 28 in der Nut 29 nach oben gedreht wird, wodurch auch der Auslösehebel 31 nach oben gezogen wird sowie die Klinkenstütze 36 und die Klinke 38 in eine gestreckte Lage gelangen. Durch die Schenkelfeder 35 wird der Auslösehebel 31 hierbei auf die Klinke 38 geschwenkt, so dass sich sein Absatz 34 wieder am Joch 39 der Klinke 38 befindet.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass eine TJeberstromauslösung auch dann erfolgt, wenn aus irgend einem Grund der Kipphebel 2 in seiner Einschaltlage arretiert sein sollte, da die erwähnte Zwischenlage der Klinke 38 und der Klinkenstütze 36 keine Lageveränderung desKipphebels 2 bedingt. Solange der Kipphebel 2 arretiert ist, wird diese Lage, bei vollständig geöffnetem Kontakt 15,17, beibehalten, womit eine Freiauslösung erzielt ist.
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Es ist ferner ersichtlich, dass bei majmellem, durch Umlegen des Kipphebels 2 "bewirktem Ausschalten die beschriebenen Bewegungsabläufe in anderer Reihenfolge ebenfalls vorliegen. Hierbei erfolgt das den Kontakt 15,17 öffnende Ausklinken der Klinke 38 dadurch, dass beim Umlegen des Kipphebels 2 und damit beim Schwenken des Bügels 27 um seinen Totpunkt der Auslösehebel 31 nach oben gezogen wird.
Beim Einschalten werden durch das Schwenken des Bügels 27 beide lagerstifte 28 und 40 in ihren Nuten 29 bzw„ 41 nach unten geschoben. Ein Auslenken der Zapfen 37 der Klinkenstütze 36 ist hierbei nicht möglich, da die Klinke 38 am Absatz 34 des Auslösehebels 31 anliegt. Somit wird die Kontaktfeder 16 duch Umlegen des Kipphebels 2 gespannt und in dieser Lage festgehalten, sobald der Bügel 27 über seinen Totpunkt gelangt ist.
Der vorliegende Leitungsschutzschalter weist in vorteilhafter Weise eine sehr geringe Anzahl von Bauteilen auf. Insbesondere sind zur Verriegelung und Auslösung^ abgesehen von den beiden Lagerstiften 28, 40 und den drei Federn 16, 26, 35 bloss der Kipphebel 2, der Kontakthebel 12„ die Schaltschlossteile Bügel 27, Auslösehebel 31 Klinkenstütze 36 und Klinke 38 sowie die Ueberstromteile Klappanker 52 mit Feder 53 1^d Schieber 54, und Bimetallelement 44 erforderliche Separate Bauteile für den Magnetkern 49-und das Magnetjoch 50 der magnetischen Auslösevorrichtung 48 sowie ein Trägerteil für deren Wicklung 51 werden nicht benötigto Zudem wird beim vorliegenden Leitungsschutzschalter eine sehr einfache Montage seiner Bauteile erzielt. Insbesondere können die mit dem Stromleiter 20 verbundenen Schalterteile9 nämlich das Bimetallelement 44 mit der Eichschraube 45g die gesamte magnetische Auslösevorrichtung 48 und die Anschlussklemme 3 als vor= montierte Einheit für sich in das Gehäuse 1 eingelegt werden,,
Besonders vorteilhaft ist auch die vorliegende Aus-= bildung und Anordnung der thermischen und magnetischen Aus= lösevorrichtung, weil sich damit eine sowohl mechanische als auch thermische "Entkopplung" des Bimetallelementes 44 von
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der Anschlussklemme 3 ergibt. Mechanische Kräfte, die allenfalls durch angeschlossene Leiter auf die Anschlussklemme 3 ausgeübt werden und ein Verkanten oder Verdrehen derselben bewirken können, werden zufolge der zwischen der Anschlussklemme 3 und dem Stromleiterabschnitt 20· angeordneten, nachgiebigen Wicklung 51 nicht auf das Bimetallelement 44 übertragen, so dass dessen Eichung unverändert bleibt. In thermischer Hinsicht erfolgt vom Bimetallelement 44 über den Stromleiterabschnitt 20· ein geringerer Wärmeabfluss als bei einer direkten Verbindung des Bimetallelementes 44 mit der Anschlussklemme 3. Da der vom Strom durchflossene Stromleiterabschnitt 20f aus Eisen besteht, ergibt sich durch den Stromfluss eine zusätzliche Erwärmung, Dadurch entsteht am Fusspunkt des Bimetallelementes 44 ein Wärmestau, der die bestimmungsgemässe Punktion des Bimetallelementes günstig beeinflusst.
Der Arm 32 des Auslösehebels 31 ist in der dargestellten Grosse an sich für die beschriebenen Schalterfunktionen nicht erforderlich, da ein kurzer Vorsprung mit dem Absatz 34 genügen würde. Der Arm 32 ist beim dargestellten Schalter vorgesehen, um durch einen im weiteren Schalterraum 11 untergebrachten Fehlerstrom-Mechanismus auf den Auslösehebel 31 einwirken zu können und eine Auslösung entsprechend der Auslösung durch das Bimetallelement 44 oder durch die magnetische Auslösevorrichtung 48 ohne zusätzliche Bauteile erzielen zu können. Es ist ersichtlich, dass zur Auslösung der genannte Fehlerstrom-Mechanismus etwa senkrecht nach unten auf den Arm 32 des Auslösehebels 31 einwirken müsste.
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Zus ammenfas sung
Der Leitungsschutzschalter weist ein durch einen Kipphebel (2) betätigtares Schaltschloss (21) für einen parallel zum Gehäuseboden (13) angeordneten Kontakthebel (12) auf. Auf der einen Seite des Schaltschlosses (21) ist unterhalb einer Anschlussklemme (3) eine magnetische Ueberstromauslösevorrichtung (48) angeordnet„ Diese weist einen Magnetkern (49), eine Wicklung (51);, ein Magnetjoch (50) und einen auf dem Magnetjoch (50) angeordneten Klappanker (52) auf«, Der Magnetkern (49) und das Magnetj och (50) sind einstückig aus einem senkrecht zum Gehäuseboden (13) verlaufenden Stromleiter (20') ausgebogen. Die Wicklung (51) ist selbsttragend an der Anschlussklemme (3) und am Stromleiter (20') befestigt, Der vom Magnet j och (-50) getragene Klappanker (52) wirkt über einen im Inera der Wicklung (51) beweglich angeordneten Schieber (54) auf einen Auslösehebel (31,33) des Schaltschlosses (21), Der Stromleiter (20·) trägt zudem ein zwischen der magnetischen Auslösevorrichtung (48) bzw, dem Stromleiter (201) und dem Schaltschloss (21) angeordnetes Bimetallelement (44). Dadurch wird eine nur wenige Einzelteile benötigende und nur wenig Raum beanspruchende magnetische Auslösevorrichtung erzielt.
(Einzige Figur)
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Leer seife

Claims (7)

  1. κ.τ:*?μ"-" Μ·ιιι·:η Weber AG
    ΤΛ·ν·Λ·χι.ν* Fabrik elektrotechnischer
    8 M ν N C " 1' ^ ' 2
    •wmaNMAYBHSTH. β Artikel und Apparate
    6020 Emmenbrücke
    30-
    Patentansprüche
    f 1. ) Leitungsschutzschalter mit einer mittels eines Kipphebels betätigbaren Handauslösung, mit einer mindestens magnetischen Ueberstromauslösung und mit einer Freiauslösung,, bei welchem Schalter in einem schalenförmigen Gehäuse unterhalb des Kipphebels ein Schaltschloss für einen beweglichen,, im wesentlichen parallel zum Gehäuseboden liegenden Kontakt= hebel angeordnet istp und bei welchem Schalter auf der einen Seite des Schaltschlosses ein Lichtbogenraums auf der ande= ren Seite des Schaltschlosses eine magnetische Auslösevorrichtung sowie auf beiden Seiten des Schaltschlosses je eine Anschlussklemme angeordnet sind9 dadurch gekennzeichnet,, dass die magnetische Auslösevorrichtung (48) unterhalb der einen Anschlussklemme (3) angeordnet ist und einen Magnetkern (49)p eine diesen umschliessende Wicklung (51)» ein Magnetjoch (50) und einen auf dem Magnetjoch (50) angeordneten Klappanker (52) aufweistρ wobei der Magnetkern (49) und das Magnetj och (50) einstückig aus einem senkrecht zum Gehäuseboden (13) verlaufenden Stromleiter (20J) ausgebogen sind,, und wobei der vom Magnetjoch (50) getragene Klappanker (52) mit einem Auslösehebel (31933) des Schaltschlosses in Wirkverbindung stehtc
  2. 2.0 Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1 9 dadurch gekennzeichnet;, dass die Wicklung (51) mit ihrem einen Ende an der Anschlussklemme (3) und mit ihrem anderen Ende am Stromleiter (20·) befestigt ist«,
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  3. 3. Leitungsschutzsehalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussklemme (3) als Kastenklemme ausgebildet ist, die ein ringförmig gebogenes Metallband (4) aufweist, mit dessen Boden (4c) das eine Ende der Wicklung (51) fest verbunden ist.
  4. 4. Leitungsschutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, dass der Stromleiter (20') sowie der aus ihm ausgebogene Magnetkern (49) und das aus ihm ausgebogene Magnetjoch (50) bandförmig sind,
  5. 5« Leitungsschutzschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern der Wicklung (51) ein parallel zum Magnetkern (49) beweglicher, mit dem Klappanker (52) verbundener Schieber (54) angeordnet ist, dessen freies Ende benachbart einem Arm (33) des Auslösehebels (31) liegt.
  6. 6, Leitungsschutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5f dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückholfeder (53) am Klappanker (52) und am Stromleiter (20·) befestigt ist.
  7. 7. Leitungsschutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromleiter (201) an seinem der vom Kipphebel (2 ) durchdrungenen Oberseite des Gehäuses (1) benachbarten Ende ein Bimetallelement (44) trägt, das sich im wesentlichen parallel zum Stromleiter (201) zwischen diesem und dem Schaltschloss (21) zum Gehäuseboden (13) hin erstreckt und an seinem freien Ende über ein biegsames Leiterstück (46) mit dem Kontakthebel (12) verbunden ist, der nahe dem Gehäuseboden (13) angenähert parallel zu diesem angeordnet ist.
    030032/0789
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